Direkt aus Berlin

Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 8 | 6. Mai 2020

Steuern

Fristverlängerung für Lohnsteueranmeldungen

Die Finanzverwaltung gewährt aufgrund der Corona-Krise Fristverlängerung für die monatlichen und vierteljährlichen Lohnsteueranmeldungen. Dies geht aus einem BMF-Schreiben vom 23. April 2020 hervor. Die Finanzverwaltung nimmt damit eine Forderung des BGA und weiterer Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft vom 27. März April 2020 auf, in dem diese sich für ergänzende steuerliche Maßnahmen einsetzten, um den Unternehmen zusätzlich kurzfristig Liquidität zu verschaffen.

Arbeitgeber erhalten danach die Möglichkeit, die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteueranmeldungen während der Corona-Krise im Einzelfall auf Antrag nach § 109 Abs. 1 AO zu verlängern, soweit sie selbst oder der mit der Lohnbuchhaltung und Lohnsteueranmeldung Beauftragte nachweislich unverschuldet daran gehindert sind, die Lohnsteueranmeldungen pünktlich zu übermitteln.

Die Fristverlängerung darf maximal zwei Monate betragen. Damit einher geht eine entsprechende verlängerte Zahlungsfrist, die insbesondere deshalb relevant ist, weil für Lohnsteuerzahlungen kein Stundungsantrag im Rahmen des liquiditätsschonenden Steuervollzugs gestellt werden kann.  [Michael Alber]