Berlin | 24.02.2017

BGA: China verdrängt USA als wichtigsten Handelspartner

„Maßgeblich für das Zurückfallen der USA war ein nennenswerter Rückgang der US-Exporte nach Deutschland.

Trotz einer ebenfalls leichten Abschwächung bei den deutschen Exporten über den Atlantik, bleiben die Vereinigten Staaten weiterhin wichtigster Absatzmarkt für deutsche Produkte. Das Zurückfallen der USA bei den addierten Handelswerten hat natürlich noch nichts mit dem sogenannten „Trump-Effekt“ zu tun. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass sich die Verunsicherung, die die Äußerungen und der Kurs des neuen US-Präsidenten geschaffen haben, negativ auf Handel und Investitionen auswirkt.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Veröffentlichung von Daten des Statistischen Bundesamtes durch die Nachrichtenagentur Reuters zur Rangfolge der deutschen Handelspartner im Jahr 2016. Den Zahlen zufolge hat im Jahr 2016 China die Vereinigten Staaten von Amerika als wichtigsten Handelspartner Deutschlands überholt.

„Der Handel mit China hingegen ist bei den Importen, aber vor allem auch deutlich bei den Exporten gewachsen. Es ist wichtig für Deutschland, dass sich die Handelspolitik der EU nach dem Einfrieren der TTIP-Verhandlungen nun Asien aktiv zuwendet. Angesichts der protektionistischen Pläne des neuen US-Präsidenten kann damit gerechnet werden, dass die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China in Zukunft noch weiter ausgebaut werden“, so Börner abschließend.

11, Berlin, 24. Februar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 17.02.2017

BGA begrüßt Durchbruch bei Insolvenzanfechtung

„Endlich ist der Durchbruch bei der Insolvenzanfechtung gelungen.

Nach der Einigung der Koalition zur Korrektur des Insolvenzanfechtungsrechts liegen die Hürden künftig höher. Ratenzahlungen und anderen Zahlungserleichterungen, die Unternehmen ihren Kunden gewähren, sind nun nicht mehr so einfach von Insolvenzverwaltern anfechtbar. Damit werden die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre endlich korrigiert – was für die Unternehmen mehr Rechts- und Planungssicherheit bedeutet. Von dieser Verbesserung profitieren Großhändler und unternehmensnahe Dienstleister ganz besonders.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz durch den Deutschen Bundestag am Abend des 16. Februars 2016.

Kernanliegen der Gesetzesinitiative ist es, die missbräuchliche Praxis der Insolvenzverwalter bei der Vorsatzanfechtung einzudämmen. Unter Berufung auf die  höchstrichterliche Rechtsprechung der vergangenen Jahre stützen Insolvenzverwalter ihre Anfechtungen auf Ratenzahlungsvereinbarungen und andere Zahlungserleichterungen, die Gläubiger mit ihren Schuldnern vereinbart haben. Die Rückforderungen der Verwalter betreffen Zahlungen, die bis zu zehn Jahre zurückliegen. Auf dieser Grundlage ist die Vorsatzanfechtung mittlerweile zu einem Massenphänomen geworden und richtet gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen großen Schaden an. Die Gewährung von Ratenzahlungen, Stundungen und sonstigen Warenkrediten sind wichtige Finanzierungsinstrumente, die zur elementaren Dienstleistungsfunktion gerade von Großhandelsunternehmen gehören. Damit trifft die Praxis der Insolvenzverwalter den Großhandel im Kern. Auch unternehmensnahe Dienstleister leiden unter der Vorgehensweise der Insolvenzverwalter. Deshalb hat sich der BGA seit mehreren Jahren für eine Korrektur der aktuellen Rechtslage eingesetzt.

„Das Gesetz ist ein bedeutender Beitrag dafür, dass der Großhandel seine Funktion als Bank des Mittelstands erfolgreich fortführen kann. Nun kommt es darauf an, dass auch der Bundesrat zügig grünes Licht gibt“, so Börner abschließend.

10, Berlin, 17. Februar 2017

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Berlin | 15.02.2017

BGA: CETA-Zustimmung ist ein Meilenstein in den Wirtschaftsbeziehungen zu Kanada

„Wir begrüßen sehr die deutliche Zustimmung des europäischen Parlaments zu CETA.

Das ist ein wichtiger Schritt, denn nun können wesentliche Handelserleichterungen in Kürze schon vorläufig von den Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks genutzt werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Zustimmung des  Europaparlaments zum Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada. Den Vertrag befürworteten  408 Abgeordnete, 254 votierten mit Nein und 33 enthielten sich.

„CETA ist damit aber noch lange nicht durch. Die zusätzliche Ratifizierung des Abkommens durch sämtliche Mitgliedsstaaten und auch noch zum Teil deren Regionalparlamente steht noch aus und wird Jahre in Anspruch nehmen. Es bleibt die Sorge, dass das Abkommen währenddessen weiterhin nationalen Befindlichkeiten und ideologisch motivierter Stimmungsmache ausgeliefert sein wird, die mit dem Abkommen an sich nicht viel zu tun haben. Um international keine Glaubwürdigkeit zu verlieren, sollte die EU daher dringend die Kompetenzen in Handelsangelegenheiten klarer regeln“, so Börner abschließend.

9, Berlin, 15. Februar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 14.02.2017

BGA: Kräftiges Schlussquartal beschert Deutschland stärkstes Wachstum seit fünf Jahren

„Ein kräftiges Schlussquartal beschert Deutschland 2016 das stärkste Wachstum seit Überwindung der Krise vor fünf Jahren.

Dies unterstreicht die derzeit hohe Wettbewerbsfähigkeit gerade auch in Zeiten steigender Unwägbarkeiten. Allerdings ist das Wachstum des Jahres 2016 durch viele Effekte überzeichnet.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die vorläufigen Ergebnisse des 4. Quartals 2016 bekannt gegeben. Nach einer schwachen Dynamik im Sommer konnte die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal wieder Fahrt aufnehmen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes betrug für das Jahr 2016 1,9 Prozent.

„Die zunehmenden Risiken gehen zulasten der Investitionsdynamik. Umso mehr sehen wir mit Sorge, dass seit geraumer Zeit sozialpolitische Maßnahmen die politische Agenda dominieren, während manches wirtschaftspolitisch Notwendige unterbleibt. Die solide Haushaltsfinanzierung und die gute Lage der Sozialkassen zeigen jedoch, wie wichtig es ist, die Wettbewerbsfähigkeit gerade auch in Zeiten, in denen die Herausforderungen täglich mehr werden, zu sichern. Die Politik darf insbesondere diejenigen nicht vergessen, die diesen Erfolg mit ihren Steuern und Beiträgen maßgeblich ermöglichen, nämlich die Beschäftigten und die Betriebe“, so Börner abschließend.

8, Berlin, 14. Februar 2017

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Berlin | 09.02.2017

BGA: Außenhandel schafft 3. Wachstumsjahr in Folge

"Zum dritten Mal in Folge übersteigen die deutschen Exporte das Vorjahresergebnis.

Dass der deutsche Außenhandel damit erneut einen starken Rekord hingelegt hat, freut sicher auch den Finanzminister und die deutschen Sozialkassen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das Jahr 2016 bekannt gegeben. Demnach wurden 2016 Waren im Wert von 1.207,5 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 1,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 954,6 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit dem bisher höchsten Überschuss von 252,9 Milliarden Euro ab.

„Die deutschen Unternehmen sind im internationalen Wettbewerb derzeit gut aufgestellt. Natürlich wird der Rekordhandelsüberschuss wieder Kritiker auf den Plan rufen. Aber denen soll gesagt sein: Die 2016er Zahlen sind vor allem das Ergebnis einer hervorragenden Leistung. Das abermalige Anwachsen ist aber auch eine Folge von Preiseffekten auf der Importseite infolge niedriger Öl- und Rohstoffpreise. Gewiss profitieren wir daneben auch vom schwachen Euro-Kurs. Dies ist aber ganz klar die Entscheidung der EZB, die eindeutig unabhängig und nicht von Deutschland beeinflusst ist. Ein Problem bleiben in der Tat die zu schwachen privaten Investitionen, die sich aber nicht einfach verordnen lassen, schließlich leben wir nicht in einer Planwirtschaft. Die Gründe sind vielfältig, dazu zählt die wachsende politische Unsicherheit. Mit einem unberechenbaren US-Präsidenten Trump, dem noch anstehenden BREXIT sowie den weltweiten Abschottungstendenzen seien hier nur einige genannt. Umso wichtiger ist es, dass sich die Wirtschaft nicht auf diesen Lorbeeren ausruht. Es heißt weiterhin innovativ zu sein, zu investieren und zu diversifizieren.“, so Börner abschließend.

06, Berlin, 9. Februar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 07.02.2017

BGA: Trumps erste Regierungshandlungen sind alarmierend

Protektionismus stellt konkretes Risiko für die US-Wirtschaft und auch für deutsche Unternehmen dar.

„Wir müssen uns auf neue Zeiten einstellen. Mit dem Gewinn der Wahl betrachtet Donald Trump die USA nun als SEIN Unternehmen. Dies hat Implikationen weit über die Handelspolitik hinaus, so etwa auch für die Außen- und Sicherheitspolitik. Dabei ist es für einen Unternehmer nicht untypisch, wie er sich aufstellt. Politik und Wirtschaft in Deutschland müssen Präsident Trump ernst nehmen. Er versteht nur eine harte Sprache. Es muss also klar herausgearbeitet werden, dass Trump noch viel mehr verlieren wird, wenn wir verlieren.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. heute in Berlin.

Für das laufende Jahr 2017 rechnet der BGA mit einem Wachstum der Ausfuhren von bis zu 2,5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von rund 1.235 Milliarden Euro. Hinter dieser Prognose muss jedoch ein großes Fragezeichen stehen, da die Unsicherheiten für deutsche Unternehmen nicht weniger geworden sind. Im Gegenteil: die Liste der Risiken für das Auslandsgeschäft wird immer länger. Dazu gehören insbesondere die Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise, die Kriege in Nah-/Mittelost und Nordafrika, die Bedrohung durch den Terror des „Islamischen Staats“, die Bewältigung des BREXIT, der Umgang mit einer immer autokratischer-regierten Türkei, Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer und die nächsten Kapitel in der scheinbar nicht enden wollenden Euro-Schulden-Saga. Mit der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident ist zu den bestehenden Risiken nun ein ganz spezielles Problem für die Weltgemeinschaft hinzugekommen.

„Tatsache ist, dass der vom neuen Präsidenten in Aussicht gestellte Protektionismus ein konkretes Risiko für die US-Wirtschaft und auch für deutsche Unternehmen darstellt. Diese neue Gangart in der amerikanischen Handelspolitik zeichnet sich immer klarer ab. Ganz sicher führt eine solche Politik der Isolierung und Abschottung in einen wirtschaftlichen Niedergang. Daran kann hierzulande niemand ein ernsthaftes Interesse haben“, warnte der Außenhandelspräsident.

Am Anfang stünden zunehmende Unsicherheiten, dann unterblieben Investitionen. So komme eine Spirale in Gang, in deren Folge die Weltwirtschaft immer schneller abwärts rutschte, die Unsicherheit weiter zunehme und Wohlstand sowie Sicherheit sänken.

„Viele der Ankündigungen Trumps lassen sich jedoch ohne Regelbruch kaum realisieren. Sollte Präsident Trump dennoch diese roten Linien austesten wollen, gilt es gemeinsam, also Politik und Wirtschaft, stark aufzutreten und harte Antworten zu formulieren“, erklärte Börner.  Zwar beeindruckten ihn nicht Politiker oder Medien, dafür aber Banken und Börsen – und gerade auch die Wallstreet werde sehr empfindlich reagieren. Da die US-Altersversorgung an den Börsen hänge, könne schließlich jeder Trump-Wähler, jeder Rentner an seinem Kurszettel und an der Höhe seiner Rente ablesen, wie aus dem Gewinner Trump ein Verlierer werde. Hier sei Trump verwundbar.

Die Einführung von „America first“ als Staatsräson sowie die angekündigten Alleingänge der USA in der Handelspolitik sollten genug Anlass für die Mitgliedstaaten der EU sein, wieder stärker zusammenzurücken. Mehr denn je seien wir auf ein geeintes Europa und eine starke Euro-Zone angewiesen. Dazu gehöre nicht nur, dass Europa insbesondere im Rahmen seiner Sicherheits- und Verteidigungspolitik eigene Fähigkeiten entwickele und Abhängigkeiten reduziere, sondern auch eine Rückbesinnung auf den EU-Binnenmarkt. Denn nur als ein starker, einheitlicher Wirtschaftsraum seien die Mitgliedstaaten der EU in der Lage, den handelspolitischen Muskelspielen eines Donald Trump zu widerstehen. Denn selbst nach einem BREXIT sei der europäische Markt um 127 Millionen Konsumenten größer als derjenige der USA. Hierfür sei allerdings der Wahlausgang in Frankreich genauso bedeutend, wie die US-Wahl, denn ohne den deutsch-französischen Motor seien ein Auseinanderfallen Europas und des Euros vorprogrammiert.

„Ich warne davor, Präsident Trump nicht ernst zu nehmen. Deutschland muss Allianzen schmieden mit exportstarken Unternehmen in den USA, politisch und wirtschaftlich in Europa, mit Asien, mit Lateinamerika und Kanada. Wir müssen hart und ganz selbstbewusst auftreten. Das ist das Einzige, was einen Unternehmer Trump beeindruckt: Du bekommst einen gnadenlosen Wettbewerb zu spüren“, so Börner abschließend.

05, Berlin, 7. Februar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 06.02.2017

BGA: Elbvertiefung- Weitere Verzögerungen für den längst überfälligen Ausbau

„Wir begrüßen es sehr, dass durch das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

der Weg für die notwendige Elbvertiefung grundsätzlich frei ist. Dennoch betrachten wir die weiteren Verzögerungen mit Sorge. Nach über 15 langen Jahren der Planung hätten wir uns gewünscht, dass das Projekt Elbvertiefung endlich in die Tat umgesetzt werden kann. Als eine der führenden Export- und Importnationen der Welt sind wir auf reibungslose Transportketten angewiesen. Es bleibt zu hoffen, dass die geforderten Nachbesserungen schnell umgesetzt werden und somit mit der Elbvertiefung zeitnah begonnen werden kann." Dies erklärt Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zur Elbvertiefung.

7, Berlin, 09. Februar 2017

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Berlin | 20.01.2017

BGA: Gutes Gelingen Mr. President!

„Zu seinem Amtsantritt wünschen wir dem neuen US-Präsidenten viel Erfolg.

Mit der Übergabe der Verantwortung von Obama an Trump ist der Wahlkampf nun definitiv vorbei und man sollte die neue US-Administration ab jetzt an ihren Taten messen. Auf diese sollten wir allerdings besonderes Augenmerk richten, denn aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit unserem inzwischen wichtigsten Handelspartner steht viel für die deutsche Wirtschaft auf dem Spiel. Wir hoffen, dass Präsident Trump in der nächsten Zeit erkennt, dass sein Motto „Make Amerika great again“ nur im Zusammenspiel mit den bewährten, internationalen Partnern Wirklichkeit werden kann." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich des heutigen Amtsantritts von Donald Trump.

