Pressemitteilungen

Berlin | 31.07.2020

Zum anstehenden Inkrafttreten des Handelsabkommens zwischen der EU und Vietnam am 1. August 2020

erklärt die 1. BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing:

„Unternehmen aus beiden Regionen können nun endlich die über so viele Jahre verhandelten Präferenzen nutzen und vom Abbau unnötiger Handelsbarrieren profitieren. Gerade während der Covid-19-Pandemie werden solche positiven wirtschaftlichen Impulse auf beiden Seiten dringender denn je benötigt. Wir erwarten, dass infolge der Vereinbarung der Austausch von Waren und Dienstleistungen erheblich ansteigen wird. Dadurch wird das Abkommen nicht nur einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Hunderttausende von Menschen aus der Armut zu befreien, Vietnam hat sich auch verpflichtet, signifikante Verbesserungen bei Arbeitnehmerrechten und dem Umweltschutz vorzunehmen.

Es ist zu hoffen, dass das Abkommen den Verhandlungen der EU mit den anderen ASEAN-Ländern noch einmal frischen Schwung verleiht. Die gesamte Region ist weiterhin hochinteressant für deutsche Unternehmen, die sich auch einen gegenseitigen verbesserten Marktzugang im Handel mit den Philippinen, Malaysia und Thailand wünschen würden. Idealerweise in der Form eines EU-ASEAN-Handelsabkommens.“

Berlin, 31. Juli 2020

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Ines Kitzing

Ansprechpartner:

André Schwarz, Pressesprecher BGA
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Telefon: 030 590099-520
E-Mail: Andre.Schwarz@BGA.de

Berlin | 22.07.2020

Anpassung der Rechtsgrundlage für Anwendung neuer Züchtungstechniken dringend geboten

Mit dem European Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie hat die EU-Kommission ihre Vision von einer nachhaltigeren Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion formuliert.

Dem wirkt das am 25. Juli 2018 gefasste Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu den neuen Züchtungstechniken (NZT) nach wie vor entgegen. Demnach sind alle Pflanzen, die mithilfe der NZT erzeugt werden, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) nach EU-Gentechnikrecht zu behandeln. Auch zwei Jahre nach dem Urteil führt diese wissenschaftlich nicht begründete Einstufung der NZT weiterhin zu praktischen Problemen für Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und in Europa. Die Anwendung dieser Innovationen in der europäischen Landwirtschaft und im Gartenbau ist damit de facto unmöglich. „Durch Nutzung innovativer Züchtungstechnologien hätte Europa dagegen die Chance, Maßstäbe für Nachhaltigkeit zu setzen. So könnte unsere Landwirtschaft effektiver klimatische Ertragsrisiken mindern, Ressourcen schonen sowie die Biodiversität fördern“, betont Thorsten Tiedemann als Grain-Club-Vorsitzender im Namen aller unterzeichnenden Verbände. Gleichzeitig würde damit die Grundlage für eine ausreichende und nachhaltige Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln aus Europa gestärkt. Die Verbände der Agrar-, Gartenbau- und Ernährungswirtschaft appellieren daher an die deutsche Bundesregierung, sich über die EU-Ratspräsidentschaft hinaus dafür einzusetzen, dass das EU-Gentechnikrecht an den Stand der Wissenschaft angepasst wird. Pflanzen, die sich nicht von klassisch gezüchteten unterscheiden, sollten nicht als GVO reguliert werden.

Die NZT haben ein großes Potenzial, Ernteausfälle infolge des Klimawandels zu minimieren, indem sie Nutzpflanzen schneller widerstandsfähig gegen Wetterextreme und Schädlinge machen. Auch der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln kann dadurch optimiert werden. So können die Ansprüche der Verbraucher und der Politik in Bezug auf eine nachhaltigere Landbewirtschaftung besser erfüllt werden. Damit auch kleinen und mittelständischen Unternehmen der Zugang zu den NZT und deren Anwendung ermöglicht werden kann, müssen dringend adäquate rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Zudem lähmt die durch das Urteil entstandene Rechtsunsicherheit die ganze Warenkette, vom Feld bis zur Ladentheke. Damit die internationalen Handelsströme weiterhin funktionieren und die Versorgungsmärkte sowie Arbeitsplätze nicht gefährdet werden, müssen die Bestimmungen zu agrarischen Rohstoffen verschiedener Weltregionen miteinander kompatibel sein. In vielen Drittstaaten werden die mit den NZT erzeugten Pflanzen und deren Verarbeitungsprodukte nicht als GVO reguliert und deklariert. „Eine Gleichbehandlung international gehandelter Produkte ist dringend erforderlich, um eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten Europas zu verhindern. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft braucht Rechtssicherheit und zukunftsfähige Perspektiven“, so Tiedemann abschließend.
Die Verbände suchen den Dialog mit Politik und Gesellschaft und organisieren daher zwei digitale Veranstaltungen mit hochrangiger Besetzung:

 

  • Ende September 2020 zum Thema Internationaler Handel und Versorgungssicherheit
  • Anfang November 2020 zum Thema Beitrag der NZT zur Erreichung der Klimaziele des Green Deal im Kontext der Farm-to-Fork-Strategie sowie der Biodiversitätsstrategie der Europäischen Kommission Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Weitere Informationen finden Sie hier .
     

Gemeinsame Pressemeldung, unter Beteiligung des BGA, vom 22. Juli 2020

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Berlin | 21.07.2020

Zur heutigen Einigung beim EU-Gipfel auf ein Haushalts- und Finanzpaket gegen die Folgen der Corona-Krise

erklärt die 1. BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing:

„Es ist ein guter Tag für Europa! Es ist der EU ein fairer Deal gelungen, der die unterschiedlichen Interessen in den Verhandlungen vereinen konnte. Diese Einigung beim EU-Gipfel hat gezeigt, dass die Mitgliedsstaaten den Ernst der Lage verstanden haben und bereit waren, zu einem Ergebnis zu kommen. Der Beschluss geht in die richtige Richtung, um die wirtschaftliche Erholung des europäischen Marktes anzustoßen. Auch für Deutschland ist es ein richtiges Signal und setzt ein positives Zeichen in dieser Krise.“

„Wir begrüßen, dass die Finanzmittel keine Geldgeschenke sind, sondern an Bedingungen geknüpft sein werden. Der genaue Einsatz der Mittel ist nun der nächste Schritt. Damit die Programme Anfang 2021 umgesetzt werden können, müssen die Details schnell geklärt werden.“

„Diese Einigung bedeutet viel für die Zukunft der EU, denn nur gemeinsam können wir die Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen und uns als Player in dieser globalen Welt positionieren. Die Verhandlungen haben aber auch die Schwächen der EU und die Reformnotwendig aufgezeigt. Hier sollte der Entwurf von Ratspräsident Michel zur Abschaffung der Einstimmigkeit bei bestimmten Entscheidungen weiter entwickelt werden.“

Berlin, 21. Juli 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 14.07.2020

Zur heutigen Präsentation der Ergebnisse der 2. NAP-Monitorings erklärt die 1. BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing:

Das Thema Sorgfaltspflicht und Menschenrechte nimmt bei den deutschen Unternehmen einen hohen Stellenwert ein.

Dies beweist die breite Beteiligung an der 2. Runde des NAP-Monitorings. Ohne Zweifel sind unsere Unternehmen darum bemüht und daran interessiert, ihre Lieferketten nachhaltig und verantwortungsvoll zu gestalten. Dass jedoch ein zweifelhafter Prozess wie das NAP-Monitoring als Basis für die Entscheidung über gesetzgeberische Maßnahmen in diesem Bereich herangezogen wird, ist für uns mehr als fraglich.“

„Die geplanten Maßnahmen sehen zwar vor, dass Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ins Visier genommen werden. Im Alltagsgeschäft werden die großen Unternehmen jedoch diesen bürokratischen Druck 1:1 an ihre kleineren Geschäftspartner in der Lieferkette weitergeben. Und dann sind auch deutsche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) davon betroffen. Der so oft erwähnte "Smart Mix", den das Gesetz enthalten soll, um beispielsweise genau das zu vermeiden, muss schon sehr "smart" sein, um dies verhindern zu können. Darüber hinaus sind unsere Unternehmen durch die Corona-Pandemie schon genug gebeutelt. Eine zusätzliche Einführung eines Sorgfaltspflichtengesetz würde unsere KMU an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen und so die wirtschaftliche Erholung nur hinauszögern.“

Berlin, 14. Juli 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 09.07.2020

Talfahrt im Außenhandel setzt sich fort

Auch wenn sich die deutschen Ein- und Ausfuhren im Vormonatsvergleich leicht erholt haben, sind wir noch meilenweit entfernt von einer Normalisierung im Außenhandel.

