Berlin | 18.12.2018

BGA: Handel startet mit gedämpften Erwartungen in das Jahr – Staat und Unternehmen besser aufstellen

Nach einem Jahr der gemischten Gefühle und Entwicklungen gehen wir mit gedämpften Erwartungen ins neue Jahr.

Das liegt nicht nur an dem getrübten internationalen Umfeld. Vielmehr ging dem Großhandel nach einem starken ersten Halbjahr die Kraft aus. Und nachdem der Großhandel ein wichtiger Indikator und Grundlage für die Industrie- und Exportentwicklung ist, deutet dies darauf hin, dass der konjunkturelle Scheitelpunkt überschritten ist – zumal die Großhändler ihre Aussichten in unserer aktuellen Unternehmerumfrage zurückhaltender als noch im Sommer bewerten.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Indikator am Scheideweg

Der BGA-Großhandelsindikator ist zum Jahreswechsel 2018/19 trotz solider Lage spürbar um sieben Punkte gesunken auf knapp über 124 Punkte. Schätzen die Unternehmer die Lage mit 132 Punkten in etwa auf Vorjahresniveau ein, sind die Erwartungen deutlich zurückgegangen. Dieser Teilindikator fiel um rund 16 Punkte auf nur noch 117 Punkte. Ursächlich hierfür sind ausreichende Kapazitäten bei rückläufigen Auftragseingängen. Sowohl das wirtschaftliche als auch das wirtschaftspolitische Umfeld überzeugen die Unternehmen nicht, zusätzliche Investitionen zu tätigen. Zudem monieren sie vor allem Geschäfts- und Investitionshürden sowie das Fehlen von Fachkräften und Auszubildenden in Deutschland.

Der BGA rechnet vor diesem Hintergrund im Großhandel für das laufende Jahr 2018 mit einem realen Wachstum von 0,6 Prozent und einem nominalen Wachstum von gut 3 Prozent. Dies ergibt einen neuen Umsatzrekord von fast 1.300 Milliarden Euro – wobei eben ein nicht unerheblicher Teil des Zuwachses auf steigenden Preisen infolge knapper Ressourcen und erhöhter Energiekosten basiert.

Die Preisentwicklung wird nach BGA-Einschätzung auch 2019 anhalten, die Umsätze aber auf Grund des verhaltenen Ausblicks nur um 2,5 Prozent steigen und der reale Zuwachs sogar lediglich 0,1 Prozent betragen. Nominal ergibt dies ein Umsatzvolumen in Höhe von 1.327 Milliarden Euro im kommenden Jahr 2019.

Die nachlassende Dynamik schlägt sich auch auf die Gesamtwirtschaftsleistung nieder. Hier erwartet der BGA für 2019 einen Anstieg von real 1,3 Prozent nach einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent im laufenden Jahr 2018 und noch 2,2 Prozent 2017.

Politisches und staatliches Handeln beschleunigen

„Es gilt politisches und staatliches Handeln zu beschleunigen, um bei dem Veränderungstempo des digitalen Wandels mitzukommen und nicht abgehängt zu werden. Unternehmensinvestitionen in Höhe von 1.200 Milliarden Dollar weltweit, allein in diesem Jahr, befeuern diesen Wandel“, so der BGA-Präsident. Hier müsse die Politik ansetzen: Staat und Unternehmen besser aufstellen und sie agiler machen, anstatt die Steuergelder mit der Gießkanne großzügig zu verteilen.

Auf der Prioritätenliste der Unternehmen steht der Ausbau der digitalen Infrastruktur ganz weit vorne. Mehr als jedes zweite Unternehmen sieht hier den dringendsten politischen Handlungsbedarf. Es folgt die Modernisierung des Steuerrechts mit dem klaren Wunsch nach Entlastungen und vor allem Erleichterung für alle. Zwei von drei Unternehmen sehen nach der US-Steuerreform bestehenden Handlungsbedarf auch in Deutschland.

Sie drängen darauf, die letzte Unternehmensteuerreform aus dem Jahr 2008 zu überarbeiten. Und über 80 Prozent halten auch die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags für überfällig. Die Anhebung von Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und Kindergeld entspräche weitgehend nur dem, was ohnehin verfassungsrechtlich geboten sei, hob Bingmann hervor – und weiter: „Mit einer Abschaffung des Solidaritätszuschlages noch in dieser Legislaturperiode könnte die Politik ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit bei den Steuerzahlern setzen.“

Das beschlossene Rentenpaket mit der sogenannten Mütterrente II, der Erwerbsminderungsrente sowie für Midi-Jobber, das bis 2025 mit rund 32 Milliarden Euro zu Buche schlägt, sowie das Ziel der doppelten Haltelinien – das Rentenniveau bis 2025 auf 48 Prozent zu halten und gleichzeitig den Beitragssatz auf 20 Prozent zu begrenzen – trifft bei den befragten Großhändlern auf Unverständnis. Fast neun von zehn der befragten Unternehmen plädieren, an der weiterhin gleitenden Anpassung an den demographischen Wandel festzuhalten oder das Altersvorsorgesystem grundlegend zu reformieren. Die Überlegungen, nun auch noch Hartz IV abzuschaffen, halten die befragten Großhändler für eine Schnapsidee. Gerade einmal drei Prozent befürworten dies.

„Wir alle spüren: Derzeit werden die Karten neu gemischt, politisch wie technologisch. Und da haben wir als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt mit unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil und eine sehr gute Ausgangsbasis – eine viel bessere als die meisten anderen. Wir haben auch im digitalen Zeitalter alle Chancen, ganz vorne dabei zu sein, wenn wir alle gemeinsam und individuell unsere Hausaufgaben machen. Es wäre tragisch, wenn wir sie nicht nutzten, denn zugleich finanziert unser wirtschaftlicher Erfolg einen der größten Sozialstaaten weltweit. Dazu müssen die zweifelsohne vorhandenen Defizite in öffentlicher Verwaltung und Infrastruktur viel konsequenter angegangen werden“, so Bingmann abschließend.

45, Berlin, 18. Dezember 2018

 

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 13.12.2018

BGA zum Ausgang des Misstrauensvotums in Großbritannien

Zum Sieg in der Vertrauensabstimmung von Premierministerin May in Großbritannien erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Momentan überwiegt die kurzfristige Erleichterung, aber der Preis dafür ist hoch. Keineswegs ist ausgeschlossen, dass wir noch weitere Volten in der scheinbar unendlichen Geschichte des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU erleben. Was haben die Briten sich und Europa mit ihrer Sehnsucht nach alter Größe nur angetan?

Immerhin ist die gewonnene Vertrauensabstimmung ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg zu einem geordneten Austritt, aber eben alles andere als eine Garantie dafür. Mit dem Scheitern des Misstrauensvotums müssen die Brexit-Hardliner sich nun der Realität stellen. Das ist eine Chance für die Regierungschefin, ihren Austrittsdeal durchzubringen. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass sie wirklich gestärkt aus diesem gescheiterten Misstrauensvotum hervorgeht. Es bleibt alles offen. “

Berlin, 13. Dezember 2018

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Berlin | 12.12.2018

BGA: Digitale Dienstleistungen sind dynamischer Wachstumsmotor

Der Dienstleistungsbereich wächst kräftig und hat im dritten Quartal maßgeblich die Konjunktur gestützt.

Die Wirtschaftsleistung wäre ohne die Dienstleistungen noch stärker ins Stocken geraten. Insbesondere die Digitalisierung befeuert die Dynamik. B2B-Dienstleistungsunternehmen tragen aber auch dazu bei, dass andere Wirtschaftsbereiche in der Optimierung ihrer Prozessabläufe erfolgreich voran-kommen. Das sichert die deutsche Wettbewerbsfähigkeit in einem immer schwierigeren Umfeld.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), in Berlin zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Quartalszahlen zu Umsätzen und Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

Die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen wie Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Marketing, Personaldienstleistungen und Facility sind im dritten Quartal kalender- und saisonbereinigt um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen und gegenüber dem Vorquartal um 1,2 Prozent. Den größten Umsatzanstieg verzeichneten die Informationsdienst-leistungen mit 16,9 Prozent. Die Beschäftigung legte im Vergleich zum Vorjahres-quartal um 1,9 Prozent zu und zum Vorquartal um 0,2 Prozent.

„Der Erfolg der Dienstleistungen spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider. Sie geben immer mehr Menschen in Deutschland eine berufliche Perspektive und schaffen neue Arbeitsplätze. Wir müssen also keine Angst vor den tiefgreifenden Veränderungsprozessen haben, wenn wir uns richtig aufstellen. Doch die zunehmend praxisferne Gestaltung gesetzlicher Regelungen, die wenig Rücksicht auf den Anwender nimmt, bereitet unseren Handels- und Dienstleistungs-unternehmen immer mehr Kopfzerbrechen. Hier wünschen wir uns mehr Mut bei der gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit. Es ist höchste Zeit, dafür zu sorgen, dass die Arbeitszeit innerhalb der Woche flexibler verteilt werden kann. Die gesetzlichen Ruhezeiten schränken mobiles Arbeiten ein. Das passt nicht mehr in die betriebliche Realität und den internationalen, durch Globalisierung und Digitalisierung getriebenen Wettbewerb,“ so Bingmann abschließend.

44, Berlin, 12. Dezember 2018

 

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Berlin | 12.12.2018

BGA zu JEFTA: Lichtblick in dunklen Tagen

Zur Annahme des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Japan durch das Europäische Parlament erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

"Das europäisch-japanische Freihandelsabkommen JEFTA ist ein besonderer Lichtblick in dunkeln Tagen. Neben dem wirtschaftlichen Nutzen in einem von Protektionisten bedrohten Welthandel, hat es auch große symbolische Strahlkraft: Damit demonstrieren zwei wirtschaftliche Schwergewichte ihren Gestaltungswillen, wertebasiert ihre Handelsbeziehungen auszubauen, zum Wohle von Verbrauchern und Unternehmen mit ihren Beschäftigten."

Berlin, 12. Dezember 2018

 

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Berlin | 10.12.2018

BGA: Deutscher Außenhandel startet stark ins Jahresendgeschäft

Mit einem guten Einzelergebnis meldete sich der deutsche Außenhandel im Oktober zurück und zeigte sich zum Auftakt des vierten Quartals äußerst dynamisch.

Zu dem guten Ergebnis trugen sowohl die europäischen Handelspartner als auch Drittländer bei. Besonders bemerkenswert ist erneut der noch stärkere Anstieg der Einfuhren nach Deutschland.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Oktober 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 117,2 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 98,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe erneut wesentlich stärker gestiegen – im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,3 Milliarden Euro ab.

„Dieses positive Ergebnis darf aber nicht dazu verleiten, uns in vorweihnachtliche Sorglosigkeit fallen zu lassen. Es gibt weltweit viele Baustellen, die ein großes Risiko für den Welthandel bedeuten. Schon die morgige Abstimmung im britischen Unterhaus wird maßgeblich mitentscheiden, wie es weitergeht. Sollte das Abkommen scheitern, wäre der ungeordnete Brexit fast unausweichlich – mit unabsehbaren Folgen für die europäische und britische Wirtschaft. Das würde erhebliche Unruhe in die ohnehin schon unruhigen Zeiten bringen. Denn vom weltweit wachsenden Protektionismus bei gleichzeitig langsamerer wachsender Konjunktur brauchen wir gar nicht erst anfangen zu reden. Europa muss zusammenhalten, um seiner Bedeutung in der Welt gerecht zu werden“, so Bingmann abschließend.

43, Berlin, 10. Dezember 2018

 

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Berlin | 06.12.2018

Verbändeallianz aus Transport, Logistik, Industrie und Handel warnt vor Versorgungskollaps

Initiative übergibt Fünf-Punkte-Plan gegen Logistikengpässe und Fahrermangel im Straßengüterverkehr an Bundesverkehrsminister Scheuer

Die Initiative repräsentiert ca. 60% der Wirtschaftsleistung Deutschlands und macht mit dem Papier auf einen drohenden Versorgungskollaps aufmerksam. Jedes Jahr scheiden in Deutschland etwa 67.000 Berufskraftfahrer aus dem Berufsleben aus. Es können jedoch nur knapp 27.000 neue Fahrer hinzugewonnen werden. Damit fehlen jährlich etwa 40.000 Fahrer, was inzwischen zu akuten Engpässen in der gesamten Logistikbranche führt. Dies hat gravierende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft und Gesellschaft.

In dem Fünf-Punkte-Plan fordern die Verbände gemeinsame Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie zeigen die fünf zentralen Handlungsfelder auf, die schnellstens in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe unter Beteiligung aller relevanten Bundesministerien konkretisiert und umgesetzt werden müssen.

Zu den Handlungsfeldern gehören: MehrWertschätzung und eine Erhöhung der Attraktivität des Fahrerberufs, die Verbesserung der Ausbildung und Qualifizierung, eine Imagekampagne, eine Verbesserung der Infrastruktur und eine umfassende Digitalisierungsstrategie.