„Wir würden es begrüßen, wenn die deutsche Bundeskanzlerin so bald wie möglich das direkte Gespräch mit dem neuen US-Präsidenten suchen würde, um ihn davon zu überzeugen, wie wichtig internationaler Freihandel und offene Märkte für den zukünftigen Erfolg beider Länder ist. Die Geschichte hat gezeigt, dass protektionistische Grabenkämpfe am Ende niemanden weiterbringen“, so Börner abschließend.

4, Berlin, 19. Januar 2017

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Berlin | 12.01.2017

BGA: Handel startet mit gedämpften Erwartungen in das Jahr

„Nach einem schwierigen 2016 wird die Lage auch in 2017 herausfordernd bleiben

Es gilt die Wirtschaften in Deutschland, Europa und der Welt am Laufen zu halten. Wachstum ist Voraussetzung für Beschäftigung und somit Wohlstand sowie soziale Sicherheit. Wenn diese Kette weiter aufbricht, werden Nationalismus und Populismus zu einer noch ernster zu nehmenden Gefahr.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Der BGA-Großhandelsindikator liegt zum Jahreswechsel 2016/17 bei 126,5 Punkten. Er hat damit um 4,4 Punkte zugelegt, verharrt aber immer noch auf dem seit 2014 bestehenden Niveau. Die Geschäftslage wird mit 124,2 Punkten um 5,2 Punkte höher bewertet, die Geschäftserwartungen dagegen aber nur um 3,6 Punkte und absolut mit 128,8 Punkten.

Konkret führt diese Entwicklung im Großhandel 2016 dazu, dass ein nahezu konstanter Warenumsatz, der real lediglich 0,1 Prozent unter dem Vorjahr liegt, aufgrund rückläufiger Preise in den Büchern zu einem Rückgang der nominalen Umsätze von 0,8 Prozent auf 1.112 Milliarden Euro führt. Die seit drei Jahren anhaltende Tendenz, dass die Unternehmen jedoch immer mehr Waren verkaufen müssen, um ihre Umsätze zu erzielen und damit ihre wirtschaftliche Leistungskraft zu erhalten, wird sich nach BGA-Einschätzung auch 2017 weiter fortsetzen.

Der BGA erwartet, dass der Großhandel seine Umsätze im noch neuen Jahr 2017 nominal um ½ Prozent marginal verbessern kann. Unterstellt, dass bestehende Krisen nicht weiter eskalieren, könnten auch wieder geringfügig mehr Güter und Dienstleistungen verkauft werden, so dass ein Umsatzvolumen von 1.116 Milliarden Euro erwirtschaftet werden kann. Insgesamt bliebe der Umsatz damit aber unter dem Rekordniveau von 2015. Die Investitionen bleiben weiter hinter dem Notwendigen zurück. Es fehlt an Impulsen zur Ausweitung der Kapazitäten. Der BGA geht in diesem Umfeld  und aufgrund der Frühindikatorfunktion des Großhandels für die Gesamtwirtschaft von einem realen Wachstum für Deutschland von gut 1 Prozent für 2017 nach 1,7 Prozent im vergangenen Jahr aus.

Wirtschaftsstandort muss weiter modernisiert werden

„Die Stimmung ist besser als die Lage. Die erfreulich robuste Einschätzung der Unternehmen trübt sich, wenn sie direkt nach der Einschätzung der weiteren Entwicklung gefragt werden“, warnt Börner. So geben nur zwei von fünf Großhändlern an, dass sie 2017 mit einer leichten oder gar kräftigen Aufwärtsentwicklung rechnen, aber fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die deutsche Wirtschaft auf dem bestehenden hohen Niveau stagnieren wird. Ähnlich wird die Entwicklung der Weltwirtschaft beurteilt.

Breite Unterstützung erhält die Bundesregierung für die erfolgreiche Konsolidierung der öffentlichen Haushalte von den Unternehmen des Großhandels. 85 Prozent der Großhändler sind der Auffassung, dass die Konsolidierung weiterhin oberste Priorität haben muss.

Dennoch ist nur gerade einmal gut jeder vierte Großhändler mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Mehrheitlich erwarten die Unternehmen, dass die Bundesregierung Spielräume aus der erfolgreichen Haushaltskonsolidierung nutzt, um sich mehr den Leistungsträgern zuzuwenden und stärkere wirtschaftliche Impulse zu setzen. Vier von fünf der Befragten treten gegen eine weitere Ausdehnung der Sozialleistungen ein.

Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands und damit die Beschäftigungssicherung von über 43 Millionen Bürgern hängt von einem vertrauensvollen und fruchtbaren Miteinander vor allem in Europa und den USA ab. „Nationalismus und Populismus können wir uns daher ebenso wenig leisten wie unsere Handelspartner. Für die Unternehmen des Groß- und Außenhandels stellt daher die EU die richtige Antwort auf künftige Herausforderungen dar. Deshalb sind Abkommen wie CETA und TTIP wichtig. Hierfür sprechen sich vier von fünf Unternehmen aus“, so Börner.

„Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist ohne Zweifel die wichtigste Errungenschaft, aber entscheidende Durchbrüche bei Bürokratieabbau und Investitionsförderung sind noch nicht erreicht. Wir verlangen nicht die großen Würfe, aber tatsächlich spürbare Modernisierung und Vereinfachung dürfen wir schon  erwarten“, erklärt der BGA-Präsident abschließend. In der gegenwärtigen Situation trauen dies die Unternehmer am ehesten der Großen Koalition zu – knapp 60 Prozent rechnen mit deren Fortsetzung auch nach 2017.

2, Berlin, 12. Januar 2017

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Berlin | 11.01.2017

BGA zum BIP: Die deutsche Wirtschaft ist ein Phänomen

"Die deutsche Wirtschaft ist ein Phänomen. Trotz zunehmender weltweiter Risiken

und nationaler Herausforderungen geht es mit Deutschland weiter aufwärts. Mit Sorge sehen wir jedoch, dass wichtige Faktoren des Erfolgsmodells - wie Außenhandel, Produktion oder Auftragseingänge - immer volatiler werden und die Investitionstätigkeit schwach bleibt. Damit steigt auch die Anfälligkeit für Krisen." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Vorstellung der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,9 Prozent für 2016.

"Deutschland muss auf einem soliden Fundament weiter wachsen, um die erheblichen Herausforderungen in Deutschland zu meistern und Impulsgeber in der Europäischen Union zu bleiben. Dazu bedarf es Investitionen in die Infrastruktur, verstärkte Anreize für private Investitionen und vor allem auch eine Beteiligung aller Bürger am Erfolg durch steuerliche Entlastungen", so Börner abschließend.

3, Berlin, 12. Januar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 09.01.2017

BGA: Außenhandel setzt zum Endspurt an

„Die Außenhandelszahlen für November lassen auf einen starken Jahresendspurt

und damit auf eine versöhnliche Gesamtbilanz für das Jahr 2016 hoffen. Nach einem turbulenten Jahr könnten die letzten Wochen noch eine positive Bilanz bedeuten, nachdem sich die vergangenen Monate als schwierig dargestellt hatten.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 108,5 Milliarden Euro, ein Plus von 5,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 85,8 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem  Überschuss von 21,7 Milliarden Euro ab.

„Der November hat mal wieder gezeigt, welche enorme Bedeutung der Außenhandel für die deutsche Wirtschaft hat. Geht es unseren Geschäftspartnern nah und fern wirtschaftlich gut, laufen auch unsere Geschäfte rund. Die Rekordwerte im Im- und Export verdanken wir nicht nur der wirtschaftlichen Erholung in den EU-Ländern. Auch in Drittmärkten waren deutsche Produkte mehr denn je gefragt. Bei aller Freude müssen wir uns aber auch im Klaren sein, dass dies kein stabiler Dauerzustand für die Zukunft ist. 2017 erwarten uns viele Unsicherheiten: die Wahlen in verschiedenen europäischen Mitgliedstaaten, die für die Zukunft Europas entscheidend sein können, oder auch der Präsidentenwechsel in den USA, der die Rolle der Vereinigten Staaten als Treiber des Freihandels nachhaltig verändern kann. Eine Gewissheit haben wir jedoch: Der Außenhandel ist flexibel genug, um auch durch raues Gewässer zusegeln“, so Börner abschließend.

1, Berlin, 9. Januar 2017

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Anton F. Börner

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Berlin | 29.12.2016

BGA: Deutscher Außenhandel in 2016 und 2017 auf stabilem Wachstumskurs

„Trotz des Anstiegs globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten hat

sich der deutsche Außenhandel im laufenden Jahr 2016 wacker behauptet. Befeuert durch den billigen  Euro war die Nachfrage nach deutschen Produkten weltweit weiterhin ungebrochen. Während die Exportwerte auf dem hohem Niveau blieben, lagen die Importe nach Deutschland aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise unter dem Vorjahresergebnis - zugunsten des Binnenkonsums." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Jahreswechsel.

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet der BGA bei den Exporten nach einer Seitwärtsbewegung ein Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau von rund 1.200 Milliarden Euro und rechnet im kommenden Jahr 2017 mit einem Wachstum der Ausfuhren von bis zu 2,5 Prozent auf 1.230 Milliarden Euro.

"Der deutsche  Außenhandel ist allerdings nicht immun gegen internationale Krisen und das nächste Jahr nicht wird einfacher, denn zu den bereits bestehenden Risiken für das Auslandsgeschäft sind inzwischen einige neue hinzukommen. Mit Blick auf Europa müssen in diesem Zusammenhang     besonders die ungewissen Modalitäten des "Brexits", die politischen Nachwehen des gescheiterten Referendums in Italien sowie eine mögliche Fortsetzung der Euro-Schuldenkrise genannt werden. Global droht vor allem die Gefahr, dass eine Kehrtwende in der US-Wirtschaftspolitik durch den Präsidentenwechsel den Anstieg des weltweiten Protektionismus noch weiter beschleunigt. Die große    Aufgabe im neuen Jahr wird darin liegen, den Bürgern deutlich vor Augen zu führen, dass der freie Austausch von Waren und Dienstleistungen weltweit für alle mehr Vor- als Nachteile bringt. Dafür muss Europa allerdings bei der Gestaltung der weltweiten Rahmenbedingungen für den Handel mit am Tisch sitzen. Diese Chance haben wir derzeit nur mit TTIP, das wir auf keinen Fall jetzt schon komplett abschreiben sollten“, so Börner abschließend.

44, Berlin, 29. Dezember 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 15.12.2016

BGA: Infrastrukturgesellschaft - ein erster Schritt für den Standort Deutschland

„Die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft ist definitiv ein richtiger und notwendiger Schritt, unsere maroden und überlasteten Autobahnen wieder auf Vordermann zu bringen.

Föderalismus und Kleinstaaterei sind an der Stelle nicht mehr zeitgemäß. Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht die Kooperation von Bund und Ländern. Durch die Bündelung der Kompetenzen beim Bund können Projekte ganzheitlicher und effizienter gestaltet werden.“ Dies erklärte Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich des Kabinettsbeschlusses zur Gründung der Infrastrukturgesellschaft für Bundesautobahnen.  

„Doch dies kann nur der Anfang sein. Ein weiterer Schritt, der aus BGA-Sicht dringend notwendig ist, ist die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Gebraucht werden einheitliche und stringente Planungskonzepte und -kapazitäten, die nicht die Interessen einzelner Länder, sondern den bundesdeutschem Interesse nach einer effizienten Infrastruktur zumindest im europäischen Kontext folgen. Und Genehmigungsverfahren, die sich nicht über Jahre hinziehen und alles zum Stillstand bringen. Nur so können die Gelder aus dem Investitionshochlauf ihre Wirkung entfalten“, Taucke weiter.  

„Die Einnahmen der Infrastrukturgesellschaft müssen nutzerbezogen und vollständig reinvestiert werden. Keinesfalls dürfen mautbedingte Einnahmen der Querfinanzierung des Staates dienen. Zur dauerhaften Sicherung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur wäre es sehr sinnvoll, wenn man die Finanzierung auf eine breitere Grundlage stellt und hier auch über eine Einbindung privater Investoren nachdenkt“, so Taucke abschließend.  

43, Berlin, 15. Dezember 2016

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Carsten Taucke

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Berlin | 14.12.2016

Spitzenorganisationen der Wirtschaft:

Energiewende-Monitoringbericht der Bundesregierung unterstreicht Handlungsbedarf in der EEG-Finanzierung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordern ein Ende der immer höheren Belastungen des Produktionsfaktors Strom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).  

Der am Mittwoch von der Bundesregierung vorgelegte Fünfte Monitoring-Bericht zur Energiewende stellt fest: Die Stromkosten-Belastung der deutschen Unternehmen liegt weit über dem europäischen Durchschnitt. Der Ende November 2016 vorgelegte Bericht „Energiepreise und Kosten in Europa“ der EU-Kommission bestätigt diesen Befund.  

Der entscheidende Kostentreiber ist die EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien, die im kommenden Jahr weiter steigen wird. Die EEG-Umlage in ihrer jetzigen Form ist ein gravierender Nachteil für unsere Unternehmen. Er macht sie weniger wettbewerbsfähig und wird zunehmend ein Risiko für Arbeitsplätze in Deutschland. Die Wirtschaft trägt mit gut zwölf Milliarden Euro pro Jahr mehr als die Hälfte der EEG-Förderkosten.  

Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der EEG-Kosten haben den Anstieg nicht gestoppt. Die Politik sollte den erneuten Anstieg der Umlage jetzt als Signal nehmen, die Finanzierung des EEG grundlegend zu überprüfen.  

Eine Neugestaltung muss den weiteren Anstieg der EEG-Kosten wirksam und dauerhaft aufhalten. Es geht darum, die Unternehmen spürbar zu entlasten und auf weitere Belastungen der Wirtschaft durch neue Abgaben zu verzichten. Dies ist wichtig, um Wachstum und Wohlstand, Beschäftigung und Einkommenschancen zu sichern. In Wirtschaft und Wissenschaft sowie auf Ebene der Bundesländer werden verschiedene Modelle zur Neugestaltung der EEG-Finanzierung diskutiert. Nun sollte sich auch die Bundespolitik dieses Themas annehmen.

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BDI, BGA, DIHK, ZDH

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Berlin | 09.12.2016

BGA: Deutscher Außenhandel spürt internationale Krisen

„Das ist ein mieser Start für den deutschen Außenhandel in das Schlussquartal.

Die Oktober-Zahlen zeigen deutlich, wie abhängig die deutschen Unternehmen von einem stabilen internationalen Wirtschaftsumfeld sind. Vor allem der Rückgang bei den deutschen Exporten ist beachtlich.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Oktober 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 101,5 Milliarden Euro, ein Rückgang von 4,1 % im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 82,2 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 2,2% niedriger. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 19,3 Milliarden Euro ab.