"Die COVID-19-Pandemie ist nach wie vor allgegenwärtig, wenn auch nicht mehr so akut wie noch vor wenigen Wochen. Der Welthandel wird aber noch geraume Zeit benötigen, um nach den Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen in der Lieferkette das alte Niveau wieder zu erreichen." Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Mai 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 80,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 29,7 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 73,2 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um 21,7 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 7,1 Milliarden Euro ab.

"Die coronabedingten Produktions- und Arbeitsausfälle wirken weltweit nach. Mit den Sofortmaßnahmen hat die Bundesregierung schnell auf die Krise reagiert. Das war aber leider nicht überall der Fall. Die Unternehmen im Außenhandel spüren diese Effekte in ihren Absatz- und Liefermärkten. Der Handel mit den Partnern in besonders stark betroffenen Regionen ist daher auch besonders stark eingebrochen. Dazu gehören die USA und das Vereinigte Königreich. Aber auch die Handelsbeziehungen zu unseren europäischen Nachbarn haben gelitten. Wir hoffen, dass es in den kommenden Monaten unter der deutschen Ratspräsidentschaft gelingen wird, Europa zu einen und zu stärken. Aber auch darüber hinaus werden Maßnahmen notwendig sein, um diese Krise gemeinschaftlich zu überstehen", so Kitzing abschließend.

26 Berlin, 9. Juli 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 08.07.2020

Zu Bundeskanzlerin Merkels Präsentation des Programms zur EU-Ratspräsidentschaft

erklärt die 1. BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing:

„Für die deutsche Ratspräsidentschaft stehen große Herausforderungen auf der Agenda. Eines ist klar: Nur gemeinsam können wir die Probleme angehen und lösen. Heute findet der erste wichtige Schritt zur Einigung auf das EU-Budget der nächsten sieben Jahre und einen Aufbaufonds für Europa statt. Diesen brauchen wir, um die Ungleichheiten innerhalb der EU abzubauen und die Konjunktur anzukurbeln. Die Mittel sollten aber sinnvoll verteilt und dürfen nicht als politisches Geschenk verschwendet werden. Wir müssen in die Zukunftsfähigkeit Europas investieren, damit das Motto der deutschen Ratspräsidentschaft – „Gemeinsam Europa wieder stark machen“ – umgesetzt werden kann. Europa ist nach wie vor der wichtigste Markt für Deutschland und deshalb hoffen wir, dass es mit einer gestärkten Solidarität und Wirtschaft aus der Krise hervorgeht.“

Berlin, 8. Juli 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 30.06.2020

BGA zum Start der EU-Ratspräsidentschaft: Europa zukunftsfest machen

Es warten viele große Aufgaben.

"Vordringlich ist zunächst, Europa aus seiner schwersten Wirtschaftskrise zu führen. Der angedachte Aufbaufonds ist hier der richtige Schritt – auch um Ungleichheiten innerhalb der EU abzubauen. Zentral wird sein, dass das Geld in die europäische Zukunftsfähigkeit investiert wird. Hierzu zählt neben Bildung und digitaler Infrastruktur auch die Innovationsfähigkeit von Unternehmen.“  Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands.

„Die Euro-Zone ist weltweit die wirtschaftsstärkste Region und der mit Abstand wichtigste Wirtschaftspartner für Deutschland. Sie verfügt zudem über ein globales Netz von Freihandelsabkommen, das seinesgleichen sucht. Ohne den europäischen Binnenmarkt wäre das gesamte BIP der EU um 8,5 Prozent niedriger. Je schneller wir also diese Wirtschaftszone wieder ans Laufen bekommen, desto schneller wird auch Deutschland den wirtschaftlichen Einbruch überwinden. Schließlich entgehen uns in Europa durch unterschiedliche nationale Regelungen, bürokratische Anforderungen und abschottende Maßnahmen innerhalb des gemeinsamen Binnenmarktes massive Wohlfahrtsgewinne in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro jährlich“, so Kitzing.

„Nun gilt es, die Diskussionen um den mehrjährigen Finanzrahmen und die Ausgestaltung des Aufbaufonds zügig abzuschließen, so dass mit der dringenden Verbesserung des Europäischen Binnenmarktes und der Umsetzung einer aktiven handelspolitischen Agenda begonnen werden kann. Hierzu zählt zuvorderst der Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens mit dem Vereinigten Königreich, das der Bedeutung dieses wichtigen Partners gerecht wird. Nicht zuletzt bedarf es aber auch neuer, positiver handelspolitischer Impulse, wie es gerade auch ein EU-Mercosur-Freihandelsabkommen vermag. Nachdem die nationalen Abschottungen und Handelshemmnisse in der Corona-Krise immer neue Blüten getragen haben, ist es absolut notwendig, diese Handelshemmnisse wieder so schnell wie möglich abzubauen“, mahnt Kitzing abschließend.

25 Berlin, 30. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 22.06.2020

BGA zum Konjunkturpaket

Impulse für Wachstum fördern, neue Bürokratie vermeiden

„Ein dynamischer Aufholprozess nach dem wirtschaftlichen Neustart ist Voraus­setzung für die Sicherung von Unternehmen und einer hohen Beschäftigung. Mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz setzt die Große Koalition wichtige Impulse für die Belebung von Investitionen und Binnenkonjunktur, auch wenn bei einzelnen Punkten noch nachjustiert werden muss.“ Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vize­präsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zum Entwurf eines Zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes.

„Mit den steuerlichen Maßnahmenbündel, etwa im Bereich der Verlustverrechnung, der degressiven Abschreibung, bei der Gewerbesteuer sowie bei der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer, wird die Liquidität in Unternehmen weiter gestärkt. Die Anreiz­wirkungen haben allerdings noch Luft nach oben, wenn die Verlustver­rechnung besser ausfallen, die Hürden des Verrechnungsmodells bei der Einfuhrumsatzsteuer weggeräumt und die Abschreibungen dauerhaft gestärkt werden würden.

Für den gesamten B2B-Bereich ist die Absenkung der Umsatzsteuersätze lediglich ein durchlaufender Posten, der aber mit erheblichen Kosten, Bürokratie und Rechts­unsicherheiten verbunden ist. Dies ließe sich reduzieren mittels einer optional aus­gestaltbaren Vereinfachungsregelung für den B2B-Bereich: Umsätze zwischen Unternehmen könnten von der Senkung der Umsatzsteuersätze ausgenommen werden und somit die temporäre Herabsetzung erst auf der Endstufe bei Verkauf an den Endverbraucher erfolgen. Sollten Politik und Finanzver­waltung diesen Vor­schlag verwerfen, bedarf es mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit wegen der kurzen Umstellungszeit weitgehender Billigkeitsregelungen, nach denen der Vorsteuerab­zug im B2B-Bereich nicht in Frage gestellt wird, wenn die administrative Umstellung der Sätze in die betriebliche Praxis fehlerhaft oder technisch-administrativ bedingt nur verzögert erfolgte“, fordert die Unternehmerin.

„Die Krise zeigt auch deutlich, wie wichtig neben einer wachsenden Wirtschaft solide Staatsfinanzen sind. Die nun geplante Neuverschuldung von 218 Milliarden Euro werden wir nur schultern können, wenn wir konsequent in Wachstum, Innovationen und Digitalisierung investieren. Steuererhöhungen zur Finanzierung wären der völlig falsche Weg“, so Kitzing abschließend.

24 Berlin, 22. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 18.06.2020

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft als Stresstest

Deutschland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft in einer entscheidenden Zeit.

Die Fliehkräfte von innen und außen zerren an der europäischen Einheit. Mit Rekordtempo steuern wir auf einen harten Brexit zu, gleichzeitig stellen die globalen Kräfteverschiebungen, insbesondere mit Blick auf China und die USA, die EU vor enorme Herausforderungen. Nicht zuletzt hat die Corona-Krise die europäische Wirtschaft massiv getroffen. Nur mit handlungsfähigen europäischen Institutionen und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft können wir diese Aufgaben meistern. Durch die tiefe Verflechtung mit unseren europäischen Partnern befinden wir uns in einer Schicksalsgemeinschaft.“ Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Regierungserklärung zur EU-Ratspräsidentschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Ausdrücklich begrüßen wir auch den Fokus der Bundesregierung auf die Herausforderungen durch unseren strategischen Partner China, mit dem wir uns offen und konstruktiv auseinandersetzen müssen. Es bleibt hier zu hoffen, dass der EU-China-Gipfel schnellst möglichst nachgeholt werden kann. Ebenso ist zu begrüßen, dass Afrika nicht aus den Augen verloren wird. Denn Risiken in den Lieferketten werden wir nicht dadurch reduzieren, dass wir Produktionen nach Deutschland oder in die EU zurückverlagern, sondern nur dadurch, dass wir uns noch breiter aufstellen,“ so Kitzing abschließend.

