Direkt aus Berlin

Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 14 | 11. August 2020

Aus den Mitgliedsverbänden

Zehn Prozent weniger Umsatz für Bayerns Großhändler. Schwäche im bayerischen Großhandel hält an – erste Auswirkung auf Beschäftigung

Die schwierige Lage der bayerischen Großhändler infolge der Corona-Pandemie hat sich im Mai fortgesetzt. Im Vergleich zu Mai 2019 erzielten die Unternehmen 9,8 Prozent weniger Umsatz.

Preisbereinigt sank der Umsatz um 5,9 Prozent. Gegenüber dem Lockdown-Monat April erholten sich die Umsätze bisher nur marginal um 1,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent zurück. Die Vollzeitbeschäftigten waren mit einem Rückgang von 0,4 Prozent weniger von der Entwicklung betroffen als die Teilzeitbeschäftigten (2,0 Prozent).

Die Zahlen machten deutlich, dass sich die Wirtschaftsstufe Großhandel insgesamt in schwierigem Fahrwasser bewege, sagte LGAD Präsident Christoph Leicher: „Es ist ein Hoffnungsschimmer, dass der Einbruch im Mai gestoppt hat und dass sich die Umsätze im großen Ganzen stabilisieren konnten. Allerdings entwickelt sich das Geschäft je nach Branche sehr unterschiedlich.“ In einer existenzbedrohenden Lage sei nach wie vor der Großhandel mit Halbwaren, Rohstoffen und Maschinen, zu dem auch der Automobilbereich gehört. Hier brachen die Umsätze im Mai um 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Der Großhandel mit Konsumgütern schrumpfte um 5,7 Prozent im Vergleich zu Mai 2019 – konnte aber zum Vormonat April wieder um 4,3 Prozent zulegen.

LGAD-Präsident Christoph Leicher betonte: „Trotz aller Schwierigkeiten: die neuen Daten des Landesamtes für Statistik machen Mut, dass wir die Krise überwinden werden. Im Moment liegt das leider weniger in der Hand der Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern vielmehr am weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Deshalb fordern wir jeden Einzelnen unserer Gesellschaft auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten und die allgemein gültigen Corona-Regeln einzuhalten. Für die Arbeitsplätze im bayerischen Groß- und Außenhandel wäre ein zweiter Lockdown eine Katastrophe.“

LGAD-Pressemitteilung vom 4. August 2020

AGA Unternehmensverband: Größter Ausbildungswettbewerb Norddeutschlands startet

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den größten Ausbildungspreis Norddeutschlands, den „Azubi des Nordens“.

Der AGA Unternehmensverband und das Institut Neue Wirtschaft (INW) loben diesen Wettbewerb gemeinsam mit starken Partnern aus. Aufgerufen sind rund 200.000 Unternehmen aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, in denen rund 205.000 Auszubildende arbeiten. Bis zum 23. August 2020 können die Betriebe ihre besten Absolventen in der Dualen Ausbildung ins Rennen um die insgesamt sechs Preise schicken.

Ausgezeichnet werden Jungkaufleute aus Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung und Einzelhandel, die ihre Ausbildung mit guten bis sehr guten Ergebnissen abgeschlossen und sich während der Ausbildungszeit im besonderen Maße im Betrieb engagiert haben.

Voraussetzungen für eine Bewerbung ist eine Ausbildungs-Gesamtnote von „gut“ oder „sehr gut“. Alle Details zu den weiteren Anforderungen finden sich auf der Website: www.azubi-des-nordens.de

So können sich Auszubildende bewerben:
• online unter www.azubi-des-nordens.de
• per Mail an ausbildungspreis@remove-this.aga.de
• per Post an den AGA Unternehmensverband, Stichwort: Ausbildungspreis 2020 Postfach 10 03 29, 20002 Hamburg