„Auch wenn wir über das Jahr gesehen derzeit besser dastehen als im Vorjahr, ist nicht zu übersehen, dass die internationale Unruhe – nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Politik – ihre Spuren hinterlässt. Zum Glück ist die deutsche Wirtschaft breit aufgestellt und genießt international weiterhin ein gutes Renommee. Das alleine wird uns aber auf die Dauer nicht reichen. Wir brauchen klare Verhältnisse: Die BREXIT-Frage muss schnell und ohne Umschweife geklärt werden, aber auch die Niedrigzinspolitik muss ein Ende haben. Außerdem müssen Handelspolitik und wirtschaftliche Reformen in Europa endlich vorangebracht werden, denn nur so wird die deutsche Außenwirtschaft stabilisiert“, so Börner abschließend.

42, Berlin, 9. Dezember 2016

 

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Anton F. Börner

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Berlin | 30.11.2016

BGA: Großhandel schwächelt im 3. Quartal

„Derzeit läuft der Konjunkturmotor im Großhandel nur auf einem Zylinder.

Als Bindeglied der einzelnen Wirtschaftsbereiche stimmen die Großhandelsumsätze im dritten Quartal bedenklich für die gesamtwirtschaftliche Dynamik im Restjahr. Die Konjunktur in Deutschland verliert seit dem 1. Quartal stetig an Schwung.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes der Umsatzzahlen im Großhandel für das dritte Quartal 2016.  

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im dritten Quartal 2016 real 0,9 Prozent und nominal 1,8 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Produktionsverbindungshandel, der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, lag real um 1,4 Prozent und nominal um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Konsumbereich setzte im Vergleichszeitraum real 0,3 Prozent weniger und nominal 0,5 Prozent mehr um. Zwar ist bereits ein leichter Preisanstieg bei den Großhandelsverkaufspreisen im Oktober zu erkennen, allerdings dürfte das an der derweilen volatilen Seitwärtsentwicklung der Umsätze im Großhandel nichts ändern.  

„Die Politik würde gut daran tun, die bislang zufriedenstellende Konjunkturlage als auch die erfreuliche Situation am Arbeitsmarkt durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen zu stärken. Mittelfristig ist ein ‚Weiter so‘ nicht zu leisten. Neue soziale Versprechungen lassen sich nur mit mehr wirtschaftlichem Schub bezahlen. Dafür  bedarf es einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit,  guter Infrastruktur und ökonomischer Impulse,  insbesondere auch durch Zurückhaltung bei neuen regulatorischen Belastungen“, so Börner abschließend.  

41, Berlin, 30. November 2016

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Berlin | 15.11.2016

BGA zum BIP: Das Wachstum nimmt ab, die Unsicherheiten nehmen zu und neue Impulse bleiben aus

„Das Wachstum im dritten Quartal ist kein Ergebnis, auf dem man sich ausruhen kann.

Zwar zeigt sich die deutsche Wirtschaft trotz des anhaltenden schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeldes intakt. Jedoch bereitet uns die schwache Investitionsdynamik trotz günstigem Finanzierungsumfeld beim langfristigen Ausblick Sorgen, auch wenn wir kurzfristig zuversichtlich auf die Konjunkturentwicklung blicken.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2016 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse kamen dabei aus dem Baugewerbe. Ebenso stützte der Konsum - privat als auch staatlich - wie bereits in den Vorquartalen die wirtschaftliche Aktivität.

„Das Wachstum nimmt ab, die Unsicherheiten nehmen zu und neue Impulse bleiben aus. Sonderfaktoren wie das niedrige Zinsumfeld und der billige Euro überzeichnen die Stärke der deutschen Wirtschaft, zumal die positiven Effekte langsam auslaufen. Es gibt daher keinen Grund für die Politik, bereits in den Vorwahlkampfmodus zu schalten, die nächsten teuren Wahlgeschenke anzukündigen und die Umverteilungsschraube noch weiterzudrehen. Erst muss das Geld verdient werden, dass wir die bestehende Umverteilung und die Beitragssysteme erhalten können. Dafür sind wir darauf angewiesen, dass wir auch in anderen Ländern unsere Waren verkaufen können und dass wir dort auch einkaufen können. Wir alle - Unternehmer, Arbeitnehmer und Rentner - sind davon abhängig, dass dies funktioniert. Nicht der Freihandel ist für Deutschland gefährlich, sondern Abschottung und Protektionismus“, so Börner abschließend.40, Berlin, 15. November 2016

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Berlin | 14.11.2016

Digitalisierung im deutschen Großhandel: Drehscheibe der Wirtschaft in digitaler Not?

Studie von Roland Berger und dem BGA

  •   54 Prozent der deutschen Großhändler sehen digitale Plattformen als größte Gefahr für das traditionelle Geschäftsmodell
  •   Bedroht sehen die Teilnehmer sich v.a. durch Pricing, Kundenzugang und Logistikkompetenz der Plattformen, den bisher klassischen Kernfunktionen des Großhandels
  • Großhändler sollten den Kunden (noch) stärker in den Fokus ihres Handelns stellen, sich neuen Technologien wie RFID öffnen und Vertriebskanäle integrieren
  •  Individuelle Strategien für die digitale Welt müssen fühlbaren Mehrwert für Kunden durch passende Produkt-, Service- und Pricing-Angebote liefern  

 

München, 14. November 2016: Mit seinen rund 160.000 Unternehmen beschäftigte der Großhandel 2015 rund 2 Millionen Arbeitnehmer und setzte Waren im Wert von 1.130 Milliarden Euro um. Das macht ihn zum drittgrößten Arbeitgeber in Deutschland und entspricht fast zwei Drittel des Gesamt-Handelsumsatzes. Konkurrenz bekommen die Großhändler allerdings seit einiger Zeit von neuen, digitalen Wettbewerbern. Das bestätigt die umfassende Studie von Roland Berger und dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) mit dem Titel "Digitale Transformation des Großhandels". Befragt wurden 890 deutsche Großhandelsunternehmen.  

Mehr als jeder Zweite (54 Prozent der Befragten) befürchtet vor allem durch digitale Plattformen eine Gefahr für sein Geschäftsmodell. Somit ist der digitale Wandel auch im deutschen Großhandel bereits Realität und wird das traditionelle Geschäftsmodell künftig tiefgreifend verändern. Das sehen auch 94 Prozent der Studienteilnehmer so. "Waren früher ausschließlich persönliche Kundenbeziehungen, ein umfassendes Sortiment oder die Finanzierungsfunktion des Großhandels ausschlaggebend für den Erfolg, ist heute die umfassende Analyse von Kundendaten als Basis für die effektive Kombination von on- und offline-Vertriebskanälen mit entscheidend." sagt Patrick Heinemann, Großhandelsexperte bei Roland Berger.  

Der Großhandel gerät durch die Digitalisierung immer stärker unter Druck. Denn Hersteller nutzen vermehrt digitale Vertriebskanäle und die daraus gewonnen Kundendaten direkt für sich, und digitale Wettbewerber drängen zunehmend in den B2B-Markt. "Dies wird das Geschäftsmodell Großhandel in vielen Branchen massiv verändern oder sogar in Frage stellen", sagt Heinemann. Aktuell sehen die Großhändler allerdings die größte Gefahr bei der Preisgestaltung von Produkten (62%), dem Zugang zu digital affinen Kunden (43%) und der Logistikkompetenz digitaler Plattformen (37%).  

Kundenbindung hat höchste Priorität

"Viele Großhändler haben bereits mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse begonnen; immerhin fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer konnten so ihren Gewinn verbessern. Selbst von den nach eigener Einschätzung stark aktiven Großhändlern im Bereich Digitalisierung glaubt jeder fünfte Teilnehmer allerdings, dass seine Bemühungen noch nicht ausreichen, um im digitalen Wettbewerb zu bestehen" erklärt André Schwarz, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BGA.  

Die meisten Initiativen konzentrieren sich derzeit auf den Bereich Vertrieb. Rund die Hälfte der Firmen setzt neue Methoden und Technologien zur Kundenbindung ein oder baut sie aus (67%). Auch die Nutzung quantitativer Datenanalysen (Big Data) wird bereits von über 20 Prozent vorangetrieben, steckt aber oftmals noch in den Kinderschuhen. Die Vorteile solcher Analysen sieht v.a. der klassische Außendienst oftmals kritisch, und beschwört seit jeher den direkten Kundenkontakt, wenn es darum geht, die Kunden wirklich zu verstehen. "Hier ist ein Umdenken erforderlich. Denn die systematische Auswertung großer Datenmengen und detailliertes Wissen über Kundenwünsche ermöglichen ein passgenaueres Produktangebot und einen effizienteren Vertrieb", erläutert Heinemann. Nachholbedarf sehen die Experten auch beim Einsatz der RFID-Technik. Denn diese Technik für die Gewinnung von Daten wird aktuell nur von 5 Prozent der Befragten vorangetrieben.  

Vertrieb ist wichtige Schnittstelle für erfolgreiche Digitalisierung

Die Digitalisierung wird auch im Großhandel durch das Top-Management vorangetrieben (71%). Zu wenig eingebunden ist bislang der Vertrieb (22%), der den wichtigsten Beitrag bei der digitalen Kundenbindung liefern sollte.  

Digitalisierung sollte Mehrwert für Kunden bringen

Insgesamt lautet die Marschrichtung: mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren, um die neuen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Denn der digitale Wandel bietet dem Großhandel auch beträchtliche Chancen und weitere Absatzmöglichkeiten. "Um den digitalen Wandel erfolgreich zu meistern, braucht jedes Unternehmen eine individuelle Strategie für die digitale Welt", so Schwarz.  

"Wichtig ist es dabei, dass die Mitarbeiter in den Prozess aktiv eingebunden werden und gleichzeitig Verantwortung übernehmen. Fehler müssen erlaubt sein, die in einem solchen Transformationsprozess nicht ausbleiben", so Schwarz. In diesem Zusammenhang spielen externe Innovationsnetzwerke eine zunehmend wichtige Rolle, in denen Unternehmen und Mitarbeiter die digitale Welt kennenlernen.

  Veränderungen sind aber auch mit Blick auf die Kunden erforderlich: Bestehende und potenzielle sollten anhand ihrer digitalen Anforderungen in neue Kundensegmente eingeteilt werden. Auf dieser Basis entscheidet sich dann, welcher Kunde über welche Kanäle wie angesprochen wird. Wichtig ist, dass die gesamte Produkt- und Servicepalette über On- und Offline-Kanäle angeboten werden kann. Für die Vertriebsstrukturen im Großhandel folgt, dass sich die klassischen Trennlinien im Vertrieb auflösen müssen, damit die analoge mit der digitalen Welt zusammenwächst, fasst Patrick Heinemann zusammen.    

Die Studie können Sie herunterladen unter diesem Link herunterladen

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Über Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA):

Der BGA vertritt als Dachverband die rund 160.000 Unternehmen des Groß- und Außenhandels sowie unternehmensnahe Dienstleister mit rund 1,7 Millionen Beschäftigten und 60.000 Auszubildenden, die einen Jahresumsatz von über 1,8 Billionen Euro erwirtschaften. Das BGA-Netzwerk bündelt das Know-how von 45 Branchen- sowie 23 Landes- und Regionalverbänden und setzt sich vor Ort, in Berlin und Brüssel sowie in über 100 Organisationen weltweit für seine Unternehmen ein.  

Über Roland Berger:

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 220 Partnern.    

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Claudia Russo Head of Regional Marketing & Communications Germany and Switzerland Roland Berger Tel.: +49 89 9230-8190 E-Mail: Claudia.Russo@rolandberger.com www.rolandberger.com

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Studie: Digitale Transformation

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Berlin | 09.11.2016

BGA: Der deutsche Außenhandel gratuliert Donald Trump zum Wahlsieg

„Wir gratulieren Donald Trump zum Sieg dieses nervenzehrenden Wahlkampfs.

Wir sind gespannt, was nun folgt und setzen auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem 45. Präsidenten der USA. Das transatlantische Wirtschaftsklima ist derzeit geraumen Belastungsprobe ausgesetzt und die Unsicherheit der Investoren hoch. Daher ist eine neue Aufbruchstimmung dringend notwendig.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich des Wahlergebnisses in den USA.

Nachdem die Vereinigten Staaten im Jahr 2015 Deutschlands wichtigster Handelspartner waren mit einem Gesamtvolumen von 174 Milliarden Euro liegt das Land aktuell mit einem Handelsvolumen von knapp 110 Milliarden Euro auf Rang 2. Im Zeitraum von Januar bis August 2016 exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 70,75 Milliarden Euro und somit 5,3 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Der Wert der US-amerikanischen Importe im selben Zeitraum betrug 38,62 Milliarden Euro. Dies stellt im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang von 1,3 Prozent dar.

„Nach diesem erbitterten Wahlkampf hoffen wir auf ein weiterhin partnerschaftliches Miteinander. Wichtig wäre vor allem, dass sich die USA wieder auf ihre Verantwortung besinnen, das Welthandelssystem konstruktiv weiterzuentwickeln. Auf keinen Fall sollten sich die USA allein auf sich konzentrieren, denn sie haben die Möglichkeit, den Welthandel aus seiner Stagnation zu befreien. Gleichzeitig wäre dies das Signal gegen den stetig wachsenden globalen Protektionismus, das so dringend benötigt wird. Damit würden auch die Chancen auf einen TTIP-Abschluss gewaltig steigen und unsere beiden Wirtschaften die lang ersehnten Wachstumsimpulse erhalten. 'Make America great again' heißt eben nicht Abschottung und neue Arbeitsplätze, sondern weniger für alle“, so Börner abschließend.

39, Berlin, 9. November 2016

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Berlin | 08.11.2016

BGA: Außenhandel auf moderaten Wachstumspfad

„Der deutsche Außenhandel hat sich mit starken Ausschlägen nach oben und unten auf der Exportseite im 3. Quartal insgesamt stabil entwickelt.“

Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für September 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 106,4 Milliarden Euro, ein Plus von 0,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 82 Milliarden Euro sind die deutschen Importe hingegen im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent niedriger. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 24,4 Milliarden Euro ab.

„Die Zahlen unterstreichen die heikle wirtschaftliche wie auch politische Situation in der Welt. Der unsichere Ausgang der US-Wahlen, der ungewisse BREXIT-Prozess und künstliche Wachstumstreiber wie die niedrigen Zinsen geben der Wirtschaft genügend Anlass zur Verunsicherung. Vor diesem Hintergrund können wir uns mit den vergleichsweisen guten Zahlen noch recht glücklich schätzen. Es ändert aber nichts daran, dass die dringend benötigten Impulse aus einer klugen Handelspolitik und konsequente Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit kommen müssen“, so Börner abschließend.

38, Berlin, 8. November 2016

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Berlin | 27.10.2016

BGA: CETA weiterhin Spielball antieuropäischer Politik

„Mit CETA droht ein Vorzeigeprojekt der EU zu scheitern.