23 Berlin, 18. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 09.06.2020

Horrorzahlen im Außenhandel – Pandemie schlägt voll zu

Erstmals sehen wir im Außenhandel die verheerende Wirkung der COVID-19-Pandemie in vollem Ausmaß.

Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen in den Lieferketten haben tiefe Spuren hinterlassen. Die Einbrüche sind sowohl im Handel mit China, den USA als auch unseren europäischen Nachbarn in der Eurozone zu beobachten. Besonders hart hat es mit einem Rückgang von über 40 Prozent die Exporte nach Großbritannien getroffen.“ Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für April 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 75,7 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 31,1 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 72,2 Milliarden Euro sind die deutschen Importe ebenfalls gesunken, im Vorjahresvergleich um 21,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro ab.

„Allein im Export fehlen uns 34 Milliarden Euro Umsatz in der Kasse, im Außenhandel insgesamt haben sich über 54 Milliarden Euro in Luft aufgelöst – und das nur alleine im April! Die COVID-19-Pandemie führt uns erneut vor Augen, dass es uns hierzulande nur gut geht, wenn es auch unseren Partnern weltweit gut geht. Wir werden noch lange mit den Folgen des weltweiten Lockdowns zu kämpfen haben. Weder die Logistik noch die Lieferketten lassen sich von heute auf morgen wieder hochfahren. Nur weil in Deutschland allmählich wieder eine gewisse Normalität zurückkehrt, heißt das noch lange nicht, dass unsere Kunden und Lieferanten weltweit dies auch schaffen. Dringend brauchen wir ein geschlossenes Vorgehen der EU, um die Wirtschaft in ganz Europa wieder auf die Beine zu bringen. Die deutsche Ratspräsidentschaft gilt es zu nutzen, um eine über Handelsabkommen hinausgehende Agenda zum Abbau von Handelshemmnissen auf- und umzusetzen“, so Kitzing abschließend.

22, Berlin, 9. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 08.06.2020

Zur heutigen Ratifizierung des Handelsabkommens EU-Vietnam durch die vietnamesische Nationalversammlung

erklärt die 1. BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing:

„Der Startschuss für das Freihandelsabkommen der EU mit Vietnam kommt genau zur richtigen Zeit, denn die schlechten Nachrichten für den deutschen Außenhandel haben sich in den letzten Monaten gehäuft: Die Nachfrage ist infolge der globalen Corona-Pandemie eingebrochen und die so wichtigen Brexitverhandlungen kommen kaum von der Stelle. Das Abkommen wird nicht nur wirtschaftliche Impulse durch Zollsenkungen und Handelserleichterungen setzen, es ist auch eine deutliche Antwort auf Bestrebungen, unter dem Mantel der Corona-Krise den Protektionismus wieder hoffähig zu machen.“

Berlin, 8. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 08.06.2020

Vor allem mit Tempo kann das Konjunkturpaket Wirkung entfalten

Die AG Mittelstand bewertet das Konjunkturpaket der Bundesregierung als wertvolles Signal zur richtigen Zeit, um die Folgen der Corona-Krise weiter abzufedern.

Besonders positiv sind die starken Modernisierungsmaßnahmen, die unser Land voranbringen können, wenn die Umsetzung zeitnah erfolgt.

Um die beabsichtigte Wirkung voll entfalten zu können, müssen die Koalitionsbeschlüsse schnellstmöglich Wirklichkeit werden. Tempo ist angesagt, damit möglichst viele Unternehmer die Instrumente nutzen und das Paket zum Erfolg führen können. Viel Zeit ist bereits seit dem Lockdown ins Land gegangen, viele Unternehmen zehren von ihren Reserven. Deshalb ist vor allem bei den Maßnahmen zur Unterstützung der Liquidität wie insbesondere der Ausweitung des Verlustrücktrags sowie der Überbrückungshilfe mit Zuschüssen zu den Fixkosten große Eile geboten. Hier sollten bis zum Inkrafttreten nicht mehr als zwei Wochen vergehen.

Die AG Mittelstand bewertet das Paket als eine gute Balance zwischen Konsumförderung und strukturellen Maßnahmen. Davon kann der deutsche Mittelstand profitieren und sich weiterentwickeln. Insbesondere bietet sich die Chance, die seit Wochen angezogenen Bremsen zu lockern und wirtschaftliche Dynamik zu entfalten und so Arbeitsplätze und Ausbildung zu sichern.

Über die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand: Der Mittelstand in Deutschland repräsentiert die rund 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen sowie, als wichtigste Finanzierungspartner der kleinen und mittleren Unternehmen, die Sparkassen und Genossenschaftsban-ken. Diese Unternehmen beschäftigen sechs von zehn sozialversicherungspflichtigen Mitar-beitern (beinahe 18 Millionen), bilden vier von fünf der insgesamt knapp 1,3 Millionen Auszubildenden aus und zählen zu den Innovationstreibern in Europa.
Weiterführende Informationen: www.arbeitsgemeinschaft-mittelstand.de

Berlin, 8. Juni 2020

AG Mittelstand

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Berlin | 04.06.2020

BGA zum Konjunkturpaket: Weniger wäre (noch) mehr gewesen

Wie so vieles dieser Tage, ist auch das nun geschnürte Konjunkturpaket beispiellos.

Mit dem beschlossenen Maßnahmenbündel setzt die Große Koalition erneut das Signal entschlossenen Handelns in Krisenzeiten. So wurden etwa auf dem mühsamen Weg zu einer liquiditätssichernden und investitionsfördernden Unternehmensbesteuerung einige Fortschritte erzielt, wie bei der Verlustverrechnung, der Einführung einer Corona-Rücklage und bei den Abschreibungsmöglichkeiten. Insbesondere begrüßen wir die pauschale Verschiebung der Einfuhrumsatzsteuer um einen Monat. Diese Maßnahme verbessert beispielsweise unbürokratisch die Liquiditätslage in den Unternehmen. Ebenso stellt die Senkung der Umsatzsteuer eine große Hilfe für die Importeure dar. Zu berücksichtigen ist dabei, dass wesentliche Maßnahmen befristet sind und somit später entfallen. Insoweit muss sich zeigen, wie die Maßnahmen die Rahmenbedingungen in und für Deutschland verbessern.“ Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum vom Koalitionsausschuss vereinbarten Konjunkturpaket.

„Angesichts des enormen Preisschildes, das an diesem Maßnahmenbündel hängt, kann man nur hoffen, dass die Konjunkturrakete nun auch fliegt. Denn zentrale Säule sind Konsumentlastungen durch eine zeitlich befristete Senkung der Umsatzsteuer und der Kinderbonus, also eine massive Entlastung der Nachfrageseite. Ob dies aber tatsächlich die Wirtschaft stimuliert, kann hinterfragt werden. Dazu müssten die Konsumenten in der Arbeitsplatzsicherheit und in ihrem Zukunftsvertrauen gestärkt werden“, so Kitzing abschließend.

21, Berlin, 4. Juni 2020

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Ines Kitzing

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Berlin | 03.06.2020

Großhandel verschafft sich Luft vor der Krise

Dank guter Geschäftsentwicklung ist es dem Großhandel in Vor-Corona-Zeiten gelungen, ein kleines Polster zu schaffen, das nunmehr dahinschmilzt wie Eis in der Sonne.

Für eine Bestandsaufnahme ist es noch zu früh, aber die aktuelle BGA-Sonderumfrage vom Mai, die den schlechtesten BGA-Klimaindikator seit der erstmaligen Erhebung 1998 aufweist, unterstreicht die Dramatik der derzeitigen Situation.“ Dies erklärte Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Entwicklung der Großhandelsumsätze im ersten Quartal 2020.

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes erzielte der Großhandel im ersten Quartal ein nominales Wachstum von durchschnittlich 3,4 Prozent und real von 4,4 Prozent, allerdings sanken die Umsätze im März nominal um 1,8 Prozent, real um 1,7 Prozent.

„Nun kommt es darauf an, die richtigen Impulse für ein Herauswachsen aus der Krise zu setzen. Der Markt für deutsche Unternehmen ist die ganze Welt. Deshalb muss der wirtschaftliche Neustart eine Verbesserung der des Wirtschaftsstandorts bringen und zwar branchenübergreifend. Die Unternehmen benötigen starke Impulse durch einen strategischen Ansatz in der Steuerpolitik und bei den Investitionen. Geeignete Stellschrauben sind die Verlustverrechnung zu erweitern und insbesondere die Unternehmensbesteuerung zu modernisieren. Aber auch die Stärkung von Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Klimaschutz gilt es voranzutreiben“, so Kitzing abschließend.

