Direkt aus Berlin

Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 15 | 8. August 2019

Außenwirtschaft 

NAP-Monitoring: Zwischenbericht veröffentlicht

Das Auswärtige Amt hat kürzlich den ersten Zwischenbericht zum sogenannten Monitoring des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) veröffentlicht, im Rahmen dessen die Umsetzung der Kernelemente unternehmerischer Sorgfalt im Bereich der Menschenrechte evaluiert wird. Der Bericht stellt die Erkenntnisse aus der ersten, qualitativen Befragung 2018 vor und legt die Vorgehensweise für die quantitativen Erhebungen 2019 und 2020 dar. Dieses Monitoring soll die Frage klären, ob mindestens 50 Prozent der in Deutschland ansässigen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern die im NAP beschriebenen Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt in ihre Unternehmensprozesse integriert haben. Sofern keine ausreichende Umsetzung der Kernelemente erfolgt, sieht der aktuelle Koalitionsvertrag vor, dass die Bundesregierung „ … national gesetzlich tätig und [sie sich] für eine EU-weite Regelung einsetzen [wird].“

Die Unternehmensbefragung im Zuge des NAP-Monitorings wird Ende Juli bzw. Anfang August starten. 1.800 zufällig ausgewählte Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern werden hierfür angeschrieben. In einem ersten Schritt haben die angeschriebenen Unternehmen 14 Tage Zeit, einen Ansprechpartner für die Befragung zu benennen. Erst danach wird der Fragebogen an diese Person mit einer Rückmeldefrist von vier Wochen gesandt. Die Teilnahme an dem Monitoring ist für die Unternehmen freiwillig. Die Auswertung erfolgt auf Basis der Selbstauskunft und der Analyse öffentlich zugänglicher Informationen im Stufenverfahren.

Hier finden Sie den Zwischenbericht  sowie den Fragebogen[Andrea Hideg]