Berlin | 28.12.2015

BGA: Außenhandel in diesem und nächsten Jahr auf Rekordkurs – kurzfristige Zuversicht von langfristiger Skepsis überlagert

„Der deutsche Außenhandel hat im laufenden Jahr 2015 in einem schwierigen weltweiten Umfeld unsere Erwartungen noch übertroffen.

Und auch im kommenden Jahr 2016 erwarten wir sowohl für die Exporte wie für die Importe neue Allzeithöchstwerte. Das ist nicht nur hierzulande eine gute Nachricht: Deutschland wird damit seiner Rolle als Wachstumsmotor Europas erneut gerecht. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. So überzeichnet insbesondere der billige Euro unsere wirtschaftliche Stärke auf den Weltmärkten. Und auch wenn dies zusammen mit niedrigen Rohstoffpreisen derzeit gute Bedingungen für die deutsche Wirtschaft schafft, helfen diese – endlichen – Effekte doch nicht über fehlende Nachfrage in wichtigen Zielländern wie China hinweg. Zusammen mit den gefährlichen Nebenwirkungen der Geldpolitik der EZB, der ungelösten Euroschuldenkrise und zahlreichen weltweiten Krisenherden führt dies in der Summe dazu, dass keine Feierlaune aufkommt und die kurzfristige Zuversicht von mittel- und langfristiger Skepsis überlagert wird.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin zum Jahreswechsel. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der BGA, dass die Exporte um bis zu 6 Prozent auf 1.191 Milliarden Euro und die Importe um 4 Prozent auf 947 Milliarden Euro steigen werden.

„Für die Politik heißt das, es gibt viel zu tun, um die gute Wirtschaftslage zu erhalten. Insbesondere gilt es die Flüchtlingsströme wieder unter Kontrolle zu bekommen und die Eurorettung voranzutreiben ohne ein weiteres Aufweichen des Euros, denn auch unserer exportorientierten Wirtschaft schadet sie langfristig. Wenn wir über 2016 sprechen, darf das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP natürlich nicht fehlen. Wir kämpfen für einen erfolgreichen Abschluss gegen viele Widerstände, weil wir angesichts der großen vor uns liegenden Herausforderungen dringend die Weichen für ein langfristiges Wachstum stellen müssen. Und es ist für die EU und die USA die Chance, gemeinsame internationale Standards im Welthandel zu setzen. Jetzt können wir noch festlegen, wie wir es mit Menschrechten wie Meinungsfreiheit, mit Kinderarbeit oder Korruption halten. TTIP ist die vielleicht letzte Gelegenheit, mit gutem Beispiel voranzugehen und hohe, globale Standards zu definieren“, so Börner abschließend.

41, Berlin, 28. Dezember 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 17.12.2015

BGA zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des DSLV: „ADSp 2016“ führt in die Irre

Irritiert nimmt der BGA zur Kenntnis, dass der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) seine neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen als „ADSp 2016“ veröffentlicht hat.

Denn bei diesen handelt es sich nicht um die in der Branche eingeführten  ADSp, da diese nur noch einseitig von Spediteursseite empfohlen werden.

Losgelöst von dem Umstand, dass der BGA sich rechtliche Schritte gegen die Verwendung des Namens „ADSp 2016“ vorbehält, werden diese daher nicht automatisch Grundlage der bisherigen Verträge zwischen Spediteuren und Verladern. Vielmehr müssen diese neu vereinbart werden.

Für große Verwirrung und Ärger wird zukünftig der Satz: „Wir arbeiten ausschließlich auf Grundlage der neuesten Fassung der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp)“ sorgen, welcher in der Branche üblich ist. Der DSLV hat sich und seinen Mitgliedern mit der Namensgebung der Geschäftsbedingungen keinen Gefallen getan.

Inhaltlich begrüßen wir, dass der DSLV die Grundhaftung des Spediteurs auf Basis des gesetzlichen Leitbildes 8,33 SZR/kg (ca. 10,50 Euro/kg) angehoben hat. Allerdings ist die in den von der Verladerseite empfohlenen „Deutschen Transport- und Lagerbedingungen“ (DTLB) vorgesehene durchgängige Regelhaftung in gleicher Höhe sachgerechter.

Verlader, die ab sofort mit den neuen Geschäftsbedingungen konfrontiert werden, müssen sich klar darüber sein, dass insbesondere Standgeldvereinbarungen, der Haftungsausschluss für nautisches Verschulden und die  geringe Wertgrenze von 50 Euro/kg für wertvolles Gut, eine erhebliche Schwächung ihrer Position darstellen. Der BGA empfiehlt die Verwendung der DTLB, die die Verladerinteressen  stärker berücksichtigen.

40, Berlin, 17. Dezember 2015

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Berlin | 16.12.2015

Siegfried Russwurm übernimmt NMI-Vorsitz

Siemens-Vorstandsmitglied leitet ab Januar Nordafrika Mittelost Initiative der Deutschen Wirtschaft

·Bisheriger Chef Wolfgang Büchele wechselt zum Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft    

Siegfried Russwurm (52) übernimmt zum 1. Januar 2016 den Vorsitz der Nordafrika Mittelost Initiative der Deutschen Wirtschaft (NMI). Das Vorstandsmitglied der Siemens AG wird Nachfolger von Wolfgang Büchele (56), Vorsitzender des Vorstands der Linde AG, der zum Jahreswechsel Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft wird.

Mit dem Wechsel tritt erneut ein Repräsentant eines DAX-Unternehmens an die Spitze der Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft für den Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika. Russwurm ist Forschungsvorstand und Technikchef bei Siemens. Er ist dort außerdem verantwortlich für den Nahen und Mittleren Osten sowie die Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).  

Gemeinsam mit den fünf NMI-Trägern will Russwurm den Dialog und die Zusammenarbeit der deutschen Wirtschaft mit der Region des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrika zum beiderseitigen Nutzen intensivieren. „Sowohl die Wirtschaftsleistung als auch die Bevölkerung dieser Länder wachsen rapide. Damit wächst ihr Bedarf an Lösungen und Produkten, insbesondere in den Bereichen Energie, Mobilität, Wohnen, Kommunikation und Gesundheit“, sagte Russwurm.  

„Es gibt viele Gelegenheiten für die deutsche Wirtschaft, die Entwicklung der Region und das Leben der Menschen in diesen Ländern positiv mitzugestalten und zu beeinflussen. Wir wollen dabei helfen, den Menschen in dieser Region eine bessere wirtschaftliche Perspektive zu bieten. Wenn wir den Dialog und die Zusammenarbeit mit dieser Region intensivieren, entsteht ein Gewinn auf beiden Seiten“, unterstrich Russwurm. Auch in der energieintensiven Industrie wie der Metallverarbeitung, in der petrochemischen Industrie, in der Bau- und Wasserwirtschaft sowie in der Aus- und Weiterbildung, durch Forschungskooperationen und bei Technologie- und Wissenstransfer bestehen für die deutsche Wirtschaft vielversprechende Gelegenheiten. „Bei allen Kontakten der deutschen Unternehmen mit der Bundesregierung und mit den Partnern in der Region ist mir wichtig, dass wir mit einer Stimme sprechen, wo immer dies möglich ist, und gleichzeitig branchenspezifische Sichten anerkennen, wo dies notwendig ist“, erklärte der zukünftige NMI-Vorsitzende.

Über die NMI Träger der Nordafrika Mittelost Initiative der Deutschen Wirtschaft sind der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) und der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband). Die NMI arbeitet mit 21 Ländern in der Region Mittlerer und Naher Osten sowie Nordafrika, in denen etwa 400 Millionen Einwohner leben. Dies entspricht rund sechs Prozent der Weltbevölkerung. Bis 2030 wird sich die Bevölkerung in diesen Ländern annähernd verdoppeln.

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Anton F. Börner

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Berlin | 09.12.2015

BGA: Verhaltener Start ins Schlussquartal 2015

„Nach einem Sommerhoch startet der Außenhandel eher verhalten in das Schlussquartal 2015.

Die Zahlen bestätigen aber weiterhin den Trend, dass die EU-Länder unsere wichtigsten Außenhandelspartner sind. Umso wichtiger ist es, europäische Tendenzen von Nationalismus entgegenzuwirken, die nur zu wirtschaftlicher Instabilität und politischer Abschottung führen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Oktober 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Oktober im Vorjahresvergleich um 3,3 Prozent gestiegen, während die Importe um 3 Prozent zugelegt haben. Damit erhöhte sich die Außenhandelsbilanz im Oktober abermals und schloss mit einem Überschuss von 22,5 Milliarden Euro ab.

„Die Außenhandelszahlen für Oktober sprechen eine deutliche Sprache: Geschäfte mit den Drittländern sind trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung der USA weiterhin nicht verlässlich. Auch wenn der billige Euro und die Niedrigpreise für Öl derzeit gute Bedingungen für die deutsche Wirtschaft schaffen, hilft dies doch nicht über die fehlende Nachfrage in den Zielländern wie China hinweg. In Zeiten solch unsicherer Konjunkturentwicklungen ist es umso wichtiger, bessere Handelsbedingungen zu schaffen. Dafür brauchen wir schnellstmöglich den Abschluss von TTIP“, so Börner abschließend.

39, Berlin, 9. Dezember 2015

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Berlin | 01.12.2015

BGA: Großhandelsentwicklung weist auf kraftlose Konjunktur im vierten Quartal hin

„Die schwache Großhandelsentwicklung ist kein gutes Zeichen für das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal.

Vielmehr deutet der Rückgang im Handel mit Investitionsgütern und Rohstoffen darauf hin, dass die Konjunktur derzeit eher auf der Stelle tritt. Auch der erfreuliche Zuwachs im Konsumgüterbereich konnte den Großhandel insgesamt im dritten Quartal nicht im Plus halten. Zudem erschweren weiter sinkende Preise das Geschäft vieler Großhändler.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zur Umsatzentwicklung im Großhandel im dritten Quartal 2015.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im dritten Quartal 2015 real 1,3 Prozent und nominal 2,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Produktionsverbindungshandel, der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, lag real um 3,1 Prozent und nominal um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Konsumbereich setzte im Vergleichszeitraum hingegen real 1,0 Prozent und nominal 3,6 Prozent mehr um.

„Auch wenn politisch aktuell die Bewältigung des Flüchtlingszustroms und die Terrorbekämpfung im Mittelpunkt stehen, dürfen die Modernisierung der Infrastruktur und Anreize für private Investitionen nicht vernachlässigt werden. Sonst wären die Erfolge der vergangenen Jahre hohe Beschäftigung, gute Wettbewerbsfähigkeit und solide Finanzen langfristig gefährdet“, so Börner abschließend.

38, Berlin, 1. Dezember 2015

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Berlin | 13.11.2015

BGA zum BIP: Weichen für langfristiges Wachstum jetzt stellen!

„Die Konjunktur hierzulande zeigt sich weiter robust und trotzt bislang allen Untiefen weltweiter Risiken und regionaler Krisen.

Während wir für die kurzfristige Konjunkturentwicklung auch weiter zuversichtlich sind, wachsen gleichzeitig die Sorgenfalten beim langfristigen Ausblick." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den Zahlen des statistischen Bundesamtes für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. „Angesichts der großen vor uns liegenden Herausforderungen, die uns noch viele Jahre beschäftigen werden, müssen dringend die Weichen für langfristiges Wachstum gestellt werden. Man kann gar nicht oft genug sagen, dass wir dazu auch einen erfolgreichen Abschluss der TTIP-Verhandlungen mit den USA brauchen und die Euro -Schuldenkrise lösen müssen. Aber ebenso steht noch immer eine den Mittelstand stärkende Umsetzung der Erbschaftsteuer aus", so Börner abschließend.

37, Berlin, 13. November 2015

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Berlin | 09.11.2015

BGA: Sommerhoch im Außenhandel setzt sich fort

„Die Außenhandelszahlen für September bestätigen unsere Erwartungen, dass sich der deutsche Außenhandel auf Rekordkurs befindet.

Das Sommerhoch im Außenhandel setzt sich fort und abermals sind die EU-Länder ein- und ausfuhrseitig unsere wichtigsten Partner.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für September 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im September im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent gestiegen, während die Importe um 3,9 Prozent zugelegt haben. Damit erhöhte sich die Außenhandelsbilanz im September abermals und schloss mit einem Überschuss von 19,4 Milliarden Euro ab.