20, Berlin, 3. Juni 2020

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Berlin | 01.06.2020

Wertschöpfung und Beschäftigung mit dem Mittelstand stärken

AG Mittelstand zum Konjunkturpaket der Bundesregierung

„Die Corona-Krise hat den deutschen Mittelstand hart getroffen. Dank der schnellen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen konnten bisher weite Teile der mittelständischen Strukturen den Shutdown und seine unmittelbaren Folgen überstehen. Dennoch wird ein weiterer Rettungsfonds benötigt. Dies ist entscheidend, denn nur mit einem starken Mittelstand können wir die Krise überwinden“, so heißt es in den Eckpunkten der AG Mittelstand, die diese im Vorfeld des Koalitionsausschusses formuliert hat.

Die Eckpunkte stellen voran, dass ein Konjunkturpaket bei den Nachfrageproblemen ansetzen muss, die zunehmend zum angebotsseitigen Schock der Corona-Krise hinzutreten. Der Mittelstand plädiert für einen nachhaltigen und branchenübergreifenden Ansatz eines Rettungsfonds für die nach wie vor von den einschränkenden Maßnahmen betroffenen Branchen und für Konjunkturimpulse, um Verzerrungen des Wirtschaftsgeschehens zu vermeiden. Die in allen Regionen Deutschlands fest verankerten kleinen und mittleren Unternehmen sind das tragende Fundament unserer Gesellschaft. Neue Wertschöpfung schafft Einkommen, sichert Arbeitsplätze und damit auch die wichtige Nachfrage zur Stärkung der Binnenwirtschaft. 

Der Mittelstand muss in dieser schwierigen Phase entlastet werden. Keinesfalls darf es jetzt zu zusätzlichen Belastungen der Unternehmen, beispielsweise durch die Einführung einer Vermögensabgabe kommen. Der Mittelstand betont aber auch: Eine Überlastung der öffentlichen Haushalte muss vermieden werden. Zukunftsfähiges, nachhaltiges Wachstum ist nur auf Basis tragfähiger Staatsfinanzen und durch die Schaffung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen möglich.
Die Eckpunkte sammeln die wichtigsten Forderungen unter den Überschriften:

  • Investitionsdynamik sichern
  • Potenziale der Digitalisierung erschließen
  • Belastungsmoratorium für die Wirtschaft garantieren
  • Fachkräftebedarf sichern und Ausbildung stärken.
     

Zum Mittelstand zählen die rund 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, dem Dienstleistungssektor, Gastronomie und Hotellerie, den Freien Berufen und der Industrie sowie, als wichtigste Finanzierungspartner der kleinen und mittleren Unternehmen, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese Unternehmen beschäftigen sechs von zehn sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern (beinahe 18 Millionen), bilden insgesamt knapp 1,3 Millionen und damit vier von fünf Auszubildenden aus und stehen für nachhaltiges unternehmerisches Handeln über Generationen.

Berlin, 1. Juni 2020

AG Mittelstand

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Berlin | 27.05.2020

BGA: Bewältigung der Krisenfolgen erfordert ein starkes Europa

Wir brauchen ein starkes Europa zur Bewältigung der Krisenfolgen

Deshalb begrüßen wir die enge Abstimmung der Trio-Ratspräsidentschaft in diesen bewegten Zeiten. Denn die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen können nur längerfristig, abgestimmt auf gemeinsamer europäischer Ebene bewältigt werden.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute präsentierten Plänen für die deutsche Ratspräsidentschaft, im Vorfeld des von der EU-Kommission vorgestellten Corona-Hilfsprogramms.

„Der von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene Wiederaufbau-Fonds ist ein geeigneter und wichtiger Schritt, die Einheit innerhalb der Europäischen Union zu fördern. Gleichzeitig müssen aber auch die politischen Abstimmungsprozesse reformiert werden, um die EU schneller und schlagkräftiger zu machen. Wichtiger denn je ist es jetzt zudem, die EU zum Vorreiter bei neuen Freihandelsabkommen und beim Abbau von Handelshemmnissen zu machen. Dafür benötigen wir eine eigene europäische Agenda. Gleiches gilt für eine gemeinsame Außenpolitik und insbesondere einen Binnenmarkt, der den Namen verdient, um die Stellung Europas in der Welt zu stärken“, so Bingmann abschließend.

18, Berlin, 27. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 14.05.2020

BGA: Steuereinbruch als Chance für Neustart nutzen

Die Steuerschätzung legt erstmals offen, was noch vor uns liegt und welche katastrophalen Kollateralschäden das Corona-Virus in der deutschen Wirtschaft und damit auch bei den öffentlichen Einnahmen hinterlässt.

Die finanziellen Ausfälle kann der Staat weder durch neue Kredite noch durch neue Steuern langfristig ausgleichen. Daher kann die einzig richtige Perspektive nur lauten: Zurück an die Arbeit, selbstverständlich unter Berücksichtigung des gebotenen Gesundheitsschutzes. Schließlich sind und bleiben wirtschaftliche Dynamik und hohe Beschäftigung die Voraussetzung für Wohlstand sowie soziale und gesundheitliche Sicherheit. Dabei muss die Regierung jetzt überlegen, mit welchen regulatorischen Maßnahmen sie die Unternehmen unterstützen kann, Betrieb und Arbeitsplätze zu sichern. Wir müssen weg von staatlichen Eingriffen und sektoralen Betrachtungen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des Arbeitskreises Steuerschätzung.

„Ohne prosperierende Wirtschaft keine dynamische Steuerentwicklung, das ist das klare Signal der Steuerschätzung und verdeutlicht, dass der wirtschaftliche Neustart wieder zu mehr Freiraum für unternehmerisches Handeln und weniger staatlicher Einmischung führen muss. Dann wird es gelingen, den massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung wieder auszugleichen und so die Basis dafür zu schaffen, dass die neuen Schulden abgetragen werden können. Die Rückführung nationaler und europäischer Überregulierungen, die Handel und Investitionen bremsen, muss stärker auf die politische Agenda. Eine Reform der Unternehmensteuern und der vollständige Wegfall des Solidaritätszuschlages für alle wären Unterstützungen, die die Wirtschaft nun bitter benötigt“, so Bingmann abschließend.

16, Berlin, 14. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 13.05.2020

Zu den beschlossenen Erleichterungen im Grenzverkehr erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Endlich! Die Wiederöffnung der Grenzen ist ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt.

Es bleibt zu wünschen, dass nun auch rasch einheitliche Regelungen zumindest für den europäischen Binnenmarkt geschaffen werden. Je schneller wir die Personenfreizügigkeit und den freien Warenverkehr wieder herstellen, desto schneller werden wir auch wieder aus dieser beispiellosen Krise herauskommen. Die deutsche Wirtschaft funktioniert nur im Zusammenspiel mit den europäischen Partnern – bei Vorprodukten oder auch bei den Mitarbeitern.

Ebenso wichtig ist es, dass Reisen in Drittstaaten wieder möglich sind. Andernfalls können beispielsweise Anlagen nicht in Betrieb genommen werden, weil Wartungsarbeiter oder Fachkräfte nicht zum Kunden gelangen können. Auch bei der Luftfracht gibt es massive Probleme, da ein Großteil des Aufkommens mittels Passagierflugzeugen transportiert wird. Dringend muss die Wirtschaft nun wieder in Gang kommen. Kaum ein Land ist dabei so sehr auf den freien Außenhandel angewiesen wie Deutschland.“

Berlin, 13. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 08.05.2020

Corona-Virus wütet im Außenhandel

Die Corona-Krise beginnt im Außenhandel beispiellose Spuren zu hinterlassen. Dabei sind wir im ersten Quartal noch mit einem blauen Auge davongekommen.

In den kommenden Monaten werden wir uns an zweistellige Rückgänge gewöhnen müssen. Denn die Folgen des Lockdowns von 50 Prozent der Weltwirtschafts­leistung, das Schließen von Grenzen gerade auch im europäischen Binnenmarkt, die weltweite Verhängung von Handels- und Reisebeschränkungen sowie massive Störungen in der See- und Luftfracht beginnen erst, ihre Spuren in der Statistik zu hinterlassen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent gesunken. Mit einem Warenwert von 91,6 Milliarden Euro sind die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent gesunken. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab.

„88 Länder haben in den letzten Monaten neue Handelsbeschränkungen eingeführt. Selbst innerhalb des europäischen Binnenmarktes bestehen massive Einschränkungen. Eine Störung oder gar Unterbrechung der Güterströme und Lieferketten führt zu schweren wirtschaftlichen Schäden. Es nützt nichts, wenn wir in Deutschland die Wirtschaft wieder hochfahren, die Vorprodukte aber nicht zur Verfügung stehen oder wenn man die Waren aufgrund fehlender Container oder wegen Landes­schließungen nicht zum Kunden bekommt. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass gerade unsere Exporte in die Eurozone eingebrochen sind. Nur gemeinsam werden wir aus dieser Krise kommen. Mit großer Sorge beobachten wir jedoch das Auseinander­driften innerhalb der EU. Auch mit Blick auf die anstehende Ratspräsidentschaft muss Deutschland die Europäische Gemeinschaft wieder stärken und zusammenführen. Je schneller dies gelingt, desto schneller werden wir auch wieder aus dieser Krise herauskommen“, so Bingmann abschließend.