Das ist nicht nur eine Blamage für Brüssel, sondern für die gesamte europäische Gemeinschaft. Wenn sie es noch nicht einmal schafft, ein Freihandelsabkommen mit dem Land zu schließen, das weltweit der EU am meisten ähnelt, dann ist es um die Handlungsfähigkeit der EU schlecht bestellt. Das Veto hat der Glaubwürdigkeit der EU als internationaler Verhandlungspartner einen irreparablen Schaden zugefügt. Wir müssen dankbar sein, dass wir mit den Kanadiern diesmal einen so verständnisvollen Verhandlungspartner haben. Andere Regionen der Welt würden eine solche Situation sicherlich zu ihrem Vorteil ausnutzen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Verweigerungshaltung der belgischen Region Wallonie, deren Veto dazu geführt hat, dass die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens CETA auf dem heutigen EU-Kanada-Gipfel verschoben werden musste.

„Die unnötige, zusätzliche Ratifizierung von CETA durch sämtliche Mitgliedstaaten und auch noch zum Teil deren Regionalparlamente war ein Fehler. Das hat nicht der Demokratie gedient, sondern nur dazu geführt, ein vorbildliches Abkommen nationalen Befindlichkeiten auszuliefern. Erst haben sich Rumänen und Bulgaren Visaerleichterungen für Kanada erpresst, nun dürfen wir gespannt sein, was die Wallonie wirklich möchte“, so Börner abschließend.

37, Berlin, 27. Oktober 2016

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Berlin | 17.10.2016

Verbände einigen sich auf gemeinsame ADSp 2017

Nach der Neuaufnahme von Verhandlungen zur Novellierung der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp)

zwischen dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) und Handelsverband Deutschland (HDE) unter Moderation des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wurde nun eine tragfähige Einigung für eine Neufassung der ADSp unter dem Namen „ADSp 2017“ erzielt.  

Erstmals ist es gelungen, die AMÖ, den BGL und den BWVL einzubeziehen und somit ein branchenübergreifendes Bedingungswerk zu verfassen. Damit können noch mehr Unternehmen als zuvor von diesem positiven Ergebnis profitieren.  

Alle beteiligten Verbände betonen, dass mit der erzielten Einigung nunmehr ein ausgewogener Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Akteuren erzielt wurde. Somit liegt den Unternehmen der verladenden Wirtschaft sowie den Spediteuren und Frachtführern ein einheitliches Regelwerk vor, dessen Anwendung die beteiligten Verbände ab dem 1. Januar 2017 unverbindlich empfehlen.  

Berlin, 17. Oktober 2016

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Berlin | 14.10.2016

BGA warnt vor neuer Bürokratie und Rechtsunsicherheit in der Zeitarbeit

Die Zeitarbeit ist ein unverzichtbarer Flexibilitätspuffer für Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen.

Vor neuen Bürokratiebelastungen und Rechtsunsicherheit bei der Nutzung von Zeitarbeit warnt BGA-Präsident Anton F. Börner im Vorfeld der Bundestagsanhörung zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes:

„Die Zeitarbeit ist ein unverzichtbarer Flexibilitätspuffer für Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen. Jede weitere Einschränkung geht zu Lasten der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Durch die geplante Ausschaltung der Tarifverträge der Zeitarbeit und den damit verbundenen Zwang zum Equal Pay nach neun Monaten wird nicht nur die Zeitarbeitsbranche, sondern die gesamte Wirtschaft mit zusätzlicher Bürokratie belastet. So müssten bei gängigen Einsätzen, wie beim Personalersatz während der Elternzeit, nach neun Monaten jegliche Vergütungsbestandteile eines vergleichbaren Arbeitnehmers des Einsatzbetriebs berücksichtigt werden, als auch Sachbezüge oder vermögenswirksame Leistungen. Dies wäre mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden und birgt große Rechtsunsicherheit. Deshalb brauchen wir eine praxistaugliche und rechtssichere Definition des Equal Pay-Begriffs.

Außerdem können die angedrohten Sanktionen auch bei nur geringfügigen Verstößen Existenz gefährdend sein. So kommt der Entzug der zwingend erforderlichen Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis einem Berufsverbot gleich und sollte daher nur in krassen Missbrauchsfällen erfolgen können. Auch die Fiktion eines Arbeitsverhältnisses zum Einsatzbetrieb bei einem Überschreiten der Höchstüberlassungsdauer ist unangemessen.“

Nach einer jüngsten Umfrage des BGA setzen 70 Prozent der befragten Groß- und Außenhändler, die Zeitarbeit nutzen, diese zur Deckung vorübergehenden Personalbedarfs bei Auftragsspitzen ein und über ein Drittel zum Ersatz von Personal, etwa bei Elternzeit oder Krankheit.

35, Berlin, 14. Oktober 2016

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Berlin | 14.10.2016

BGA: Erbschaftsteuer bringt erst einmal Rechtsicherheit für Unternehmen

„Mit der Verabschiedung der Erbschaftsteuerreform im Bundesrat ist nun erst einmal Rechtsicherheit für Unternehmen geschaffen.

Für kleine Unternehmen ist erfreulich, dass sie nicht mit Belastungen rechnen müssen, für große Unternehmen bringen die neuen Regelungen hochgradig komplexe administrative Belastungen und enorme erbschaftsteuerliche Belastungsrisiken.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der heute auch vom Bundesrat verabschiedeten Erbschaftsteuerreform, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Dezember 2014 erforderlich wurde.  

„Die komplexen Regelungen zeigen, dass die Steuergesetzgebung inzwischen am Rande von Verständlichkeit und Praktikabilität angekommen ist. Der Trend zu immer detaillierteren Regelung muss umgekehrt werden. Die gute Ausgangslage mit Steuereinnahmen in Rekordhöhe sollte die Politik nutzen, künftig wieder Steuergesetze zu verabschieden, die eine einfache und verständliche Sprache sprechen, damit die Akzeptanz beim Steuerbürger nicht verloren geht.“ so Börner abschließend.  

36, Berlin, 14. Oktober 2016

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Berlin | 13.10.2016

Aufatmen im Außenhandel über CETA-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Mit Erleichterung nehmen wir die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Freihandelsabkommen mit Kanada zur Kenntnis.

Alles andere wäre ein fatales Signal für die Handlungsfähigkeit der EU aber auch für den Wohlstand in Deutschland gewesen. Dennoch sind noch verschiedene Hürden zu nehmen. Mit Sorge sehen wir, dass komplexe Entscheidungen für einen Wirtschaftsraum von 500 Millionen Einwohnern zunehmend zum Spielball regionaler oder nationaler Partikularinteressen wird.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bezüglich CETA.

„Die Globalisierung wird mit oder ohne uns weiter voranschreiten. Vielmehr stellt sich doch die Frage, beteiligen wir uns an der Gestaltung der Regeln der Globalisierung und versuchen wir, unsere demokratischen und wertebasierten Vorstellung umzusetzen oder ziehen wir uns zurück. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass man die Globalisierung aufhalten kann. Wir würden nur den Anschluss mit allen Konsequenzen für Wohlstand und soziale Sicherheit verlieren“, so Börner weiter.

„Kanada, ein Land mit dem wir nicht nur enge Wirtschaftsbeziehungen pflegen, sondern insbesondere auch eine gemeinsame Wertebasis und kulturelle Grundlagen, lädt doch gerade dazu ein, diese gemeinsamen Vorstellungen im weltweiten Handeln zu verankern“, Börner abschließend.

34, Berlin, 13. Oktober 2016

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Berlin | 10.10.2016

Starker Außenhandel im August egalisiert Juli-Ausrutscher

Der Außenhandel stellt im August nach den verhagelten Julizahlen nochmals seine Stärke zur Schau.

Damit bleibt insbesondere der Export trotz Abkühlung weiterhin auf neuem Rekordkurs. Erfreulich bei dieser Entwicklung ist die starke Nachfrage sowohl aus den EU-Ländern als auch aus den Drittländern.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für den Monat August 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 96,5 Milliarden Euro und der Wert der deutschen Importe 76,5 Milliarden Euro. Die Ausfuhren stiegen damit um 9,8 Prozent und die Einfuhren um 5,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,0 Milliarden Euro ab.

„Das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Gleichwohl stimmt uns die leicht positive Entwicklung bei den Auftragseingängen verhalten optimistisch. Allerdings wird die Achterbahnfahrt im Außenhandel weiter anhalten. Auch fehlt es weiterhin an stabilen Wachstumsimpulsen aus der Weltwirtschaft. Gerade hier könnte jedoch die Handelspolitik wichtige Impulse mittels CETA und TTIP setzen“, so Börner abschließend.

33, Berlin, 10. Oktober 2016

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Berlin | 04.10.2016

BGA: Globalisierung in der Krise

Außenhandel greift trotzdem nach neuen Rekorden und wirbt für offene Märkte, für Europa und für weniger Steuern

„Die Globalisierung steckt in der Krise. Alleine der Begriff macht vielen Menschen Angst und die Offenheit gegenüber dem Freihandel sinkt, und zwar nicht nur in Deutschland. Tatsache ist aber auch, dass wir dank der Möglichkeiten der Globalisierung in den vergangenen 30 Jahren extrem erfolgreich gewesen sind und dass - wenn wir aufpassen - es auch die nächsten 30 Jahre sein werden. Dafür müssen insbesondere die Weltmärkte offen bleiben! Die notwendigen Rahmenbedingungen wollen und müssen wir aktiv gestalten! Uns ist bewusst, dass wir damit im Widerspruch zur veröffentlichten Meinung und zur derzeitigen Mehrheitsmeinung stehen, was etwa das angestrebte transatlantische Abkommen TTIP betrifft.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. heute in Berlin anlässlich der Herbstpressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Trotz Abkühlung auf Rekordkurs

Derweil kühlen sich die Außenhandelsaktivitäten auf absehbare Zeit weiter ab. An allen Ecken und Enden der Welt kriselt es, nicht zuletzt vor den Toren Europas und auch innerhalb unseres wichtigsten Kernmarktes. Vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Verunsicherung und Zurückhaltung erwartet der BGA für dieses Jahr bei den Ausfuhren immerhin noch ein kleines Wachstum von maximal zwei Prozent auf 1.220 Milliarden Euro – und damit  trotz aller Sorgen einen neuen Rekord der deutschen Ausfuhren. Gleiches gilt auch für die Einfuhren, wobei der Anstieg dort insbesondere aufgrund von Preiseffekten lediglich um 0,5 Prozent auf 953 Milliarden Euro betragen wird.

Das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. So stehen alleine in Europa zahlreiche Wahlen und wichtige Entscheidungen mit völlig ungewissem Ausgang an, etwa in Italien, den Niederlanden, Frankreich und in Deutschland. Auch bleibt abzuwarten, wie die Weichen in Bezug auf den Brexit gestellt werden. Daher geht der BGA davon aus, dass 2017 mit einem Wachstum der Ausfuhren von höchstens zweieinhalb Prozent auf dann 1.250 Milliarden Euro gerechnet werden kann. Einfuhrseitig wird ein Anziehen der Energie- und Rohstoffpreise erwartet, so dass er dort mit einem Wachstum von 1,5 Prozent auf 967 Milliarden Euro rechnet. Betrachtet man die Aufteilung unserer Ausfuhren nach Güterarten, so mussten sowohl bei den chemischen Erzeugnissen als auch bei den Maschinen im ersten Halbjahr Rückgänge hingenommen werden. Lediglich im Bereich der Kraftwagen und Kraftwagenteile konnte noch ein Zuwachs von 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt werden. Die Entwicklung bei den wichtigsten Einfuhrgütern - Kraftwagen und Kraftwagenteile, Datenverarbeitungsgeräte sowie Maschinen - spiegelt das geringe Importergebnis nicht wieder: So stiegen die Einfuhren bei den Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 7,9 Prozent und bei Maschinen um 1,3 Prozent. Lediglich die Einfuhren von Datenverarbeitungsgeräten sanken leicht um minus 0,1 Prozent.

Für offene Märkte, für Europa, für weniger Steuern

„Trotz großer Herausforderungen müssen wir keine Angst vor der Zukunft haben! Die deutsche Wirtschaft, wir sind enorm stark! Wir können so viele Dinge exklusiv, die andere nicht können, so dass wir immer auf eine Nachfrage stoßen werden. Die Welt braucht uns 80 Millionen Deutsche in den Bereichen Ingenieurskunst, technische Lösungen und Vieles mehr. Bester Beweis ist die Vergangenheit: Obwohl wir eigentlich schon seit 10 Jahren auf dem absteigenden Ast sein müssten, weil viele Schwellenländer heute zu gigantischen Industrienationen geworden sind und uns China, Brasilien und andere längst überholt haben sollten. Fakt ist ganz etwas anderes: dass wir immer mehr Umsätze machen, weil auf der ganzen Welt immer mehr ‚Made in Germany’ gebraucht wird. Deshalb braucht sich niemand ängstigen. Auch unsere Enkel werden noch riesige Erfolge auf den Weltmärkten haben“, so der BGA-Präsident und weiter:

„Wenn wir die Weltmärkte sichern wollen, brauchen wir insbesondere Europa, unseren wichtigsten Kernmarkt. Europa zu verlieren, verkraften wir nicht! Wir haben es mit politischen Phänomenen zu tun, die man national nicht lösen kann. Ich nenne nur den Terrorismus, der nicht aufhören sondern zunehmen wird, das Thema Immigration und die Aggression aus der islamischen Welt und Russland. Alle diese Themen lassen sich nur supranational lösen.“

„Nicht zuletzt brauchen wir, die Motivation unserer leistungsbereiten Mitarbeiter, die unsere Unternehmen, die die deutsche Wirtschaft in Schwung halten. Sonst sind wir nicht mehr erfolgreich. Nach 10 Jahren Aufschwung, in denen sich die Steuereinnahmen verdoppelt haben, womit vor allem eine Konsolidierung des Haushalts finanziert wurde, aber auch teure Wahlgeschenke, wie die Mütterrente und die Rente mit 63, ist es überfällig, nun zumindest einen Teil der Mehreinnahmen denen zu lassen, die sie bezahlen müssen, anstatt sie in neue sogenannte soziale Wohltaten zu stecken und die Umverteilungsschraube noch weiterzudrehen. Wir wollen deshalb nicht mehr Geld für die Unternehmen, wir wollen mehr Geld für die Leute in unseren Unternehmen, die unsere Unternehmen voranbringen“, so Börner abschließend.

32, Berlin, 4. Oktober 2016

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Berlin | 20.09.2016

BGA: SPD stärkt dem Freihandel den Rücken

Wir begrüßen, dass sich die SPD nun endgültig für CETA ausgesprochen hat.

Das ist eine richtungsweisende Entscheidung pro Freihandel. Wir erwarten nun eine schnelle Ratifizierung und Inkraftsetzung des Abkommens, mit dem Industriezölle zu 100 Prozent abgebaut und der Zugang zum kanadischen Vergabemarkt für europäische Unternehmen erheblich verbessert wird. “Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich des gestrigen Votums der SPD, die auf ihrem Parteikonvent mit klarer Mehrheit für den Abschluss eines Freihandelsabkommens der EU mit Kanada gestimmt haben.