„Angesichts der Risiken für die Weltwirtschaft sollten wir aber vorsichtig bleiben. Mittel- bis langfristig müssen wir uns darauf einstellen, dass sich die Weltkonjunktur verlangsamt und dies Auswirkungen auf die Nachfrage in unseren weltweiten Absatzmärkten, insbesondere in den BRIC-Staaten, haben wird. Der günstige Euro und die niedrigen Rohstoffpreise werden nicht ewig den Wachstumskurs unserer Außenwirtschaft stützen. Daher ist es umso wichtiger, dass die in Europa so nötigen Strukturreformen zur Lösung der Euroschuldenkrise endlich eingeleitet und umgesetzt werden. Nur dies wird ein Zusammenhalten der europäischen Staatengemeinschaft gerade in Zeiten wirtschaftlichen und sozialen Drucks garantieren“, so Börner abschließend.

36, Berlin, 9. November 2015

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Berlin | 27.10.2015

BGA: Außenhandel auf Rekordjagd-aber Sorgenfalten nehmen zu

Der deutsche Außenhandel geht in diesem und auch im nächsten Jahr weiter auf Rekordjagd.

Dies ist allerdings auch dringend notwendig angesichts der gewaltigen Herausforderungen, vor denen wir hierzulande stehen. Dabei dürfen wir uns nicht von den schönen Zahlen täuschen lassen. Sie sind insbesondere auch dem billigen Euro infolge der Geldpolitik der EZB geschuldet, deren langfristig negative Nebenwirkungen noch nicht zum Vorschein treten.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Herbstpressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Mit besonderer Sorge sieht Börner dabei das Auseinanderdriften in Europa. In der nach wie vor ungelösten Euroschuldenkrise sei in den vergangenen Monaten greifbar geworden, wie stark die Fliehkräfte sind. Die Flüchtlingswelle mit den damit verbundenen Herausforderungen für Europa, für seine Mitgliedsstaaten, seine Politiker und seine Gesellschaften wirke wie ein Brandbeschleuniger - obwohl kein Land alleine die zentralen Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise alleine lösen könne.

Aktuelle Situation und Ausblick für den deutschen Außenhandel

Für das Gesamtjahr 2015 geht der BGA nunmehr davon aus, dass sich die Ausfuhren um bis zu 6 Prozent auf 1.191 Milliarden Euro und die Einfuhren um 
4 Prozent auf 947 Milliarden Euro erhöhen werden. Damit erreichen sowohl die Aus- als auch die Einfuhren neue Rekordwerte.

Die positive Entwicklung im ersten Halbjahr beruht nicht mehr auf der Nachfrage aus den Schwellenländern und insbesondere nicht auf der Nachfrage aus den BRIC-Staaten. Vielmehr waren wieder unsere traditionellen Absatzmärkte in der EU und außerhalb die Wachstumstreiber dieser Entwicklung.

Die Nachfrage in der EU stammt dabei gleichermaßen aus Spanien, Portugal, Italien und sogar aus Frankreich, unserem weiterhin wichtigsten Absatzmarkt. Gleichwohl liegt noch ein langer Weg mit vielen Untiefen vor uns. Es bleiben die Zweifel hinsichtlich der notwendigen Strukturreformen, denn die Wachstumsmotoren waren insbesondere der günstige Euro und die niedrigen Rohstoffpreise. Wachstumstreiber in den Drittländern waren in erster Linie unsere klassischen Handelspartner wie die USA. Hier sind die Ausfuhren um fast 24 Prozent gestiegen. Aber auch auf dem afrikanischen Kontinent haben die deutschen Unternehmen mit einem Plus von 12,8 Prozent deutlich mehr verkauft als noch im Vorjahr.In Punkto Warenstruktur gibt es weder bei den Exporten noch bei den Importen wesentliche Änderungen. Mit über 112 Milliarden Euro wurden im ersten Halbjahr jedoch 11 Prozent mehr Kraftwagen und Kraftwagenteile verkauft als im Vorjahr.

Der Maschinenexport stieg um 2 Prozent auf 84 Milliarden Euro und der Export chemischer Erzeugnisse um 1 Prozent auf 55 Milliarden. Einfuhrseitig waren Datenverarbeitungsgeräte mit 48 Milliarden Euro das wichtigste Importgut vor Kraftwagen mit 48 Milliarden Euro, Chemische Erzeugnisse mit 38 Milliarden Euro und den fossilen Brennstoffen mit 32 Milliarden Euro.

Made in Germany unter Druck

Die einmalige Erfolgsgeschichte Made in Germany sei unter Druck, darüber dürfte man sich von den guten Zahlen nicht täuschen lassen, warnte der Außenhandels­chef. Zudem bewegten wir uns auf einem Weg, der mit konjunkturellen Stolper­steinen nur so gepflastert sei, wie die jüngsten Entwicklungen in China zeigen, die der BGA mit Sorge beobachtet.

Keinen nachhaltigen Schaden für den guten Ruf deutscher Produkte sieht er durch den VW-Skandal. Made in Germany sei die Summe vieler Produkte und Dienstleistungen, die davon nicht betroffen seien. Natürlich gingen die Vorgänge um VW nicht spurlos an den ausländischen Kunden vorbei. Nur mit einer restlosen Aufklärung lasse sich ein Imageschaden für den Standort Deutschland vermeiden. Diejenigen, die die Sorge vor einer Absenkung der Standards für den Verbraucherschutz durch das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA umtreibe, sollten wenigstens zur Kenntnis nehmen, dass die jüngsten Skandale in der deutschen Wirtschaft durch US-amerikanische Ermittler aufgedeckt wurden. So schlecht könne es da mit den Schutzstandards in den USA nicht bestellt sein.

Die Art und Weise, wie Deutschland mit der Flüchtlingsproblematik umgehe, habe natürlich auch Konsequenzen für die Wahrnehmung Deutschlands im Ausland. Das so viele so schnell kommen würden, habe niemand vorhersehen können, auch die Bundesregierung nicht. Er zeigte sich aber überzeugt, dass man die Lage organisatorisch wieder in den Griff bekomme. Fakt sei, dass die Menschen da seien und eine Ausgrenzung langfristig keine Lösung sein könne.

„Deutschlands Gesellschaft ist auf den Außenhandel und die weltweite Präsenz seiner Wirtschaft auf Gedeih und Verderb angewiesen und somit vom guten Ruf seiner Produkte und Leistungen abhängig, aber in gleicher Weise auch vom guten Ruf als offenes, freundliches und demokratisches Land. Wer diesen Ruf gefährdet, muss wissen, dass er damit gerade der deutschen Bevölkerung immens schadet, da dann die Wirtschaftsleistung nicht mehr erbracht werden kann, die das Land für die Finanzierung seiner Renten, der Versorgung der Kranken und der Arbeitslosen dringend braucht. Jede Form von Nationalismus, Abschottung und Protektionismus führt mindestens zu einem spürbaren Absinken des Wohlstands, zu Arbeitslosigkeit und langfristig zu Altersarmut“, so der BGA-Präsident abschließend.

35, Berlin, 27. Oktober 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 27.10.2015

BGA-Präsident Anton F. Börner eindrucksvoll im Amt bestätigt

BGA-Präsident Anton Börner wird den Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) auch in seinem Jubiläumsjahr 2016 führen...

In geheimer Wahl wurde er in Berlin einstimmig durch die Mitgliederversammlung mit hundert Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt und damit für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Mit stehenden Ovationen gratulierten die Anwesenden während Börner die Wiederwahl sichtlich bewegt annahm.

Börner ist selbst Unternehmer und stammt aus Ingolstadt. Er trat nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in das elterliche Unternehmen ein. Seit 1983 leitet er als persönlich haftender Gesellschafter die Firma Börner + Co, ein mittelständisches Unternehmen in den Bereichen Haustechnik und Anlagenbau. Seit jeher setzt der überzeugte Europäer sich für den freien Welthandel ein, „Wandel durch Handel“ ist dabei eines seiner ordnungspolitischen Leitmotive.

Im kommenden Jahr engagieren sich der BGA und seine Vorgängerorganisationen seit einem Jahrhundert für die Interessen des Großhandels, des Außenhandels sowie der unternehmensnahen Dienstleister. Gerade in Umbruchzeiten – etwa nach den Weltkriegen oder dem Zusammenbruch der DDR – bewährte sich der Verband als stabilisierende und zugleich dynamische Kraft. Dass nichts so beständig ist wie der Wandel, zeigt eindringlich einmal mehr die rasant voranschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Die Bereitschaft zu Veränderung unterstreicht der BGA auch mit einem vollkommen neu gestalteten Jahresbericht. Weg von der reinen Chronistenpflicht hin zu einem Magazin, das sich mit den aktuellen Themen befasst, die den BGA beschäftigen.

Als Kernaufgaben für die Verbandsarbeit im Jubiläumsjahr 2016 benannte Börner die Stabilisierung des gemeinsamen europäischen Hauses, die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft international zu verbreiten und den interkulturellen Austausch zu stärken.

34, Berlin, 27. Oktober 2015

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Berlin | 08.10.2015

BGA: Keine Sommerpause für den Außenhandel dank billigem Euro

„Die Sommerpause ist im Außenhandel aufgrund des billigen Euro ausgefallen.

„Die Sommerpause ist im Außenhandel aufgrund des billigen Euro ausgefallen. Dabei fußt das Wachstum gleichermaßen auf einer Belebung der Nachfrage in und außerhalb der EU. Dank niedrigem Euro wuchsen innerhalb der EU insbesondere die Ausfuhren in die Länder, die nicht der Eurozone angehören. Noch stärker stiegen sogar die Ausfuhren in die Drittländer. Waren in der Vergangenheit jedoch die BRIC-Staaten die Wachstumstreiber, sind es heute insbesondere die USA. So sind alleine im ersten Halbjahr die Ausfuhren um fast ein Viertel gestiegen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent gestiegen, während die Importe um 4,0 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im August mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab.

„Auch wenn der Außenhandel erfreuliche Wachstumsraten zeigt, handelt es sich hierbei doch um ein äußerst fragiles Wachstum. So sind die Zuwächse zu weiten Teilen auch mittels eines niedrigen Eurokurses erkauft – eine überaus gefährliche und auch nur kurzfristig erfolgreiche Politik, da eine Abwertungsspirale niemals in unserem Interesse liegen kann. Darüber hinaus sorgen glücklicherweise die gleichzeitig überaus niedrigen Rohstoffpreise dafür, dass die negativen Effekte dieser Politik derzeit nicht auf unsere Importpreise durchschlagen. Gleichwohl belastet der niedrige Ölpreis die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten und Russland genauso wie aus den erdölfördernden Staaten in Lateinamerika und Afrika. Auf den guten Außenhandelszahlen können wir uns also nicht ausruhen. Vielmehr sollten wir die Gunst der Stunde nutzen und unsere Hausaufgaben erledigen. Hierzu zählt gerade auch der Abschluss des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP, um unsere Gestaltungsmöglichkeiten auch in Zukunft zu sichern“, so Börner abschließend.

32, Berlin, 8. Oktober 2015

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Berlin | 08.10.2015

BGA zum Herbstgutachten:

Deutschland wird die neuen Herausforderungen meistern, allerdings macht dies ganz erhebliche Kraftanstrengungen erforderlich.

Grundlage ist ein weiterhin robustes Wachstum hierzulande - trotz erwarteter Abschwächung.  Allerdings steht dieses Wachstum auf tönernen Füßen. So ist der außenwirtschaftliche Zuwachs in weiten Teilen auch mit einem niedrigen Eurokurses erkauft.  Notwendig bleiben deshalb die Stärkung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und insbesondere der Investitionstätigkeit.

Die Flüchtlingsströme sind eine enorme gesamtgesellschaftliche nationale wie europäische Herausforderung. Integration und Bildung sind Grundvoraussetzungen für ein Gelingen. Die damit verbundenen Ausgaben dürfen nicht durch Drehen an der Steuerschraube oder Lockerung der Konsolidierung erfolgen. Entscheidend sind Wachstum und Stabilität am Arbeitsmarkt.

33, Berlin, 8. Oktober 2015

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Berlin | 06.10.2015

BGA: Erfolgreicher TPP-Abschluss - Europa droht den Anschluss zu verlieren

„Europa braucht nun dringend den Durchbruch bei den transatlantischen TTIP-Verhandlungen.

Auch bei den Verhandlungen zu Freihandelsabkommen mit asiatischen Staaten, insbesondere der ASEAN-Region und Japan müssen wir die Schlagzahl deutlich erhöhen, um zu verhindern, dass wir in der Globalisierung abgehängt werden. Mit dem TPP-Abschluss steigt die Gefahr, künftig weltwirtschaftlich marginalisiert zu werden. Für die Handelsnation Deutschland wäre das fatal.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der gestrigen Einigung auf eine Trans-Pacific Partnership (TPP), einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und zehn weiteren Pazifikstaaten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Australien, Japan, Kanada, Malaysia, Peru, Singapur und Vietnam.

