BGA-Peruprojekt: Corona-Krise als Auslöser für gemeinsamen Forderungskatalog von 19 Regionalkammern

Nach einem intensiven Prozess reichten am 28. April 2020 19 peruanische Handelskammern 29 konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Wirtschaft in Corona-Zeiten für die Bereiche Finanzierung, Steuern und Arbeitsrecht mit entsprechenden Argumenten beim Staatspräsidenten Perus ein.


Die Beteiligten dieses Projektes hatte Anfang April einen Juristen sowie einen Ökonomen unter Vertrag genommen, die den Prozess fachlich und inhaltlich begleitet haben. Der BGA hat im Projekt die Plattform zum Austausch über die Vorschläge mittels zweier Treffen, zu denen alle peruanischen Kammern eingeladen waren, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus organisierte er sechs fachliche Arbeitsgruppensitzungen, welche spezifisch zu den drei Bereichen Positionen erarbeiteten. Jeder Bereich wurde von einem der Partnerkammern angeführt: Finanzen von Arequipa, Steuern von Piura und Arbeitsrecht von Ica. Diese Kammern haben jeweils mit Expertenteams aus ihren Kammern bzw. ihrem Umfeld an den Vorschlägen gearbeitet. Auch die Dachorganisation Perucámaras, die eine der Partnerkammern ist, hat sich in allen drei Bereichen durch die Vizepräsidentin (ehemals Präsidentin der Kammer Cusco) eingebracht. Die Kammer Ica hat die Aufgabe übernommen, das Positionspapier einzureichen und Kontaktstelle zu sein, um auch hier im Sinne einer Dezentralisierung unterstützend zu wirken. Damit wurde den Teilnehmern des Projektes in einer so schwierigen Situation zielgerecht unter die Arme gegriffen. In Ländern wie Peru fehlen diese institutionalisierten Strukturen, um die Interessen der Wirtschaft zu bündeln.