„Nun gilt es, sich in ähnlich sachlicher Art und Weise auch mit TTIP auseinanderzusetzen, das aufgrund seiner Dimensionen eine noch wesentlich größere Bedeutung für den deutschen Außenhandel hat. Ein erfolgreicher Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA ist unerlässlich, um in Zukunft im Welthandel auch weiterhin eine wichtige Rollespielen zu können“, so Börner abschließend.

31, Berlin, 20. September 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 17.09.2016

BGA: Anti-TTIP- und CETA-Organisationen gefährden Deutschlands Zukunft

Wider besseres Wissen wird weiterhin gegen TTIP und CETA Fundamental-opposition betrieben.

Den Organisatoren geht es nicht um Aufklärung und das Wohl des Bürgers. Vielmehr schüren hier Interessengruppen ganz bewusst die Angst vor Überfremdung, wie sie auch schon die Brexit-Befürworter erfolgreich zu nutzen wussten. Sie befördern ein dumpfes Gefühl, dass wir künftig Großkonzernen aus dem Reich des Bösen schutzlos ausgeliefert seien. Dabei kommen die Bedrohungen für die Exportnation Deutschland von ganz anderer Seite. Ich sehe mit großer Sorge und Unverständnis, dass es protektionistischen Kräften in Deutschland gelingt, die Bevölkerung gegen ihr eigenes Erfolgsmodell auf die Straße zu locken.“  

Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Demonstrationen mit dem Motto „TTIP und CETA stoppen“, die am 17. September 2016 in mehreren deutschen Städten veranstaltet werden.  

„In der Diskussion um TTIP wurden bereits viele Bedenken aufgenommen, die meisten Einwände waren von vornherein unberechtigt. Wir sehen nach wie vor die großen Chancen, die die Schaffung der größten Freihandelszone der Welt für unser Land eröffnet. Es wäre wünschenswert, wenn in die innenpolitische Debatte endlich Sachlichkeit und Sachverstand Einzug fänden“, so Börner abschließend.  

30, Berlin, 17. September 2016

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Berlin | 09.09.2016

BGA: Massiver Einbruch im Außenhandel

„Mit einer Bruchlandung beginnt der Außenhandel das zweite Halbjahr.

Sowohl die Absatzmärkte in der EU als auch außerhalb weisen deutliche Einbußen in der Nachfrage auf. Mit zweistelligen Rückgängen sind die Exporte außerhalb der EU am stärksten zurückgegangen. Dies hinterlässt auch deutliche Spuren bei den Importen von dort, die ebenfalls einen zweistelligen Rückgang aufweisen. Lediglich der heimische Konsum weist eine stabile Entwicklung auf.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für den Monat Juli 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 96,4 Milliarden Euro und der Wert der deutschen Importe 76,9 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,6 Milliarden Euro ab, ein Rückgang um 27 Prozent.

„Die ungewöhnlich vielen Krisenherde hinterlassen Ihre Spuren. Dies führt zu einer enormen Verunsicherung, die mit einem Ausbleiben von Investitionen einhergeht. So waren im ersten Halbjahr selbst die Ausfuhren in die USA um 4,5 Prozent und nach Asien um 0,3 Prozent gesunken. Die Handelspolitik könnte die dringend benötigten neuen Impulse liefern. An erster Stelle stehen hier die Handelsabkommen mit Kanada und den USA. Es ist mehr als fahrlässig, dass versucht wird, diese Impulse zu verhindern und Handelsabkommen wie TTIP kaputtzureden. Dies ist umso unverständlicher, da nicht nur die Marktzugangsbarrieren abgebaut werden, sondern auch die Standards erhöht werden. Insbesondere die Politik sollte hier ihrer Verantwortung auch gerecht werden“, so Börner abschließend.

29, Berlin, 9. September 2016

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Berlin | 31.08.2016

Rückläufge Preise und schwache Investitionsbereitschaft

„Der Großhandel hat sich im ersten Halbjahr insgesamt stabil entwickelt. Dank eines soliden 2. Quartals konnte der Verlust des Jahresbeginns wettgemacht werden.

Aufgrund der Entwicklung in den ersten sechs Monaten erwarten wir für den weiteren Jahresverlauf nur eine verhaltene gesamtwirtschaftliche Dynamik. Impulsgeber bleibt der Konsum, da die Investitionsdynamik weiter auf niedrigem Niveau verharrt.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) der Umsatzzahlen im Großhandel für das zweite Quartal 2016.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im zweiten Quartal 2016 real 2,4 Prozent und nominal 0,4 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Produktionsverbindungshandel, der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, lag real um 2,0 Prozent über und nominal um -2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Konsumbereich setzte im Vergleichszeitraum hingegen real 3,0 Prozent als auch nominal 4,0 Prozent mehr um. Grund für den insgesamt geringen nominalen Anstieg ist die schwache Preisentwicklung.

„Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt ungewöhnlich volatil aufgrund vielfältiger Risiken und Unsicherheiten. So sind beispielsweise die Folgen des Brexit noch nicht absehbar. Die Politik tut gut daran, die Reformdynamik zu erhöhen. Gleiches gilt für die Modernisierung der Infrastruktur und Investitionsanreize, um den laufenden Strukturwandel erfolgreich zu gestalten“, so Börner abschließend.  

28, Berlin, 31. August 2016

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Berlin | 23.08.2016

BGA: TTIP-Gegner betreiben Bauernfängerei

„Es muss endlich damit Schluss sein, Gefahren zu erfinden, um den Bürgern in diesem Land Angst vor dem Freihandel zu machen.

Einigen geht es schon lange nicht mehr um eine Auseinandersetzung über Inhalte, sondern ausschließlich darum, die Öffentlichkeit gegen TTIP und CETA aufzubringen. Es ist höchst unredlich dabei auch noch zu behaupten, dem Allgemeinwohl dienen zu wollen. Ohne Freihandelsabkommen nimmt der freie Warenverkehr als Fundament unseres Wohlstands in Deutschland nachhaltig Schaden. Mit einem solchen wirtschaftsfeindlichen Verhalten sägen Interessengruppen an dem Ast, auf dem wir alle sitzen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der heute stattfindenden Pressekonferenz des sogenannten „Bündnis gegen CETA und TTIP“.

„Durch Freihandelsabkommen wurde bisher noch nie ein einziger Standard, der in der Europäischen Union gilt, gesenkt. Dies wird auch nicht durch TTIP und CETA passieren. Auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird: Die EU wird keines ihrer grundlegenden Gesetze zum Schutz von Menschen, Tieren oder Umwelt aufheben. Dementsprechend hat sich auch das Europäische Parlament festgelegt, das am Ende über den Vertrag mitentscheidet“, so Börner.  

27, Berlin, 23. August 2016

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Berlin | 18.08.2016

BGA: BGA fordert Verkehrspolitik aus einem Guss statt Kirchturmdenken und nationalen Alleingängen

„Die Lieferketten sind trotz besorgniserregender Renationalisierungstendenzen so global aufgestellt wie nie zuvor.

Die damit verbundene, wachsende Verkehrsleistung stellt die Unternehmen angesichts einer Infrastruktur mit großen Defiziten, verbunden mit drastischen Emissionsschutzzielen vor enorme Aufgaben.“ Dies erklärte Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, heute anlässlich der BGA-Jahrespressekonferenz in Berlin.

Um den dramatischen Güterverkehr bewältigen zu können, müsse Deutschland nun zügig seine Hausaufgaben machen. In einer aktuellen Umfrage des BGA unter Großhändlern priorisiert eine klare Mehrheit von 59 Prozent Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, nur 41 Prozent halten den Ausbau der digitalen Infrastruktur für wichtiger.

Daher begrüßt der BGA ausdrücklich, dass mit dem so genannten Investitionshochlauf mehr Geld für die Infrastruktur in Deutschland zur Verfügung steht. Auch der Bundesverkehrswegplan 2030 gehe hier mit jährlichen Investitionen in Höhe von 15 Milliarden Euro in die richtige Richtung. Mit der Ausrichtung auf den Erhalt und Ausbau von Engpässen im Straßennetz setze der Bedarfsplan zudem die richtige Priorität einschließlich einer stärkeren Orientierung am gesamtwirtschaftlichen Nutzen als bisher. „Es muss endlich Schluss sein mit dem Kirchturmdenken der Vergangenheit!“, fordert der Verkehrsexperte.

Hauptträger des gesamten Transportaufkommens wird auch in den kommenden Jahren die Straße sein. Kritisch sieht der BGA daher die Mittelverteilung in Bezug auf die einzelnen Verkehrsträger. Rund 50 Prozent des Gesamtvolumens von knapp 270 Mrd. Euro sollen in die Straße fließen, die bereits heute einen Anteil von über 70 Prozent des Verkehrsaufkommens schultern muss - mit weiter steigender Tendenz. Etwas über 41 Prozent sind für die Schiene vorgesehen und nur 9 Prozent der Mittel für Wasserstraßen. Die Mittelverteilung entspreche nicht dem Bedarf des Wirtschaftsstandortes Deutschland und eine verstärkte Investition in die Straße hätte einen deutlich größeren volkswirtschaftlichen Nutzen, so Taucke: „Weniger Engpassbeseitigungen bedeuten jedoch erhebliche Nachteile – für die Bürgerinnen und Bürger, für die gewerbliche Wirtschaft und nicht zuletzt für die Umwelt.“

Auch die nochmalige Anhebung des Anteils der Bahnprojekte werde nichts daran ändern, dass diese sich aus der Fläche zurückziehe, wie die jüngsten Ankündigungen der Bahn zeigten. Aus Sicht des BGA hätte vielmehr das Wasserstraßennetz, das erheblich unter den sanierungsbedürftigen Schleusen leidet, hier stärker berücksichtigt werden müssen.

Die zusätzlichen Investitionsmittel seien eine notwendige Voraussetzung, jedoch alleine noch nicht hinreichend. Denn nicht nur an leeren Kassen sei in der Vergangenheit der Ausbau und die Sanierung unserer Verkehrsinfrastruktur gescheitert. Dringend notwendig ist nun aus Sicht des BGA, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Die lahmende Sanierung der Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal und der stockende Ausbau der Güterfernstrecke Betuwe oder der Zubringerstrecken zum neuen Gotthard-Tunnel auf deutscher Seite seien hierfür unrühmliche Beispiele, wohingegen beispielsweise die Niederländer ihre Hausaufgaben bereits seit knapp 10 Jahren erledigt hätten.

Die Emissionsschutzziele mit drastischen Regulierungen von Unternehmen seien ein weiteres Thema, das die Verkehrspolitik in Deutschland in den kommenden Jahren maßgeblich bestimmen werde. „Tatsache ist jedoch, dass der Güterverkehr schon ganz schön weit ist und über Normen, Euro-VI-Motoren, dieselelektrische Antriebe oder Gas bereits erheblich zum Klimaschutz beiträgt. Und noch viel mehr Emissionen könnten eingespart werden, wenn täglich nicht so viele Staus wegen der maroden Infrastruktur entstehen würden“, so der Ausschussvorsitzende.

„Die gesamte verladende Wirtschaft steht derzeit vor immensen Herausforderungen. Wir müssen aufpassen, dass gerade mittelständische Firmen nicht von den Anforderungen aus Globalisierung und Digitalisierung zerrissen werden und auf der Strecke bleiben. Zu den Grundpfeilern ihrer unternehmerischen Tätigkeit zählt der freie innereuropäische Warenverkehr. Zwei von drei der Unternehmen ist dieses Ziel deutlich wichtiger als die Gemeinschaftswährung“, so Taucke abschließend.

26, Berlin, 18. August 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 12.08.2016

BGA zum BIP: Deutsche Wirtschaft expandiert robust weiter

„Die deutsche Wirtschaft hat in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld ein bemerkenswert gutes erstes Halbjahr hingelegt.

Während wir für die weitere Konjunkturentwicklung kurzfristig zuversichtlich sind, wachsen beim langfristigen Ausblick allerdings die Sorgenfalten.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2016 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Nennenswerte positive Impulse kamen dabei seit langem wieder vom Außenbeitrag. Wie auch schon in den Vorquartalen stützt der Konsum weiter die wirtschaftliche Aktivität.

„Knackpunkt bleibt die anhaltend schwache Investitionsdynamik, die sich dämpfend auf das langfristige Wachstumspotential auswirkt. Die positive Entwicklung der Investitionen im ersten Quartal war nun einmal eine Eintagsfliege und der milden Witterung geschuldet. Und die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden in den kommenden Monaten auch nicht besser. Hinzu kommt, dass Sonderfaktoren wie die dank des niedrigen Ölpreises gesunkenen Energiekosten und das Niedrigzinsumfeld das Konsumklima anheizen und zugleich die derzeitigen Standortbedingungen überzeichnen. Das Gebot der Stunde lautet daher: Keine neuen Belastungen für die Wirtschaft und strukturelle Defizite konsequent abarbeiten, um rechtzeitig die Weichen für ein langfristiges Wachstum zustellen“, so Börner abschließend.

25, Berlin, 12. August 2016

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Berlin | 09.08.2016

BGA: Stabiles, aber kraftloses erstes Halbjahr im Außenhandel

„Der erfolgsverwöhnte deutsche Außenhandel hat das erste Halbjahr kraftlos aber auf stabilem Niveau abgeschlossen.

Angesichts eines unsicheren und risikoreichen weltwirtschaftlichen Umfelds sind wir mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 603,2 Milliarden Euro, ein Plus von 1,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 472,4 Milliarden Euro steigen die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 130,8 Milliarden Euro ab.

„Wichtige positive Impulse des ersten Halbjahres stammten insbesondere aus Ländern wie Großbritannien. Mit dem Brexit-Votum ist hier jedoch mit einer Abkühlung zu rechnen. Auch sind die Außenhandelsbeziehungen in die Türkei zwar stabil und gestalten sich derzeit problemlos, die politischen Unsicherheiten haben jedoch zu einem Stopp bei Investitionen geführt. Gleichzeitig hat die Wiederbelebung des iranischen Marktes aufgrund der Zurückhaltung der Banken noch nicht in gewünschtem Maße an Fahrt aufgenommen. Vor diesem Hintergrund wirkt besonders die starke Nachfrage aus den EU-Ländern und den USA weiter stabilisierend auf den deutschen Außenhandel“, so Börner abschließend.

24, Berlin, 9. August 2016

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Berlin | 11.07.2016

BGA: Nach BREXIT, TTIP jetzt erst recht!

"Der Schlüssel unseres zukünftigen wirtschaftlichen Erfolges liegt mehr denn je in einem von unsinnigen Barrieren befreiten Welthandel.

Deswegen müssen die Verhandlungen zu TTIP und anderen Handelsabkommen mit unvermindert hoher Schlagzahl fortgeführt werden. Die Handelspolitik liegt klar in der Kompetenz der EU und ist gerade nach dem BREXIT einer der besten Gründe dafür, warum die europäischen Staaten die gemeinsame Union so dringend brauchen. Kleinstaaterei in der Handelspolitik führt zu nichts und lähmt die Wettbewerbsfähigkeit Europas!" Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu der vierzehnten Verhandlungsrunde zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die vom 11. bis zum 15. Juli in Brüssel stattfindet.