„Sollte das pazifische Abkommen ratifiziert werden, dann entsteht die weltweit größte Freihandelszone, die rund 40 Prozent des globalen Handels erfasst. Sie hat damit das Potential, die globalen Handelsregeln ohne uns fortzuentwickeln und Taktgeber für den Welthandel zu werden“, so Börner abschließend.

31, Berlin, 6. Oktober  2015

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Berlin | 08.09.2015

BGA: Außenhandel startet schwungvoll ins zweite Halbjahr

„Die deutschen Ausfuhren starten schwungvoll in die zweite Jahreshälfte und trotzen der insgesamt eher gedämpften Entwicklung der Weltkonjunktur.

Der schwache Eurokurs stützt die Nachfrage nach deutschen Gütern in Drittländern. Zusammen mit der weiterhin anziehenden Nachfrage aus Europa und insbesondere auch aus der Eurozone befindet sich die deutsche Außenwirtschaft derzeit auf Rekordkurs. Bemerkenswert ist zudem, dass nun auch das Wachstum der deutschen Importe zu dem der Exporte aufgeschlossen hat. Ein weiteres Indiz für den zurzeit starken Konsum in Deutschland und gut für die weitere wirtschaftliche Stabilisierung, gerade auch der Eurozone.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juli 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent gestiegen, während die Importe um 6,1 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Juli mit einem Überschuss von 25,0 Milliarden Euro ab.

„Die deutsche Wirtschaft wirkt vordergründig gesund. Doch gerade in Zeiten positiver wirtschaftlicher Entwicklung müssen die richtigen Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden. Ansonsten sind Wachstum und Wohlstand von morgen in Gefahr. Der große Haushaltsüberschuss und die jetzt freigewordenen Mittel des Betreuungsgeldes sollten daher nun dringend für weitere Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie zur weiteren Schuldentilgung genutzt werden. Zur richtigen Weichenstellung gehört natürlich auch, das Freihandelsabkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten erfolgreich abzuschließen“, so Börner abschließend.

30, Berlin, 8. September 2015

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Berlin | 04.09.2015

BGA-Umfrage: Dienstleister beklagen Investitionsstau

„Die wirtschaftliche Stimmung ist in diesem Sommer 2015 in Deutschland so gut wie lange nicht.

Die unternehmensnahen Dienstleister machen da keine Ausnahme.  Doch trotz allem Optimismus investieren die Unternehmen nicht, zumindest nicht in Deutschland, wie unsere jüngste Unternehmerumfrage im Dienstleistungsbereich zeigt. Stattdessen wächst der in den vergangenen Jahren rapide angestiegene Investitionsstau hierzulande weiter an. Dies untergräbt das Fundament für Wachstum und Arbeitsplätze von morgen!“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich  der Vorstellung seiner Dienstleistungs-Umfrage, die der BGA im Sommer unter 3.000 Unternehmen durchgeführt hat.

Unternehmensnahe Dienstleister erbringen ihre Leistungen für Geschäftskunden. Sie sind schon heute einer der größten Arbeitgeber im Lande und erwirtschaften über 80 Prozent des Umsatzes im gesamten Dienstleistungs­sektor. Für den Erfolg der Deutschland AG sind Informationstechnologien, Finanz­dienstleistungen, Gebäudemanagement, Logistik, Services sowie Marketing und Medien von besonderer Bedeutung. Die Unternehmen sind Barometer der Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Sie decken das gesamte Spektrum ab und sind Ausdruck einer ausdifferenzierten, arbeitsteiligen Wirtschaft.

Dienstleistungsklima: Stimmungslage gut, aber Zukunftsvorsorge mangelhaft

Der Dienstleistungsindikator ist mit einem Wert von 133,8 im Vergleich zum Vorjahreswert fast unverändert geblieben. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Unternehmen mit fast 130 Punkten. Dies ist nur ein Punkt weniger als noch vor einem Jahr. Die Geschäftserwartungen liegen bei fast 138 Punkten – und sind damit um fast einen Punkt angestiegen.

Der BGA erwartet in diesem Umfeld, dass die unternehmensnahen Dienstleister 2015 um 2 Prozent auf 851 Milliarden Euro wachsen und die Umsätze im kommenden Jahr um weitere 2 Prozent auf dann 868 Milliarden Euro ansteigen werden.  

Waren die unternehmensnahen Dienstleister bereits 2014 mit 7,6 Millionen Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der deutschen Volkswirtschaft, so zeichnet  sich in diesem Jahr ein weiterer Beschäftigungsaufbau um rund 75.000 Arbeitsplätze ab. Der BGA geht bei anhaltend guter Konjunktur davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten im kommenden Jahr noch einmal um gut 1 Prozent auf fast 7,8 Millionen weiter zunimmt.

Dank derzeitiger Sonderfaktoren - einem Mix aus günstigem Euro-Wechselkurs, niedrigen Zinsen, gesunkenen Rohstoffpreisen und stabilem Arbeitsmarkt – rechnet der BGA im laufenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1 ½ Prozent.

„Die aktuelle Situation ist sicher besser, als angesichts der zahlreichen weltweiten Krisen und Konflikte befürchtet, doch diese hinterlassen bei genauem Hinsehen deutliche Spuren. So sehen die Dienstleister in wachsenden diffusen Unsicherheiten im Markt, insbesondere auch in der ungelösten Eurozonenkrise und in den zunehmenden Zentrifugalkräften in Europa, die Hauptursache für die vorherrschende Investitionsschwäche“, so Börner.

Investitionen unter Möglichkeiten

Dies erkläre die mangelnde Investitionsbereitschaft aber nur zum Teil und kritisiert: „Zwar vermittelt die Politik das Gefühl, dass sie nicht viel falsch macht. Aber sie geht eben auch nicht voran. Sie tut nichts, um den Teufelskreis zu durchbrechen und mit investitionsfördernden Maßnahmen die Investitionspause zu beseitigen und ein Aufbruchssignal zu setzen.“

Das Geld dafür sei da, es werde aber falsch ausgegeben. So nehme alleine der Bund bis einschließlich 2017 rund 40 Milliarden Euro mehr an Steuern ein als 2013. Weitere Mittel könnten durch Umschichtungen gewonnen werden, ohne die Haushaltskonsolidierung aufzugeben.

An allen Ecken und Enden bröckle die Infrastruktur, egal ob marode Straßen, Brücken oder Schleusen, Schulen und weitere öffentliche Gebäude. Die Unternehmen kämpften mit zu hohen Energiekosten. All dies zuzüglich steigender Bürokratiekosten motiviere nicht gerade zu investieren, sondern vielmehr abzuwarten, die bestehenden Kapazitäten in Deutschland auszuschöpfen und gegebenenfalls dort zu investieren, wo die Kunden und Märkte sind.

„Deutschland hat seit Jahren eine rasant immer größer werdende Investitionslücke, trotz des leichten Anstiegs im Vorjahr 2014. Wir brauchen dringend eine kräftige Belebung der Investitionen, öffentlicher wie privater. Dabei kann und muss die Politik voranschreiten.  Hier gibt es allerdings kein Erkenntnis - sondern ein massives Umsetzungsproblem. So ist  mehr Mut zu Umschichtungen in den öffentlichen Haushalten - weg vom Konsum hin zu höheren Investitionen - unabdingbar. Das in Aussicht gestellte Investitionspaket von 2016 bis 2018 kann angesichts der Dimension des Problems nur ein erster Schritt sein“, so Börner abschließend.

29, Berlin, 4. September  2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 01.09.2015

BGA: Sinkende Preise vermasseln dem Großhandel das 1. Halbjahr

„Sinkende Preise und mangelnde Investitionsbereitschaft hierzulande haben den Großhändlern im ersten Halbjahr zu schaffen gemacht.

Der deutliche Zuwachs im Juni ist zwar ein kleiner Hoffnungsschimmer, aber auch im zweiten Halbjahr rechnen wir nicht mit einer Trendwende. Bei steigenden Risiken und Kosten müssen die Großhändler immer mehr Güter verkaufen, um zumindest ihren Umsatz nominal zu halten.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zur Umsatzentwicklung im Großhandel im ersten Halbjahr 2015.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im ersten Halbjahr 2015 real zwar 0,9 Prozent mehr, nominal aber
0,6 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Im Juni wurden real
5,8 Prozent und nominal 5,1 Prozent mehr Güter und Dienstleistungen im Großhandel verkauft.

„Während der Großhandel mit Konsumgütern weiter rund läuft, deutet die schleppende Entwicklung im Produktionsverbindungshandel, der ein Frühindikator für Produktion und Export ist, darauf hin, dass auch die Konjunktur insgesamt derzeit eher auf der Stelle tritt. Die Politik ist dringend gefordert, neben einer Fortsetzung des Konsolidierungskurses zusätzliche Anreize für mehr Investitionen zu schaffen“, so Börner abschließend.

28, Berlin, 1. September  2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 20.08.2015

Hermesdeckung muss internationaler werden – für eine wettbewerbsfähige deutsche Exportwirtschaft

Erfolgsgeschichte der Hermesdeckung fortschreiben

  • Auslandsanteile in der Hermesdeckung auf Basis klarer Kriterien erhöhen

  • Belange der Exportwirtschaft bei der Finanzmarktregulierung stärker berücksichtigen

„Für die deutschen Exporteure aller Branchen und Größenordnungen sind deutsche Exportkreditgarantien, die sogenannten Hermesdeckungen, eine wichtige Unterstützung fürs tägliche Geschäft. Um in einer globalen Wirtschaft mit internationalen Wertschöpfungsketten und verschärfter Konkurrenz aus Schwellenländern wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Kriterien der Hermesdeckung den sich verändernden internationalen Rahmenbedingungen besser angepasst und die Belange der Exportwirtschaft bei der Finanzmarktregulierung besser berücksichtigt werden.“ Dies bedeutet unter anderem, die deckungsfähigen Auslandsanteile planbarer zu gestalten und zu erhöhen: im Mittel- und Langfristgeschäft bei Erfüllung eines vorab definierten Kriterienkatalogs auf bis zu 75 Prozent und im Kurzfristbereich einen uneingeschränkten Deckungsschutz auch für Transit-Geschäfte. Dies fordern der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband), der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sowie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einem gemeinsamen Positionspapier.  „Nur wenn Hermesdeckungen sinnvoll mit den Anforderungen der exportierenden Industrie, des Handels sowie der Bankenfinanzierung abgestimmt sind, funktioniert die Exportförderung auch in Zukunft“, so die Verbände weiter.

Die deutsche Exportwirtschaft ist ein Grundpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges und der Beschäftigung in Deutschland. Um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben, haben deutsche Unternehmen ihre Wertschöpfung in den vergangenen Jahren stärker internationalisiert, d.h. einzelne Fertigungsschritte werden auf verschiedene Unternehmen und Länder verteilt. Dieser Ansatz steht jedoch immer mehr im Widerspruch zu den geltenden Kriterien der Hermesdeckung. Gleichzeitig beeinträchtigt die neue Finanzmarktregulierung hermesgedeckte Kredite. So wird die Vergabe langfristiger Exportkredite, wie sie im Investitionsgüterbereich typisch ist, durch regulatorische Vorgaben und Unsicherheiten über geplante Neuregelungen negativ beeinflusst.

„In vielen Ländern sind Instrumente nicht an vergleichbar strenge staatliche Vorgaben gebunden. Sie können Marktanforderungen daher besser erfüllen. Die Erfolgsgeschichte der deutschen Hermesdeckung muss fortgeschrieben werden“, betont Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Auf den Exportmärkten fordern selbstbewusste Länder, die auf ihre eigene Industrieentwicklung bedacht sind, die Einbindung lokaler oder regionaler Zulieferer ein. „Die Möglichkeit, attraktive Finanzierungen anzu­bieten, ist aber gerade für den deutschen Anlagenbau entscheidend, um Projektausschreibungen zu gewinnen“, sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Die umfangreichen Leistungen des Groß- und Außenhandels, das Produkt- und Markt-Know-how aber auch die Beschaffungs- und Vertriebsfunktionen müssen uneingeschränkt von Hermes berücksichtigt werden. Die Hermesdeckungen geben gerade dort Sicherheit, wo mittelständische Unternehmen die Risiken nicht alleine übernehmen können“, ergänzt Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des BGA.Erschwerend wirkt das regulatorische Rahmenwerk auf der Finanzierungsseite. „Die umfassende Finanzmarktregulierung der letzten Jahre zielt zwar nicht auf die hermesgedeckte Exportfinanzierung, beeinträchtigt diese aber an vielen Stellen“, erläutert Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes. „Bestehende und künftige Regulierungsvorhaben müssen die Belange der Exportwirtschaft stärker berücksichtigen, damit Banken die Exporteure auch weiterhin zuverlässig begleiten können.“

Das gemeinsame Positionspapier finden Sie unter: www.bga.de

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Anton F. Börner

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Berlin | 14.08.2015

BGA: Wirtschaft wächst trotz vieler Stolpersteine

„Das solide Wachstum im ersten Halbjahr ist alles andere als selbstverständlich.