15, Berlin, 8. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 06.05.2020

BGA begrüßt die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Öffnungsschritte

Endlich gibt es einen Fahrplan für den Re-Start.

Auch wenn er an einigen Stellen vage bleibt, gibt er den Unternehmen und deren Beschäftigten die notwendige Perspektive, dass es nun endlich schrittweise wieder losgehen kann. Für die Unternehmen ist es selbstverständlich, dass Abstands- und Hygieneregeln weiter konsequent eingehalten werden müssen, und sie haben bereits in den vergangenen Wochen entsprechende Konzepte, die sicheres Arbeiten in den Betrieben ermöglichen, erarbeitet und umgesetzt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin nach dem Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

„Ein erfolgreicher Neustart ist für eine exportorientierte Volkswirtschaft ohne internationale Perspektive aber nicht möglich. Weltweit haben derzeit 88 Länder Handelsbeschränkungen erlassen – eine Katastrophe für die international verflochtene deutsche Wirtschaft. Die Bundesregierung muss sich daher massiv dafür einsetzen, diese Beschränkungen wieder abzubauen und darüber hinaus auch die Personenfreizügigkeit in Europa wiederherzustellen“, so Bingmann abschließend.

14, Berlin, 6. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 05.05.2020

Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind möglich und notwendig

Es wird dringend Zeit, alle die Bereiche des Arbeitslebens, wo es um Millionen von Arbeitsplätzen geht, stufenweise wieder neu zu starten.

Wird die Wirtschaft – unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln – nicht bald wieder in voller Breite hochgefahren und kann Gewinne und Steuern generieren, wird es eng für die Unternehmen und dann wird auch dem Staat unweigerlich seine Finanzkraft ausgehen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin im Vorfeld des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

„Die Unternehmen brauchen eine Perspektive und sie brauchen Planbarkeit. Es ist an der Zeit für allgemeine Regeln, einen strukturierten Plan und ein transparentes Vorgehen für alle Bereiche statt sektoraler Lösungen. Das gilt natürlich auch für Konjunkturprogramme. Die Wirtschaft ist insgesamt betroffen, deshalb muss sie auch insgesamt für einen erfolgreichen Neustart unterstützt werden. Hier darf die Politik nicht Forderungen einzelner Branchen nachgeben. Vielmehr gilt es, strukturelle Defizite anzugehen und den Rahmen für wirtschaftliches Handeln zu verbessern. So steht Deutschland mit einer steuerlichen Belastung  der Unternehmen von rund 32 Prozent weltweit an der Spitze und ist eine  Unternehmensteuerreform das Gebot der Stunde“, so Bingmann abschließend.

13, Berlin, 5. Mai 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 30.04.2020

Einreisebeschränkungen und -verbote führen zu enormem Schaden

Die Einschränkung des Luftverkehrs aufgrund der Corona-Pandemie hat auch auf die Luftfracht massive Auswirkungen.

Da das Frachtvolumen nicht mehr im gewohnten Umfang zur Verfügung steht, entfallen bereits geplante Lieferungen oder erreichen ihre Empfänger nur noch mit deutlichen Verspätungen. Dies stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen beim Aufrechterhalten der Lieferketten.“ Dies erklärt Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses, heute zu den neusten Luftfracht-Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, gingen der Versand und Empfang von Luftfracht (einschließlich Luftpost) im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11 Prozent auf 392 000 Tonnen zurück. Dabei erfuhr insbesondere die Frachtbeförderung im Rahmen von Passagierflügen einen deutlichen Rückgang von 38,2 Prozent auf 68 000 Tonnen.

„Viele Regionen weltweit sind nur über Passagiermaschinen angebunden. Auch große Teile der Luftfracht in die USA laufen über Passagiermaschinen. Somit führen verhängte Einreisebeschränkungen und -verbote zu enormen Schäden. Die Rückkehr zu offenen Grenzen und freiem grenzüberschreitenden Personenverkehr muss jetzt das Gebot der Stunde sein“, so Taucke abschließend.

12, Berlin, 30. April 2020

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Carsten Taucke

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Berlin | 29.04.2020

EU und Mexiko modernisieren ihr Handelsabkommen

Der Abschluss der Verhandlungen trotz der Corona-Krise ist fast schon ein kleiner Befreiungsschlag für den freien Handel, der im Zuge der weltweiten Pandemie durch Protektionismus und Nationalismus stark unter Druck geraten ist.

Jetzt kommt es mehr denn je darauf an, die Grundlagen des regelbasierten Welthandels abzusichern. Vor allem die Beseitigung fast aller Zölle sowie die Öffnung des Beschaffungswesens werden in der Post-Corona-Zeit zudem einen wertvollen Beitrag für den Wiederaufbau beider Regionen leisten“, so BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann.

Berlin, 29. April 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 28.04.2020

AG Mittelstand: Mit „dualem“ Ansatz und Belastungsmoratorium durch die Krise

Die Covid-19 Pandemie schränkt weiterhin das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft maßgeblich ein.

Um die Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaft bestmöglich zu gestalten, bieten die in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand (AG Mittelstand) vereinten 10 Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft der Politik eine enge Zusammenarbeit an. Der „duale“ Ansatz – also das gemeinschaftliche Engagement von Staat und Wirtschaft – habe sich bereits bei einigen zentralen Aufgabenstellungen, etwa bei der Berufsausbildung und bei der Integration von Flüchtlingen bewährt und gelte international als vorbildlich. Bei der aktuell weitaus schwierigeren Herausforderung liege es nun sehr nahe, Wege aus der Krise in engster Zusammenarbeit zu finden, so das Credo der 10 Verbände.

Beim Lockdown habe die Politik schnell und verantwortlich gehandelt. Auch bei der Implementierung von Programmen zum Erhalt der Liquidität sei in kürzester Zeit Gewaltiges auf den Weg gebracht worden, was jeden Respekt verdiene. Im Zuge der Feinjustierung und der nun erfolgten ersten Lockerungsschritte zeigten sich allerdings Entwicklungen, die in der breiten Öffentlichkeit und bei der Wirtschaft auf Unverständnis, Missverständnisse und gar Zweifel stießen. Verstärkt werde dies dadurch, dass die gemeinsamen Beschlüsse von Bund und Ländern teils sehr unterschiedlich umgesetzt würden. Umso dringlicher sei es deshalb, künftig ein maximal abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern sicherzustellen und die Expertise der Wirtschaft einzubinden. Hierzu bietet die AG Mittelstand der Politik ihre Unterstützung an.

Neben den kurzfristig zu lösenden Fragen, wie eine Lockerung der eingeführten Beschränkungen unter Abwägung aller relevanten Aspekte erfolgen sollten, geht es um die mittel- und längerfristig anzupassenden Rahmenbedingen, um den Mittelstand als wirtschaftlichen Stabilitätsanker zu erhalten, zu schützen und zu fördern. Krisenbedingt sei dessen volkswirtschaftliche Schlüsselrolle jetzt in erheblichem Maße geschwächt und für die Zukunft gefährdet. Umso wichtiger sei es nun, ihn mit einem Belastungsmoratorium von unnötigen bürokratischen und materiellen Lasten entschlossen zu befreien und ihn mit einer zukunftsweisenden Infrastruktur auszustatten. Alljährlich weise der von der AG Mittelstand herausgegebene Jahresmittelstandsbericht die wichtigsten Handikaps für die volle Entfaltung der wirtschaftlichen Potentiale des Mittelstandes aus.

Die Covid-19 Krise sollte als Chance genutzt werden, die Rahmenbedingungen für den Mittelstand zu überprüfen und zu verbessern. Spätestens jetzt gehören vorhandene Erschwernisse auf den Prüfstand. Ganz vorn stehen dabei, die Reduzierung steuerlicher Lasten und Meldepflichten sowie nun endlich die Verfügbarkeit digitaler Dienste in ausreichender Bandbreite massiv voranzutreiben. Zum anderen sollen Belastungen für Beschäftigte und Unternehmen durch Gesetze und andere Regelungen vermieden werden, Blaupause kann die Mittelstandsstrategie des BMWi sein.