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Verbändeallianz

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Berlin | 04.12.2018

BGA: Konjunktur verliert an Schwung – Dynamik im Großhandel seit dem Sommer rückläufig

„Die Konjunktur verliert an Schwung.

Nachdem der Großhandel ein wichtiger Indikator für die Industrie- und Exportentwicklung ist, dürfte die Abschwächung in den kommenden Monaten andauern. Denn die Dynamik im Großhandel ist bei steigendem Preisdruck seit dem Sommer rückläufig. Stabilisierend wirkt dabei, dass der Handel mit Produktions- und Investionsgütern nicht ganz so stark nachlässt wie der Konsumgüterhandel.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Großhandelszahlen für das 3. Quartal.

Der Großhandel in Deutschland konnte im 3. Quartal 2018 seine Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,1 Prozent nominal und 0,8 Prozent real steigern. Der Konsumgütergroßhandel konnte dabei 1,9 Prozent nominal und 0,4 Prozent real zulegen und der Großhandel mit Investitionsgütern und Rohstoffen um 5,5 Prozent und 0,5 Prozent real. Im September 2018 verzeichnete der Großhandel ein Wachstum von 1,2 Prozent, verkaufte aber real 2,0 Prozent weniger.

„Die Politik muss diese Signale endlich ernst nehmen und die Voraussetzungen für neue Investitionen und Innovationen schaffen. Schmerzlich vermissen wir eine Modernisierung der Unternehmensbesteuerung ebenso wie die Schließung von Schlag- und Funklöchern auf den Straßen und Datenautobahnen. Auch mit dem Vertrauen in Europa geht es nicht voran, wenn die Bürger keine Vorteile sehen, sondern nur überbordende Regulierung wie die Datenschutzgrundverordnung und immer neue Informationspflichten“, so Bingmann abschließend.

42, Berlin, 4. Dezember 2018

 

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Berlin | 01.12.2018

BGA: Im Dissens vereint - G20-Gipfel hinterlässt eine gemischte Bilanz

„Angesichts der Vielzahl der globalen Herausforderungen und des Vormarsches nationaler Egoismen ist es sicher schon ein Erfolg,

dass sich alle Teilnehmer auf ein Abschlussdokument einigen konnten. Mit Blick auf die Herkulesaufgaben bei Handel, Migration oder Klimawandel können wir damit aber nicht zufrieden sein. Und erneut müssen wir Europäer uns an der eigenen Nase greifen, denn wir müssen dringend als EU international mehr Verantwortung übernehmen und eine Führungsrolle ergreifen, um ein Gegengewicht zu bilden und die Willigen zu einigen, die gemeinsam diese dicken Bretter anzugehen bereit sind.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum Abschluss des G20-Gipfels in Buenos Aires.

„Hoffnungsvoll stimmt das Einvernehmen, die Reform der Welthandelsorganisation zum Erfolg führen zu wollen. Denn die WTO ist und bleibt die einzige Institution, mittels der internationale Handelsstreitigkeiten beigelegt werden können. Am Ende unterstreicht auch der G20-Gipfel in Buenos Aires, wie wichtig diese Gesprächsformate sind, denn sie sind noch die Plattformen, auf denen die maßgeblichen Akteure miteinander reden“, betont der BGA-Präsident.

„Sowohl China als auch die USA ringen um ihren Einfluss in Lateinamerika. Europa muss sich in diesem Reigen weiterhin als verlässlicher Partner behaupten. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten kann hier ein wichtiger Baustein sein, der schnell zu einem Abschluss geführt werden muss“, so Bingmann abschließend.

41, Berlin, 1. Dezember 2018

 

 

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Berlin | 23.11.2018

BGA: Teure Brocken und neue Belastungen für die Wirtschaft

Zur heutigen Billigung der Gesetzespakete zur Rente, zur Brückenteilzeit und zur Beitragsparität in der Krankenversicherung im Bundesrat erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA):

„Die vom Bundesrat gebilligten Gesetzesvorhaben zur Rente, zur Brückenteilzeit und zur Beitragsparität in der Krankenversicherung stellen neue Belastungen für die Wirtschaft dar und sind eine schwere Hypothek. Das alles wird uns auf die Füße fallen, sobald die Konjunktur nachlässt. Mit Sorge sehen die Händler und Dienstleister die Ausweitungen der Rentenleistungen nach dem Gießkannenprinzip. Auch der neue befristete Teilzeitanspruch setzt falsche Signale und wird gerade mittelständische Unternehmen vor erhebliche Probleme bei der Personalplanung stellen. Ihnen wird es schwerfallen, die vorübergehend wegfallende Arbeitsleistung durch geeignete Fachkräfte zu ersetzen. Schließlich ist die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht nur eine milliardenschwere Mehrbelastung der Arbeitgeber, sondern schwächt auch den notwendigen Wettbewerb im Gesundheitswesen.“

Berlin, 23. November 2018

 

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Berlin | 22.11.2018

BGA zur Zahlungsmoral: Funktionierendes Inkassowesen für Wirtschaft unverzichtbar

Die deutsche Wirtschaft ist unabhängig von der Konjunkturlage auf ein funktionierendes Inkassowesen angewiesen.

Denn selbst bei anhaltend guter Wirtschaftslage lässt die Zahlungsmoral der Verbraucher nach. Die Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, auch weiterhin Zahlungsansprüche effektiv und umfassend durchsetzen zu können. Ein professionelles Forderungsmanagement sichert den Unternehmen Liquidität und verleiht ihnen Stabilität, die sie benötigen, um auch bei abkühlender Konjunktur im Wettbewerb zu bestehen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Vorstellung der Zahlungsmoral-Umfrage der Inkasso-Unternehmen durch den Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU).

27 Prozent der 550 befragten Inkasso-Unternehmen berichten, dass Verbraucher ihre Rechnungen 2018 nachlässiger als im Vorjahr begleichen. Als Grund gibt der Branchenverband BDIU an, dass Verbraucher – so absurd es klinge – deutlich mehr Geld zur Verfügung hätten und deshalb ihre Rechnung nicht mehr so sorgfältig wie früher bezahlten. 57 Prozent der befragten Unternehmen hätten die Erfahrung gemacht, dass private Schuldner fällige Rechnungen absichtlich erst viel später als vereinbart oder auch gar nicht bezahlten. Das unkontrollierte Konsumverhalten (67 Prozent der befragten Unternehmen) habe in diesem Jahr die Überschuldung (65 Prozent) als Hauptgrund für die Nichtbegleichung von Rechnungen abgelöst. Pro Jahr bearbeiten die professionellen Inkasso-Unternehmen mehr als 20 Millionen neue Forderungen. Sie tragen erheblich dazu bei, die volkswirtschaftlichen Schäden zu begrenzen, die durch Zahlungsverzug und Zahlungsausfälle entstehen. Auf diesem Wege werden dem Wirtschaftskreislauf in Deutschland jährlich zwischen 5 und 10 Mrd. Euro Liquidität wieder zugeführt.

„Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, das Inkassorecht verbraucherrechtlich weiterzuentwickeln. Es ist im Sinne des wirtschaftlichen Gemeinwohls, dass das professionelle Inkassowesen als wichtiger Partner für Händler und Dienstleister dabei keinen Schaden nimmt. Hier ist dringend Augenmaß gefordert!“, so Bingmann abschließend.

40, Berlin, 22. November 2018

 

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Berlin | 21.11.2018

BGA zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Wichtiges Zeichen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft

„Seit Jahren leidet die deutsche Wirtschaft unter einem dramatischen Fachkräftemangel.

Produktionskapazitäten müssen heruntergefahren werden, Aufträge können nicht angenommen werden, die Sorge um Nachbesetzung der Stellen in einer immer älter werdenden Belegschaft steigt. Kurzum: Es ist höchste Zeit für ein effektives Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Zuwanderung muss erleichtert und systematisiert werden, bestehende Umsetzungsprobleme müssen gelöst werden.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Diskussion um den Referentenentwurf zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

Berlin, 21. November 2018

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Berlin | 14.11.2018

BGA zum BIP: Politik muss erste Alarmsignale ernst nehmen

„Die gute Nachricht zuerst: Die deutsche Wirtschaft ist von einer Rezession noch deutlich entfernt.

Die schlechte Nachricht: Auch wenn die Konjunktur im Großen und Ganzen weiterhin aufwärtsgerichtet bleibt, verliert sie an Dynamik. Es ist an der Zeit, dass die Politik gegensteuert und Maßnahmen für neue Wachstumsimpulse sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreift.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

„Wenn wir die Erfolge auf dem Arbeitsmarkt und die damit einhergehende gute Kassenlage nicht gefährden wollen, müssen wir vorausschauend handeln. Ein weiteres Ausweichen der Politik, beispielsweise vor einer dringend notwendigen Unternehmensteuerreform sowie der Abschaffung des Solidaritätszuschlages, wird uns über kurz oder lang ins Hintertreffen führen,“ so Bingmann abschließend.

39, Berlin, 14. November 2018

 

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Berlin | 14.11.2018

Zur Einigung auf ein Brexit-Abkommen erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Nach der Einigung auf ein Brexit-Abkommen sind wir vorsichtig optimistisch, dass ein ungeordneter Austritt doch noch abgewendet werden kann.

Allerdings bleibt eine gehörige Position Skepsis, da die Zustimmung im britischen Parlament keineswegs sicher ist. Denn dort sind die Parteien gespalten und die Fronten verhärtet. Deshalb ist es zu früh, den Unternehmen Entwarnung zu geben. Vielmehr müssen sie nach wie vor alle Szenarien in ihre Überlegungen einbeziehen. Die Gefahr eines ungeordneten Austritts, der Unternehmen in Europa wie in Großbritannien stark belasten würde, ist noch nicht gebannt. Alles hängt von der britischen Innenpolitik ab, auf die wir wenig Einfluss haben. Eine gütliche Einigung wäre umso wichtiger, weil sich in Europa mit Italien bereits die nächste Baustelle auftut. Mit seiner desaströsen Haushaltspolitik riskiert das stark verschuldete Land eine Staatspleite und könnte Europa in eine weitere Finanzkrise ziehen.“

Berlin, 14. November 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 08.11.2018

BGA: Außenhandel kühlt spürbar ab

„Die Abkühlung der Exporte im dritten Quartal war fast greifbar.

Besonders schmerzt der Rückgang auf so breiter Front, auch wenn er sich auf dem europäischen Markt in Grenzen hält. Einzig die Länder der Eurozone liegen leicht im Plus.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für September 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 109,1 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent gesunken. Mit einem Warenwert von 90,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch wesentlich stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,4 Milliarden Euro ab.„Der weltweit zunehmende Protektionismus und Risiken wie der anstehende Brexit werden es den Unternehmen auch in den kommenden Monaten nicht leicht machen. Die Politik hat es in der Hand, dass sie beispielsweise nicht auch noch im internationalen Steuerwettbewerb weiter zurückfallen, und auch weitere Investionsbremsen hierzulande gelöst werden“, so Bingmann abschließend.

38, Berlin, 8. November 2018

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André Schwarz
Pressesprecher
Bundesverband Großhandel,
Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
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Berlin | 07.11.2018

Zum Jahresgutachten des Sachverständigenrates erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Die vielen Stolpersteine im internationalen Handel und weitere offene Baustellen, wie der Brexit, hinterlassen hierzulande wirtschaftliche Bremsspuren.

Dass der konjunkturelle Rückenwind, zu dem die Geldschwemme der EZB maßgeblich beiträgt, nicht ewig anhält, kommt wenig überraschend.

Die Hinweise und Empfehlungen aus Wirtschaft und Wissenschaft sollte die Politik daher ernst nehmen und mutig entgegensteuern. So sehr wir begrüßen, dass sich die Bundesregierung auf internationaler und europäischer Ebene für offenen und fairen Handel einsetzt, so sehr steigt in Deutschland der Handlungsdruck. So rangiert beispielsweise die Steuerbelastung für die Unternehmen bereits heute im oberen Drittel, Strukturreformen bei der Unternehmensbesteuerung sind überfällig. Aber auch Schlag- und Funklöcher bremsen die Wirtschaft immer wieder aus.“

Berlin, 7. November 2018

 

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Berlin | 07.11.2018

Zum Ausgang der US-Wahlen erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Das Ergebnis der US-Wahlen zeigt, dass die derzeitige Politik der US-Administration kein schlichter ‚Betriebsunfall‘ ist,

sondern in weiten Bevölkerungsteilen Zustimmung findet. Damit werden die Unsicherheit und der rüde Ton in der Außenwirtschaftspolitik anhalten. Das unterstreicht die Wichtigkeit eines souveränen und starken Europas, das mit einer Stimme spricht. Nur so werden wir unsere Werte einfordern und einen regelgebundenen offenen Welthandel vorantreiben können.“

Berlin, 7. November 2018

 

 

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Berlin | 19.10.2018

BGA kritisiert: Fehlende Verteilungsgerechtigkeit bei Anhebung der Lkw-Mautsätze

„Durch die Anhebung der Lkw-Maut zum 1. Januar 2019 werden Unternehmen künftig mit über 7 Milliarden Euro belastet.