Dabei nimmt die Anzahl konjunktureller Stolpersteine eher noch zu denn ab, wie die jüngsten Entwicklungen in China zeigen, die wir mit Sorge beobachten. Wenn China seine eigenen Probleme exportiert, geht das an der deutschen Exportwirtschaft nicht spurlos vorüber. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Weltwirtschaft langsamer wachsen wird.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2015.

„Derzeit profitiert Deutschland vom billigen Euro und niedrigem Ölpreis. Aber die zahlreichen Dauerbaustellen wie die viel zu hohe Staatsverschuldung insbesondere in der westlichen Welt haben dazu geführt, dass Marktmechanismen seit Jahren außer Kraft gesetzt sind. Das macht die Weltwirtschaft zerbrechlich. Umso wichtiger sind neue Wachstumsimpulse wie das angestrebte transatlantische Freihandelsabkommen TTIP“, so Börner abschließend.

27, Berlin, 14. August 2015

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Berlin | 07.08.2015

BGA: Sommerhoch im Außenhandel

„Das erste Halbjahr hat die Erwartungen im Außenhandel übertroffen.

Die jüngste Belebung des Außenhandels mit den EU-Staaten hat hier einen wichtigen Beitrag geleistet. So sind diese Ausfuhren zuletzt im Juni um mehr als 12 Prozent gewachsen. Gleichzeitig führt die Nachfrage aus den Drittländern ebenfalls zu einem zweistelligen Wachstum der Ausfuhren, das mit 15,8 Prozent sogar noch die Ausfuhren in die EU-Länder übertraf. Gerade diese Entwicklung erfährt natürlich durch den günstigen Euro einen gehörigen Rückenwind. Auf der anderen Seite wirkt der Wechselkurs aber auch belastend auf die Einfuhren aus den Drittländern, die im ersten Halbjahr nur noch um 3,8 Prozent gewachsen sind.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozent auf 595,3 Milliarden Euro und die Importe um 3,0 Prozent auf 471,6 Milliarden Euro gestiegen. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im ersten Halbjahr mit einem Überschuss von 123,7 Milliarden Euro.

„Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen, dass Handelspartner wie z. B. Frankreich, USA und England, immer noch die wichtigsten Absatzmärkte sind. Dies ist erfreulich -  aber für eine langfristig positive Entwicklung benötigen wir auch starke Schwellen- und Entwicklungsländer, denn dort werden unsere Kunden von morgen sein. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich nochmal das gerade unterzeichnete Freihandelsabkommen mit Vietnam und insbesondere auch die Einigung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran. Wir hoffen sehr, dass dieses Abkommen zu einer Stabilisierung der gesamten Region beitragen wird“, so Börner abschließend.

26, Berlin, 7. August 2015

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Berlin | 05.08.2015

BGA: Durchbruch bei Freihandelsgesprächen mit Vietnam

„Der zukünftig deutlich bessere Marktzugang für Produkte beider Regionen wird nicht nur der vietnamesischen Volkswirtschaft neuen Schwung verleihen, sondern vor allem auch dem deutschen Außenhandel neue Impulse geben.

Vietnam ist mit seiner stabilen Wirtschaft und seinem guten Bildungssystem nicht nur ein überaus attraktiver Markt, sondern schon jetzt einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Asien.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der gestrigen, grundsätzlichen Übereinkunft zwischen der EU und Vietnam auf ein gemeinsames Freihandelsabkommen.

Aus Vietnam wurden zuletzt vor allem Mobiltelefone und andere elektronische Produkte, Bekleidung, Schuhe, Kaffee und Reis in die Europäische Union exportiert. Aus der EU nach Vietnam wurden insbesondere Maschinen, Fahrzeuge, Flugzeugtechnologie sowie Pharmaprodukte ausgeführt.

„Sobald die letzten Details geklärt sind, hoffen wir auf eine baldige Ratifizierung der Vereinbarung durch das Europäische Parlament und den Rat. Solange kein Durchbruch bei der WTO-Doha-Runde gelingt, ist der deutsche Außenhandel auf solche modernen Freihandelsabkommen angewiesen. Wir sind überzeugt, dass mit der jetzt erzielten Einigung die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann, die mit dem EU-Südkorea-Abkommen vor über vier Jahren begonnen wurde “, so Börner abschließend.

25, Berlin, 5. August 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 15.07.2015

BGA: „Ohne einen grundlegenden Wandel in der Verkehrspolitik gerät der Wirtschaftsstandort Deutschland ins Hintertreffen!“

"Die Halbzeitbilanz der Großen Koalition in der Verkehrspolitik ist geprägt von fehlenden Weichenstellungen aufgrund von mangelndem Mut und fehlender Innovationsbereitschaft.

Leider sehe ich auch in den nun noch verbleibenden zwei Jahren keine Bereitschaft zu einem grundlegenden Wandel in der Politik, der angesichts der fortschreitenden Erosion unserer Infrastruktur dringend notwendig wäre.“ Dies erklärte Gerhard Riemann, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, heute anlässlich der BGA-Jahrespressekonferenz in Berlin.

Mit Sorge beobachte man seit mehr als 20 Jahren, über die unterschiedlichsten Regierungskonstellationen hinweg, die Entwicklungen in der Verkehrspolitik. Die Beispiele Nord-Ostseekanal, Schiersteiner Brücke, Leverkusener Rheinbrücke und die A-40 Brücke in Duisburg seien exemplarisch für eine fehlgeleitete Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte. Zu lange Planfeststellungsverfahren und fehlender, politischer Gestaltungswille seien neben leeren Töpfen Mitschuld am Bröckeln der deutschen Infrastruktur.

„Wenig überraschend hat nach der Pällmann- und der Daehre-Kommission nun auch die Fratzscher-Kommission festgestellt, dass zu wenig Mittel zur Verkehrsinfrastrukturfinanzierung zur Verfügung stehen - als hätten wir ein Erkenntnisproblem! Wieviel Kommissionen brauchen wir eigentlich noch, um die Politik aufzuwecken?“, so der Verkehrsexperte.

Heftig kritisierte Riemann die geplante und nun auf Eis gelegte Infrastrukturabgabe, die er als „Stammtischthema mit vier Buchstaben“ bezeichnete: „Es ist schon grotesk, dass sich die Große Koalition von einem kleinen Partner durch ein Wahlkampfthema derart treiben lässt, dass sie Deutschland in der Europäischen Union der Lächerlichkeit preisgibt.“ Sei es schon ärgerlich genug, dass das Thema verkehrspolitisch andere dringendere Aufgaben in den vergangenen 1,5 Jahre komplett überschattet habe, erwiesen sich nun die avisierten 500 Millionen jährlich für die chronisch unterfinanzierte Verkehrsinfrastruktur als Nullnummer. Der BGA rechnet im Hinblick auf die mögliche Länge von Vertragsverletzungsverfahren nicht damit, dass die Pkw-Maut noch in dieser Legislaturperiode kommt.

In Bezug auf das für die Außenhändler elementar wichtige Thema Fahrrinnenvertiefung der Elbe und Weser mahnte Riemann: „Die Fahrrinnenvertiefung droht zum Jahrtausendprojekt zu werden!“ Immerhin sei die Entscheidung des EuGH keine prinzipielle Absage des Projektes. „Großer Verlierer ist dennoch der Wirtschaft- und Logistikstandort Deutschland. Nicht nur der Hamburger Hafen und die Händler in Norddeutschland warten händeringend auf die Fahrrinnenanpassung. Als Exportnation sind wir auf eine seewärtige Erreichbarkeit mit größeren und moderneren Containerschiffen angewiesen.“ Andernfalls drohe großer Schaden. Riemann zeigte sich daher zuversichtlich, dass das Bundesverwaltungsgericht eine im öffentlichen Interesse liegende Ausnahme bejahe.
In Bezug auf den Feldversuch mit dem Lang-Lkw könne die Große Koalition verkehrspolitisch noch die richtige Weiche stellen. Nachdem nun auch die Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ihre Blockadehaltung aufgegeben hätten, spreche sich der BGA für die Überführung der Fahrzeuge in den Regelbetrieb aus.
„Solange wir uns erfolgreich auf den Weltmärkten bewegen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass Güter und Waren im Wert von rund 2.000 Milliarden Euro zuverlässig und kostengünstig rein und raus kommen. Wollen wir uns weiter global im Wettbewerb behaupten, brauchen wir funktionierende Straßen, Brücken, Schienen, Wasserwege/Kanäle, See- und Binnenhäfen – und da knirscht es an allen Stellen - auch wenn das Verlegen von Glasfaserkabeln in der Erde wahrscheinlich einfacher durchzusetzen ist und weniger Protest von Umweltschützern und Bürgern hervorruft. Und wenn dann auch noch politisches Spitzenpersonal die Hauptenergie auf die Umsetzung eines einzelnen Wahlkampfprojektes verwendet, dazu noch ohne sich rechts und links abzusichern, führt dies aufs Abstellgleis. Wenn wir nicht radikal in der Verkehrspolitik etwas ändern, werden wir ganz klar ins Hintertreffen geraten!“, so Riemann abschließend.

24, Berlin, 15. Juli 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 14.07.2015

BGA: Erfolgreiche Verhandlung des Atomabkommens ein histori-sches Ereignis

„Dass sich die fünf Uno-Vetomächte, Deutschland und Iran heute nach 13 Jahren auf ein Atomabkommen einigen konnten, ist ein historisches Ereignis.

Die Einigung  zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, im Dialog zu bleiben und diplomatische Lösungen zu finden. Gleichzeitig ist es ein Signal der Entspannung für den gesamten Nahen und Mittleren Osten.“  Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich des heute erzielten Übereinkommens im Atomstreit mit Iran in Wien.

Nach einer Zeit der Negativentwicklung hat sich der deutsch-iranische Handel 2014 zum ersten Mal erholt und verzeichnete einen Anstieg von 27 Prozent. Dabei wurden Güter im Wert von 2,69 Mrd. Euro ausgetauscht, hauptsächlich in den Bereichen Maschinen, Nahrungsmittel, Rohstoffe und chemische Erzeugnisse.

„Jetzt gilt es, das Abkommen mit Leben zu füllen und Stück für Stück umzusetzen. Insbesondere sollten die EU und die USA den Sanktionsabbau möglichst zügig und zeitgleich vorantreiben, damit die deutschen Unternehmen ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Irans leisten können. Besonders in den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Chemie und Energie bietet der Iran großes Potenzial, das durch die heutige Übereinkunft offengelegt wird. Es kann nur dann wirklich genutzt werden, wenn die politischen Handelsbeschränkungen auf allen Seiten aufgehoben werden. Insbesondere mit Blick auf die Finanzierungsmöglichkeiten muss die Bundesregierung die US-Seite auf synchrone Sanktionserleichterungen drängen. Die deutschen Unternehmen brauchen dringend wieder mehr Rechtssicherheit im Handel mit Iran“, so Börner abschließend. 

23, Berlin, 14. Juli 2015

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Berlin | 13.07.2015

BGA: Bei TTIP Verhandlungen einen Gang höher schalten!

„Beide Parteien sollten nun in dieser zehnten Verhandlungsrunde ihre Bemühungen intensivieren, damit das transatlantische Freihandelsabkommen weiter Gestalt annehmen kann.

Besonders mit Blick auf die öffentliche Diskussion um TTIP ist es wichtig, dass so bald wie möglich ein Grundgerüst erkennbar ist. Unnötiges Taktieren darf daher jetzt nicht mehr das Gebot der Stunde sein, sondern es müssen auf beiden Seiten substantielle Angebote auf den Tisch gelegt werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich des Beginns der zehnten Verhandlungsrunde über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP).

„Der deutsche Außenhandel wartet auf TTIP. Wir versprechen uns davon nicht nur erhebliche Erleichterungen beim Austausch von Waren und Dienstleistungen mit den USA, sondern auch die Perspektive, in Zukunft im Welthandel weiterhin eine wichtige Rolle spielen zu können. Die übrige Welt rückt in Handelsfragen immer enger zusammen. Wir dürfen uns daher der Chancen, die TTIP bietet, nicht selbst berauben“, so Börner abschließend.