Ein verantwortliches und zielführendes Steuern durch die Krise und aus ihr heraus fordere von Politik und Wirtschaft gleichermaßen höchste Besonnenheit und Disziplin im Hinblick auf Gesundheit der Menschen, aber auch hinsichtlich der Gestaltung von Zukunftsperspektiven. Die Spitzenverbände des Mittelstandes bieten der Bundesregierung hierzu einen engen Dialog und verbindliche Mitwirkung an.

Berlin, 28. April 2020

AG Mittelstand

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Berlin | 21.04.2020

BGA unterstützt „achtsamen Neustart“ der Gastronomie

Der BGA unterstützt nachdrücklich die Initiative des Großhandelsverbandes FOODSERVICE für einen „achtsamen Neustart“ der Gastronomie und damit die Forderung nach einer baldigen Wiedereröffnung der Gastronomiebetriebe in Deutschland.

Dass in der jetzigen Phase einer vorsichtigen Revitalisierung des öffentlichen Lebens die Gastronomie leider außen vor gelassen wird, ist äußerst bedauerlich und erscheint auch nicht gerechtfertigt. Es gibt moderne und sehr überzeugende Schutzkonzepte, die eine sichere Wiedereröffnung der gastronomischen Betriebe auf verantwortungsvolle Art und Weise ermöglichen.

Der deutsche Lebensmittelgroßhandel mit seiner überwiegend von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten Struktur ist seit eh und je verlässlicher Partner und Versorger der Gastronomie. Dieser größte Teil des Konsumgütergroßhandels leidet in erheblichem Maße mit, wenn einem so bedeutenden Wirtschaftszweig quasi die Existenzgrundlage entzogen wird. Auch der Groß- und Außenhandel bittet daher Bund und Länder nachdrücklich, durch vorsichtige Öffnungsmöglichkeiten einen im wahrsten Sinne des Wortes „achtsamen Neustart“ zu ermöglichen.

Berlin, 21. April 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 15.04.2020

Pressemitteilung der vom Shutdown besonders betroffenen Wirtschaftsverbände

Exit aus dem Shutdown

Pressemitteilung

von den Wirtschaftsverbänden

 

Am Nachmittag werden die Ministerpräsidenten zusammen mit der Bundesregierung entscheiden, ob der Shutdown gelockert werden soll. In den ersten Agenturnachrichten ist davon die Rede, dass der Shutdown bis zum 3. Mai verlängert werden soll.

Die vom Shutdown besonders betroffenen Verbände der deutschen Wirtschaft, die mehr als 400 000 Unternehmen mit mehr als 7 Millionen Mitarbeitern vertreten, appellieren an die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten, einen Großteil der Betriebsschließungen nicht erst im Mai aufzuheben. Wir brauchen einen schnellen Exit aus dem Shutdown. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob die Geschäfte groß oder klein sind, entscheidend muss sein, dass sich jedes Unternehmen an die Sicherheits- und Hygienebedingungen hält. Insofern müssen die Öffnungen für Betriebe aller Branchen und Größen gelten, sofern diese die Kriterien erfüllen.

Sehr viele Unternehmen werden schon seit Wochen mit Hilfskrediten und Stundungen von Steuern und Sozialabgaben über Wasser gehalten, aber das müssen sie alles demnächst wieder zurückzahlen. Deshalb rutschen sie mit jedem weiteren Tag des Shutdowns erst in die Überschuldung und dann in die Insolvenz. Das kann weder den Mitarbeitern zugemutet werden, die dann von Kurzarbeit in Arbeitslosigkeit geraten, noch kann unsere Volkswirtschaft das aushalten.

Die Bürger sind bereits daran gewöhnt, dass sie in Supermärkten, beim Bäcker oder zum Teil auch in Baumärkten auf Sicherheitsabstand achten und die Hygieneregeln einhalten. Daher sollte die Wirtschaft unter strengen Hygienebedingungen kommende Woche wieder hochgefahren werden. Die Sicherheitsvorschriften und Hygieneregeln müssen möglichst bundesweit und branchenübergreifend einheitlich gelten, damit sie nachvollziehbar sind. Das kann durchaus mit klaren Sanktionen unterlegt werden.

Berlin, 15. April 2020

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Berlin | 09.04.2020

BGA: Vorboten der Corona-Folgen belasten Außenhandel

Der rückläufige Außenhandel mit China ist erst Vorbote des Sturms, der in den nächsten Monaten auf uns zurollt.

Mit einem Rückgang von fast 8 Prozent ist dies schon jetzt substanziell, während anderswo im Februar noch weitestgehend Business-as-usual herrschte.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

 

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 109,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 88,5 Milliarden Euro sind die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent gesunken. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,8 Milliarden Euro ab.

„Ich warne davor, jetzt das Kind mit dem Bade auszuschütten: Renationalisierung von Produktion, die Verschärfung des Außenwirtschaftsgesetzes, die mit einer unbestimmten Ausweitung der Ermächtigung zur Untersagung von ausländischen Investitionen einhergeht, sowie die Schließung der Grenzen setzen bedrohliche Zeichen für den deutschen Außenhandel, der die zentrale Stütze der gesamten deutschen Wirtschaft ist. Dringend sollte die Politik nach der akuten Schadensbegrenzung wieder zurückfinden zu einer Offenheit unserer Volkswirtschaft. Aus Sorge um einen naiven Umgang mit China dürfen wir unsere Grundprinzipien nicht opfern. Vielmehr müssen wir die offenen Grenzen auch bei unseren Partnern einfordern. Und wir sollten auch mehr Solidarität mit unseren noch schwerer betroffenen europäischen Partnern zeigen. Ein aufgestockter ESM ist das richtige Vehikel für schnellen Beistand – und überhaupt kein Stigma. Alles andere ist Kokolores. Gerade die italienische Bevölkerung sollte sich das von niemanden einreden lassen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 9. April 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 06.04.2020

Corona-Kabinett schließt Mittelstandslücke

Bundesregierung stellt zusätzliche Corona-Hilfen für den Mittelstand bereit

„Mit dem  jüngsten Beschluss unterstreicht die Bundesregierung ihre Entschlossenheit, mutig dem wirtschaftlichen Einbruch und den Folgen für die Beschäftigung entgegen zu steuern, indem sie nun die Mittelstandslücke im bisherigen Rettungsschirm schließt. Nur wenn viele der unverschuldet in die existenzielle Krise geratenen Unternehmen überleben, kann es danach auch zügig wieder bergauf gehen. Die Banken müssen nun ihrer Aufgabe und Verantwortung gerecht werden, dem Mittelstand die notwendigen Finanzmittel rasch zur Verfügung zu stellen.“

Berlin, 6. April 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 06.04.2020

AG Mittelstand: Corona-Krise

Weitere, über das gewaltige Hilfsprogramm hinausgehende Maßnahmen erforderlich

Die Corona-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung verhängten Kontaktbeschränkungen haben die mittelständische Wirtschaft in einer vor Monatsfrist noch nicht vorstellbaren Wucht getroffen und viele Betriebe und Unternehmen in eine existenzbedrohende Lage gebracht. Die AG Mittelstand begrüßt ausdrücklich den Schutzschild, den die Bundes- und Landesregierungen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen aufgespannt haben.  Die Politik hat in einer nie da gewesenen Schnelligkeit und Geradlinigkeit reagiert und wirksame Hilfestellungen gerade auch für die Unternehmen des Mittelstandes und die dortigen Arbeitsplätze geschaffen. Dafür gebührt Parlamenten und Regierungen auf Bundes- und Länderebene wie auch allen weiteren beteiligten Institutionen unsere ausdrückliche Hochachtung und unser großer Dank!

Dies gilt aus aktuellem Anlass nun auch für die vorgesehene neue KfW-Kreditlinie mit hundertprozentiger Haftungsfreistellung. Die aufwändige Kreditprüfung durch die Hausbank kann damit deutlich erleichtert werden, sofern die Regelungen im Detail klar und eindeutig formuliert werden. Die Mittelstandslücke in den Hilfsprogrammen kann damit zu einem großen Teil geschlossen werden.

Die Wucht der Pandemie erfordert gleichwohl weitere Anstrengungen und Maßnahmen, damit der Mittelstand über diese Krisenzeit kommt. Es ist alles dafür zu tun, das mittelständische Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu erhalten, damit dieses nach dem Abebben der Krise sehr rasch wieder seinen tatkräftigen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Gesundung unseres Gemeinwesens leisten kann.

Dringend notwendig ist daher, die von Bundesland zu Bundesland teils sehr unterschiedlich ausgestalteten nichtrückzahlbaren Liquiditätszuschüsse anzugleichen und so nachzujustieren, dass all diejenigen darauf zurückgreifen können, die schon jetzt einen massiven bis vollständigen Auftragseinbruch haben, diesen aber wegen der Rechnungslegung etc. noch nicht geltend machen können.