Besonders schmerzlich sind die fehlende Verteilungsgerechtigkeit und die Anlastung von sachfremden, externen Kosten. Für schadstoffarme, schwere Euro-VI-Lkw steigen die Kosten pro Kilometer allein durch die höheren Mautsätze um rund 40 Prozent und das Ziel einer möglichst schnellen Schadstoffreduktion wird konterkariert. Bereits heute leistet der Straßengüterverkehr einen maßgeblichen Beitrag zu den Infrastrukturkosten. Auch aus Verbrauchersicht ist die erhebliche Ausweitung der Maut nicht sachgerecht. Angesichts des bereits heute hohen Kostendrucks ist der Handel gezwungen, zumindest einen Teil der zusätzlichen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Die Lkw-Maut wirkt somit wie eine versteckte Steuer für die Endkunden. Zwar ist die Befreiung der Maut bei umweltfreundlichen Gasantrieben richtig, allerdings ist die Ausnahme von Erdgasantrieben zu kurz gedacht. Auch die Lkw, die mit dem umweltfreundlichen Autogas (LPG) betrieben werden, müssen von der Maut befreit werden.“ Dies erklärt Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich der Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes.

Berlin, 19. Oktober 2018

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Carsten Taucke

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Berlin | 18.10.2018

BGA: EU und Singapur setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Protektionismus

„Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Singapur ist ein wichtiges Signal in einer schwierigen Zeit, in der der freie Handel fortwährend Angriffen ausgesetzt ist.

Zudem hat das Abkommen auch große wirtschaftliche Bedeutung. Schließlich ist der Stadtstaat Drehscheibe für den gesamten südostasiatischen Staatenverband ASEAN und als Sitz tausender europäischer Unternehmen von großer Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Singapur ist Europas wichtigster Partner in einer der größten Wachstumsregionen der Welt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der morgigen Unterzeichnung des EU-Singapur-Freihandelsabkommens.

„Die Unterzeichnung ist nun der lang ersehnte Schritt, das Abkommen endlich zum Nutzen der Unternehmen hier wie dort anzuwenden. Nach dem langwierigen Hickhack um die Zuständigkeiten fordern wir jetzt eine schnelle Ratifizierung des Abkommens ein, damit unsere Handelsunternehmen schon Anfang nächsten Jahres von den vereinbarten Zollsenkungen und dem Abbau der Handelsbarrieren profitieren können. Das Freihandelsabkommen steht zudem am Anfang einer stärkeren wirtschaftlichen Verbindung Südostasiens mit der EU. Es ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem umfassenden Abkommen mit der ganzen ASEAN-Region“, so Bingmann abschließend.

37, Berlin, 18. Oktober 2018

 

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Berlin | 18.10.2018

BGA zur Brückenteilzeit: Unternehmen benötigen mehr Freiräume statt neue Hürden

„Der neue befristete Teilzeitanspruch stellt Handels- und Dienstleistungsunternehmen vor erhebliche Probleme bei der Personalplanung.

Gerade mittelständische Unternehmen werden entgegen aller Sonntagsreden mehr belastet: Ihnen wird es schwerfallen, die vorübergehend wegfallende Arbeitsleistung durch geeignete Fachkräfte zu ersetzen. Die Einschränkung des unternehmerischen Gestaltungsspielraums in der anhaltend guten Wirtschaftslage ist gefährlich. Neue arbeitsrechtliche Belastungen wie die Brückenteilzeit werden uns auf die Füße fallen, sobald die Konjunktur nachlässt. Um international wettbewerbsfähig zu sein, benötigen deutsche Unternehmen mehr statt weniger Freiräume.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zur abschließenden Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts (Brückenteilzeit) im Deutschen Bundestag am heutigen 18. Oktober 2018.

36, Berlin, 18. Oktober 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 17.10.2018

BGA: Steigende Nervosität belastet Welthandel und Weltwirtschaft – Eigene Mauern hochziehen ist für Außenhandel keine Option – Hoffen auf Durchbruch in Brexit-Verhandlungen

„Zehn Jahre nach der Finanzkrise stehen wir heute vor einer globalen handelspolitischen Krise.

„Zehn Jahre nach der Finanzkrise stehen wir heute vor einer globalen handelspolitischen Krise – einem massiven Angriff auf die regelgebundene Welthandelsordnung. In dieses Chaos dürfen wir uns nicht hineinziehen lassen. Vielmehr gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und Kurs zu halten.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., heute in Berlin anlässlich der Herbstpressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Wachstumstempo lässt nach
„Während sich der deutsche Außenhandel im ersten Halbjahr wacker geschlagen hat, hat im Hintergrund der Rückgang bei den ausländischen Auftragseingängen eindeutig die Wende eingeläutet. Somit zeichnet sich ab, dass wir das Wachstumstempo im Außenhandel in der zweiten Jahreshälfte nicht halten können“, so Bingmann.

Vor diesem Hintergrund senkt der BGA seine Wachstumsprognose für die deutschen Exporte im laufenden Jahr auf 3,5 Prozent. „Einem ganzen Bündel mehr oder weniger großer Risiken stehen nur wenige Impulse für neues Wachstum gegenüber“, warnte der BGA-Präsident. Neben der Aushöhlung der internationalen Wirtschaftsordnung durch die USA verwies er auf geopolitische Risiken und den hohen Verschuldungsgrad, insbesondere zahlreicher Schwellenländer, aber beispielsweise auch Italiens, die finanziell verwundbar seien.

Derweil stiegen die gesamten Exporte in den ersten sechs Monaten um vier Prozent auf 663 Milliarden Euro. Besonders erfreulich war dabei die Entwicklung bei den Exporten in die EU-Länder: Fast fünf Prozent mehr deutsche Waren (+4,8% auf 459,1 Milliarden Euro) gingen ins EU-Ausland. Zugleich sind die Schatten des Brexit nicht mehr zu übersehen: Allein im ersten Halbjahr sanken unsere Exporte in das Vereinigte Königreich um fast drei Prozent (-2,7%) auf 42,1 Milliarden Euro.

Auch im US-Geschäft hinterlässt der von Präsident Trump begonnene Handelsstreit Spuren. Die Ausfuhren in die USA sind nur um knapp ein Prozent (auf 56,1 Milliarden Euro) gewachsen. Hingegen stiegen die Ausfuhren nach China um zehn Prozent auf 53,3 Milliarden Euro.

Unterm Strich bleiben die USA mit 56 Prozent wichtigster Handelspartner im Export. Beim gesamten Handelsvolumen belegt die Volksrepublik China mit fast 50 Prozent den ersten Platz. Friktionen im internationalen Handel zwischen unserem wichtigsten Handelspartner China und unserem wichtigsten Absatzmarkt USA würden uns unzweifelhaft massiv treffen, warnte der BGA-Präsident.

WTO-Reform muss Missstände ansprechen
Hauptaugenmerk gilt derzeit dem bevorstehenden Brexit sowie der nun seit fast zwei Jahren schrittweisen Aushöhlung und den anhaltenden Angriffen auf die Welthandelsordnung. „Eigene Mauern hochzuziehen ist angesichts dessen, dass 90 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums in den nächsten zehn bis 15 Jahren außerhalb der EU stattfinden, keine Option“, mahnte Bingmann und begrüßte, wie sehr sich die Bundesregierung derzeit zusammen mit unseren europäischen Nachbarn im Rahmen der G20 für die Stabilisierung und den Erhalt des multilateralen Handelssystems einsetze.

Eine Reform der WTO müsse auch Missstände ansprechen, die durch ungerechtfertigte Subventionen und durch einen mangelnden Schutz von geistigem Eigentum entstehen. Ein Großteil von Amerikas Zorn diesbezüglich gegen China sei nicht unberechtigt. Doch einseitig verhängte „Strafzölle“ seien der falsche Weg, der sich infolge der fortgeschrittenen, internationalen Arbeitsteilung disruptiv auf Lieferketten in der ganzen Welt auswirke.

Gerade im Handelskonflikt mit den USA offenbare sich, welch schützende Wirkung die EU für ihre Mitglieder zu bieten habe. Der Brexit sei in dieser Zeit ein folgenschwerer, katastrophaler Schritt.

Harter Brexit als Worst-Case
„Die Lage ist ernst, die Verhandlungen haben den kritischen Zeitpunkt längst überschritten und stecken in einer Sackgasse fest. Die Staats- und Regierungschefs, die sich heute in Brüssel zum EU-Gipfel treffen, müssen nun endlich eine Lösung herbeiführen. Dies ist nun zentrale Aufgabe der gesamten EU und ihrer Institutionen. Es besteht die reale Gefahr, dass am Ende ein von beiden Seiten ungewollter, vertragsloser Austritt steht, der für Briten und Europäer schwerwiegende Folgen hätte. Bei einem solchen ‚harten Brexit‘ – ohne Freihandelsabkommen – drohen deutschen Unternehmen Kosten in Milliardenhöhe.

„Eine Einigung darf aber nicht um jeden Preis erzielt werden. Für uns Groß- und Außenhändler steht nach wie vor die Integrität des Binnenmarkts an erster Stelle. Kein einzelnes europäisches Land kann auf der internationalen Bühne auch nur annähernd so viel Einfluss haben wie die EU als Ganzes. Und dennoch sollte man gemeinsam auch die zur Verfügung stehende Flexibilität auf beiden Seiten nutzen. Auch die EU sollte nicht so hart verhandeln, dass das Band zwischen ihr und England auf Dauer zerschnitten bleibt – damit dessen und unsere Enkel über einen Wiedereinzug in das europäische Haus miteinander sprechen können“, so Bingmann abschließend.

35, Berlin, 17. Oktober 2018

 

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Berlin | 09.10.2018

BGA: Spätsommer im deutschen Außenhandel

„Für den Export klingt der Sommer mit einem stabilen Ergebnis aus, während er für die Importeure andauert.

So sind die deutschen Einfuhren im August fast dreimal so stark gewachsen wie die Ausfuhren.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 105,2 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 88,1 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch wesentlich stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 17,2 Milliarden Euro ab.

„Angesichts der vielen Unsicherheiten, insbesondere ausgelöst durch die direkten und indirekten Folgen der Handelsstreitigkeiten, blicken wir mit Vorsicht in Richtung Jahresende. Es ist sicher zu früh, Alarm zu schlagen, doch die Anzeichen mehren sich, dass die Unternehmen sich auf ein schwächeres Exportwachstum einstellen müssen. Denn eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China scheint ebenso wenig in Sicht wie ein Verhandlungsergebnis für den Brexit. Wir sollten uns dringend auf regelbasiertes Handeln zurückbesinnen und viel stärker unsere gemeinsamen Werte als die Unterschiede in den Vordergrund stellen. Alles andere schadet allen Wirtschaftsbeteiligten“, so Bingmann abschließend.

34, Berlin, 9. Oktober 2018

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Berlin | 02.10.2018

BGA zur Einigung beim Dieselgipfel: Ergebnisse jetzt zügig in die Tat umsetzen

„Die Einigung im Dieselstreit ist längst überfällig. Wir erwarten, dass die Beschlüsse nun zügig umgesetzt werden.

Die seit Monaten herrschende Debatte um die Zukunft des Diesels ließ Sachlichkeit bisweilen vermissen. Klar ist, dass, wenn man effiziente und emissionsarme Verkehre stärken möchte, Antriebstechnologien nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Nur ein technologieoffener Ansatz kann die notwendigen Impulse im Kampf um die Einhaltung der Klimaziele setzen. Der Diesel liefert hierzu nach wie vor einen entscheidenden Beitrag. Mit dem nun getroffenen Kompromiss können Fahrverbote in den meisten deutschen Städten verhindert werden. Es ist richtig, dass der Bund die Umrüstung von Lieferfahrzeugen mit bis zu 80 Prozent finanziell unterstützen will.“ Dies erklärte Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich der Einigung beim Dieselgipfel.

Berlin, 2. Oktober 2018

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Carsten Taucke

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Berlin | 01.10.2018

BGA: Einigung auf NAFTA-Nachfolgeabkommen ist ein Lichtblick

„In unruhigen Zeiten, in denen Protektionismus wieder salonfähig geworden ist, ist das Abkommen in letzter Minute ein Lichtblick.

Ob das neue Abkommen NAFTA vollwertig ersetzen kann, bleibt allerdings noch abzuwarten. Wie so oft kommt es auch hier auf die Details an.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Einigung zwischen Kanada und den USA auf das neue Freihandelsabkommen USMCA, welches das bisherige NAFTA-Abkommen ersetzen soll.