„Die Schockwellen des BREXIT dürfen eines der wichtigsten Zukunftsprojekte nicht entgleisen lassen. Gerade in der Handelspolitik  war Großbritannien mit seinem liberalen Ansatz in den vergangenen  Jahrzehnten ein wichtiges Gegengewicht zu protektionistischen Tendenzen mancher europäischer Partner. Die EU muss jetzt beweisen, dass sie auf diesem Gebiet auch weiterhin handlungsfähig ist“, so Börner abschließend.

23, Berlin, 11. Juli 2016

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Berlin | 08.07.2016

BGA: Robuster Außenhandel in unsicheren Zeiten

„Der deutsche Außenhandel hat sich im Mai angesichts der globalen Unsicherheiten überraschend positiv entwickelt.

Nach wie vor ist aber deutlich zu erkennen, dass das Geschäft mit den EU-Ländern die Außenwirtschaft beflügelt und nicht die schwächelnden Drittmärkte.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Mai 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 97,2 Milliarden Euro, ein Plus von 1,6 % im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 76,2 Milliarden Euro sind die deutschen Importe hingegen niedriger als im Vorjahresvergleich. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 21 Milliarden Euro ab.

„Für die kommenden Monate bleibt abzuwarten, welche Folgen die mit dem Brexit verbundenen Unsicherheiten auf die Wirtschaft haben werden. Erste Auswirkungen auf das Pfund haben wir ja bereits gesehen. In Großbritannien müssen schnellstmöglich Entscheidungen getroffen werden, um wieder Stabilität zu schaffen. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet jede Verzögerung und die zusätzlich lange Verhandlungszeit Unsicherheit. Umso wichtiger wird es sein, dass die Verhandlungen vernünftig, zügig und mit kühlem Kopf abgewickelt werden. Nur so schaffen wir die Voraussetzungen, um Wachstumsimpulse zu setzen“, so Börner abschließend.

22, Berlin, 8. Juli 2016

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Berlin | 24.06.2016

BGA: Brexit – schwerer Schlag für die EU

„Das Unvorstellbare ist eingetreten.

Die Mehrheit der Briten hat sich dazu entschlossen, der EU den Rücken zu kehren. Der politische und wirtschaftliche Flurschaden ist gewaltig. Mit 89 Milliarden Euro an Exporten nach Großbritannien ist das Land unser drittwichtigster Absatzmarkt. Die nun eintretende Schwächung des Pfunds wird unsere Produkte erheblich verteuern. Schwerer jedoch wird es die britische Volkswirtschaft treffen. Mit einer schwachen eigenen industriellen Basis ist sie massiv auf Importe eben nicht nur von Rohstoffen und Vorprodukten angewiesen. Diese werden sich nun deutlich verteuern und damit das Wohlstandsniveau senken. Die Briten werden sich zukünftig weniger leisten können.  Darüber hinaus verliert der Finanzplatz London, als eine der wichtigsten Stützen der Wirtschaft, die europäische Verankerung.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), angesichts der heutigen Entscheidung zum Brexit-Referendum.

„Der Brexit hat eine Zeit der weiteren Unsicherheit eingeläutet. Das ist Gift für die Wirtschaft. Die dringend benötigten neuen Wachstumsimpulse fehlen damit nicht nur, vielmehr ist zu befürchten, dass es zu einem weiteren Erstarren kommen wird. Denn neue Investitionen werden angehalten oder gar nicht erst in Angriff genommen“, so Börner weiter.

„Ein ‚Weiter so‘ kann es in der EU nicht geben. Oberstes Ziel muss es jetzt sein, die Unsicherheiten zu beseitigen und Schadensbegrenzung zu betreiben. Das Verhältnis zu Großbritannien muss schnellstmöglich geklärt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Beispiel keine Schule macht. Vielmehr muss für alle in der EU deutlich gemacht werden, dass sich eine Mitgliedschaft in der EU lohnt und ein Austritt eben nicht. Die Annahme, eine Rückbesinnung auf den Nationalstaat könnte unsere Probleme lösen, ist ein vollkommener Trugschluss und es ist tragisch, dass die Mehrheit der britischen Bürger dieser Mähr aufgesessen sind. In der EU müssen wir uns aber auch selbstkritisch fragen, wie wir die europäischen Organisationen so gestalten können, dass wir gerade europäische Lösungen für die großen Herausforderungen finden, ohne sich zu sehr in nationale Verhältnisse einzumischen“ so Börner abschließend.

21, Berlin, 24. Juni 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 20.06.2016

BGA: Brexit nutzt niemanden – Unsicherheit und Vertrauensverlust schadet Großbritannien und Europa massiv

„Ein Brexit führt zu Unsicherheit und Vertrauensverlust über Jahre.

Das ist Gift für die Wirtschaft in Großbritannien aber auch für Gesamteuropa. Dies wird zu erheblichen Wohlfahrtsverlusten führen mit allen negativen Auswirkungen auf die Euroschuldenkrise, die Arbeitslosigkeit und die Hoffnung auf Besserung. Die Unsicherheit wird zusätzlich noch dadurch erhöht, dass in zwei wichtigen europäischen Ländern – Frankreich und Deutschland - Wahlen anstehen, was diese in den kommenden Monaten handlungsunfähig macht.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Bei einem Ja zum Brexit werden zweijährige Austrittsverhandlungen folgen, die sich bis Mitte 2018 hinziehen können. Während dieser Hängepartie wird große Unsicherheit herrschen, solange sich die künftigen Wirtschaftsbeziehungen in der Schwebe befinden. Die unproduktiven Transaktionskosten werden sich auf beiden Seiten beträchtlich erhöhen. In den anstehenden Verhandlungen wird es vor allem um den Zugang zum Binnenmarkt und den Finanzsektor gehen. Gerade Letzteres ist für die Briten von existenzieller Bedeutung. Denn auch wenn Großbritannien kein Mitglied der Währungsunion ist, wickeln doch sehr viele Marktteilnehmer aus der Eurozone dort ihre Finanzgeschäfte ab. Das bereits jetzt schon schwächelnde Pfund wird weiter unter Druck geraten und gegenüber Dollar und Euro kräftig verlieren. Sicherlich wird sich die Entscheidung auch am Aktienmarkt niederschlagen. Insbesondere auf die englischen kommen schwere Zeiten zu.

Bisherige Modelle wie das der Schweiz oder Norwegens eignen sich nicht als Blaupause für Großbritannien und so wird eine neue Variante einer Sonderregelung sehr wahrscheinlich sein. Aber hier muss auch die EU mitspielen, die Folgen können daher Zölle, neue Marktzugangsregeln und enorme Bürokratie sein.

Großbritannien ist einer der bedeutendsten Handelspartner Deutschlands. Es ist mit einem Volumen von 89 Milliarden Euro in 2015 unser drittwichtigster Exportmarkt. Es dominieren hier Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie chemische und pharmazeutische Güter. In allen wichtigen Warrengruppen erzielt Deutschland deutliche Handelsüberschüsse. Jede Einschränkung des Handels trifft daher Deutschland besonders.

Das Vereinigte Königreich, mit einem BIP von etwas über 2,5 Billionen Euro würde ohne die EU wesentlich weniger wirtschaftliches Gewicht in die Waagschale werfen als die EU mit dann einem BIP von immer noch mehr als 12 Billionen Euro. Während also Europa rund 15 Prozent seiner Wirtschaftsleistung einbüßt, sind dies für Großbritannien ohne die EU 85 Prozent! Es wird schon von daher nicht unbedingt leichter, mit Ländern wie beispielsweise Südkorea ein Handelsabkommen zu verhandeln und es ist gut möglich, dass Großbritannien nicht die gleichen Konditionen aushandeln kann, wie das wirtschaftliche Schwergewicht EU. Einmal ganz davon abgesehen, was vom britischen BIP noch bleibt, wenn die Londoner City nicht mehr Nabel der Finanzwelt ist.

„Eine weitere politische Folge wird die Sogwirkung in anderen Mitgliedstaaten sein, wenn erstmals ein Staat aus der EU austritt. Gerade in solchen Ländern, in denen populistische Parteien derzeit einen sehr großen Zulauf haben und sich mehr oder weniger offen für einen Austritt aus der EU aussprechen. Aus meiner Sicht liefe das auf ein Ende der Europäischen Union hin, wie wir sie kennen. Denn es darf nicht unterschätzt werden, dass zu den kulturellen und historischen Unterschieden sich auch noch die ökonomische Schere immer weiter öffnet - was sicherlich Wasser auf die Mühlen der Europagegner in anderen Ländern ist. Europa würde sich letztlich marginalisieren. Lediglich Frankreich und Großbritannien hätten dann noch durch ihren ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat eine relative Bedeutung. Demgegenüber würde aber Europa nicht mehr als ein großer, starker und leistungsfähiger Kontinent wahrgenommen werden“, warnt der Außenhandelschef.

„Vor allem müssen wir den Ländern eine eigene nationale Identität lassen. Denn sonst wird es nicht bei einem Brexit bleiben. In Frankreich, in Italien, den Niederlanden oder in Tschechien könnte sonst schon bald die nächste Abstimmung über einen Verbleib in Europa folgen. Und auch in Deutschland können Europagegner noch besser ihr Süppchen kochen. Brüssel muss sich wieder mehr um die große Linie kümmern und darf sich nicht im Klein-Klein verlaufen. Fragen der Migration, der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sowie des Binnenmarktes müssen europäisch gelöst werden. Sicher gibt es auch weiterhin den Bedarf an europaeinheitlichen Regeln. Gleichzeitig muss aber nicht jedes Detail harmonisiert werden. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass das Subsidaritätsprinzip, das seit Maastricht 1992 vertraglich verankert ist, auch mit Leben gefüllt wird“, mahnt der BGA-Präsident an.

„Um es deutlich zu sagen: die Annahme, eine Rückbesinnung auf den Nationalstaat wird unsere Probleme lösen, ist ein vollkommener Trugschluss. Nur gemeinsam werden wir die großen, vor uns liegenden Herausforderungen meistern können. Gemeinsam heißt aber eben auch, zu schauen, was sollte europäisch gelöst werden und was lieber dezentral durch die Mitgliedstaaten. Ich rechne fest damit, dass die Briten für einen Verbleib in der EU stimmen werden“, so Börner abschließend.

20, Berlin, 20. Juni 2016

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Berlin | 09.06.2016

BGA: Garantiehaftung des Verkäufers für Aus- und Einbauleistungen schadet deutschem Mittelstand

„Von der geplanten Garantiehaftung des Verkäufers für Aus- und Einbauleistungen werden weniger die im Fokus des Gesetzgebers stehenden Handwerksbetriebe profitieren, sondern vielmehr in erster Linie die Großindustrie.

Sie werden die neuen Verbraucherschutzrechte gegenüber ihren mittelständischen Zulieferern dank ihrer überlegenen Machtposition gut zu nutzen wissen. Leidtragende sind kleine und mittelständische Unternehmen insbesondere aus dem baunahen Großhandel und dem Produktionsverbindungshandel.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung im Deutschen Bundestag am 10. Juni 2016.

Mit den geplanten Änderungen der kaufrechtlichen Mängelhaftung soll der Käufer einer mangelhaften Ware neben der Lieferung mangelfreier Ware auch dann einen Anspruch gegen den Verkäufer für den Ausbau der mangelhaften Ware und den Einbau der Ersatzware haben, wenn den Verkäufer überhaupt kein Verschulden für den Fehler trifft. Eine solche Garantiehaftung des Verkäufers gilt nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Jahr 2011 für den Verkauf an private Verbraucher. Die Entscheidung hat das Gericht auf die EU-Verbrauchsgüterrichtlinie gestützt, die ein möglichst hohes Schutzniveau von Verbrauchern bezweckt. Beim Verkauf an Unternehmen gilt diese Garantiehaftung bislang nicht. Dies will die Bundesregierung nun ändern, um vermeintlich Handwerk und Bauwirtschaft besser zu stellen.

„Im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen ist kein Raum für Verbraucherrecht. Denn die Lieferkette verläuft nicht immer – wie es der Vorstellung des Verbraucherrechts entspricht – ‚von groß nach klein‘. Die geplante Änderung der Haftungsmaßstäbe im Kaufrecht würde die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen schwer belasten und zu einem raueren Klima im deutschen Mittelstand führen. Die Regelung muss – wie europarechtlich vorgegeben – auf den Verkauf an Verbraucher beschränkt bleiben“, so Börner abschließend.

19, Berlin, 9. Juni 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 09.06.2016

BGA: Solides Wachstum trotz fehlender Dynamik der Weltwirtschaft

„Die deutschen Exporte haben im April ein grundsolides Wachstum hingelegt.

Es mangelt aber deutlich an weltwirtschaftlicher Dynamik. Maßgebliche Stütze für das Wachstum waren und sind die EU-Länder, während die Ausfuhren in den Rest der Welt weiterhin schwächeln.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für April 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 104,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 78,7 Milliarden Euro entsprechen die deutschen Importe genau dem Vorjahresniveau. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 25,6 Milliarden Euro.

„Auch in den kommenden Monaten ist mit keiner Trendwende zu rechnen. Mit annähernd zweistelligen Zuwachsraten waren im April die EU-Länder außerhalb der Eurozone, darunter auch Großbritannien, die stärksten Wachstumsmärkte. Aber auch diese verbliebenen Wachstumsimpulse stehen derzeit unter dem Damoklesschwert eines möglichen Brexit. Daher brauchen wir dringend neue Wachstumsimpulse im Welthandel“, so Börner abschließend.

18, Berlin, 9. Juni 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 03.06.2016

BGA: Fehlstart für den Großhandel

„Das laufende Jahr hat für den Großhandel mit einem Fehlstart begonnen.

Seine bisherige Entwicklung lässt darauf schließen, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik gegenüber dem ersten Quartal nachlässt. Wachstumstreiber bleibt der Konsumsektor, während der Investitionsbereich weiterhin nicht in Fahrt kommt. Das heftige Auf und Ab im Großhandel deutet daraufhin, dass die Unsicherheiten an den Märkten steigen. Wir täten daher gut daran, weiter für wirtschaftlich schwierigere Zeiten vorzusorgen.“ Dies erklärte Anton F. Börner anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte aktuelle Umsatzentwicklung im Großhandel.

Die deutschen Großhandelsunternehmen setzten im 1. Quartal 2016 nach Angaben von Destatis real 2,1 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal. Nominal ging der Umsatz sogar um 3,6 Prozent zurück. Diese Entwicklung ist dabei mit heftigen Ausschlägen nach oben und unten verbunden.