Die den Unternehmen eröffneten Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen müssen nun tatsächlich praxistauglich von allen Krankenkassen angewendet werden. Sofern sich die Liquiditätsengpässe in den Unternehmen nicht absehbar entschärfen, muss hierzu über weitere Schritte nachgedacht werden.

Die bereits beantragten Zahlungen der Arbeitsagenturen für Kurzarbeit müssen angesichts der akuten Liquiditätsprobleme zahlloser Unternehmen schnellstens bei den Unternehmen ankommen. Dabei sind uns die großen Anstrengungen der Bundesagentur für Arbeit bekannt, dieses Verfahren bei rasant ansteigenden Fallzahlen schlank und schnell auszugestalten.

Zudem muss bereits jetzt eine intensive Debatte darüber geführt werden, wie unter Abwägung aller notwendigen gesundheitlichen Belange der Bevölkerung eine verantwortungsvolle Exit-Strategie ausgestaltet werden könnte und sollte. Die in der AG Mittelstand kooperierenden Verbände und Organisationen bieten hierfür ihre aktive Mitwirkung und Unterstützung an.

Berlin, 6. April 2020

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AG Mittelstand

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Berlin | 01.04.2020

BGA: Ausbildung im Groß- und Außenhandel modernisiert

Das Update unseres Kernberufs bringt einen umfassenden Digitalisierungsschub.

"Mit der neuen Ausbildungsordnung wird der zentrale Ausbildungsberuf des Groß- und Außenhandels fit für die Zukunft gemacht und erhält einen neuen Namen, neue Inhalte und eine neue Prüfung. Aus den Kaufleuten im Groß- und Außenhandel werden Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heutigen Verkündung der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann und zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement im Bundesgesetzblatt.

„E-Business, Projektmanagement und wachsende Dienstleistungskompetenz sind nur einige wichtige Veränderungen der Arbeitswelt, die das modernisierte Berufsbild aufnimmt. Durch die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundene wachsende Bedeutung elektronischer Geschäftsprozesse (E-Business), des Onlinehandels und der Plattformökonomie entwickeln sich Großhändler immer mehr vom Warenhändler zum ganzheitlichen Lösungsanbieter für ihre Kunden. Auf diese aktuellen und zukünftigen Herausforderungen werden die Auszubildenden mit den neuen Ausbildungsinhalten optimal vorbereitet. Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement sind damit auch künftig ein echtes Schwergewicht in der beruflichen Ausbildung, mit der ein hervorragender Start ins Berufsleben sichergestellt ist“, so Bingmann abschließend.

Die neue Ausbildungsordnung ist das Ergebnis eines fast zweijährigen Neuordnungsverfahrens, welches von Berufsbildungsexperten aus Unternehmen, Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und Berufsschulen maßgeblich geprägt wurde. Ab dem 1. August 2020 können die neuen Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement ausgebildet werden.

Der BGA hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden eine umfassende Informationskampagne gestartet. Alle wesentlichen Informationen finden Sie auf www.bga.de/grosshandeln.

Berlin, 1. April 2020

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Berlin | 27.03.2020

Zur heutigen Verabschiedung des Corona-Hilfspakets durch den Bundesrat erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Mit der Zustimmung des Bundesrats ist der gigantische Rettungsschirm zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus endgültig aufgespannt.

Für den Erfolg aller stabilisierenden Maßnahmen wird entscheidend sein, dass die beschlossenen finanziellen Hilfspakte die Unternehmen auch erreichen, insbesondere den breiten Mittelstand. Vielen Unternehmen, gerade auch kleineren, steht das Wasser bereits bis zum Hals und bleiben nur noch wenige Tage Zeit.

Daher gilt es nun vordringlich, die Stolpersteine und Fallstricke bei der Umsetzung zu identifizieren, die einem schnellen Durchreichen der Hilfen an die Unternehmen im Wege stehen, und die Lücken im Hilfsnetz zu schließen.

So müssen die Finanzierungshilfen schnell und wirksam ergänzt werden. Der Sicherung der Liquidität über die schnelle und unbürokratische Finanzierung und der Absicherung von Forderungen sind dabei zentrale Bedeutung beizumessen.

Ebenso brauchen die Unternehmer beispielsweise Klarheit, dass sie nicht auf den Kosten sitzenbleiben, wenn ihre Mitarbeiter wegen der Schul- und Kitaschließungen zur Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten können. Darüber hinaus müssen sie dort, wo die Auftragslage krisenbedingt steigt, zeitlich flexibel arbeiten dürfen. Hier brauchen wir eine bundesweit einheitliche Lockerung der Vorschriften zur Höchstarbeitszeit und Sonntagsarbeit.

Auch die Sicherung der Außenhandelsfinanzierung durch Anpassung des Hermesinstrumentariums steht noch auf der Agenda, wie auch die Erleichterung in der Zollbürokratie und die Stundung von Einfuhrumsatzsteuerzahlungen.

Schließlich ist zudem Europa gefordert, so etwa bei der schnellen Umsetzung der von der EU-Kommission geforderten grünen Vorrangspuren und beim Offenhalten der Grenzen für Berufspendler.“

Berlin, 27. März 2020

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Berlin | 09.03.2020

BGA: Verhagelter Jahresauftakt im Außenhandel

Die Unruhe auf dem Weltmarkt hinterlässt sowohl bei den deutschen Exporten als auch bei den Importen ihre Spuren.

"Mit dem Corona-Virus ist nunmehr ein zusätzlicher Faktor ins Spiel gekommen, der die Weltwirtschaft deutlich belasten wird.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 106,5 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 92,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe ebenfalls gesunken, im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 13,9 Milliarden Euro ab.

„Momentan steht die Weltwirtschaft vor einer Vielzahl von Herausforderungen – angefangen bei den Handelsstreitigkeiten, maßgeblich angetrieben von den USA, über den Brexit und die allgemeine Konjunkturflaute bis hin zur jetzigen Belastung durch Corona. Bisher haben die Unternehmen dies alles mit Mühe meistern können. Ab einem gewissen Zeitpunkt jedoch werden die wirtschaftlichen Auswirkungen spürbar und dieser scheint jetzt erreicht zu sein. Wir sind in einer Situation, in der wir noch dringender als bisher politische Unterstützung brauchen, damit die Effekte abgemildert werden. Wir begrüßen daher die Maßnahmen, die der Koalitionsausschuss in der Nacht zu heute beschlossen hat. Gleichzeitig warne ich davor, nun in Panik zu verfallen, denn damit ist keinem geholfen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 9. März 2020

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Berlin | 06.03.2020

BGA: Großhandelsentwicklung gibt Hinweis auf angespannte wirtschaftliche Lage

„Die insgesamt noch gute Jahresbilanz des Großhandels überzeichnet die wahre konjunkturelle Situation.

Die schwache Entwicklung in dem wichtigen Teilbereich des Produktionsverbindungshandels, der Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, lässt immer deutlicher die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland erkennen. Wir erwarten von der Politik, dass sie endlich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland strukturell verbessert. Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Unternehmen zunehmend von der Politik allein gelassen sehen.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Entwicklung der Großhandelsumsätze 2019 durch das statistische Bundesamt.

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze im Jahr 2019 nominal um 1,7 Prozent und real um 2,0 Prozent. Im 4. Quartal 2019 war der Umsatz real 1,6 Prozent höher und nominal 0,3 Prozent niedriger als im 4. Quartal 2018. Im Produktionsverbindungshandel (Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen) sanken die Umsätze nominal um 3,3 Prozent, lagen aber real 1,2 Prozent höher als im Vorjahr, während der Konsumgütergroßhandel nominal um 2,6 Prozent und real um 2,0 Prozent zulegen konnte.

„Die Unternehmen erwarten, dass die Politik ihren erfolgreichen Kurs solider Haushalte sowie der Schuldeneindämmung fortsetzt und die Investitions- und Beschäftigungsbedingungen an die Anforderungen des internationalen und strukturellen Wandels anpasst. Doch obwohl die Unternehmen bereits heute mit einer steuerlichen Belastung von über 30 Prozent konfrontiert sind, wird permanent über neue Steuern und Belastungen nachgedacht, während die Staaten um uns herum ihre steuerlichen Rahmenbedingungen verbessern. So werden wir die Rekordbeschäftigung in Deutschland von über 45 Millionen Menschen nicht halten können. Dringend notwendig ist eine Modernisierung und Entbürokratisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen, so dass sich Investitionen in Deutschland stärker rentierten und beschleunigt umgesetzt werden können“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 6. März 2020

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Berlin | 28.02.2020

BGA zum Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

Potenzial der Zeitarbeit bleibt weiter ungenutzt

„Um dem bereits heute spürbaren Fachkräfteengpass zukünftig entgegenwirken zu können, ist das Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir bedauern jedoch, dass die im Aufenthaltsgesetz verankerte diskriminierende Sonderregelung für die Zeitarbeit nicht abgeschafft wurde. Angesichts 1,5 Millionen offener Stellen ist nicht nachzuvollziehen, dass es der Zeitarbeit als einziger Branche verwehrt wird, Menschen mit einer klassischen Berufsausbildung auch außerhalb der EU anwerben zu können.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

„Die Zeitarbeitsbranche ist ein erfolgreiches Vehikel für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt. Sie verschafft den Unternehmen die dringend benötigten Fachkräfte und bietet Menschen eine berufliche Perspektive. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind auch in Zeiten des Fachkräftemangels auf das Know-how der Personaldienstleister angewiesen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen könnte die Zeitarbeitsbranche eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Dieses Potential verkennt die Regierungskoalition mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Will sie das Problem fehlender Fachkräfte wirklich in den Griff bekommen, muss sie auch die Zeitarbeit für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern öffnen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 28. Februar 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 14.02.2020

BGA zum Teilabkommen zwischen den USA und China: Ein „Deal“ auf Kosten anderer

Das Abkommen dürfte erst einmal ein wenig Druck aus dem Handelskonflikt nehmen.