„Die Einigung ist ein Fingerzeig, dass es anscheinend doch noch möglich ist, mit der Trump-Administration Abkommen zu schließen, die den Handel erleichtern, statt inständig zu blockieren. Das weckt die Hoffnung, dass sich diese konstruktive Haltung auch auf die Verhandlungen der USA mit der EU über ein neues Freihandelsabkommen übertragen lässt. Ein solches Abkommen wird dringend gebraucht, um weiteren Handelsstreitigkeiten vorzubeugen. Deutsche Unternehmen sind zudem auf offene Märkte und stabile Rahmenbedingungen angewiesen und tragen mit ihrer Wettbewerbsfähigkeit entscheidend zum Wohlstand hierzulande bei“, so Bingmann abschließend.

33, Berlin, 1. Oktober 2018

 

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 26.09.2018

Richtiger Ausbau von 5G ist für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands entscheidend!

„Wir brauchen eine flächendeckende, schnelle und zuverlässige Netzabdeckung entlang der Verkehrswege.

Nur so können Innovationen wie automatisiertes und vernetztes Fahren umgesetzt werden, um auf diese Weise Verkehre effizienter und umweltschonender zu gestalten. Auch für die Bereitstellung von digitalen Diensten und erhöhte Verkehrssicherheit ist eine flächendeckende Netzabdeckung unumgänglich. Der mittelständisch geprägte Groß- und Außenhandel ist oftmals auch in ländlichen Gebieten abseits der Metropolen beheimatet. Gerade zum Erhalt der regionalen Wirtschaftsstruktur müssen die Netze massiv ertüchtigt werden. Neben der größtmöglichen Haushaltsabdeckung muss genauso die Versorgung der Verkehrswege im Auge behalten werden. Allein die Konzentration auf die Haushalte, wie bislang von der Bundesnetzagentur vorgesehen, ist zu kurz gesprungen und reicht nicht aus. Denn selbst eine 98-prozentige Abdeckung der Haushalte hinterlässt rund 15 Prozent Funklöcher entlang der Verkehrswege. Das aber ist für Wirtschaft und Bürger nicht zumutbar.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), im Vorfeld der anstehenden Versteigerung der 5G-Frequenzen.

32, Berlin, 26. September 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 20.09.2018

BGA fordert klare Strategie im Wohnungsbau

„Niemand sollte allzu hohe Erwartungen an den anstehenden Wohngipfel haben.

Schnelle Lösungen kann es nicht geben, schließlich ist das Problem auch nicht über Nacht entstanden. Was fehlt, ist eine klare und verlässliche Strategie. Es muss endlich Schluss sein mit dem Herumdoktern an den Symptomen. Mit jeder weiteren Regulierung und immer höher geschraubten Normen werden sich die Probleme nur noch verschärfen. Sonst rückt das Ziel, den Mangel an 1,5 Millionen bezahlbarer Wohnungen zu beseitigen, in weite Ferne.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum Wohngipfel.

„Wenig sinnvoll sind Eingriffe wie eine Mietpreisbremse. Es bedarf einer klaren Prioritätensetzung, in deren Mittelpunkt die Stärkung des Wohnungsmarktes steht und Marktanreize dem Wohnungsbau mehr Impulse geben. Effektiver sind die schnelle Ausweisung von Wohnungsgebieten, eine Beschleunigung der Genehmigungen, das Zurückdrehen der regulatorischen Kostenschraube und die Reduzierung der Nutzungsdauer von Gebäuden auf eine realistische Größe von 25 bis 30 Jahren. Die bisherigen 50 Jahre sind fern jeglicher Realität. Dann kann auch der Großhandel, der Baugewerbe und Handwerk mit allem beliefert, dazu beitragen, qualitativ gut und günstig zu bauen. Der Großhandel liefert in jedem Segment: von preiswert bis gehobener Standard, ein einfaches Badezimmer genauso wie ein luxuriöses", so Bingmann abschließend.

31, Berlin, 20. September 2018

 

 

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Berlin | 18.09.2018

Zu den von US-Präsident Trump verkündeten neuen Sonderzöllen gegen China erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Allen Warnungen zum Trotz spielt Präsident Trump einmal mehr mit dem Feuer.

Mit der erneuten Eskalation im Handelsstreit mit China zockt Trump mit dem Kapital der eigenen Unternehmen. Deren augenblicklich blendende Verfassung steht im krassen Gegensatz zu den wirtschaftspolitischen Irrwegen des Präsidenten.

Mit seiner zerstörerischen Handelspolitik sägt Donald Trump weiter an den Fundamenten der Weltwirtschaft. Er mindert damit auch die Erfolgsaussichten seiner eigenen, riskanten Steuerreform. Die Zeche für das Chaos werden jedoch am Ende nicht nur die US-Bürger bezahlen müssen.“ Berlin, 18. September 2018

Berlin, 18. September 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 13.09.2018

Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Digitalisierung

Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt Fahrt auf

• Unternehmensbefragung: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen haben Digitalisierungsvorhaben fest eingeplant
• Große Unternehmen sind Vorreiter, Verarbeitendes Gewerbe sowie Groß- und Außenhandel besonders aktiv
• Triebfeder für Investitionen ist Effizienzsteigerung
• Zugang zu Krediten für Digitalisierungsprojekte schwieriger als für andere Investitionen

In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei 42 %. Der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben ausschließen, ist um 9 Prozentpunkte auf 25% gesunken.

Wie stark Unternehmen in die Digitalisierung investieren, hängt von ihrer Größe ab. Vorreiter sind große Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Jahresumsatz, von denen 87 % Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant haben. Der entsprechende Anteil der kleinen Unternehmen bis 1 Mio. EUR Jahresumsatz liegt bei 32 %. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt, sind Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Groß- und Außenhandels mit 69 bzw. 68 % besonders aktiv. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes digitalisieren vor allem ihre Produktionsanlagen. Im Groß- und Außenhandel steht dagegen die Vernetzung mit anderen Unternehmen im Mittelpunkt.

Die Triebfeder für geplante Digitalisierungsinvestitionen ist für die Unternehmen die Steigerung der Effizienz, etwa durch die Verknüpfung der IT-Systeme zwischen den Geschäftsbereichen (56 %) oder in der Produktion (55 %). Die Nutzung von Chancen bei der Erschließung neuer Märkte mit Hilfe neuer digitaler Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ist nur für 34 % ein Motiv für Investitionen in die Digitalisierung. Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zu den Ergebnissen: „Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Wachstum und Produktivität zu steigern, und hilft dabei, auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen. Deshalb ist es erst einmal eine gute Nachricht, dass die Unternehmen stärker in die Digitalisierung investieren. Es reicht aber nicht, damit lediglich die Effizienz des Bestehenden zu verbessern. Vielmehr gilt es, den Blick noch viel stärker auf die Chancen der Digitalisierung für veränderte oder neue Geschäftsmodelle und Märkte zu richten. Hier liegt die eigentliche Herausforderung, um künftig im Wettbewerb zu bestehen.“

Nur wenig Unternehmen finanzieren ihre Digitalisierungsprojekte über Kredite. Lediglich 9 % der Unternehmen, die Kreditverhandlungen führen, wollen damit Digitalisierungsvorhaben finanzieren. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Unternehmen bislang eher kleine Volumina für ihre Digitalisierungsprojekte ausgeben und die dafür erforderlichen Mittel aus internen Quellen decken können. Mit zunehmender Größe führen Unternehmen häufiger Kreditverhandlungen über Digitalisierungsvorhaben.

Generell ist es für Unternehmen schwieriger, Kredite für Investitionen in die Digitalisierung zu erhalten als für andere Investitionen, z.B. für Maschinen und Anlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen den Kreditzugang als „schwierig“ oder „sehr schwierig“ bezeichnen, beträgt bei Unternehmen, die für Digitalisierungsvorhaben nach einem Kredit suchen, 13,7 %. Diese Wahrscheinlichkeit liegt somit gut zwei Drittel höher als bei Krediten für andere Investitionen.

Die Unternehmensbefragung 2018 wurde zum 17. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 2.200 Unternehmen aus 20 Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2017 und Mitte März 2018. Die Unternehmensbefragung 2018 – Digitalisierung nimmt Fahrt auf steht zum Download zur Verfügung.

Berlin, 13. September 2018

 

BDI, BGA, HDE, ZDH, KFW

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Berlin | 12.09.2018

BGA gegen Abmahnmissbrauch: Datenschutzverstöße dürfen nicht abmahnfähig sein!

„Datenschutzverstöße dürfen nicht zum Geschäftsmodell einer Abmahn-Industrie werden.

Dies muss dringend gesetzlich ausgeschlossen werden, um Rechtssicherheit gerade für kleine und mittelständische Unternehmen zu schaffen. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen müssen vor einer drohenden Abmahnwelle geschützt werden, insbesondere wenn es sich nur um unerhebliche und geringfügige Verstöße handelt. Sie leiden ohnehin noch unter den Unsicherheiten der Datenschutz-Grundverordnung. Gerade für Online-Händler ist das Abmahnrisiko durch die DSGVO nochmals gestiegen.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Vorlage des Referentenentwurfs eines Gesetzes zur Stärkung des fairen Wettbewerbs durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am 11. September 2018.

„Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung missbräuchliche Abmahnungen bekämpfen will. Entgegen der Empfehlung des Parlaments sieht der Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums hierzu leider keine konkrete Regelung für den Datenschutz vor. Dies muss jetzt dringend nachgeholt werden“, so Bingmann abschließend.

30, Berlin, 12. September 2018

 

 

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Berlin | 07.09.2018

BGA: Außenwirtschaftliches Hochdruckgebiet hält (noch) an

„Der deutsche Außenhandel startet allen Schwierigkeiten zum Trotz ungebremst in die zweite Jahreshälfte.

Obwohl die internationalen Lieferverflechtungen durch Strafzölle und entsprechende Gegenmaßnahmen unter Druck stehen, legten die Ausfuhren in die außereuropäischen Märkte nochmals um über sieben Prozent zu. Und auch in der Eurozone läuft das Geschäft weiter rund. Die Importe aus unseren europäischen Nachbarländern haben sich sogar noch besser entwickelt, alleine aus der Eurozone stiegen die Einfuhren um über 14 Prozent.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juli 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 111,0 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent mehr. Mit einem Warenwert von 94,5 Milliarden Euro sind die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 12,0 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 19,5 Milliarden Euro ab.

„Die Friktionen im internationalen Handel schlagen sich noch nicht in den Außenhandelszahlen nieder. Angesichts der Rückgänge bei den Auftragseingängen muss sich der deutsche Außenhandel jedoch frühzeitig auf schlechtere Zeiten einstellen. Die Unsicherheiten, die von einem weiterhin ungeklärten Brexit oder aber den massiven Handelsstreitigkeiten zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt ausgehen, werden ihre Spuren hinterlassen“, so Bingmann abschließend.

29, Berlin, 7. September 2018

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Berlin | 03.09.2018

BGA: Großhandel mit viel Schwung

„Der Großhandel startet mit viel Schwung in die zweite Jahreshälfte.

Das ist ein gutes Vorzeichen für ein dynamisches Wachstum der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten. Hinter den guten Zahlen verbergen sich jedoch enorme Risiken. Wir dürfen daher nicht blind darauf vertrauen, dass die Erfolgsgeschichte anhaltender Wohlstandszuwächse immer so bleibt. Die Vorsorge in guten Zeiten für wieder schwierigere bleibt ratsam. Die sprudelnden zusätzlichen Steuereinnahmen müssen stärker in die Zukunftsvorsorge angelegt werden.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Großhandelsumsätze.

Der Großhandel ist im ersten Halbjahr 2018 um nominal 3,2 Prozent und real um 1,6 Prozent gewachsen. Im zweiten Quartal lagen die Zuwächse mit nominal + 4,5 Prozent und real + 2,6 Prozent deutlich über dem Halbjahresdurchschnitt. Im Schlussmonat Juni ist der Großhandel sogar mit + 6,1 Prozent nominal und + 4,2 Prozent real in die Urlaubszeit gestartet.

„Deutschland arbeitet an der Grenze des wirtschaftlich Möglichen. Arbeitskräfte sind knapp, die Sanierung der Infrastruktur und Investitionen im Wohnungsbau stecken in planerischen und Genehmigungsengpässen fest. Wir brauchen mehr Mut, bürokratische Fesseln abzubauen, um die Flexibilität zu bekommen, die wir in bewegten Zeiten benötigen“, so Bingmann abschließend.

28, Berlin, 3. September 2018

 

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Berlin | 29.08.2018

BGA zum Rentenpaket: Händler und Dienstleister besorgt über leichtfertigen Umgang mit Beitrags- und Steuermitteln

„Die Koalition geht leichtfertig mit den Geldern der Beitrags- und Steuerzahler um.