„Vor uns liegen nach wie vor vielfältige Herausforderungen aus globalen Strukturwandel, Demografie und Migration. Diese führen weiter zu enormen Unsicherheiten. Die Unternehmen müssen in eigenem Interesse ihre Wettbewerbsposition sichern, aber auch die Politik muss dazu die Verbesserung der Rahmenbedingungen vorantreiben. Es besteht reichlich Reformbedarf in der Infrastruktur, im Bildungswesen, im Wohnungsbau, zur Sicherung einer kostengünstigen Energieversorgung und zur Reduzierung von Bürokratie, insbesondere bei Steuern und Abgaben“, so Börner abschließend.

17, Berlin, 3. Juni 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 01.06.2016

BGA zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels: Die Schweizer machen vor, wie es geht!

„Der Ausbau des Tunnels ist ein europäisches Vorzeigeprojekt.

Dank großer gesellschaftlicher Akzeptanz, transparenter Prozesse und hoher Ingenieurskunst ist der Tunnel sogar ein Jahr vor dem prognostizierten Zeitpunkt fertiggestellt. Da kann man im Hinblick auf einige Bauprojekte Deutschlands schon neidisch werden, denn dies ist eigentlich etwas wofür Deutschland über Jahrzehnte weltweit bekannt war.“ Dies erklärt Carsten Taucke, BGA-Verkehrsausschussvorsitzende, anlässlich der heutigen feierlichen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz.

„Umso ärgerlicher ist dabei, dass Deutschland seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Der Ausbau des nachgelagerten Schienennetzes hinkt über Jahre hinterher. Überdies hat die DB Cargo angekündigt, sich aus der Fläche zurückzuziehen“, so Taucke weiter.

„So ist auch der Umgang in Deutschland mit dem Gotthard Basistunnel ein weiterer Beleg, dass es weder einen politischen noch einen gesellschaftlichen Willen gibt, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlegen“, so Taucke abschließend.

16, Berlin, 1. Juni 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 13.05.2016

BGA zum BIP: Schwungvoller Jahresauftakt

„Die deutsche Wirtschaft hat einen starken Jahresauftakt hingelegt.

Einmal mehr zeigt sie sich, trotz der großen Anzahl an konjunkturellen Stolpersteinen, in robuster Verfassung. Die moderate Wachstumsdynamik des vergangenen Jahres gewinnt dank verschiedener temporärer Sonderfaktoren an Schwung.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2016 um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse kamen dabei, wie auch schon in den Vorquartalen, vom Binnenkonsum. Nicht nur die privaten Haushalte erhöhten zum Jahresbeginn ihre Konsumausgaben, sondern auch der Staat. Leicht dämpfend wirkt dagegen die Entwicklung des Außenhandels.

„Auch wenn die Investitionen im Vergleich zum vierten Quartal 2015 zugenommen haben, ist deren Entwicklung für ein nachhaltiges Wachstum nicht ausreichend. Letztlich ist ein Großteil der momentanen Investitionen durch die milde Witterung bedingt. Die Reihe an strukturellen Aufgaben, die gemeistert werden müssen, wird nicht kürzer. Deshalb sollte die Bundesregierung die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur ausweiten und die Digitalisierung in der Breite der Wirtschaft fördern. Ebenso muss die Politik durch klare Signale die privaten Investitionen weiter anschieben, wenn wir unsere aktuell gute Wettbewerbsposition behaupten wollen. Andernfalls sind die damit einhergehenden, hart erarbeiteten Erfolge der vergangenen Jahre – hohe Beschäftigung und solide Finanzen – langfristig gefährdet“, so Börner abschließend.

15, Berlin, 13. Mai 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 10.05.2016

BGA: Außenhandel mit durchwachsenem ersten Quartal

„Mit einem durchwachsenen Ergebnis schließt der deutsche Außenhandel das erste Quartal ab. In einem alles anderen als stabilem Umfeld ist das keine Selbstverständlichkeit.

Es ist aber auch zu wenig, um die hierzulande dringend benötigten Investitionen anzukurbeln.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 107 Milliarden Euro, ein Minus von 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 80,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe ebenfalls niedriger als im Vorjahresvergleich. Die Quartalszahlen jedoch bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 23,6 Milliarden Euro ab.

„Bei genauerer Betrachtung der Zahlen lassen sich die globalen Unsicherheitsfaktoren leicht ablesen. Sowohl unsere Exporte in als auch unsere Importe aus Drittländern sind gesunken. Die wirtschaftliche Situation der BRIC-Staaten ist also wahrscheinlich angespannter als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Erfreulicher hingegen ist unser Handel mit den EU-Ländern. Dieser hat zur Stabilisierung beigetragen und verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung Europas. Europa muss auch in diesen stürmischen Zeiten zusammenhalten, damit wir im internationalen Wettbewerb bestehen können“, so Börner abschließend.

14, Berlin, 10. Mai 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 28.04.2016

BGA: Außenhandel mit neuen Rekorden in der Bewährungsprobe

„Für das laufende Jahr 2016 erwarten wir neue Rekorde im Außenhandel.

Diese Leistung ist kaum zu ermessen angesichts der seit geraumer Zeit sowohl in Anzahl als auch im Umfang zunehmenden, wachstumshemmenden Risikofaktoren. Grundlage dieser einzigartigen Erfolgsserie ist, dass die deutschen Unternehmen sowohl regional als auch mit ihrem Produktportfolio sehr breit aufgestellt sind und auf diese Weise eine Risikostreuung vornehmen. Dabei profitiert gerade Deutschland von seiner Offenheit und dem Freihandel, denn ohne günstige Zulieferungen aus der ganzen Welt, wären die deutschen Maschinen und Autos schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der Frühjahrspressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Nach Einschätzung des BGA werden die Exporte um bis zu 4,5 Prozent auf 1.250 Milliarden und die Importe um bis zu 4 Prozent auf 986 Milliarden Euro anwachsen. Unsicherheiten ergeben sich einerseits aus der mangelnden Bereitschaft einiger großen EU-Länder, die dringend nötigen Strukturreformen auf den Weg zu bringen, andererseits herrscht eine tiefe Vertrauenskrise in die europäischen und internationalen Institutionen. Aber auch außerhalb Europas läuft es nicht rund, so sind die Exporte in die Volksrepublik China erstmalig wieder zurückgegangen und der Nahe und Mittlere Osten ist so krisengeschüttelt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Weitere Volkswirtschaften in Lateinamerika aber auch in Russland und Afrika sind vom Rohstoffpreisverfall tief gezeichnet. „Den Unternehmen bleibt in der derzeitigen Situation trotz gut laufender Geschäfte gar nichts anderes übrig, als auf Sicht zu fahren. Der globale Wachstumspfad kommt zwar nicht zum Erliegen, jedoch wird er empfindlich abgebremst“, so Börner.

Wachstumspfad wird abgebremst, Unternehmer „fahren“ auf Sicht

Die mangelnden Rohstoffeinnahmen und der Wechselkursverfall belasten beispielsweise die russische Wirtschaft deutlich stärker als alle Sanktionen. Während 2012 die Exporte nach Russland noch 38 Milliarden Euro betrugen, sanken diese jährlich immer stärker. Im vergangenen Jahr beliefen sie sich nur noch auf knapp 22 Milliarden Euro - und haben sich innerhalb weniger Jahre fast halbiert.

„Umso entscheidender war es, dass mittels klassischer Diplomatie eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran erzielt werden konnte. Für die Stabilität in der Region ist dies unseres Erachtens eine Grundvoraussetzung“, so der BGA-Präsident. Allerdings werde die in den vergangenen Monaten in der europäischen Wirtschaft vorherrschende Goldgräberstimmung nun durch fehlende Finanzierungsmöglichkeiten ausgebremst. Aufgrund der hohen Strafen, die deutsche Finanzinstitute zahlen mussten, obwohl sie nicht gegen das deutsche Außenwirtschaftsrecht oder europäische Embargoverordnungen verstoßen hatten, sondern in den Bereich der exterritorial wirkenden US-Sanktionen hineingelangten, seien alle Beteiligten überaus zurückhaltend. Schaut man sich die Zahlen genauer an, so muss man grundlegende Änderungen der außenwirtschaftlichen Rahmenwerte Deutschlands konstatieren. Der Anteil der Exporte in die Länder der Eurozone insgesamt ist von 47 Prozent im Jahr 1995 auf 36 Prozent im Jahr 2015 gesunken. Nicht von ungefähr haben die Vereinigten Staaten von Amerika Frankreich als größten Kunden für deutsche Produkte abgelöst. Die Ausfuhren in die USA stiegen im vergangenen Jahr um sage und schreibe 19 Prozent und damit um 18 Milliarden Euro auf 114 Milliarden Euro an.

„Ein erfolgreicher Abschluss des transatlantischen Abkommens TTIP ist nicht nur gut für alle in Europa und den USA, sondern auch für alle anderen Länder. Es bedeutet einen Gewinn an Wohlstand, Sicherheit und Stabilität, den wir nicht aus diffusen Ängsten kaputt machen sollten. Denn es geht um viel mehr als nur zukünftige Geschäfte, wenn sich die zwei globalen Schwergewichte Europa und USA mit ihren gemeinsamen Wertvorstellungen von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten auf gemeinsame Regeln verständigen“, so der Außenhandelschef.

Die Europäische Kommission müsse hier auch weiterhin Kurs halten und als Vorbild vorangehen. Mit aller Kraft müsse man sich gegen eine Abschottungspolitik nach außen, aber auch innerhalb der Mitgliedstaaten wehren. Denn nur durch ein funktionierendes Europa, das in der Lage ist, Herausforderungen wie die Schulden- oder Flüchtlingskrise gemeinschaftlich zu lösen, entstehe wieder Vertrauen der Menschen zu Europa. Eben dieses sei jedoch Grundvoraussetzung, um den populistischen und nationalistischen, auf Abschottung ausgerichteten Kräften den Boden zu entziehen.

„Die Weltwirtschaft durchläuft eine Neuausrichtung und testet die bestehenden Strukturen an allen Ecken und Enden. Derweil reiht sich innerhalb Europas eine Krise an die nächste, ohne das vorangegangene gelöst sind und offenbart die enormen strukturellen Defizite der europäischen Institutionen. Die Grexit-Frage ist weiterhin eine Hängepartie, hinzu gesellt sich inzwischen das Schreckgespenst eines Brexit – mit kaum absehbaren Folgen für die Architektur und Statik der Europäischen Union. Die Annahme, dass die globalen Herausforderungen jedoch durch eine Rückbesinnung auf den Nationalstaat zu lösen sind, ist ein vollkommener Trugschluss. Nur gemeinsam werden wir sie meistern können. Europa benötigt ein deutliches Mehr an Mut und Ambitionen. Bislang meistern lediglich die Unternehmen diese Bewährungsprobe, so Börner abschließend.

13, Berlin, 28. April 2016

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Anton F. Börner

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Berlin | 22.04.2016

BGA: TTIP-Verhandlungen müssen zum Endspurt ansetzen!

„Wir hoffen auf ein eindeutiges Bekenntnis von Präsident Obama und der Bundeskanzlerin zu dem erfolgreichen Abschluss der TTIP-Verhandlungen noch in diesem Jahr.

Die Botschaft muss lauten, dass ab jetzt mehr in die Gespräche investiert wird. Die Zeit des Taktierens ist nun vorbei, die Verhandlungen müssen beschleunigt werden. Gibt es bis zum Beginn des US-Wahlkampfs im Sommer keine grundsätzliche Einigung, schließt sich das Zeitfenster und eine historische Gelegenheit wäre vertan. Denn nicht nur in Europa, auch in den USA laufen Protektionisten Sturm gegen das Freihandelsabkommen. Somit wäre mit einer neuen US-Administration die Zukunft eines transatlantischen Freihandels-abkommens höchst ungewiss.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich des bevorstehenden Deutschlandbesuchs von US-Präsident Barack Obama zur Eröffnung der diesjährigen HANNOVER MESSE am 24. April 2016.

„Beide Seiten brauchen jetzt den politischen Willen für Zugeständnisse und Kompromisse. Das heißt allerdings nicht, dass dies zu einem erheblich abgespeckten Abkommen führen darf. Ein Ausklammern der schweren Verhandlungsbrocken wäre ein großer Fehler und im Ergebnis für die deutsche Wirtschaft ungenügend. Die Chance wäre verpasst, die Regeln der Globalisierung selbst zu gestalten und ein Musterabkommen für andere Regionen der Welt zu schaffen“, so Börner abschließend.

12, Berlin, 22. April 2016

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Berlin | 08.04.2016

BGA: Deutscher Außenhandel trotzt eintrübenden Konjunkturaussichten

„Nach einem verhaltenen Jahresauftakt ist der Export nun auf alte Wachstumspfade zurückgekehrt.

Dabei profitieren wir vor allem von dem Handel mit unseren europäischen Nachbarn. Mager fällt hingegen die Bilanz mit den außereuropäischen Handelspartnern aus, trotz der nochmals forcierten EZB-Politik des billigen Geldes.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 99,5 Milliarden Euro, ein Plus von 4,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 79,3 Milliarden Euro sind die deutschen Importe im selben Zeitraum fast gleichwertig um 4,0 Prozent gewachsen. Damit schloss die Außenhandelsbilanz mit einem Überschuss von 20,3 Milliarden Euro ab.

„Die Februar-Ergebnisse zeigen, dass die schwächelnde Konjunktur in den Drittländern auch Folgen für unsere Geschäfte hat. Darüber hinaus gibt es weitere Unsicherheitsfaktoren wie beispielsweise die Frage, wie die europäischen Mitgliedsstaaten mit den momentanen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Herausforderungen umgehen. Ein BREXIT beispielsweise hätte große Auswirkungen nicht nur für Großbritannien selbst, sondern auch die in der EU verbleibenden Länder. Auf Dauer wird daher auch der künstlich niedrig gehaltene Eurokurs es nicht schaffen, den deutschen Außenhandel in diesen turbulenten Zeiten in ruhigem Fahrwasser zu halten. Vielmehr ist er ein zusätzlicher Risikofaktor“, so Börner abschließend.

11, Berlin, 8. April 2016

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Berlin | 10.03.2016

BGA: Ernüchternder Jahresauftakt im Außenhandel

Der Jahresauftakt des Außenhandels ist ernüchternd.

Obwohl sich die Ausfuhren zuletzt mit immer neuen Höchstwerten von den vielen Krisenherden weltweit unbeeindruckt gezeigt hatten, ist der Export kein Selbstläufer. Vielmehr haben die niedrigen Rohstoffpreise und die EZB-Politik das Bild überzeichnet.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Januarzahlen für den deutschen Außenhandel bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 90,0 Milliarden Euro, ein Rückgang um -1,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 74,0 Milliarden Euro sind die deutschen Importe hingegen um 1,5 Prozent höher als 2014 gewesen. Damit schloss die Außenhandelsbilanz mit dem bisher höchsten Überschuss von 13,6 Milliarden Euro ab.

