Direkt aus Berlin

Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 16 | 27. August 2019

Konjunktur 

Deutsche Wirtschaft im Auf und Ab

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni 2019 gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent. Während die Ordereingänge aus dem Nicht-Euroraum um 8,6 Prozent stiegen, fielen sie im Inland und dem Euroraum um 1,0 Prozent beziehungsweise um 0,6 Prozent. Die Zahl der Großaufträge war überdurchschnittlich.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe entwickelt sich dagegen negativ. Im Juni 2019 fiel die Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent. Dabei nahm die Erzeugung in der Industrie um 1,8 Prozent ab, die Produktion im Baugewerbe stieg jedoch um 0,3 Prozent. Innerhalb der Industrie kam es in allen drei Hauptgruppen, den Vorleistungsgütern (-2,0 Prozent), den Investitionsgütern (-1,8 Prozent) und den Konsumgütern (-1,4 Prozent) zu Rückgängen.

Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld beurteilt der BGA die Situation als durchwachsen. Die Auftragseingänge unterliegen seit dem Jahresanfang einem Auf und Ab. Auf der Seite der Produktion sind zwar durchaus einige kleine Lichtzeichen zu erkennen, die negativen Wachstumsraten überwiegen jedoch und zeichnen in der Tendenz eine eher abwärtsgerichtete Bewegung. Für die mittelfristige Perspektive geht der BGA daher von einer weiteren leichten konjunkturellen Abkühlung für die zweite Jahreshälfte 2019 aus.  [Julius Kempe]