Händler und Dienstleister sind besorgt, dass erneut teure Rentenleistungen nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, anstatt die vorhandenen Gelder zielgerichtet zur Vermeidung von Altersarmut einzusetzen. Auch gut versorgte Rentnerinnen und Rentner und gut verdienende Beamte, die nebenbei einen Midi-Job ausüben, profitieren von der Umverteilung. Dies treibt die Beitragssätze für Versicherte und Arbeitgeber aus Handel und Dienstleistungen unnötig in die Höhe. Ohne die neuen Leistungsausweitungen wäre der Rentenversicherungsbeitrag bis 2025 unter 20 Prozent geblieben. Eine „doppelte Haltelinie“, die die Regierung zur Stabilisierung der Rentenversicherung einführen will, wäre überhaupt nicht erforderlich geworden. Vielmehr hätte der Beitragssatz auf 18,3 Prozent gesenkt werden können.“ Dies sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses am Morgen des 29. August 2018.

CDU, CSU und SPD haben sich auf Leistungsausweitungen bei der sogenannten Mütterrente und der Erwerbsminderungsrente sowie für Beschäftigte in der Gleitzone („Midi-Jobber“) verständigt. Die Kosten belaufen sich bis 2025 auf rund 32 Milliarden Euro. Davon entfallen über 22 Milliarden auf die sogenannte Mütterrente. Eine „doppelte Haltelinie“ soll sicherstellen, dass das Rentenniveau bis 2025 auf 48 Prozent gehalten und der Beitragssatz zur Rentenversicherung 20 Prozent nicht übersteigt. Neben den Rentenleistungen hat die Koalition beschlossen, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozent zu senken. Die Maßnahmen sollen heute vom Bundeskabinett beschlossen und zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

„Die Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozent tröstet da wenig. Sie ist längst überfällig. Dafür kommen aber gleichzeitig 2019 höhere Kranken- und Pflegeversicherung auf die Unternehmen zu. Für ein Großhandelsunternehmen bedeutet das unterm Schnitt eine höhere Belastung im nächsten Jahr“, so Bingmann abschließend.

27, Berlin, 29. August 2018

 

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Berlin | 23.08.2018

Elbvertiefung: Endlich ist der Weg frei!

„Endlich! Grünes Licht für die Elbvertiefung, das ist das längst überfällige Signal für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Nach über 15 aufreibenden Jahren des Streits und des Stillstands können nun die Baumaßnahmen zeitnah beginnen. Der Hamburger Hafen ist ein wichtiges Drehkreuz für den nationalen und internationalen Handel aber auch ein Jobmotor für die rund 150.000 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt von ihm abhängen. Nun gilt es, schnellstmöglich die Ausschreibungen zu finalisieren und mit den Baumaßnahmen zu starten, weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar.“ Dies erklärte Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich der heutigen Entscheidung des Planergänzungsbeschlusses zur Elbvertiefung.

26, Berlin, 23. August 2018

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Carsten Taucke

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Berlin | 23.08.2018

BGA: Eskalation des Handelsstreits produziert nur Verlierer

„Bei dem Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind wir keine unbeteiligten Zuschauer, sondern mittendrin.

Die erneute Welle von Zusatzzöllen wird nicht nur Unternehmen in China und den USA schaden, sondern stellt eine Bedrohung für die Weltkonjunktur dar. Infolge der fortgeschrittenen, internationalen Arbeitsteilung hat der Disput das Potential, sich disruptiv auf Lieferketten in der ganzen Welt auszuwirken.“ Dies sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der neuen Sonderzölle, die sowohl die USA als auch China am Donnerstag auf Waren des jeweils anderen Landes im Volumen von jeweils 16 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt haben.

„Wir appellieren an die Beteiligten, den Handelskonflikt beizulegen, um den Schaden nicht weiter zu vergrößern. Klar ist, dass China deutlich mehr machen muss, um das geistige Eigentum ausländischer Unternehmen zu schützen. Dieses Problem muss auch im Sinne deutscher Unternehmen durch die internationale Gemeinschaft gelöst werden. Einseitig verhängte Zusatzzölle sind eindeutig der falsche Weg, um solche Ziele zu erreichen. Insbesondere, da sich ein solches Vorgehen schnell auch wieder gegen deutsche Firmen direkt richten kann. Zwar ruht aktuell der Handelsdisput zwischen den USA und der EU, aber die Bedrohung durch US-Zusatzzölle auf Autos und Autoteile ist noch nicht komplett vom Tisch, so Bingmann abschließend.

25, Berlin, 23. August 2018

 

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Berlin | 17.08.2018

BGA: Deutsch-russische Dialogbereitschaft ist ein positives Signal

„Das wirtschaftspolitische Umfeld ist für den deutsch-russischen Handel jüngst noch schwieriger geworden.

Umso mehr begrüßen wir den bilateralen Dialog, der auf den verschiedenen Ebenen in den vergangenen Monaten stattgefunden hat. Denn nur im Dialog und einem Aufeinanderzugehen können die politischen Rahmenbedingungen wieder verbessert werden.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich des bevorstehenden Gesprächs zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

„Dabei gehen Sicherheit und Stabilität mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung Hand in Hand. Dies muss auch ganz im Sinne der russischen Wirtschaft sein, denn von dem angekündigten Aufholprozess ist bislang nicht viel zu sehen.
Russland ist für Deutschland wirtschaftlich wie politisch, und darüber hinaus, ein wichtiger Partner, auf den wir nicht verzichten können – und auch nicht wollen. Viele Fragen von internationaler Bedeutung können wir gemeinsam und in enger Abstimmung besser voranbringen“, so Bingmann abschließend.

24, Berlin, 17. August 2018

 

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Berlin | 14.08.2018

BGA zum BIP: Konflikte nehmen zu – Geschäfte nicht ab

„Der Konjunkturboom in Deutschland ist ein Phänomen: Die Konflikte um uns herum nehmen zu, aber die Geschäfte trotzdem nicht ab.

Seit 2005 entwickelt sich nun die deutsche Wirtschaft – mit Ausnahme der schweren Finanzmarktkrise 2008/2009 – aufwärts und dies trotz aller Hemmnisse und Unsicherheiten. Erfreulich ist, dass die Unternehmen bislang alle Klippen und Untiefen klug umschiffen, ihre Geschäfte weiter diversifizieren und umsichtig planen. Hierbei könnten sie mehr Rückendeckung durch die Politik, etwa bei der Unternehmensbesteuerung, gut gebrauchen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Wachstumszahlen.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft fällt im Vergleich zum Vorquartal im zweiten Quartal 2018 um 0,5 Prozent höher aus. Wachstumsmotoren waren insbesondere der starke Binnenkonsum sowie die höheren Investitionen der öffentlichen Hand und der Unternehmen.

„Keinesfalls dürfen wir uns jedoch in Sicherheit wiegen, denn die guten Zahlen von heute sind nicht automatisch die von morgen – gerade angesichts des derzeitigen internationalen Umfeldes. Die Entwicklung kann abrupt abreißen, wenn Streitigkeiten und Handelskonflikte eskalieren. Die Große Koalition wäre gut beraten, dies bei ihren kostentreibenden Plänen zu berücksichtigen. Protektionismus und Nationalismus sind derzeit die größten Gefahren für den Wohlstand – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wir brauchen daher ein starkes Europa, das für regelbasierten Freihandel und Stabilität eintritt“, so Bingmann abschließend.

23, Berlin, 14. August 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 07.08.2018

BGA: Deutscher Außenhandel mit starkem ersten Halbjahr

„Der deutsche Außenhandel hat ein starkes erstes Halbjahr 2018 hingelegt.

Die Unternehmen haben den handelspolitischen Unberechenbarkeiten Stand gehalten und ihr unternehmerisches Geschick unter Beweis gestellt. Allerdings wird uns das eruptive und eskalative Handeln von US-Präsident Trump wohl noch öfter die Sprache verschlagen – mit unkalkulierbaren Folgen für die Weltwirtschaft. Daher blicken wir trotz des starken ersten Halbjahrs nicht unbesorgt in die Zukunft“. Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juni 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 115,5 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 7,8 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 93,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 10,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 21,8 Milliarden Euro ab.

„Besonders erfreulich ist auch die positive Entwicklung der Importe, denn sie tragen nicht zuletzt dazu bei, auch künftig gute Geschäfte machen zu können. Exportseitig hat die gut laufende Konjunktur in der Eurozone die eher schwachen Drittlandsmärkte mehr als ausgeglichen. Trotz des guten Abschneidens zeigt sich, dass die politischen Töne und Entscheidungen der letzten Monate bereits Spuren hinterlassen haben, z.B. im Handel mit dem Vereinigten Königreich und den USA. Aufgrund der heute wieder eingetretenen US-Sanktionen gegen den Iran ist auch ein Rückgang in den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Iran zu befürchten. Nach der positiven Entwicklung seit dem Atom-Abkommen bedauern wir dies sehr und appellieren an die Bundesregierung, die deutschen Unternehmen effizient zu unterstützen. Vor allem werden Lösungen im Zahlungsverkehr benötigt“, so Bingmann abschließend.

22, Berlin, 7. August 2018

 

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Berlin | 01.08.2018

Neues Ausbildungsjahr startet erstmals mit dem E-Commerce-Kaufmann

„Heute startet vielerorts das neue Ausbildungsjahr und damit erstmals auch die Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann.

Für den Großhandel ist dieser neue maßgeschneiderte Beruf für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen über das Internet eine große Chance für die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften im zukunftsträchtigen Online-Markt. Für junge Menschen bietet der E-Commerce-Kaufmann eine solide und breite Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt, insbesondere auch im B2B-Handel. Wir wünschen den Betrieben und Auszubildenden im Groß- und Außenhandel einen erfolgreichen Start in die Ausbildung und viel Erfolg mit dem neuen Beruf.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), in Berlin anlässlich des heutigen Inkrafttretens der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im E-Commerce und zur Kauffrau im E-Commerce.

21, Berlin, 1. August 2018

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Berlin | 17.07.2018

BGA: Es geht auch anders: EU-Japan-Freihandelsabkommen unterzeichnet

„In Zeiten, in denen Präsident Trump die EU zum Feind erklärt, freuen wir uns, dass man dies in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt anders sieht.

Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Japan ist ein wichtiges Signal gegen Protektionismus und Abschottung.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Freihandelsabkommens.

„Japan ist nicht nur Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner in Asien, uns verbinden auch gemeinsame Werte, die wir jetzt noch stärker in die Waagschale des regelbasierten Handels werfen können. Mit dem Abkommen können wir zeigen, dass Freihandel alternativlos ist. Kritikern des Abkommens muss man mit sachlichen Argumenten ihre Ängste nehmen. So ist beispielsweise das Selbstbestimmungsrecht der Kommunen, um das sich einige sorgen, geschützt. Generell werden die Unternehmen und Bevölkerung beider Länder von dem Abkommen profitieren. Der Handel wird unbürokratischer und reibungsloser ablaufen. Damit die Nutzen für alle sichtbar werden, ist eine rasche Ratifizierung notwendig“, so Bingmann abschließend.

20, Berlin, 17. Juli 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 12.07.2018

Unternehmensbefragung 2018: Stimmung auf dem Kreditmarkt unverändert gut

Das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht.

• Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland erneut auf Allzeithoch
• Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, auf Tiefststand
• Bankkredite weiterhin wichtige Finanzierungsquelle, aber: weniger Unternehmen führen Kreditverhandlungen
• Unternehmen sorgen sich um Fachkräftemangel und nachlassende Konjunktur

In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr). Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2012. Demgegenüber geben 54,3 % der Unternehmen an, dass der Kreditzugang „leicht“ sei. Allerdings sind junge und kleine Unternehmen wie bisher häufiger von Schwierigkeiten beim Kreditzugang betroffen als große Unternehmen. So melden 24,4 % der kleinen Unternehmen (bis 1 Mio. EUR Umsatz) Schwierigkeiten beim Kreditzugang. Das sind rund 14-mal so viele wie unter den Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Umsatz. Junge Unternehmen (weniger als sechs Jahre alt) berichten mit 25,9 % noch häufiger über Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme.

Bankkredite sind unverändert eine wichtige Finanzierungsquelle: 52,2 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Allerdings hat sich dieser Anteil in den zurückliegenden Jahren verringert. Am häufigsten werden Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen mit 49,6 % nachgefragt. Auf den Positionen zwei und drei rangieren wie im Vorjahr Immobilienkredite (40,3 %) sowie Betriebsmittelkredite (32,9 %).

„Nie war der Zugang zu Krediten für die Unternehmen in Deutschland so einfach wie aktuell. Sorgen vor einer zu hohen Verschuldung der Unternehmen wie in vielen anderen Ländern muss man sich in Deutschland jedoch nicht machen. Im internationalen Vergleich ist der Schuldenstand der Unternehmen in Deutschland niedrig, ihre Kreditwürdigkeit hingegen hoch. Vor allem die hohe politische Unsicherheit steht einer Investitionsoffensive im Weg“, kommentiert der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, die Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2018.