22, Berlin, 13. Juli 2015

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Berlin | 09.07.2015

BGA: Erfreuliche Belebung des Außenhandels mit der EU

„Die deutschen Ausfuhren in die EU-Länder sind erfreulich kräftig gestiegen.

Getragen wird diese Entwicklung maßgeblich von der angezogenen Nachfrage in Frankreich, Italien und Spanien. Nach einer langen Durststrecke stimmt uns dies auch optimistisch für das nächste halbe Jahr.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Mai 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Vorjahresvergleich um 4,6 Prozent gestiegen, während die Importe um 3,0 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Mai mit einem Überschuss von 19,5 Milliarden Euro ab.

„Die positiven Entwicklungen in Staaten wie Spanien oder Italien zeigen, dass sich Reformanstrengungen lohnen, auch wenn diese zum Teil schmerzhaft sind. In der EU leben wir aber in einer Gemeinschaft, in der jedes Mitglied seinen Teil für das Funktionieren beitragen muss. Mit Blick auf Griechenland heißt dies, dass das Land seine Hausaufgaben machen und so seinen Beitrag für diese Wertegemeinschaft leisten muss. Die Einhaltung des Rechts und vertraglicher Zusagen muss über der Politik und populistischen Ausfällen stehen“, so Börner abschließend.

21, Berlin, 9. Juli 2015

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Berlin | 06.07.2015

BGA zum Ausgang des griechischen Referendums: Die Stärke Europas sind klare rechtliche Regeln statt Willkür

„Griechenland ist nun am Zug.

Will es trotz Ablehnung der  Reformvorschläge der Euro-Partner weiter Unterstützung von Europa, muss die griechische Regierung einen Antrag auf ein neues Hilfspaket stellen. Die Europäer haben sich klare rechtliche Regeln gegeben, nach denen ein solcher Antrag zu prüfen und eine Entscheidung für oder gegen weitere Hilfen zu treffen ist. Sind die rechtlichen Voraussetzungen für weitere Hilfen nicht erfüllt, gibt es nichts zu verhandeln.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

„Europa muss nun beweisen, dass es  eine Gemeinschaft auf Basis des Rechts ist und nicht auf Basis von Wünschen. Wenn Europa daran festhält, wird es an Stärke gewinnen, andernfalls wird es früher oder später zerfallen und untergehen“, so Börner abschließend.

20, Berlin, 6. Juli 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 26.06.2015

Comenius EduMedia Siegel geht an Unterrichtsplattform‚ Handel erklärt‘ von METRO GROUP, HDE und BGA

Die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI) hat das Onlineportal www.handel-erklaert.de mit dem Comenius EduMedia Siegel 2015 ausgezeichnet.

Die METRO GROUP, der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) haben die neue Onlineplattform www.handel-erklaert.de in diesem Frühjahr ins Leben gerufen. Die europäische Auszeichnung würdigt die werbefreien, didaktisch aufbereiteten Unterrichtsinhalte zu wesentlichen Aspekten des Handels für Lehrer der weiterführenden Schulen und Berufsschulen in den Fächern Wirtschaft, Politik und Sozialkunde. Mit der Verleihung des europäischen Bildungsmedienpreises fördert die GPI pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende multimediale Bildungsangebote.

Das Onlineportal www.handel-erklaert.de gibt in vier Themenfeldern – Handel, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt – einen Überblick über die Vielseitigkeit des Handels. Praxisnahes, variables Unterrichtsmaterial sowie Videofilme zum Download dienen zur Vertiefung der Thematik im Unterricht. Fachlehrkräfte haben die didaktische Entwicklung begleitet. Ergänzt werden die Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung von begleitenden Hinweisen zu Lernzielen und Leistungserwartungen. Alle Materialien informieren dabei konsequent werbefrei über die Handelsbranche. Komplettiert werden die Inhalte und Arbeitsblätter durch aktuell ergänzte Top-Themen, die neue Entwicklungen der Branche aufgreifen. Ein Beispiel sind neue Technologien zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln im Handel.

Mit der jährlichen Durchführung des europäischen Comenius-EduMedia-Wettbewerbs fördert die Gesellschaft für Pädagogik und Information die Entwicklung und Nutzung beispielhafter digitaler Medien und ehrt zugleich die Arbeiten und Erkenntnisse von Johann Amos Comenius, die er vor fast 400 Jahren publizierte. Die GPI als wissenschaftliche Fachgesellschaft für Multimedia, Bildungstechnologie und Mediendidaktik verleiht seit 1995 Comenius-Auszeichnungen. Mit der Stiftung der Comenius-EduMedia-Auszeichnungen fördert die GPI im vierten Jahrzehnt ihres Wirkens vor allem pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte.

Drei Partner für eine starke Branche

Der Handel ist ein elementarer Teil des täglichen Lebens mit europaweit mehr als 33 Millionen Beschäftigten. In Deutschland bietet der Handel im Vergleich überproportional viele Ausbildungsplätze an. Rund 220.000 Auszubildende lernen aktuell einen Handelsberuf. Unternehmen wie die METRO GROUP engagieren sich gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) und dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) nachhaltig für Bildung. METRO GROUP, BGA und HDE haben die Plattform „Handel erklärt“ ins Leben gerufen, um mehr junge Menschen für den Handel zu begeistern und zu gewinnen.

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von rund 63 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 30 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) engagiert sich seit 1919 als Spitzenorganisation für den Einzelhandel und ist das Sprachrohr der Branche gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Heute hat der Verband rund 100.000 Mitgliedsunternehmen aller Standorte, Branchen und Größenklassen. Mit seiner Stimme repräsentiert der HDE die Pluralität des Einzelhandels – vom Mittelstand bis hin zu großen Weltunternehmen genauso wie vom traditionsreichen Innenstadtbetrieb bis hin zum Online-Händler. Der HDE vertritt die Interessen des Einzelhandels auf Bundes- und EU-Ebene gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen, den Medien und der Öffentlichkeit. Hierbei kann er auf die breite Unterstützung von zahlreichen Landes- und Regionalverbänden in ganz Deutschland sowie von Branchen-Fachverbänden bauen. Als Dachverband von Arbeitgeberverbänden ist der HDE Fach-Spitzenverband der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Der BGA vertritt als Dachverband die Unternehmen des Groß- und Außenhandels sowie unternehmensnahe Dienstleister. Das BGA-Netzwerk bündelt das Know-how von 48 Branchen- sowie 20 Landes- und Regionalverbänden und setzt sich vor Ort, in Berlin und Brüssel sowie in über 100 Organisationen weltweit für die allgemeinen berufsständischen, wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder ein. Besonderes Augenmerk legt er auf die Vernetzung seiner Mitglieder untereinander. Zudem informiert der BGA praxisnah über die Auswirkungen von Gesetzgebungen auf die Unternehmen.

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Berlin | 25.06.2015

BGA: US Kongress erleichtert TTIP-Verhandlungen

„Auf US-Seite wurde nun eine große Hürde genommen, die dem für Deutschland und ganz Europa so wichtigen, transatlantischen Projekt TTIP im Weg stand.

Das Bekenntnis des Kongresses zu TTIP ist ein Signal, das den Verhandlungen nun noch einmal neuen Schwung verleihen sollte. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Konkurrenzabkommen TPP schon viel fortgeschrittener ist, muss nun alles daran gesetzt werden, sich bis Ende des Jahres auf ein Grundgerüst des Abkommens zu einigen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Gestern Nacht hat der US-Senat mit 60 zu 38 Stimmen für die sogenannte „Trade Promotion Authority“ (TPA) gestimmt, die dem amtierenden Präsidenten in den nächsten sechs Jahren das Mandat verleiht, internationale Handelsverträge abzuschließen. Obama und auch sein Nachfolger könnten damit nun das Freihandelsabkommen mit der EU (TTIP) sowie das Freihandelsabkommen mit dem Pazifikraum  (TPP) am Ende dem Parlament  nur zur einfachen Abstimmung vorlegen, ohne sich mit ihm während der Verhandlungen in langwierige Auseinandersetzungen verstricken zu müssen. Zuvor hatte  auch schon das Repräsentantenhaus für die TPA votiert.

„Die Entscheidung des US-Kongresses  ist eine gute Nachricht gerade für die exportstarke deutsche Wirtschaft. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen wären die Gewinner eines erfolgreichen Abschlusses der TTIP-Verhandlungen. Sie würden am meisten von einer Annäherung bei unnötig unterschiedlichen Normen und Qualitätsstandards profitieren“, so Börner abschließend.

19, Berlin, 25. Juni 2015

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Berlin | 24.06.2015

BGA: Erster Tarifabschluss im Handel

Im Groß- und Außenhandel mit seinen bundesweit rund 1,6 Millionen Beschäftigten gibt es einen ersten Tarifabschluss.

Das gestern Abend in der vierten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg erzielte Tarifergebnis sieht bei einer 24-monatigen Laufzeit eine zweistufige Erhöhung um 2,7 Prozent nach zwei Null-Monaten und weiteren 2,0 Prozent nach 12 Monaten vor. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter in 2016 einmalig 90 Euro.

Dazu erklärt Dr. Wilhelm von Moers, Vizepräsident für den Bereich Tarifpolitik des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin:

„Der Tarifabschluss ist ein gerade noch tragfähiger Kompromiss in einem äußerst heterogenen Marktumfeld, in dem sich der Großhandel seit dem vergangenen Jahr nur seitwärts entwickelt. Angesichts sinkender Preise wird es für die Großhandelsunternehmen immer schwieriger, bei steigender Geschäftstätigkeit den bisherigen Umsatz zu halten. Das belastet die Ertragslage und dämpft die ohnehin schwache Investitionsneigung weiter.

Deshalb und angesichts des sich weiter auftürmenden Krisenpotentials um uns herum haben sich im Arbeitgeberlager einige Unternehmen extrem schwer getan, diesen Kompromiss mitzutragen. Dies ist auch ein Zeichen der Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von dem wir hoffen, dass es nicht nach hinten losgeht, weil wir damit ganz hart an die Grenzen der Belastbarkeit gehen. Dafür haben die Unternehmen nun Planungssicherheit für die Personalkosten in den nächsten zwei Jahren, wobei das zweite Jahr wirtschaftlich noch mit vielen Fragezeichen versehen ist. Trotz vereinzelter Streiks konnte zügig ein Ergebnis erzielt werden. Es ist davon auszugehen, dass dieses Ergebnis Grundlage für weitere Abschlüsse in den anderen Tarifgebieten ist. “

18, Berlin, 24. Juni 2015

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Berlin | 08.06.2015

BGA: Deutsche Exporte legen weiterhin zu

„Auch wenn der Außenhandel minimal an Schwung verliert, kommen wir noch auf ein respektables Ergebnis.

Das Zugpferd der deutschen Exporte ist allerdings weiterhin der Handel mit den Drittländern. Da die Ausfuhren in die Eurozone eher stagnieren, zeichnet sich derzeit auch keine Trendwende ab.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für April 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im April im Vorjahresvergleich um 7,5 Prozent gestiegen, während die Importe um 2,8 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im April mit einem Überschuss von 22,1 Milliarden Euro ab.

„Die Hängepartie mit Griechenland wirft weiterhin einen Schatten auf die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone. Das muss langsam ein Ende haben. Nach monatelangen Diskussionen und Entgegenkommen der Gläubiger muss Ministerpräsident Tsipras endlich zufriedenstellende und realistische Reformvorschläge auf den Tisch legen und diese zügig umsetzen. Wichtig ist jetzt, dass die Euro-Länder und die Europäische Kommission den Druck auf die griechische Regierung erhöhen“, so Börner abschließend.

17, Berlin, 8. Juni 2015

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Anton F. Börner

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Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
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Berlin | 03.06.2015

BGA: Schwacher Auftakt im Großhandel

„Das Geschäft läuft nicht rund für die Großhändler.

Die weiter sinkenden Preise haben dem Großhandel den Jahresauftakt verhagelt. Nicht einmal der starke März rettet das erste Quartal 2015 vor einem Umsatzeinbruch. Angesichts sinkender Preise wird es immer schwieriger, bei steigender Geschäftstätigkeit den bisherigen Umsatz zu halten. Das belastet die Ertragslage und dämpft die Investitionsneigung weiter, zumal auch von der Politik keine Aufbruchssignale kommen. 'Die tun nichts, also tun wir auch nichts', ist die vorherrschende Stimmungslage." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu der heute veröffentlichten Umsatzentwicklung im Großhandel für das erste Quartal 2015.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im vergangenen Quartal real zwar 1,4 Prozent mehr, nominal aber
0,8 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Im März wurden real 5,5 Prozent und nominal 4,0 Prozent mehr Güter und Dienstleistungen im Großhandel verkauft. Im Produktionsverbindungshandel, der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, stieg der Umsatz real um 1,0 Prozent und sank nominal um 3,1 Prozent zum Vorjahresquartal. Der Großhandel mit Konsumgütern setzte dagegen sowohl real (+2,0 Prozent) als auch nominal (+1,9 Prozent) mehr um.

