Projekt zur Kammerförderung Peru endet erfolgreich

Nach sechseinhalb Jahren endet das KVP-Projekt des BGA in Peru. Rund 55 Regionalkammern sowie die Dachkammer Perucámaras wurden unterstützt. Ein wesentlicher Erfolg für das peruanische Kammersystem ist die verstärkte Vernetzung der Regionalkammern untereinander.

Von August 2014 bis Dezember 2020 hat sich der BGA für die Stärkung des peruanischen Kammerwesens engagiert. Projektpartner waren neben der Dachkammer PERUCÁMARAS wechselnde Regionalkammern, darunter die Kammern Arequipa, Huancayo, Ica, La Libertad, Piura, Puno und Tacna. Weitere Regionalkammern nahmen an einzelnen Projektmaßnahmen teil.

Die Ziele des Projekts spiegelten die klassische Schwerpunktsetzung einer Kammerpartnerschaft wider: Es ging um die Stärkung der Kammern hinsichtlich ihrer Interessenvertretung, ihres Dienstleistungsangebotes und ihrer internen Prozesse. Hier wurde viel erreicht. Dies machen die Zahlen deutlich: In mehreren Partnerkammern sind die Mitgliederzahlen und die Zufriedenheitswerte der Mitglieder mit der Leistung ihrer Kammer gestiegen.

Ein besonderer Erfolg des Projekts ist die Stärkung des Netzwerks zwischen den Regionalkammern. Hier haben innovative Formate wie eine Learning Journey durch Peru und die Gründung eines sogenannten „Vorreiterteams“ aus engagierten Kammervertretern zur Modernisierung des peruanischen Kammersystems viel beigetragen. Highlights sind die Gründung der Kooperationsplattform „Red Cameral“ (https://www.redcameral.org/proyecto) sowie drei Kammerkonferenzen mit jeweils mehreren Hundert Vertretern aus peruanischen Kammern, Unternehmen, Staat und Zivilgesellschaft sowie internationaler Beteiligung.

Das jüngste und umfassendste Beispiel für die verbesserte Kooperation der Kammern untereinander ist das gemeinsame Positionspapier von Perucámaras und 17 Regionalkammern mit dem Namen „Itinerario Peru“. Es enthält 44 Vorschläge zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes, insbesondere nach der Corona-Krise. Die konzertierte Aktion hat dazu geführt, dass Kammervertreter im direkten Dialog mit der obersten peruanischen Planungsbehörde sind. Die im Positionspapier genannten Vorschläge sollen in die politische Agenda aufgenommen werden.