Das insgesamt sehr gute Finanzierungsklima spiegelt sich in den Ratingnoten der Unternehmen wider, die sich erneut auf breiter Front verbessert haben. Gut 32 % der Unternehmen melden Verbesserungen ihrer Ratingnote gegenüber 7,3 % mit Verschlechterungsmeldungen. Der Saldo (Verbesserungs- abzüglich Verschlechterungsmeldungen) nimmt gegenüber dem Vorjahr um 4 Punkte zu. Auch dies ist positiv zu bewerten, da die Kreditinstitute ihre Kreditentscheidung und -konditionen an den Ratingnoten orientieren.

Dem guten Finanzierungsklima zum Trotz sehen die Unternehmen auch Einschränkungen ihrer Geschäftstätigkeit: Sorgen bereiten ihnen vor allem der drohende Fachkräftemangel (79,6 %) und das Nachlassen der Konjunktur (52,0 %). Große Unternehmen sowie Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes fürchten einen wachsenden Protektionismus, internationale Krisen, ungünstige Wechselkurse oder Handelssanktionen deutlich mehr als eine Verschlechterung des Finanzierungsumfeldes.

Die Unternehmensbefragung 2018 wurde zum 17. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 2.200 Unternehmen aus 20 Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2017 und Mitte März 2018. Die Unternehmensbefragung 2018 – Stimmung auf dem Kreditmarkt ungebrochen gut steht zum Download zur Verfügung.

Berlin, 12. Juli 2018

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BDI, BGA, HDE, ZDH, KFW

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Berlin | 09.07.2018

BGA: Deutsche Außenwirtschaft weiterhin auf gutem Kurs – Deutsch-chinesische Regierungskonsultationen können Partnerschaft stärken

„Auch im Mai hat die deutsche Außenwirtschaft ein Ergebnis vorgelegt, mit dem wir mehr als zufrieden sein können.

Die Unternehmen überzeugen weiterhin weltweit mit ihren Waren und Dienstleistungen und trotzen so der derzeitigen Unberechenbarkeit des Welthandels.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Mai 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 109,1 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 1,3 Prozent weniger. Mit einem Warenwert von 89,4 Milliarden Euro sind die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 19,7 Milliarden Euro ab.

„Besonders vor dem Hintergrund der sich scheinbar eintrübenden Konjunktur zeigt sich mal wieder, wie wichtig die EU für Deutschland ist. Wir begrüßen den kooperativen Geist der letzten Zeit unter den Mitgliedsstaaten und wünschen uns dies auch mit unseren anderen Partnern in der Welt. Die heute beginnenden deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin sind eine gute Gelegenheit, die enge Partnerschaft der beiden Länder weiter auszubauen. Es gibt eine Vielzahl von bilateralen, aber auch internationalen Themen, die man im Dialog gemeinsam voranbringen kann. Uns ist vor allem ein fairer und offener Welthandel wichtig. Und hier sollte China noch einiges tun, damit sein Bekenntnis zur Globalisierung und Marktöffnung kein Lippenbekenntnis bleibt. Wir sind zuversichtlich, dass die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit auf politischer und wirtschaftlicher Ebene eine gute Voraussetzung für positive Ergebnisse ist“, so Bingmann abschließend.

19, Berlin, 9. Juli 2018

 

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 06.07.2018

BGA: „Wenn zwei sich streiten, freut sich kein Dritter“ – Wunsch in unsicheren Zeiten: China als starker, aber fairer Partner

„Diesmal gilt ‚Wenn zwei sich streiten, freut sich kein Dritter‘.

Wir beobachten die Eskalation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt mit großer Sorge. Die wechselseitig verhängten Strafzölle werden nicht nur die Exporte von den in den USA ansässigen Unternehmen nach China und umgekehrt treffen, sondern Unternehmen auf der ganzen Welt werden zu den Verlierern gehören. So ist nicht zuletzt bei vielen Produkten die internationale Arbeitsteilung so weit vorangeschritten, dass vermeintlich gezielte Maßnahmen zwangsläufig auch Unternehmen in der Lieferkette aus unbeteiligten Länden treffen. Wir appellieren an beide Parteien, die Spirale der Strafzölle zu stoppen und vorhandene Konflikte im Rahmen der Streitschlichtung der WTO zu lösen. Insbesondere China sollte nun im eigenen Interesse für den regelbasierten Welthandel ernsthaft eintreten, anstatt auf Provokationen derjenigen zu reagieren, die einer globalen Handelsordnung Schaden zufügen wollen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Mit Blick auf die anstehenden Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen wünscht Bingmann, „dass China als unser wichtigster Handelspartner unsere Sorgen bezüglich Asymmetrien im Marktzugang ernst nimmt und Wettbewerbsgleichheit für ausländische Unternehmen im Land herstellt. Chinas Bekenntnis zur Globalisierung und Marktöffnung muss ein reales Gesicht bekommen. Mit dem weitrechenden Arm der Politik in alle Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche ist zu befürchten, dass die chinesische Wirtschaft restriktiver und nationalistischer wird. Sorge bereiten uns beispielsweise die Rechts- und Planungssicherheit unserer Unternehmen im Zusammenhang mit dem allgemeinen Lebensmittelzertifikat. Verschiedene Fragen zum Inhalt und zur Umsetzung sollten die Behörden im gemeinsamen Gespräch möglichst bis Ende dieses Jahres klären, damit Geschäfte davon nicht beeinträchtigt werden. Auch der Entwurf für ein chinesisches Exportkontrollgesetz weicht nicht nur von der internationalen Zielsetzung ab, sondern erhebt zudem einen ähnlichen extraterritorialen Anspruch wie das US-Exportkontrollrecht, das ebenso zu Einschränkungen im Handel führen wird und somit allen Beteiligten schadet.“

18, Berlin, 6. Juli 2018

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Berlin | 18.06.2018

BGA: Deutsch-französische Einigung bei Währungsunion wäre ein wichtiges Signal

„Die Integration des europäischen Wirtschafts- und Währungsraums muss mit Hochdruck weiter vorangetrieben werden.

Eine Einigung zwischen Frankreich und Deutschland in der Reform der Währungsunion wäre ein erster Schritt und ein wichtiges Signal für die europäische Gemeinschaft. Ist es doch diese Gemeinschaft, die es vermag, zum Unilateralismus der USA oder Expansionsstreben Chinas ein Gegengewicht zu bilden.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum morgigen deutsch-französischen Spitzentreffen.

„Bei den Themen der Finanzmarktregulierung und der Bankenunion muss ein Kompromiss gefunden werden. Wir sehen aber auch dringend Nachholbedarf beim europäischen Binnenmarkt, denn dieser ist weiterhin eher eine Vision als gelebte Realität. Ohne die EU und mit dem Rückfall in Kleinstaaterei werden wir in der internationalen Politik in der Bedeutungslosigkeit versinken“, so Bingmann weiter.

„Die deutsch-französische Partnerschaft ist das Herz der Europäischen Union. Dennoch bleibt es eine Gemeinschaftsaufgabe. Andere Mitgliedsstaaten gegen ihren Willen zu einer Mitwirkung zu zwingen, wird nicht erfolgreich sein, sondern eher das Gesamtprojekt gefährden. Die Bedeutung der Europäischen Union kann gerade in der heutigen Zeit nicht hoch genug gehalten werden. Nur in dieser Gemeinschaft werden wir ein nennenswertes Gewicht in die Waagschale legen können, um die globalen Entwicklungen nach unseren Werten mit gestalten zu können. Die langfristigen Folgen des Scheiterns der EU wären katastrophal und die langfristigen Kosten immens“, so Bingmann abschließend.

17, Berlin, 18. Juni 2018

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Berlin | 08.06.2018

BGA: Außenhandel meldet sich eindrucksvoll zurück

„Die deutsche Außenwirtschaft meldet sich nach zwei eher schwachen Monaten kraftvoll zurück und stellt sich weiterhin erfolgreich den globalen Unwägbarkeiten, sowohl in der EU als auch auf Drittmärkten.

Das ist ein wichtiges Signal angesichts der von Unsicherheit dominierten Stimmung in den Unternehmen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für April 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 110,3 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 9,3 Prozent mehr. Mit einem Warenwert von 89,9 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 8,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,4 Milliarden Euro ab.

„Wir dürfen uns in den internationalen Handelsstreitigkeiten nicht unterbuttern lassen. Die Leistungskraft des deutschen Außenhandels ist ein Pfund und stärkt der Politik den Rücken für ein souveränes wie selbstbewusstes Auftreten. Der internationale Erfolg deutscher Unternehmen hängt jedoch auch stark von den Bedingungen hierzulande ab. Angesichts der im Vergleich zu anderen Ländern zu hohen Unternehmenssteuern und steigenden Arbeitskosten sollte die Große Koalition ihre politischen Prioritäten dringend noch einmal überdenken“, so Bingmann abschließend.

16, Berlin, 8. Juni  2018

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Berlin | 07.06.2018

BGA zur Musterfeststellungsklage: Import einer Klageindustrie vermeiden!

„Die Musterfeststellungsklage birgt ein großes Missbrauchspotenzial zugunsten einer Klageindustrie, die wir nach Deutschland importieren.

Das Problem sind Verbände aus dem EU-Ausland, die sich dank einfacherer Voraussetzungen eine Anerkennung erschleichen, um in Deutschland klagebefugt zu sein. Dahinter stehen Anwaltskanzleien, die unter dem Schutzmantel der Verbände nur Eigeninteressen verfolgen und aus Profitgier Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Musterfeststellungsklagen überziehen. Das ist auch nicht im Interesse der Verbraucher.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Einführung einer zivilprozessualen Musterfeststellungsklage im Deutschen Bundestag am 8. Juni 2018.

„Zwar stellt der überarbeitete Gesetzentwurf höhere Anforderungen an die Klagebefugnis von Verbänden, dennoch halten wir die Regelung nach wie vor für falsch. Vielmehr sollte eine öffentlich-rechtliche Stelle den Auftrag erhalten zu prüfen, ob tatsächlich ein öffentliches Interesse an einer Klage vorliegt, weil beispielsweise zahlreiche ähnliche Anträge von unterschiedlichen Verbrauchern eingehen. Ziel muss es sein, dass Klagen nur dann angestrengt werden können, wenn sie tatsächlich der Kompensation für geschädigte Verbraucher dienen“, so Bingmann abschließend.

15, Berlin, 7. Juni  2018

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Berlin | 07.06.2018

BGA: Großhandel legt im ersten Quartal 2018 zu – wachsende Sorge vor Zuspitzung des Handelskonflikts mit den USA

„Dank anhaltender Konsumlaune kann der Großhandel im ersten Quartal erneut zulegen.

Jedoch trübt die wachsende Zuspitzung der handelspolitischen Situation nicht nur die Stimmung der Unternehmen, sondern drosselt auch das Wachstum im so wichtigen Produktionsverbindungshandel, der ein Indikator für Industrieproduktion und Export ist. Wir brauchen jetzt ein entscheidungsstarkes Europa, das die richtigen Akzente in der Debatte setzt und den Freihandel und seine Werte bekräftigt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgelegten Wachstumszahlen des Großhandels.

Die Großhandelsunternehmen setzten nach den aktuell veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2018 nominal 1,9 Prozent und real 0,8 Prozent mehr um als im Vorjahresquartal.

„Wir erwarten, dass sich das Wachstum insgesamt sowie im Großhandel auch im zweiten Quartal fortsetzen wird – trotz der stürmischen Zeiten im Welthandel. Dazu muss die Politik ihre Anstrengungen darauf fokussieren, gegenüber anderen Ländern unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Gleichzeitig gilt es, dem neu aufkeimenden Protektionismus entschlossen entgegenzutreten. Dieser endet in einem Teufelskreis, bei dem am Ende keiner gewinnen wird“, so Bingmann abschließend.

14, Berlin, 7. Juni 2018

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Berlin | 31.05.2018

Dr. Holger Bingmann zur Ankündigung, die ausgesetzten US-Strafzölle gegen die EU auf Stahl- und Aluminium in Kraft zu setzen

„Das ist eine ganz schwarze Stunde für die transatlantischen Beziehungen.

Wir bedauern zutiefst die uneinsichtige Haltung von Präsident Trump und deren Folgen. In dieser Auseinandersetzung gibt es keine Gewinner. Die Leidtragenden sind Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und die Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks.

Die ungerechtfertigten Zusatzzölle der USA sind eine große Belastungsprobe für die transatlantische Freundschaft. Die Mitgliedstaaten der EU müssen zusammenrücken. Es gibt keinen Grund, warum die Europäische Union als deutlich größere Volkswirtschaft vor den USA in die Knie gehen sollte.

Mit der dreisten Überdehnung der Regeln der WTO legt Donald Trump die Axt an das regelbasierte Welthandelssystem und gefährdet dieses nachhaltig. Die jüngst angeordnete Überprüfung, ob die Importe von Autos die nationale Sicherheit der USA beeinträchtigen, treibt die offen zur Schau getragene Geringschätzung der WTO auf die Spitze.