„Experten führender Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bundesregierung sagen, dass die deutsche Wirtschaft sich im Aufschwung befindet. Die jüngsten Zahlen im Großhandel bestätigen das nicht - er entwickelt sich weiterhin seitwärts. Anhaltende geopolitische Risiken und insgesamt steigende Kostenbelastungen stellen weiterhin eine Herausforderung für den Großhandel dar. Die Belebung der Investitionstätigkeit ist jedoch der Generalschlüssel für das Wachstum von morgen. Nach all den Wahlgeschenken der Großen Koalition sollte ihr Schwerpunkt nun sein, den wirtschaftlichen Rahmen so zu gestalten, dass mehr öffentliche und private Investitionen angeschoben werden“, so Börner abschließend.

16, Berlin, 3. Juni 2015

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Berlin | 20.05.2015

BGA zum Bahnstreik

Zum erneuten Streik der Lokführergewerkschaft GDL erklärt Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin:

„Selbst Weselsky scheint sich seiner Truppen nicht mehr ganz sicher zu sein, wenn er das Streikgeld verdoppeln muss, um seine Truppen bei der Stange zu halten. Dies kann er sich nur leisten, weil bislang von Lehrern über Polizisten bis Krankenhausapothekern die Mitglieder im Deutschen Beamtenbund mit ihren Beiträgen Weselskys Streikhanseleien ermöglichen. Der dbb muss sich die Frage gefallen lassen, wie lange er die Machtspielchen der GDL noch unterstützen will.

Dies ist zwar schon der neunte Ausstand. Dennoch hat dieser unbefristete Streik aus Sicht der Wirtschaft eine neue Dimension erreicht. Da das Ende nicht absehbar und daher für die Unternehmen auch nicht planbar ist, müssen jetzt langfristig neue Vertriebswege gesucht werden, da der Verkehrsträger Schiene immer unzuverlässiger wird. Dies wirft nicht nur die Bahn um Jahre zurück, sondern konterkariert auch die langfristigen Bemühungen der Politik, die Bahn in der Konkurrenz zur Straße nicht weiter zurückfallen zu lassen.“

15, Berlin, 20. Mai 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 13.05.2015

BGA: TTIP für das Wirtschaftswachstum von morgen!

„Das Wirtschaftswachstum in Deutschland fällt enttäuschend aus, ist aber auch kein Untergang.

Schwächen am Standort und im globalen Handel bremsen die Fahrt ab und zeigen den Handlungsbedarf zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Neben dem erfolgreichen Konsolidierungskurs brauchen wir mehr Investitionen in die Infrastruktur und Anreize für die wirtschaftliche Modernisierung.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung (BGA) zum heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Wirtschaftswachstum. Danach hat die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2015 ein reales Wachstum von 0,3 Prozent nach 0,7 Prozent im Vorquartal erwirtschaftet.

„Neben Investitionen am Standort brauchen wir auch gesicherte Märkte für das Wachstum von morgen. Vor diesem Hintergrund bedauern wir die Ablehnung der Demokraten für ein beschleunigtes Verhandlungsmandat bei TTIP für den US-amerikanischen Präsidenten Obama wegen einer vermeintlichen Schwächung der US-Wirtschaft durch europäischen Wettbewerb. Dies zeigt, dass wir uns mehr um das Miteinander im Wettbewerb kümmern und dazu unberechtigte Vorbehalte und unzutreffende Behauptungen abbauen müssen, damit sich die Vorteile von hürdenfreiem Handel für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung beiderseits des Atlantiks voll entfalten können. Wir appellieren, dass unsere amerikanischen Partner zügig die Weichen für eine Einigung stellen, damit der Weg zu einem TTIP-Abschluss frei bleibt“, so Börner abschließend.

14, Berlin, 13. Mai 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 08.05.2015

BGA: Gelungener Jahresauftakt im Außenhandel

„Der deutsche Außenhandel geht dank Rückenwind in ein vielversprechendes Jahr 2015.

Auch die deutschen Exporte in die Eurozone konnten im 1. Quartal zulegen. Allerdings sind die Ausfuhren dorthin nicht einmal halb so stark gewachsen wie in die Nicht-Euroländer. Das Wachstum der Exporte wird stark vom billigen Euro getragen und steht daher auf wackeligen Beinen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im März im Vorjahresvergleich um 12,4 Prozent gestiegen, während die Importe um 7,1 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im März mit einem Überschuss von 23 Milliarden Euro ab.

„Wir gratulieren David Cameron zum gestrigen Wahlsieg und hoffen, dass sich eine neue britische Regierung nun vehement für einen Verbleib Großbritanniens in der EU einsetzt. Ein „Brexit“ hätte nicht nur schwerwiegende Folgen für den europäischen Binnenmarkt, er würde die EU auch wirtschaftlich nach außen hin schwächen. Deutschland würde einen wichtigen Verbündeten in der EU für eine liberale Handelspolitik verlieren. Ohne die Briten wird es schwerer werden, sich gegen protektionistische Tendenzen in der EU zu wehren“, so Börner abschließend.

13, Berlin, 8. Mai 2015

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Berlin | 04.05.2015

BGA: Egotrip eines Gewerkschaftsbosses

„Sieben Tage an einem Stück – mit dem längsten Streik der Geschichte der Lokführer ist eine neue Qualität erreicht.

Ein Streik, der über einen solchen Zeitraum geht, wird Kollateralschaden verursachen. Damit reißt die Logistikkette, da ein Ausweichen auf andere Verkehrswege so schnell kaum mehr möglich ist. Der deutsche Groß- und Außenhandel wird hierdurch stark beeinträchtigt.“ Dies erklärt Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Der deutsche Groß- und Außenhandel veranlasst nahezu 50 % des Güterfernver-kehrs in Deutschland. Er versorgt Industrie, Handwerk, Einzelhandel und Gastronomie mit Gütern aller Art. Ein reibungsloser Transportablauf ist unabdingbar.

„Eines wird immer deutlicher: Hier geht es nicht um Arbeitnehmerinteressen, sondern um den Egotrip eines Gewerkschaftsbosses. Hauptleidtragende sind Industrie und Handel“, so Handke weiter.

„Alle Forderungen, die Bahn stärker in die Logistikkette zu integrieren, werden durch solche sinnlosen Streiks obsolet. In den komplizierten Lieferketten hat  ein reibungsloser Ablauf höchste Priorität“, so Handke abschließend.

12, Berlin, 4. Mai 2015

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Berlin | 21.04.2015

BGA: Verständnislos und bestürzt über erneuten Lokführerstreik

„Eine kleine Gruppe versucht wieder einmal auf dem Rücken von Wirtschaft und Bevölkerung ihre Partikularinteressen durchzusetzen.

Die erneuten Streiks unterminieren das unabdingbare Vertrauen von Industrie und Handel in die Zuverlässigkeit der Bahn und konterkarieren alle Bestrebungen der Politik, mehr Güter auf die Bahn zu bringen. Die Lokführergewerkschaft GDL sägt damit an dem Ast, auf dem sie sitzt.“ Dies erklärt Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Die Produktionsprozesse setzten einen reibungslosen Transportablauf voraus. Falle jedoch mit der Bahn eines der Glieder der Logistikkette aus, drohten schon nach kurzer Zeit Produktionsausfälle und damit erhebliche Einbußen.

„Zu den besonders betroffenen Branchen eines Bahnstreiks zählt der Chemiehandel. Auch für die deutschen Stahl- und Metallhändler oder die Automobilzulieferer ist die Schiene wegen der zu transportierenden Masse unverzichtbar. Es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten, nicht zuletzt aufgrund der ohnehin ausgeschöpften Kapazitäten. Der Straßengüterverkehr ist bereits ausgelastet und auch Binnenschiffe sind knapp“, so Handke abschließend.

11, Berlin, 21. April 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 09.04.2015

BGA: Deutscher Außenhandel wächst solide

„Die deutschen Exporte wachsen weiterhin auf solidem Niveau.

Dass die Außenhandelszahlen nun nicht allzu berauschend ausgefallen sind, liegt besonders an der Stagnation der Eurozone, die unser Sorgenkind ist und auch bleibt.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Februar im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent gestiegen, während die Importe um 0,8 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Februar mit einem Überschuss von 19,2 Milliarden Euro ab.

„Der deutsche Außenhandel ist weiterhin auf Impulse von außerhalb Europas angewiesen. Hier setzen wir in den nächsten Monaten insbesondere auf die positive Geschäftsentwicklung mit den USA und auch China, dessen leichtes Schwächeln nicht überbewertet werden sollte. Auch der Iran könnte langfristig wieder ein attraktiver Markt werden, wenn er sich nach der Einigung im Atomstreit ernsthaft wieder in die Weltgemeinschaft eingliedern will und neues Vertrauen Schritt für Schritt aufbaut. Bislang überwiegt klar das Misstrauen. Der enorme Anstieg der deutschen Exporte nach der politischen Annäherung im vergangenen Jahr unterstreicht, welches Geschäftspotential dort vorhanden ist“, so Börner abschließend.

10, Berlin, 9. April 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 23.03.2015

BGA: Strukturreformen in Griechenland bleiben unerlässlich

„Wir begrüßen den heutigen Besuch von Premierminister Tsipras.

Nach den Querelen der letzten Wochen ist es ein gutes Zeichen, gemeinsam nach einer Lösung für die derzeitige, überaus schwierige Situation zu finden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich des Antrittsbesuchs von Regierungschef Alexis Tsipras in Berlin.

„Ich stimme der Bundeskanzlerin zu, dass es für die griechische Finanzsituation keine schnelle Lösung gibt. In einem partnerschaftlichen Verhältnis, das ich bei den Mitgliedsstaaten der EU voraussetze, sollte man sich aber an Vereinbarungen halten. Weder die finanzielle Unterstützung der EU noch ein Schuldenschnitt können die nötigen Strukturreformen ersetzen“, betont der BGA-Präsident.

Während Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Griechenlands ist, findet sich Griechenland erst auf Platz 42 der Rangfolge deutscher Handelspartner. Hinzu kommt, dass der Trend deutscher Exporte nach Griechenland rückläufig bzw. gleichbleibend niedrig ist.

„Der Ausgang der Griechenlandfrage bleibt vorerst offen – mit allen unabsehbaren negativen, aber vielleicht auch positiven Folgen für die Eurozone. Der lähmende Effekt der nicht enden wollenden Krise in Griechenland muss ein Ende haben, um Unternehmen hier und dort Planungssicherheit geben zu können. Erst dann kann es wieder bergauf gehen“, so Börner abschließend.

9, Berlin, 23. März 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 10.03.2015

BGA: Deutschlands Außenhandel im Zeichen zunehmender Krisen

„Wachsende Unsicherheit lähmt trotz neuer Höchstwerte im Außenhandel die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und gefährdet damit den Erfolg von morgen.

Denn wir sind umkreist von einer Vielzahl von Unruheherden, ob geopolitischer Natur oder auch Finanz- und Währungsprobleme. All diese Faktoren haben einen gemeinsamen Nenner und der ist weiter schwindendes Vertrauen in die langfristige Zukunft, angesichts der Tatsache, dass mit Investitionsentscheidungen oftmals eine Kapitalbindung über einen Zeitraum von 20 - 25 Jahren einhergeht.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Frühjahrspressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Für 2015 rechnet der BGA trotz einer gedämpften Stimmung infolge zunehmender Krisen mit einem Anstieg der Ausfuhren um bis zu 4,5 Prozent auf 1.185 Milliarden Euro und der Einfuhren um bis 4 Prozent auf 954 Milliarden Euro. Der Außenhandelsbilanzüberschuss wird damit auf 231 Milliarden Euro weiter ansteigen.

Wachstumsimpulse erwarten die Außenhändler zukünftig vor allem aus den USA und den Ländern der zweiten Reihe. Die USA haben sich deutlich schneller und besser erholt als erwartet und auch China zeigt sich zwar mit einem schwächeren Wachstum, dafür aber auf einem erfreulich hohen und stabilen Niveau. Hinsichtlich der Länder aus der zweiten Reihe werden ebenfalls positive Impulse insbesondere aus den ASEAN-Staaten erwartet.