„In den vergangenen Monaten bekamen die deutschen Ausfuhren kräftigen Rückenwind durch den künstlich niedrig gehaltenen Eurokurs. Dieser Effekt scheint nun erwartungsgemäß zu verpuffen und die Probleme der Weltwirtschaft treten zutage. So war der Rückgang der Nachfrage aus den Ländern außerhalb der EU mit 5 Prozent am größten. Vor diesem Hintergrund halten wir auch nichts von einer weiteren Zinssenkung der EZB, weil sie nichts bringt, aber die Risiken verschärft“, so Börner abschließend.

10, Berlin, 10. März 2016

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Berlin | 01.03.2016

BGA: Jahresbilanz 2015 – sinkende Preise vermiesen dem Großhandel das Geschäft

„Sinkende Preise und mangelnde Investitionsbereitschaft hierzulande haben den Großhändlern zu schaffen gemacht.

Ein leichtes Anziehen der Geschäfte zum Jahresende hat wenigstens einen realen Einbruch verhindert und die Jahresbilanz 2015 des Großhandels gerettet. Dieses Ergebnis wurde jedoch hart erarbeitet. Denn angesichts sinkender Preise wird es für die Unternehmer immer schwieriger, bei steigender Geschäftstätigkeit den bisherigen Umsatz zu halten. Das belastet die Ertragslage und mindert den Handlungsspielraum.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) der Umsatzzahlen im Großhandel für das Jahr 2015.

Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Großhandels im vergangenen Jahr real zwar 0,1 Prozent mehr, nominal aber 1,2 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Im Dezember wurden real 2,4 Prozent und nominal 2,7 Prozent mehr Güter und Dienstleistung verkauft im Vergleich zum Vorjahresmonat, der bereits außerordentlich gut ausgefallen war.

„Das Treten auf der Stelle, wenn auch auf hohem Niveau, ist kein gutes Zeichen für das Wirtschaftswachstum 2016. Vielmehr deutet der Rückgang im Produktionsverbindungshandel darauf hin, dass die derzeit gute Konjunkturlage auf wackligen Beinen steht. Schließlich konnte auch der erfreuliche Zuwachs im Konsumgüterbereich den Großhandel insgesamt nominal nicht im Plus halten. Auch wenn aktuell die Bewältigung des Flüchtlingszustroms und die Terrorbekämpfung im politischen Mittelpunkt stehen, dürfen die Belebung der Investitionstätigkeit und die Modernisierung der Infrastruktur, die der Schlüssel für das Wirtschaftswachstum von morgen sind, nicht vernachlässigt werden. Diese sollte die Politik flankieren, durch weniger Bürokratie, stabile Beiträge und mittelstandsfreundlich ausgestaltete Steuern. Anderenfalls sind hohe Beschäftigung, gute Wettbewerbsfähigkeit und solide Finanzen langfristig gefährdet“, so Börner abschließend.

9, Berlin, 1. März 2016

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Berlin | 22.02.2016

BGA: Zukunftsprojekt TTIP muss weiterhin Priorität haben!

„Wer glaubt, dass wir dank aktuell gut laufender Konjunktur nicht auf einen Erfolg von TTIP angewiesen seien, irrt gewaltig.

Scheitert das Abkommen, nimmt der freie Warenverkehr als Fundament unseres Wohlstands in Deutschland nachhaltig Schaden. Damit würden wir zugleich auch die Europäische Union erheblich beschädigen. Denn sollte die EU mit TTIP scheitern, würde das ihren Gegnern in die Hände spielen. Nach dem Schlingerkurs in der Schuldenkrise, der Uneinigkeit in der Flüchtlingskrise und einem drohenden ‚Brexit‘ könnte das als ein weiteres Zeichen der Schwächung der europäischen Idee gedeutet werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu der zwölften Verhandlungsrunde zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die vom 22. bis zum 26. Februar in Brüssel stattfindet.

„Von TTIP werden gerade nicht ein paar Konzerne, sondern vor allem Mittelständler am stärksten profitieren. Diese sind nach wie vor das Rückgrat unserer Wirtschaft. Für Großkonzerne sind doppelte Zulassungsverfahren ärgerlich und teuer, bei kleinen Unternehmen verhindern sie den Markteintritt gänzlich. In den Verhandlungen brauchen wir daher jetzt ernsthafte Fortschritte bei den klassischen Kernbereichen eines Freihandelsabkommens. Das sind vor allem der Zollabbau und die Beseitigung weiterer Handelsbarrieren. Insbesondere die präferenziellen Ursprungsregeln müssen stark vereinfacht werden. Der Mehrwert einer Zollsenkung für Unternehmen könnte ansonsten durch hohe Verwaltungskosten schnell aufgezehrt sein“, so Börner abschließend.

8, Berlin, 22. Februar 2016

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Berlin | 09.02.2016

BGA: Wachstum im Außenhandel trotz steigender Unsicherheit

„Trotz eines schwierigen Jahres hat sich der deutsche Außenhandel einmal mehr als sehr robust erwiesen.

Besonders erfreulich ist, dass die Zahlen sowohl für Europa als auch für Drittländer gleichermaßen ein stabiles Wachstum aufweisen. Der deutschen Wirtschaft kommt zugute, dass sie weltweit breit aufgestellt ist. Einbrüche in Russland, im Nahen und Mittleren Osten oder auch in Lateinamerika konnten überkompensiert werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das Jahr 2015 bekanntgegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 1195,8 Milliarden Euro, ein Plus von 6,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 948 Milliarden Euro sind die deutschen Importe hingegen um 4,2 Prozent höher als 2014 gewesen. Damit schloss die Außenhandelsbilanz mit dem bisher höchsten Überschuss von 248 Milliarden Euro ab.

„Wir dürfen uns von diesen Zahlen nicht zu sehr blenden lassen – sie geben ein geschöntes Bild der Realität wieder. Durch die Politik der EZB wird der Eurokurs künstlich niedrig gehalten. Und Krisenherde gibt es nach wie vor genug: China steckt in einem gewaltigen Transformationsprozess mit ungewissem Ausgang. Europa schwankt von einer Krise zur nächsten. Dringend nötige Strukturreformen bleiben hier immer wieder auf der Strecke. Ein Lichtblick im Nahen und Mittleren Osten ist derzeit der Iran, der sich hoffentlich zu einem Stabilitätsanker entwickelt“, Börner weiter.

„Da anzunehmen ist, dass die Rohstoffpreise sowie der Eurokurs weiterhin niedrig bleiben, rechnen wir auch für dieses Jahr mit einer positiven Entwicklung im deutschen Außenhandel. So gehen wir trotz aller Unsicherheiten davon aus, dass die deutschen Exporte 2016 um 4,5 Prozent und Importe um 4 Prozent steigen werden“, so Börner abschließend.

7, Berlin, 9. Februar 2016

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Berlin | 03.02.2016

BGA-Ausbildungsplattform gross-handeln.de feiert 2. Geburtstag

„Vor zwei Jahren haben wir die Ausbildungskampagne ‚Groß Handeln – Groß Rauskommen‘ mit der Internetplattform gross-handeln.de gestartet und freuen uns über stetig wachsende Besucherzahlen.

Das große Netzwerk der Verbände und Unternehmen des Groß- und Außenhandels hat der Kampagne auch ohne Werbebudget zu einem erstaunlichen Wachstum verholfen. Auch die kampagneneigene Ausbildungsbörse erfreut sich mit aktuell mehr als 850 Ausbildungs- und Praktikumsstellen wachsender Beliebtheit.“ Dies erklärte Dr. John Bötticher, Vorsitzender des BGA-Berufsbildungsausschusses, heute in Berlin.

Seit Februar 2014 hat die Kampagnenseite gross-handeln.de rund 60.000 Nutzer und über 350.000 Seitenaufrufe zu verzeichnen. Die Zugriffszahlen entwickeln sich dabei kontinuierlich nach oben.

„Auf gross-handeln.de finden Jugendliche viele interessante Informationen über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Großhandel, einer Wirtschaftsstufe mit über 1,6 Mio. Beschäftigten und 60.000 Auszubildenden. Die Plattform gross-handeln.de ist damit die erste Adresse für einen Karrierestart im Handel“, so Bötticher abschließend.

6, Berlin, 3. Februar 2016

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Anton F. Börner

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Iris von Rottenburg, Stellv.Pressesprecherin BGA
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Berlin | 27.01.2016

BGA zum Jahreswirtschaftsbericht: Es bleibt viel zu tun!

"Deutschland wird auch in diesem Jahr erfreulich robust wachsen können. Zugleich sehen sich die Unternehmen mit zahlreichen Risiken konfrontiert.

Geopolitische Unsicherheiten und eine schwächelnde Weltwirtschaft drücken auf die Stimmungslage und führen zu Zurückhaltung bei der privaten Investitionstätigkeit, obwohl die Binnenkonjunktur sich weiterhin erfreulich stabil zeigt und auch der Außenhandel sich in diesem schwierigen Fahrwasser, nicht zuletzt dank billigem Euro, gut behauptet." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu dem heute vorgestellten Jahreswirtschaftsbericht 2016.

"Die Bundesregierung tut gut daran, mit politischem Geschick und Beharrlichkeit die europäischen Herausforderungen aus Flüchtlingsströmen und Euroschuldenkrise gemeinschaftlich zu lösen. Der Jahreswirtschaftsbericht lässt jedoch ebenso anklingen, dass auch in Deutschland noch eine Reihe von strukturellen Aufgaben zu meistern sind. Die Verstetigung öffentlicher Investitionen in die Infrastruktur, Impulse für private Investitionen und den Wohnungsbau, die Förderung der Digitalisierung in der Breite der Wirtschaft sowie der Abbau von Bürokratie stehen auf der Agenda. Diese drängenden Aufgaben dürfen nicht vernachlässigt werden, wenn wir die aktuell gute Wettbewerbsposition, um die uns viele Wettbewerber beneiden, langfristig behaupten wollen", so Börner abschließend. 

5, Berlin, 27. Januar 2016

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Berlin | 14.01.2016

BGA zum BIP: Erfreuliche Wirtschaftsdaten übertreffen Erwartung

„Die deutsche Wirtschaft hat sich 2015 robust gegenüber zahlreichen Risiken gezeigt und ist erfreulich solide gewachsen.

Für die kurzfristige Konjunkturentwicklung sehen wir aufgrund der vorliegenden Daten weiterhin vorsichtig optimistisch nach vorne. Den langfristigen Ausblick betrachten wir allerdings mit wachsender Sorge.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015.

„Aufgrund der weiter wachsenden Risiken und Herausforderungen gilt der Fortsetzung des Konsolidierungskurses hierzulande oberste Priorität. Schließlich ermöglicht ein ausgeglichener Haushalt Spielräume in besonders schwierigen Zeiten ohne erdrückende Schuldenlast und ist somit Ausdruck von soliden Finanzen. Zudem ist die Lösung der Euro-Schuldenkrise essentiell für die deutsche Wirtschaft. Gerade jetzt darf nicht von Reformen abgelassen werden, sondern vielmehr müssen die strukturellen Defizite konsequent im Interesse der notwendigen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit abgearbeitet werden. Für die Sicherung des Wohlstandes in Europa und Deutschland brauchen wir ebenso einen erfolgreichen Abschluss der TTIP-Verhandlungen mit den USA“, so Börner abschließend.

4, Berlin, 14. Januar 2016

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Berlin | 14.01.2016

BGA: Gesetz zu Insolvenzanfechtungen bringt mehr Rechts- und Planungssicherheit für Unternehmen

„Mit dem Gesetzentwurf zur Insolvenzanfechtung werden die Hürden für Insolvenzanfechtungen wieder höher gelegt.

Ratenzahlungen und anderen Zahlungserleichterungen, die Unternehmen ihren Kunden gewähren, können bald nicht mehr so einfach von Insolvenzverwaltern angefochten werden. Damit werden die Fehlentwicklungen der letzten Jahre endlich korrigiert. Von dieser Verbesserung profitieren Großhändler und unternehmensnahe Dienstleister ganz besonders.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der ersten Lesung des Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz im Deutschen Bundestag am 15. Januar 2016.

Seit einigen Jahren werden Unternehmen zunehmend von Insolvenzverwaltern aufgefordert, bis zu 10 Jahre zurückliegende Zahlungen ihrer mittlerweile insolventen Kunden zurückzuzahlen. Gegenstand der zum Teil serienmäßig betriebenen Rückforderungen sind Zahlungen, die die Unternehmen von ihren Kunden im Rahmen von üblichen Geschäftsvorgängen wie Ratenzahlungen, Stundungen oder sonstigen Warenkrediten erhalten haben. Diese Finanzierungsinstrumente, auf die Insolvenzverwalter ihre Anfechtungen unter Berufung auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stützen, gehören zu elementaren Dienstleistungsfunktionen von Großhandelsunternehmen. Damit trifft die Praxis der Insolvenzverwalter den Großhandel im Kern. Auch unternehmensnahe Dienstleister leiden unter der Vorgehensweise der Insolvenzverwalter.

„Das Gesetzgebungsverfahren ist nun zügig zum Abschluss zu bringen, um Rechts- und Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen. Die ausufernde Anfechtungspraxis durch Insolvenzverwalter schafft für viele Unternehmen nicht hinnehmbare Unsicherheiten und Belastungen. Deshalb hat sich der BGA seit mehreren Jahren für eine Korrektur der aktuellen Rechtslage eingesetzt“, so Börner abschließend.

3, Berlin, 14. Januar 2016

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Berlin | 08.01.2016

BGA: Jahresendspurt im Außenhandel trotz massiver Risiken am Horizont

„Der deutsche Außenhandel setzt mit Schwung zum Jahresendspurt an.

Mit einem kräftigen Plus von 7,7 Prozent legt der Export erneut ein beeindruckendes Monatsergebnis vor. Rückgängen bei den Ausfuhren nach China stehen dabei insbesondere zweistellige Wachstumsraten in die USA und Großbritannien gegenüber. Sogar von Europa gehen positive Nachfrageimpulse auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Dies hat die Einbrüche aus den Schwellenländern mehr als kompensiert.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im November im Vorjahresvergleich um 6,7 Prozent gestiegen, während die Importe um 4,2 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im November mit einem Überschuss von 20,6 Milliarden Euro ab.

„Der deutsche Export bleibt in einem risikoreichen Umfeld auf Wachstumskurs. Dies ist jedoch zu einem großen Teil auf einen niedrig gehaltenen Euro zurückzuführen. Gleichzeitig halten sich die Belastungen auf der Importseite angesichts der niedrigen Rohstoff- und Ölpreise auch weiterhin in Grenzen. Allerdings rückt ein Ende dieser Entwicklung näher, da wichtige Wirtschaftspartner ebenfalls ihre Währungen abwerten. Ein solcher Abwertungswettlauf ist brandgefährlich und unzweifelhaft auch in der derzeitigen EZB-Geldpolitik begründet. Hinzu kommt, dass wir mit großer Sorge die Situation in China und im Nahen Osten beobachten. Die Schockwellen, die von einer weiteren Eskalation der dortigen Krisen ausgehen, stellen für den deutschen Außenhandel eine nachhaltige Bedrohung dar“, so Börner abschließend.

2, Berlin, 8. Januar 2016

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Anton F. Börner

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