Die EU muss nun bei ihrer Reaktion darauf bedacht sein, selbst rechtskonform zu handeln, um den regelbasierten Welthandel nicht noch mehr zu schwächen. Wir raten deshalb davon ab, übereilt Vergeltungszölle festzulegen und sich damit auch die Logik der Protektionisten zu eigen zu machen. Stattdessen brauchen wir einen neuen Anlauf für ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Will man wirklich ‚faire‘ Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen, dürfen dabei nicht nur Zölle thematisiert werden, sondern auch die zum Teil erheblichen Handelsbarrieren, die hinter der Zollgrenze wirken.“

13, Berlin, 31. Mai 2018

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Berlin | 15.05.2018

BGA zum BIP: Deutsche Wirtschaft stößt an ihre Kapazitätsgrenzen – größerer Reformwille notwendig

„Die deutsche Wirtschaft stößt an ihre Kapazitätsgrenzen.

Das abgeschwächte Wachstum von 0,3 Prozent im ersten Quartal ist zwar kein Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken, allerdings wäre es dringend an der Zeit, die Wachstumskräfte wieder zu stärken. Dazu muss die Große Koalition jedoch ihre Prioritätenliste ändern und stärker Wachstumshemmnisse beseitigen. Unter den bestehenden Bedingungen ist das hohe Tempo der vergangenen beiden Jahre nicht zu halten.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal.

„Es macht sich deutlich bemerkbar, dass der seit 2005 anhaltende wirtschaftliche Aufschwung – nur unterbrochen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 – zu nachlassendem politischen Reformwillen geführt hat. Dringende Strukturreformen, etwa im Steuerrecht, werden aufgeschoben und immer neue bürokratische Lasten binden die Wachstumskräfte. Hinzu kommen der Mangel an Fachkräften sowie die Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte und dem nahenden Brexit. Die Politik in Deutschland ist aufgerufen, die Signale aus den USA, Großbritannien oder Frankreich aufzunehmen und proaktiv den Gestaltungsspielraum hierzulande zu verbessern. Sonst verpassen wir ganz schnell den Anschluss“, so Bingmann abschließend.

12, Berlin, 15. Mai 2018

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Berlin | 08.05.2018

BGA: Starker Außenhandel mit der EU kompensiert Schwäche auf Drittmärkten

„Die deutschen Unternehmen schlagen sich weiterhin wacker auf den internationalen Märkten.

Trotz eines schwachen Märzergebnisses steht nach dem ersten Quartal ein Plus von fast drei Prozent in den Büchern. Der Außenhandel ist damit nach wie vor Motor der deutschen Wirtschaft.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 116,1 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent weniger. Mit einem Warenwert von 90,9 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe zurückgegangen, im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 25,2 Milliarden Euro ab.

„Trotz positiver Zahlen sehen wir aber auch schon die ersten Auswirkungen der globalen Störfeuer und Unsicherheiten. Nicht nur ist der Handel mit Großbritannien bedeutend gesunken, auch der Warenaustausch mit den USA ist um einiges zurückgegangen. Die EU-Mitgliedsstaaten hingegen haben sich einmal mehr als wichtigster Partner erwiesen. Dies unterstreicht erneut die Bedeutung der EU für Deutschland. Angesichts des immer näher rückenden Brexits, der politischen Hängepartie in Italien und den globalen Spannungen in der Handelspolitik gilt es sicherzustellen, dass die EU auf sicheren Beinen steht. Nur gemeinsam haben wir genügend Gewicht, um die momentanen Unberechenbarkeiten zu bewältigen“, so Bingmann abschließend.

11, Berlin, 8. Mai 2018

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Berlin | 09.04.2018

BGA: Außenhandel wächst auf hohem Niveau verhalten weiter

„Die deutsche Außenwirtschaft setzt auf hohem Niveau den positiven Trend fort und trotzt momentan noch allen Widrigkeiten.“

Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 104,7 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 2,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 86,3 Milliarden Euro sind die deutschen Importe erneut stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,4 Milliarden Euro ab.

„Klar ist aber, dass diese Widrigkeiten irgendwann ihren Preis haben werden. Der aufschaukelnde Handelskonflikt zwischen den USA und China streut Sand ins Getriebe der Weltwirtschaft, unter dem die stark international ausgerichtete deutsche Wirtschaft leiden wird, wenn nicht bald endlich wieder Besonnenheit einkehrt. Umso wichtiger ist es für Deutschland, dem entschieden entgegenzutreten. Das heißt, mit allen Akteuren im Gespräch zu bleiben und sich von keiner Seite instrumentalisieren zu lassen. Einmal mehr zeigen die Zahlen, was wir an Europa haben und wie unsere europäischen Partner zugleich von einem wirtschaftlich erfolgreichen Deutschland profitieren. Angesichts der allgegenwärtigen Kraftmeierei gilt es für Deutschland, Europa zu stärken als ordnungspolitische Gestaltungsmacht“, so Bingmann abschließend.

10, Berlin, 9. April 2018

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Berlin | 04.04.2018

BGA: US-Strafzölle gegen China führen in die Sackgasse

„Für Trump scheinen Strafzölle ein Allheilmittel zu sein, das er gegen alles und jeden einsetzt. So versucht er sämtliche Probleme zu lösen,

die er mit anderen Ländern zu haben meint. Er verquickt unterschiedlichste Themen, die nichts miteinander zu tun haben. Wie auch im Fall der angeblich zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben, versucht Trump hier unter Einsatz von protektionistischen Maßnahmen Druck auszuüben.“ Dies sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung einer Liste des US-Handelsbeauftragten mit einem Vorschlag für Strafzölle auf 1300 Produkte chinesischen Ursprungs. „Das Ziel ist richtig, aber der Weg falsch. Es ist ein offenes Geheimnis, dass China seit vielen Jahren zu wenig unternimmt, um Urheberrechte ausländischer Unternehmen zu schützen und sogar systematisch die unfreiwillige Übertragung von ausländischer Technologie betreibt. Dieses Problem müsste auch im Sinne deutscher Unternehmen durch die internationale Gemeinschaft gelöst werden. Einseitig verhängte Strafzölle sind jedenfalls nicht das richtige Mittel, um dies zu erreichen. Die chinesische Antwort auf die US-Liste wird voraussichtlich zu einem Handelskrieg führen, der dann auf dem Rücken chinesischer als auch amerikanischer Unternehmen ausgetragen wird und mehr Schaden verursacht als er Nutzen bringt“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 4. April 2018

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Berlin | 28.03.2018

BGA zu Musterfeststellungsklagen: Klageindustrie verhindern!

„Mit der Einführung einer Musterfeststellungsklage läuft Deutschland Gefahr, eine Klageindustrie wie in den USA zu entwickeln.

Wir sind sehr besorgt, dass künftig auf Initiative von Anwaltskanzleien Verbände gegründet werden können, die aus reiner Profitgier Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sammelklagen überziehen. Ich plädiere dafür, den Zeitplan zu überdenken. Ein unausgegorenes Gesetz wäre weder im Interesse der Wirtschaft noch der Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Dies sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Vorstellung des Gesetzentwurfs durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am 28. März 2018 in Berlin.

Die Koalitionspartner von CDU, CSU und SPD haben sich darauf verständigt, bis spätestens zum 1. November 2018 eine Musterfeststellungsklage einzuführen. Ein Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung.

„Um Missbrauch vorzubeugen, sollten Musterverfahren nur unter engen Voraussetzungen zulässig sein und Verbände keine Klagebefugnis erhalten. Konkrete Vorschläge haben wir zusammen mit den in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Verbänden vorgelegt. So sollte etwa eine öffentliche Stelle prüfen, ob tatsächlich ein öffentliches Interesse an einer Klage vorliegt, weil beispielsweise zahlreiche ähnliche Anträge von unterschiedlichen Verbrauchern eingehen. Ziel muss es sein, dass Klagen nur dann angestrengt werden können, wenn sie tatsächlich der Kompensation für geschädigte Verbraucher dienen“, so Bingmann abschließend.

Hinweis: Das Positionspapier der AG Mittelstand zur geplanten Einführung einer Musterfeststellungsklage finden Sie hier.

08, Berlin, 28. März 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 14.03.2018

BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zum Start der neuen Bundesregierung:

„Nun geht es endlich los! Vor der neuen Bundesregierung liegen vielfältige große Aufgaben in Europa, der Welt und auch hierzulande.

Angesichts der Fülle an Themen gilt es bei der Abarbeitung nun die richtigen Prioritäten zu setzen, die den Standort und den im immer härteren internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen den Rücken stärken. Diesen Wettbewerb können wir nur bestehen, wenn wir die richtigen Weichen für ein digitales Deutschland stellen. Hierzu ist es nötig, die rechtlichen Arbeitsbedingungen für eine moderne Arbeitswelt zu schaffen. Auch die Unternehmensbesteuerung wird den aktuellen Anforderungen nicht gerecht - Koalitionsvertrag hin oder her. Wir brauchen eine Fortentwicklung der Unternehmensteuerreform 2008 ebenso wie einfache und praxisgerechte Regelungen für den innergemeinschaftlichen Handel und digitale Leistungen. An dieser Stelle darf die Politik die Augen nicht verschließen angesichts der Entwicklungen um uns herum. Nicht zuletzt hängt Deutschland wie kaum ein anderes Land von einer funktionierenden Weltwirtschaft ab. Mit weiteren Handelsabkommen muss dringend wieder mehr Stabilität herbeigeführt werden.“

Berlin, 14. März 2018

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Berlin | 09.03.2018

BGA: Traumstart für den Außenhandel ins neue Jahr – folgt jetzt der Alptraum?

„Mit einem starken Plus ist der Außenhandel ins neue Jahr gestartet. Die Zahlen stehen im krassen Gegensatz zu dem, was wir gerade erleben.

US-Präsident Trump hat ganz bewusst die nächste Eskalationsstufe gezündet. An Mahnungen hat es nicht gefehlt. Seine Rücksichtslosigkeit auch gegenüber jahrzehntelangen Partnern und seine selektive Wahrnehmung sind dabei erschreckend. Damit verschärft sich eine sehr heikle Situation. Statt jetzt Hals über Kopf mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren, sollten wir intensiv versuchen, die vernünftigen Stimmen in Politik und Wirtschaft in den USA zu stärken und damit den inneramerikanischen Gegendruck zu Trump zu forcieren – denn ein Handelskrieg kennt keine Gewinner.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Januar 2018 bekanntgegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 107,1 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 8,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Den maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung haben die Länder der EU. Die deutliche konjunkturelle Erholung hat dazu geführt, dass deutsche Ausfuhren dorthin im Vorjahresvergleich um 10,7 Prozent gestiegen sind. Die Importe stiegen insgesamt um 6,7 Prozent auf 89,7 Milliarden Euro.

„Entscheidend ist nun, dass wir uns sorgfältig mit unseren Partnern abstimmen und verhindern, dass jetzt eine Lawine ins Rollen kommt. Ebenso wichtig ist aber, dass wir in Europa unsere Hausaufgaben machen und die Stärkung des europäischen Binnenmarktes mit Nachdruck vorantreiben. Mit Erleichterung beobachten wir, dass die Regierungsbildung mittlerweile an Fahrt aufnimmt, damit Deutschland sich schnellstens aktiv in die gärenden Debatten auf europäischer sowie internationaler Bühne einbringen und die nötigen Entscheidungen voranbringen kann. Gerade angesichts Trumps Politik, sich dem freien und fairen Welthandel zu verwehren, benötigen wir ein starkes Europa. Denn nur als europäische Wirtschaft können wir einen Gegenpol zu diesen protektionistischen Bestrebungen bilden“, so Bingmann abschließend.

07, Berlin, 9. März 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 07.03.2018

BGA: Blaue Plakette ist ein anderer Begriff für Fahrverbote

„Auch die blaue Plakette – egal in welcher Schattierung – bedeutet Fahrverbote und schadet damit eindeutig der deutschen Wirtschaft.

Fahrverbote legen die Innenstädte lahm und stellen den Wirtschaftsverkehr vor fast unlösbare Herausforderungen. Sie sind das Gegenteil von dem, was Unternehmen brauchen: nämlich Investitions- und Planungssicherheit. Sie müssen darauf vertrauen können, dass ihr Fuhrpark auch künftig sinnvoll einsetzbar ist. Verbote können und dürfen nicht die Lösung sein.“ Dies erklärte Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, anlässlich der Debatte um die Einführung von blauen Plaketten angesichts der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten.

„Zur Reduzierung der Stickoxidbelastungen gibt es mehr als hundert andere und weitaus schonendere Instrumente. Insbesondere eine moderne Stadtplanung, intelligent vernetzte Infrastruktur mit moderner Verkehrsführung, innovative Parkleitsysteme und intelligente Ampelschaltungen können die Luftqualität erheblich verbessern. Die Anstrengungen der Städte für bessere Luftqualitätsstandards bis 2020 tragen bereits Früchte. Von ursprünglich 90 Städten im Jahr 2016 verstießen 2017 nur noch rund 70 gegen die Grenzwerte. Bis 2020 dürften weitere 50 Städte die Grenzwerte einhalten. Es zeigt sich somit, dass es gerade keiner flächendeckenden Verbote zur Verbesserung der Luftqualität und somit keiner blauen Plakette bedarf“, so Taucke abschließend.