Umgekehrt sind die deutschen Ausfuhren nach Russland im letzten Jahr um fast ein Fünftel (-18,1 Prozent) und in die Ukraine um ein Drittel (-33,1 Prozent) eingebrochen. Aber auch in zahlreichen Nachbarstaaten hat die Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern tiefe Spuren in den Handelszahlen hinterlassen. Die mangelnden Investitionen, gepaart mit dem Rubelverfall wirkten sogar schwerer als die Embargomaßnahmen. Denn das Vertrauen in die russische Regierung und das wirtschaftliche Umfeld sei zerrüttet. Gerade deshalb müsse die Bundesregierung in ihrem Bestreben nach einer friedlichen Lösung festhalten und alle Kommunikationskanäle offen halten, appelliert Börner.


Wachsende Unsicherheit in Europa und weltweit

„Der Ausgang der Griechenlandfrage bleibt zumindest in den kommenden Monaten und wohl auch darüber hinaus völlig offen – mit allen unabsehbaren negativen aber vielleicht auch positiven Folgen für die Eurozone“, so Börner. Abgeschwächt gelte dies auch für die europäischen Schwergewichte Frankreich und Italien, die nach wie vor zu wenig und zu langsam Reformeifer an den Tag legten. Hinzu komme, dass der niedrige Ölpreis sich zwar durchaus günstig auf die Konsumentwicklung auswirke, nicht aber auf langfristige Investitionsentscheidungen, da er sich schnell wieder ändern könne.

„Maßnahmen zum Aufbau neuen Vertrauens seien dringend vonnöten. Denn erst wenn die Unternehmer auch mittelfristig von einer stabilen Entwicklung überzeugt sind, werden sie mehr investieren als zwingend notwendig. Hier ist insbesondere auch die EZB im Obligo, neues Vertrauen in eine stabile Währung aufzubauen“, mahnt der BGA-Präsident. Nur auf den ersten Blick sei ein schwacher Euro für eine Exportnation wie Deutschland erfreulich. Deutschland sei aber auch einer der größten Importeure auf der Welt. Ohne die niedrigen Rohstoffpreise würde der schwache Euro tiefe Spuren in unserer Importrechnung hinterlassen und somit auch die Verkaufspreise im Export erhöhen, und weiter: 

„Die EZB hat eine Tür geöffnet, hinter der die Gefahr eines Währungskrieges lauert. Dieser Schritt zerstört zudem das notwendige weltweite Vertrauen in eine stabile Währung und gefährdet den Zusammenhalt in Europa.“ Allein seit Jahresanfang hätten u.a. die Notenbanken in Vietnam, Indien, Kanada und der Türkei Maßnahmen getroffen, um ihre Heimatwährungen für ihre Exportmärkte „günstig“ zu halten. Tragisch daran sei, dass diese Politik der EZB nicht einmal den Krisenländern helfen werde. Denn: „Geldpolitik kann die nötigen Strukturreformen nicht ersetzen.“

Eine weitere Baustelle der EU sind weiterhin auch die Verhandlungen um die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). „In der Diskussion um Arbeitsplätze und Standards wird vergessen, dass es letztlich darum geht, dass die freiheitlich verfasste Welt, die derzeit noch fast die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung ausmacht, auch noch im 21. Jahrhundert die Regeln bestimmt, wie Geschäfte gemacht werden. Es geht also darum, dass wir uns nicht von autokratischen und autoritären Staaten diktieren lassen, wie wir unsere Geschäfte machen müssen“, so der Außenhandelschef.

„Auch die Politik hierzulande könnte wichtige Signale senden: Natürlich sind ihre Möglichkeiten, die weltweiten Probleme und Konflikte zu lösen, begrenzt. Doch so klug und umsichtig, wie die Bundesregierung auf internationalem Parkett agiert, so entschlossen wünschten wir uns die Große Koalition ans Werk zu gehen, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Niemand sollte sich von den Rekordzahlen blenden lassen, denn strukturelle Probleme wie die sträflich vernachlässigte Infrastruktur, die zu hohen Energiekosten und der schon bald an Dynamik gewinnende Fachkräftemangel werden durch einen zu schwachen Euro und außergewöhnlich niedrige Energiepreise verschleiert. Denn wenn wir über eine wettbewerbsfähige Außenwirtschaft sprechen, sprechen wir immer auch über einen wettbewerbsfähigen Standort“, erklärt Börner abschließend.

8, Berlin, 10. März 2015

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Anton F. Börner

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Berlin | 09.03.2015

BGA: Verhagelter Jahresauftakt für den Außenhandel - Export trotz billigen Euros kein Selbstläufer

„Das neue Jahr startet für den Außenhandel enttäuschend.

Die großen Zugpferde USA und China konnten die Einbrüche aus den anderen BRIC-Staaten sowie die anhaltende Wachstumsschwäche in der Eurozone nicht ausgleichen. Lediglich die Ausfuhren in die europäischen Länder außerhalb der Eurozone konnten ihr Wachstum auch im neuen Jahr fortsetzen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Januar 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Januar im Vorjahresvergleich um -0,6 Prozent gesunken, während die Importe sich um -2,3 Prozent verringert haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Januar mit einem Überschuss von 15,9 Milliarden Euro ab.

„Trotz niedrigem Euro-Kurs ist der Exporterfolg kein Selbstläufer. Vor diesem Hintergrund sehen wir die jüngsten Entscheidungen von Herrn Draghi kritisch. Die EZB hat hier eine Tür geöffnet, hinter der die Gefahr eines Abwertungswettlaufes lauert. Tragisch ist dazu, dass diese Politik nicht einmal den Krisenländern helfen wird. Denn Geldpolitik kann die nötigen Strukturreformen nicht ersetzen“, so Börner abschließend.

7, Berlin, 9. März 2015

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Berlin | 03.03.2015

BGA: Großhandel 2014 – passable Jahresbilanz trotz sinkender Preise

„Ein passables Schlussquartal und insbesondere ein guter Dezember haben einen Einbruch verhindert und die Jahresbilanz 2014 des Großhandels gerettet.

Dieses Ergebnis wurde jedoch von den Großhändlern hart erarbeitet. Und es zeichnet sich ab, dass dies auch im laufenden Jahr 2015 bis auf weiteres erst einmal so bleiben wird. Bei anhaltenden geopolitischen Risiken und insgesamt steigenden Kostenbelastungen müssen immer mehr Güter verkauft werden, um zumindest den Umsatz im Großhandel nominal zu halten.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung (BGA) zu den heute veröffentlichten Umsatzzahlen im Großhandel für das Jahr 2014.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im vergangenen Jahr real zwar 1,2 Prozent mehr, nominal aber
0,2 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Im Dezember wurden real
5,3 Prozent und nominal 2,6 Prozent mehr Güter und Dienstleistungen im Großhandel verkauft.

„Nachdem niedrige Zinsen die Volkswirtschaft vor schwierige Fragen stellen, erweisen sich die rückläufigen Preise als weitere Herausforderung. Auch wenn wir  keine Deflation erwarten, schwächen die schmäler werdenden Erträge den Handlungsspielraum für Investitionen in Unternehmenswachstum und betriebliche Modernisierungen ein. Die Belebung der Investitionstätigkeit ist jedoch der Generalschlüssel für das Wachstum von morgen. Diese sollte die Politik flankieren, durch weniger Bürokratie, stabile Beiträge und mittelstandsfreundlich ausgestaltete Steuern, gerade bei der Erbschaftsteuer“, so Börner abschließend. 

6, Berlin, 3. März 2015

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Berlin | 09.02.2015

BGA: Exporteure rechnen trotz vieler Risiken auch 2015 mit Wachstum

„Dies ist ein respektables Ergebnis für die Exporteure nach einem wirklich nicht einfachen Jahr.

Hauptwachstumstreiber war unser Kernmarkt, die Europäische Union. Besonderes Augenmerk muss allerdings weiterhin auf die Eurozone gelegt werden, die nur in geringem Maße zum Wachstum beigetragen hat. Auch das Ergebnis der Ausfuhren in Drittländer konnte offenbar nur durch das solide Abschneiden der USA-Exporte in einen positiven Rahmen gehalten werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das gesamte Jahr 2014 bekanntgegeben. Demnach haben sich die deutschen Exporte insgesamt im Vergleich zum vorangegangenen Jahr nominal um 3,7 Prozent auf
1.133,6 Milliarden Euro gesteigert, die Importe nahmen um 2,0 Prozent zu und erreichten 916,5 Milliarden Euro. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Jahr 2014 mit einem Überschuss von 217,0 Milliarden Euro ab.

„Trotz weiter schwelender Risiken und Krisenherde wie beispielsweise der Euro-Rettungspolitik oder der Ukraine-Russlandkonflikt, rechnen wir damit, das Vorjahresergebnis in 2015 mit einem Wachstum in Höhe von 4 Prozent sogar noch einmal übertreffen zu können. Auch der viel kritisierte Exportüberschuss wird sich hauptsächlich aufgrund des billigen Euros voraussichtlich weiter vergrößern. Dieser künstliche Rückenwind kaschiert aber die existierenden Probleme und wird uns langfristig auf die Füße fallen. Entscheidend wird daher sein, wie es nach 2015 weitergehen wird“, so Börner abschließend.

5, Berlin, 9. Februar 2015

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Berlin | 15.01.2015

BGA zum BIP: Deutsche Wirtschaft erzielt ordentliches Wachstum

„Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr 2014 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld am Ende gut über die Runden gekommen.

Die Zahlen sind zugleich Ausdruck der Erfolge von gestern, unserer guten Aufstellung auf den nationalen und internationalen Märkten. Die Erfolge von morgen müssen erst noch erwirtschaftet werden. Mit dem Zurückdrehen von richtigen Reformen und dem Aufsatteln neuer Regularien werden jedoch Wachstumsbremsen eingezogen, die die Unternehmen nicht zu den benötigten höheren Investitionen motivieren.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin anlässlich der heutigen Vorstellung des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2014 durch das Statistische Bundesamt (DESTATIS).

 „Der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von morgen wird immer schwieriger, je länger man die erforderlichen Anpassungsprozesse hinausschiebt. Dies zeigen besonders deutlich die Erfahrungen der europäischen Krisenländer, die die notwendigen Reformen jahrelang ausgeblendet oder verschleppt haben. Deshalb gehört neben einer Fortsetzung des Konsolidierungskurses die Stärkung insbesondere privater Investitionen und die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur“, so Börner abschließend.

4, Berlin, 15. Januar 2015

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Berlin | 14.01.2015

BGA: TTIP darf nicht an Einzelfrage scheitern

„Den in der Konsultation geäußerten Bedenken zum Investitionsschutz muss jetzt Rechnung getragen werden, ohne den Abschluss von TTIP zu gefährden.

Wir erwarten, dass die Europäische Kommission angesichts des Ergebnisses der Konsultation die angemessenen Schlüsse zieht. Eine gründliche, qualitative Analyse der Antworten muss dabei im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig muss man auch deutlich sagen, dass das Überfluten mit vorformulierten und automatisch produzierten Massenbeiträgen diesem wichtigen Instrument europäischer Bürgerbeteiligung einen Bärendienst erwiesen hat. Denn es ist offensichtlich, dass der Inhalt der meisten Stellungnahmen von einer sehr überschaubaren Anzahl bekannter kritischer Organisationen stammt. Es wurde anscheinend bei Bürgern der Eindruck erweckt, dass es sich bei einer Konsultation um eine Onlineabstimmung handelt.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Am Tag zuvor hatte die Europäische Kommission ihren Bericht über die Ergebnisse der im vergangenen Jahr eingeleiteten Konsultation zum Investorenschutz in der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) bekannt gegeben.

„Die Europäische Kommission sollte sich nun an die Arbeit machen, ein Modell für den Investitionsschutz zu entwickeln, das allen gerecht wird. Es gilt sowohl den Schutz von ausländischen Investitionen zu garantieren, als auch unseriöse Klagen auszuschließen. Wir sollten die Chance nicht leichtfertig verspielen, einen neuen globalen Standard beim Investitionsschutz mitzuprägen“, so Börner abschließend.
3, Berlin, 14. Januar 2015

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Berlin | 13.01.2015

BGA: Steigende Risiken - Unternehmen fordern Kurs halten in der Fiskalpolitik und Wende in der Wirtschafts- und Sozialpolitik

„Wir erwarten im neuen Jahr 2015 keine nennenswerten Zuwächse aber auch keinen konjunkturellen Einbruch.