06, Berlin, 7. März 2018

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Carsten Taucke

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Berlin | 02.03.2018

BGA: Großhandel verzeichnet 2017 Rekordjahr

„Eine dynamische Weltwirtschaft und brummende Binnenkonjunktur haben den Unternehmen des Großhandels 2017 ein Rekordjahr beschert.

Dank der guten Ausgangsbasis setzen wir auf eine Fortsetzung dieser Entwicklung auch im laufenden Jahr 2018, sehen aber Gewitterwolken am Horizont aufziehen. Mit zunehmender Besorgnis schauen wir auf die fortbestehenden, ungelösten geopolitischen Konfliktherde, während zugleich in Teilen der Weltwirtschaft Abschottung und Protektionismus zurückzukehren drohen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Umsatzentwicklung im Großhandel 2017 durch das Statistische Bundesamt.

Die Großhandelsunternehmen setzten nach den aktuell veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes im Jahre 2017 nominal 5,7 Prozent und real 3,0 Prozent mehr um als im Vorjahr. Im Konsumgütergroßhandel konnten die Unternehmen ihre Umsätze um nominal 3,3 Prozent und real um 2,0 Prozent steigern, im Produktionsverbindungshandel sogar um nominal 7,8 Prozent und real um 3,3 Prozent. Damit hat der Großhandel mit Maschinen, Anlagen und Rohstoffen wieder deutlich aufgeholt und unterstreicht als Indikator für die Industrieproduktion und den Export die positiven Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018.

„Seit der Knoten etwa zur Jahresmitte 2017 geplatzt ist, zeigt sich die Entwicklung im Großhandel deutlich aufwärtsgerichtet, nachdem sie zuvor rund zwei Jahre weitgehend stagnierte und die Unternehmen mit rückläufigen Preisen konfrontiert waren. Unsere Sorge ist, dass das im Koalitionsvertrag Vereinbarte für eine anhaltende Wachstumsdynamik nicht ausreicht und sich dort zu sehr auf das Verteilen künftiger Einnahmen konzentriert wird als auf deren Erwirtschaftung. Die Politik scheint ihre Augen davor zu verschließen, dass andere Staaten bereits intensiv daran arbeiten, ihre Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Gleichzeitig gilt es, weiter konsequent dafür einzutreten, Protektionismus nicht aufkeimen zu lassen. Bei einem Wettlauf um immer neue Handelsbarrieren verlieren alle“, so Bingmann abschließend.

05, Berlin, 2. März 2018

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Berlin | 21.02.2018

BGA: USA sind wichtigster Exportmarkt Deutschlands

„Weder Trumps ständige Verbalattacken noch der erstarkte Euro haben das Geschäft mit den Vereinigten Staaten bisher ausgebremst.

So sind die USA erneut unser wichtigster Absatzmarkt. Die Zahlen unterstreichen die immense Bedeutung der USA als Handels- und Wirtschaftspartner für Deutschland. Umso mehr gilt es sich mit aller Kraft gegen nationalistische Störfeuer zu stemmen, denn mittel- und langfristig drohen Folgen für den Welthandel und damit für die Weltwirtschaft. Insbesondere Deutschland wäre davon betroffen, wenn diese Rhetorik sich weiter aufschaukelt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Rangfolge der deutschen Handelspartner im Jahr 2017.

„Auch die Unsicherheiten, die mit dem Brexit verbunden sind, haben bereits im Vorfeld Spuren hinterlassen und geben einen Vorgeschmack auf das, worauf man sich wahrscheinlich einstellen muss. So ist Großbritannien bereits um zwei Plätze in der Rangfolge unserer wichtigsten Exportmärkte auf Platz 5 zurückgefallen. Der unschlüssige Kurs der Briten bei den Verhandlungen mit der EU macht es noch schwerer zu planen, als es ohnehin schon der Fall ist“, so Bingmann abschließend.

04, Berlin, 21. Februar 2018

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Berlin | 08.02.2018

BGA: Neue Rekorde im Außenhandel hart erarbeitet

„Der deutsche Außenhandel hat 2017 ein bemerkenswertes dynamisches Jahr hingelegt, das mit Rekordwerten im Export und Import abgeschlossen hat.

Erstmalig wurden Waren im Wert von fast 1.300 Milliarden Euro exportiert und auch die Importe übertrafen erstmals die 1.000-Milliarden-Euro-Marke. Auch der starke Euro macht sich bisher noch nicht bemerkbar.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Dezember 2017 bekanntgegeben. Demnach wurden im Dezember Waren im Wert von 100,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 82,7 Milliarden Euro importiert. Für das Gesamtjahr 2017 heißt dies, dass insgesamt Waren im Wert von 1.279,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.034,6 Milliarden Euro importiert wurden. Damit betrug das Exportwachstum im Vorjahresvergleich plus 6,3 Prozent und das Importwachstum 8,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 244,9 Milliarden Euro ab und verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 4 Milliarden Euro.

„Das Wachstum im deutschen Außenhandel verdanken wir der weltweiten konjunkturellen Belebung. Die Nachfrage nach deutschen Produkten zog auf allen Kontinenten deutlich an. Besonders freuen wir uns jedoch über den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa. Gleichwohl muss anerkannt werden, dass diese Erfolge in Deutschland hart erarbeitet wurden und nicht viel über die strukturellen Herausforderungen in Deutschland aussagen. So wird z.B. zusätzliche Bürokratie im Außenhandel, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter belasten. Es fehlt die notwendige Entlastung, insbesondere für kleinere Unternehmen, die so aus dem Markt oder zu Zusammenschlüssen gedrängt werden. Die Marktkonzentration wird damit weiter voranschreiten“, so Bingmann abschließend.

03, Berlin, 8. Februar 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 08.02.2018

'Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik' warnt: Jährlich 1,3 Milliarden Euro Güterschäden durch Ladungsdiebstahl

Das Ausmaß von Ladungsdiebstählen war in Deutschland bisher kaum zu beziffern:

Die Polizei führt keine Statistik, zudem sind viele der hier ausgeraubten LKW im europäischen Ausland registriert und dort versichert.

Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen jetzt erstmals erstellte gemeinsame Berechnungen mehrerer Wirtschaftsverbände unter Beteiligung des BGA.

Demnach werden jährlich Ladungen von nahezu 26.000 LKW gestohlen, statistisch schlagen Kriminelle in Deutschland also alle 20 Minuten zu. Allein die gestohlenen Güter haben einen Wert von 1,3 Milliarden Euro, weitere Schäden von 900 Millionen Euro entstehen durch Konventionalstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle bei den eigentlichen Abnehmern.

Verbände fordern höheren Fahndungsdruck von Polizei und Strafverfolgern

Die Wirtschaftsverbände haben angesichts der Zahlen eine gemeinsame Initiative gestartet. Die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ will die Sicherheit der Transportlogistik insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und gesicherte Parkplätze erhöhen.

Von den Behörden fordern die Verbände dringend mehr Unterstützung durch einen höheren Fahndungsdruck auf die international und professionell agierenden kriminellen Organisationen. Die Polizei müsse zudem auf Autobahn-Rastplätzen häufiger präsent sein, spezialisierte Polizeieinheiten und Schwerpunktstaatsanwaltschaften sollten zur Optimierung der länderübergreifenden Strafverfolgung beitragen. Um gezielte präventive und repressive Maßnahmen ergreifen zu können, müssten die Ermittlungsbehörden das Delikt „Ladungsdiebstahl“ besser statistisch erfassen und die Voraussetzungen für eine bundesweit einheitliche Anzeigenaufnahme schaffen.

Personalmangel, schlechte Vernetzung und geringe Spezialisierung würden die Ermittlungen verzögern, bemängelt die Arbeitsgemeinschaft.

Das gemeinsame Positionspapier zur Diebstahlprävention finden Sie hier.

Die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“:
Zur „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ gehören die Verbände: ASW Bundesverband - Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft, Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASWN), BDSW BUNDESVERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT, BDGW Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste, Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Transported Asset Protection Association (TAPA), Verband Chemiehandel (VCH), Verband der Chemischen Industrie (VCI), Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Berlin, 8. Februar 2018

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Carsten Taucke

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Berlin | 07.02.2018

BGA zur Einigung auf einen Koalitionsvertrag

„Union und SPD haben sich auf einen Schönwetter-Koalitionsvertrag verständigt, der nur aufgeht, wenn der Konjunkturboom anhält und die Verteilungsspielräume weiter wachsen.

 Aus Sicht der Wirtschaft sind die vereinbarten Kompromisse definitiv schmerzhaft. Trotz einiger positiver Akzente in den Bereichen Bildung und Digitalisierung überwiegen ganz klar die Belastungen, während von den versprochenen Entlastungen nur ein Bruchteil übrig geblieben ist. Den Preis für steigende Ausgaben zahlen nicht Union und SPD, sondern Unternehmen, Beschäftigte und Steuerzahler.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu der Einigung auf einen Koalitionsvertrag.

„Wir befürworten das eindeutige Bekenntnis für ein starkes Europa, insbesondere auch in Verbindung mit den neuen Richtungsentscheidungen der globalen Kraftzentren. Die Anerkennung Chinas als globale Gestaltungsmacht im Koalitionsvertrag ist hierbei ein begrüßenswertes Novum. Es bleibt abzuwarten, wie Europa auch durch die Schaffung neuer Investitionskräfte und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit nach vorne gebracht werden kann“, so Bingmann. Weiter führt er an: „Die klare Absage an Protektionismus, Isolationismus und Nationalismus ist ein wichtiges Zeichen, das im Koalitionsvertrag gesetzt wird. Einerseits tritt man für ein starkes Europa ein, andererseits zeigt man sich aber auch offen für neue Kooperationen und beabsichtigt eine weitere Stärkung der internationalen Organisationen wie der Welthandelsorganisation. Damit wird der richtige Rahmen gesetzt. Dies wird im Koalitionsvertrag auch dadurch nochmal unterstrichen, dass man in erster Linie eine multi- bzw. plurilaterale Handelspolitik weiter vorantreiben wird“, so Bingmann.

„Im Bereich Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik vermissen wir den nötigen Aufwind und das erforderliche Tempo, damit Deutschland auch in Zukunft wirtschaftlich und gesellschaftlich gut aufgestellt sein wird. Es fehlt der Mut zur Gestaltung der Arbeitswelt in Zeiten der Digitalisierung. Lichtblick ist das Vorhaben, mehr in Bildung zu investieren und auch an die Substanz – unsere Schulen – zu gehen. Dass Bund und Länder hier gemeinsame Sache machen sollen, ist dringend erforderlich und findet unsere volle Unterstützung“, betont Bingmann.

„Wir begrüßen, dass die große Koalition die Politik der ausgeglichenen Haushalte ohne neue Schulden weiter fortsetzen will und dabei auch Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur und Wohnungsbau voranbringen will. Dennoch gehen steuerpolitisch von der Koalitionsvereinbarung keine Impulse aus. Für diejenigen, die den Staat finanzieren, sind keine Entlastungen in Sicht. Weitere Reformen sind erst einmal nicht vorgesehen, obwohl der Bedarf wächst, gerade in der Unternehmensbesteuerung. Wenn die USA eine grundlegende Steuerreform realisiert haben, Großbritannien im Zuge des Brexit ebenso eine umsetzen will und auch Länder wie Frankreich ihre Unternehmensteuern investitionsfördernd ausgestalten, dann gehen daran gemessen die Antworten der großen Koalition an den Anforderungen vorbei, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Nun heißt es, das Mitgliedervotum der SPD abzuwarten. Die SPD-Führung ist um ihre Basis nicht zu beneiden“, so Bingmann abschließend.

02, Berlin, 7. Februar 2018

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Berlin | 09.01.2018

BGA: Außenhandel unter Volldampf auf Rekordkurs

„Auch zum Jahresende 2017 lässt die Dynamik im deutschen Außenhandel nicht nach. Export wie Import haben sich glänzend entwickelt.

Dies unterstreicht eindrucksvoll, dass die deutschen Unternehmen derzeit flexibel und erfolgreich auf die internationalen Herausforderungen reagieren.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 116,5 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 8,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 92,8 Milliarden Euro sind die deutschen Importe erneut stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 23,7 Milliarden Euro ab.

„Noch stärker als die Ausfuhren haben sich 2017 die Einfuhren entwickelt. Wir unterstreichen damit nicht nur unsere Rolle als Konjunkturlokomotive in Europa; der dadurch sinkende Außenhandelsüberschuss sollte auch den Kritikern Deutschlands etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Damit Deutschland auf den Weltmärkten weiterhin vorne dabei sein kann, muss angesichts von zunehmendem Wirtschaftsprotektionismus und Nationalismus die Hängepartie in Berlin bald ein Ende haben“, so Bingmann abschließend.

01, Berlin, 9. Januar 2018

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