Und zwar gleichermaßen für den Großhandel wie für die Gesamtwirtschaft. Angesichts unseres hohen Wirtschafts- und Wohlstands-niveaus ist das sicher kein Grund zur Panik. Aber ein Mahn- und Weckruf an die Politik hierzulande und in Europa, sich nicht länger auf den Lorbeeren auszuruhen. Die Unternehmer sehen mit Sorge, dass die Große Koalition die teuren Wahl-versprechen gleich aller Beteiligten umgesetzt hat und fordern eine Wende in der Wirtschafts- und Sozialpolitik!“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Vorstellung der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Erneute Eintrübung der Stimmung im Großhandel

Der Großhandelsindikator ist zwar nach wie vor auf einem hohen Niveau. Er hat allerdings zum Jahreswechsel deutlich eingebüßt und ist um 4 Punkte unter die Linie von 120 Punkten gefallen. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei etwas stärker nachgegeben. Sie ist nach einem leichten Anstieg im Sommer 2014 um gut
5 Punkte abgesackt und liegt nun bei 119 Punkten. Die Geschäftserwartungen haben zum zweiten Mal in Folge nachgegeben. Mit fast 121 Punkten haben sie etwas weniger als 3 Punkte eingebüßt. Geschäftslage und -erwartung liegen damit annähernd auf gleichem Niveau und deuten auf eine Stagnation im Großhandel hin.

Konkret erwartet der BGA für 2015 einen nahezu gleich hohen Umsatz wie im abgelaufenen Jahr. 2014 sind die Umsätze nominal gerade einmal um 0,1 Prozent auf 1.134 Milliarden Euro angestiegen. Real konnte der Großhandel aufgrund gesunkener Preise um 1,2 Prozent höhere Umsätze erwirtschaften. Das bedeutet, zur Erwirtschaftung des Vorjahresumsatzes mussten mehr Güter und Dienst-leistungen verkauft werden. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung des BGA 2015 fortsetzen und die Umsätze erneut nominal um nur etwa 0,1 Prozent steigen und mit 1.135 Milliarden Euro kaum höher liegen als in den beiden Vorjahren. Dabei dürften die Unternehmen erneut einen real höheren Umsatz erzielen.

Verhalten zeigt sich auch die Investitionsstimmung im Großhandel, wobei neben weiterhin dominierenden Ersatzinvestitionen zuletzt auch der Anteil an Rationalisierungen wieder angestiegen ist.

„Investitionen lassen sich nicht verordnen, zumindest nicht im privaten Sektor. Hier bedarf es positiver Anreize sei es durch Entbürokratisierung, zum Beispiel durch Verkürzung der Aufbewahrungsfristen, durch attraktive steuerliche Regelungen, beispielsweise zur energetischen Gebäudesanierung, oder den Erhalt eines mittel-standsfreundlichen Unternehmensübergangs bei der Erbschaftsteuer“, so Börner.

Von einem Beschäftigungsaufbau kann bei einem erwarteten Anstieg von etwa 2.000 auf 1,917 Millionen Erwerbstätige im laufenden Jahr kaum gesprochen werden. Gleichwohl bleibt der Großhandel damit ein wichtiger Beschäftigungsmotor und drittgrößter Arbeitgeber in Deutschland.

Aufgrund der abgeschwächten Großhandelsentwicklung als Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung rechnet der BGA lediglich mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von höchstens bis zu einem Prozent für 2015.

Mehr Dynamik benötigt Impulse und Stabilität

Die Große Koalition konnte in ihrem ersten Regierungsjahr die Unternehmen nicht überzeugen, mehr zu investieren als erforderlich. Trotz hoher Zustimmung zum konsequenten Festhalten an der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte zur Eindämmung der Schulden, dem Engagement zur Stärkung Europas und der Außen- und Sicherheitspolitik wird die Arbeit gerade einmal mit der Note Drei Minus bewertet. „Zu den größten Risiken für die Konjunktur zählen die Unternehmer neben der sicherheitspolitischen Weltlage, dass die Große Koalition weiter macht mit Regulierungen, die die Wirtschaft belasten und den heimischen Standort schwächen“, so der BGA-Präsident.

Vier von fünf sind davon überzeugt, dass die Große Koalition eine bessere Politik machen könnte und müsste. Insbesondere kritisieren sie die Ausweitung des sozialen Netzes und das Zurückdrehen früherer Reformen, die für mehr Flexibilität der Arbeitsmärkte sorgten. Die Unternehmer vermissen zudem einen verlässlichen Rahmen. Die Prioritäten liegen mit über 40 Prozent in einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen. Und: Wirtschaftliche Impulse sind nach Auffassung der Unternehmen des Großhandels auch bei ausgeglichenem Haushalt möglich. Dies sagen drei Viertel der befragten Großhändler.

„’Wenig Chancen – viele Risiken’ ist das aktuelle Stimmungsbild. Dies mag kurzfristig für die aktuell gute Wettbewerbsfähigkeit und die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen ausreichen, für eine langfristige Sicherung genügt dies jedoch nicht. Wir brauchen Signale, die Unternehmen im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld dazu anstoßen, Investitionen in Technologien, Maschinen und Anlagen auszu­weiten, anstatt sich darauf zu konzentrieren, wie bei stagnierendem Umsatzvolumen ein steigender Kostendruck durch mehr Effizienz und Rationalisierung kompensiert werden kann. Es ist Aufgabe der Politik, den wirtschaftlichen Rahmen so zu gestalten, dass mehr Investitionen angeschoben werden, die sich auch langfristig rechnen, damit unser umfänglicher und kostenintensiver Sozialstaat finanzierbar bleibt“, so Börner abschließend.

2, Berlin, 13. Januar 2015

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Anton F. Börner

Ansprechpartner:

André Schwarz, Pressesprecher BGA
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Telefon: 030 590099-520
E-Mail: Andre.Schwarz@remove-this.BGA.de

Berlin | 09.01.2015

BGA: Außenhandel verzeichnet leichten Zuwachs

„Die aktuellen Ausfuhrzahlen im November sind Ausdruck der verhaltenen Weltkonjunktur und passen in das Auf und Ab der vergangenen Monate.

Zudem unterstreichen sie einmal mehr die Bedeutung Europas für den deutschen Außenhandel.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die aktuellen Außenhandelszahlen für November 2014 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte insgesamt gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 1,4 Prozent auf 95,8 Milliarden Euro gestiegen, die Importe nahmen um 1,7 Prozent zu und erreichten 78,0 Milliarden Euro. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im November 2014 mit einem Überschuss von 17,9 Milliarden Euro.

„Die Zahlen spiegeln bereits unsere Erwartungen für das Jahr 2015. Die Außenhandelsunternehmen sind hierfür noch gut aufgestellt. Gleichzeitig stehen wir vor wichtigen Weichenstellungen, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu sichern und wieder zu erlangen. Dabei ist es vor allem wichtig, dass die europäischen Krisenländer ihre Hausaufgaben machen, damit der Vorsprung vor anderen aufstrebenden Regionen erhalten bleibt“, so Börner abschließend.

1, Berlin, 9. Januar 2015

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Anton F. Börner

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Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
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Berlin | 05.01.2015

BGA: Handel erwartet herausforderndes Jahr 2016

„Der Großhandel wie Deutschland insgesamt steht vor einem äußerst heraus-fordernden Jahr 2016.

Nicht nur national sind der Flüchtlingszustrom und die Terrorgefahr gewaltige Aufgaben. Die größte Gefahr sehe ich aber im Unwillen und Unvermögen Europas, die Ursachen der Euroschuldenkrise endlich konsequent anzugehen. Das Öffnen der Geldschleusen durch Herrn Draghi und die EZB hat die Zerreißprobe für Europa bislang zwar vertagt. Jedoch sind die nach wie vor mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die anhaltenden unsoliden Staatsfinanzen auch großer Euroländer das Einfallstor für Populisten und Nationalisten und befördern die innere Erosion Europas. Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Vorstellung der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Unternehmen stellen sich auf gedämpfte Konjunktur ein

Der Großhandelsindikator liegt nun bei knapp über 120 Punkten. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei um 4,4 Punkte nachgegeben und liegt nun bei knapp unter  120 Punkten.  Die Geschäftserwartung, die sogar etwas stärker nachgegeben und mehr als 6 Punkte verloren hat, liegt nun bei über 120 Punkten.

Obwohl es den Unternehmen gelang, 2015 mehr Waren zu verkaufen, konnte der Vorjahresumsatz trotzdem nicht ganz gehalten werden. Auch für 2016 erwartet der BGA keine Trendwende, weder nach oben noch nach unten, und rechnet mit einer robusten und zugleich kraftlosen Entwicklung im Großhandel. Konkret schlägt sich dies aufgrund der rückläufigen Preisentwicklung im Großhandel 2015 in einem Rückgang der nominalen Umsätze von 1 Prozent auf nominal 1.120 Milliarden Euro nieder, trotz eines kleinen realen Plus von 0,3 Prozent. Für das neue Jahr 2016 geht der BGA davon aus, dass der Großhandel seine Umsätze halten kann und wieder­um Güter und Dienstleistungen in einem Wert von 1.120 Milliarden Euro nominal verkaufen kann. Nachdem im vergangenen Jahr die Zahl der Beschäftigten um 11.000 Personen angestiegen ist, rechnet der BGA für 2016 mit mehr als einer Halbierung und allenfalls mit 5.000 neuen Jobs. Mit einem neuen Beschäftigungs­rekord von dann 1,932 Millionen Menschen gehört der Groß- und Außenhandel weiterhin zu den größten Arbeitgebern.

Die Wachstumskräfte in Deutschland bleiben begrenzt. Wachstumsmotoren bleiben die gute Wirtschaftslage mit damit einhergehender stabiler und steigender Beschäftigung. Die Investitionen bleiben jedoch auch weiterhin hinter dem Notwendigen zurück, auch die expansive Geldpolitik schiebt sie nicht an. Der BGA geht in diesem Umfeld von einem realen Wachstum für Deutschland von allenfalls 1 ¼ Prozent aus und damit ähnlich stark wie 2015.

In großer Sorge um Europa

Zwei Drittel der Unternehmen befürchten, dass der ausgeglichene Haushalt angesichts des Flüchtlingsstroms in Frage steht. Sie unterstützen den eingeschlagenen Kurs der Bundesregierung, erforderliche Mehrausgaben durch Einsparungen und Umschichtungen an anderer Stelle zu kompensieren und lehnen eine Ausweitung der Neuverschuldung oder Steuererhöhungen ab. Mit 70 Prozent sieht der ganz überwiegende Teil der befragten Unternehmer den Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland indes eher als Chance.

Für die Unternehmen ist hierbei vor allem ganz entscheidend, dass die Flüchtlinge zumindest über deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Dies setzen 92 Prozent der befragten Unternehmen voraus. 70 Prozent erwarten Grundkenntnisse wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Hingegen setzen nur 26 Prozent eine abgeschlossene Schul- oder Hochschul­ausbildung voraus.  

„Der Großhandel kann den Flüchtlingen eine berufliche Perspektive bieten, in das Arbeitsleben einzusteigen. Allerdings hängt dies stark von den Vorkenntnissen der Flüchtlinge ab. Deshalb ist die frühzeitige Förderung des Erwerbs von Sprachkennt­nissen die Grundlage für eine schnelle und erfolgreiche Integration“, so Börner.

Dem Terrorismus setzen die Unternehmen ein starkes Signal entgegen. 85 Prozent zeigen sich unbeeindruckt und setzen ihr Geschäft im In- und Ausland weiter fort. Sie sehen ihr Unternehmen auch nicht durch die in jüngster Vergangenheit ergriffenen Antiterrormaßnahmen in ihren Geschäften behindert. Wenn doch, dann insbesondere aufgrund von Verzögerungen bei Grenzkontrollen.

„Flüchtlinge und Terror eignen sich nicht als Deckmantel für das Aufschieben be­stehenden Handlungsbedarfs. Die Politik muss in Deutschland wie auch in den anderen Staaten Europas auf eine Konsolidierung der öffentlichen Haushalte zur Eindämmung der Staatsschulden und auf die Belebung der Wirtschaft durch Investitionsanreize, Entbürokratisierung und Vereinfachungen in allen Rechts­bereichen ausgerichtet bleiben. Die Europäische Union und deren Regierungs­vertreter müssen sich wieder auf die ihnen übertragene Verantwortung nicht nur für ihre nationalen Eigeninteressen, sondern auch auf das europäische Ganze zurück­besinnen. Nationalistisch-antieuropäische und protektionistische Rezepte rechter und linker Populisten kombiniert mit sozialen Wohltatsversprechungen führen voll­ends in den wirtschaftlichen Abgrund. Wenn etwa Frankreich sich wieder als reiner Nationalstaat begreift, der vor allem protektionistisch handelt, wird ganz Europa in Mitleidenschaft gezogen. Wer sich von der Globalisierung abkoppelt, verliert an Wettbewerbs­fähigkeit – und damit an Wohlstand“, so Börner abschließend.

1, Berlin, 5. Januar 2016

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Anton F. Börner

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