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil der gegenseitigen Strafzölle bestehen bleibt. Auch viele der anderen Brandherde, wie beispielsweise die staatliche Subventionierung von chinesischen Unternehmen oder der Umgang mit chinesischen Technologiekonzernen, bleiben weitestgehend ungelöst. Der Nutzen des Übereinkommens wird von dem Schaden, den der Handelskrieg in den letzten 18 Monaten verursacht hat, deutlich in den Schatten gestellt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Inkrafttreten des ersten Teilabkommens („Phase-1-Deal“) zwischen den USA und China zur Entschärfung ihres Handelsstreits. Das Abkommen beinhaltet u.a. die Zusage Chinas, in den nächsten beiden Jahren für zusätzlich mindestens 200 Mrd. Dollar US-Industriegüter zu kaufen.

„Sorgen machen uns die Auswirkungen des ‚Phase-1-Deals‘ für deutsche Unternehmen. Der Burgfrieden zwischen beiden Ländern wird auf Kosten anderer gehen. Wir rechnen damit, dass infolge der Verpflichtung Chinas, deutlich mehr US-Waren zu kaufen, auch deutsche Exporte nach China in den nächsten Jahren unter Druck geraten“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 14. Februar 2020

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Berlin | 14.02.2020

BGA: Wirtschaftswachstum in Deutschland sendet immer klarere Warnsignale

Die Wachstumskräfte verzeichnen in vielen Sektoren eine nachlassende Dynamik.

„Wenn wir die Erfolge hoher Beschäftigung und solider öffentlicher Kassen fortsetzen wollen, darf die Große Koalition ihre Augen nicht mehr vor dem dringenden Handlungsbedarf verschließen. Wir erwarten entschlosseneres Handeln von der Politik. Um die Herausforderungen aus dem strukturellen Wandel zu meistern, brauchen wir eine leistungs- und wettbewerbsfähige Wirtschaft.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute veröffentlichten BIP-Wachstumszahlen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2020 real um + 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal wurden genauso viele Güter und Dienstleistungen erwirtschaftet. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum für 2019 bleibt unverändert bei + 0,6 Prozent. Die Wirtschaftsleistung wurde dabei von 45,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht.

„Wir haben uns immer für mehr Investitionen eingesetzt. Allerdings halten wir staatliche Investitionsfonds außerhalb des Bundeshaushalts, dazu noch Schulden finanziert, für den politisch völlig falschen Weg. Stattdessen gilt es, die notwendigen finanziellen Spielräume durch Umschichten in den öffentlichen Haushalten bereitzustellen. Es ist richtig, dass in die Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland stärker investiert werden muss. Dazu zählt in erster Linie die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für alle Unternehmen, wie beispielsweise die Anpassung der gerade auch im europäischen Vergleich in Deutschland zu hohen Unternehmensbesteuerung an ein internationales Niveau. Aber auch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und Investitionen gehört genauso dazu wie die deutliche Reduzierung von Bürokratie und Regulierungen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 14. Februar 2020

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Berlin | 12.02.2020

Zur heutigen Ratifizierung des EU-Vietnam-Freihandelsabkommens

erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Die Ratifizierung des Freihandelsabkommen zwischen der EU und Vietnam durch das Europäische Parlament ist eine gute Nachricht für die Menschen sowohl in Europa wie in Vietnam. Es ist das ehrgeizigste Handelsabkommen, das jemals von der EU mit einem Entwicklungsland ausgehandelt wurde und wird zu einer Vertiefung der Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen auf beiden Seiten führen. Es stellt eine große Chance für europäische Unternehmen dar, die einen deutlich besseren Zugang zu einem starken, aufstrebenden Markt mit fast 100 Millionen Menschen bekommen. Das Abkommen eliminiert 99 Prozent aller Zölle auf beiden Seiten und reduziert nichttarifäre Handelshemmnisse und andere bürokratische Hürden. Zudem enthält es robuste, umfassende und verbindliche Bestimmungen, die auch dazu beitragen werden, einige der Herausforderungen zu bewältigen, vor denen Vietnam in Bezug auf Arbeitsrechte und Arbeitsbedingungen noch steht.“

Berlin, 12. Februar 2020

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Berlin | 07.02.2020

BGA: Deutscher Außenhandel hält Turbulenzen 2019 stand

Angesichts der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen im Jahr 2019 zeigt sich der deutsche Außenhandel recht robust.

Während die Ausfuhren nur leicht zulegen konnten, zeigt die Zunahme bei den deutschen Einfuhren deren weiterhin wachsende Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Mit dem vorliegenden Jahresabschluss können wir zufrieden sein.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Dezember 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden im Dezember Waren im Wert von 98 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 82,8 Milliarden Euro importiert. Für das Gesamtjahr 2019 heißt dies, dass insgesamt Waren im Wert von 1.327,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.104,1 Milliarden Euro importiert wurden. Damit betrug das Exportwachstum im Vorjahresvergleich 0,8 Prozent und das Importwachstum sogar 1,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 223,6 Milliarden Euro ab und verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 4,2 Milliarden Euro.

„Die vergangenen Wochen und Monate zeigen, wie empfindlich unsere global vernetzte Wirtschaft auf Epidemien und Handelsstreitigkeiten reagieren kann. Auch wenn das vergangene Jahr stark von handelspolitischen Konflikten geprägt war, so zeigen die jetzigen Ergebnisse doch, dass die deutschen Unternehmen breit genug aufgestellt sind, um sich der jeweiligen aktuellen Situation flexibel anzupassen. Mit der konjunkturellen Eintrübung, dem Brexit und nun der Ausbreitung des Corona-Virus haben wir weitere Herausforderungen, die es in diesem Jahr zu meistern gilt. Letzteres hinterlässt bereits erste Spuren, vor allem in der Logistik. Zum Glück kommt es aber bisher nur vereinzelt zu Lieferengpässen. Sollte die Situation länger andauern, werden sich die Auswirkungen auch in den Zahlen des Welthandels widerspiegeln. Trotz aller Unsicherheiten in der Welt, auf die wir keinen Einfluss haben, gibt es dennoch Stellschrauben, die die deutsche Politik dringend anpacken muss, damit es den deutschen Unternehmen gut geht und Arbeitsplätze sicher bleiben. Dazu gehören aber gerade nicht die vereinzelt geforderten kreditfinanzierten staatlichen Investitionsfonds außerhalb des Bundeshaushalts. Was die mittelständisch geprägt deutsche Wirtschaft viel mehr braucht, sind Steuererleichterungen und Bürokratieentlastungen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 7. Februar 2020

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Berlin | 30.01.2020

BGA zum Brexit: Auf Wiedersehen, Großbritannien!

„Morgen wird ein trauriger Tag für die Europäische Union.

Nicht nur, dass Europa mit dem Austritt des Vereinigten Königsreichs aus der EU ein Stück weit an Gewicht in der Welt verliert. Mit dem Abschied der liberal und marktwirtschaftlich denkenden Briten verschiebt sich auch die Statik des europäischen Hauses – zu unseren Ungunsten.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zum morgigen Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU.

„Auch nach dem morgigen Tag bleibt noch vieles offen, somit hat sich an der wirtschaftlichen Unsicherheit nicht viel verändert. Wir stehen nun am Anfang einer Verhandlungsphase für eines der wichtigsten Freihandelsabkommen, die bis zum 31. Dezember die Fragen der EU-Zollunion und des EU-Binnenmarktes klären soll. Angesichts der Menge der Regelungen und Bestimmungen, die bearbeitet werden müssen, ist dieser Zeitplan gelinde gesagt äußerst ambitioniert. Oder in aller Deutlichkeit: Der „worst case“, die Möglichkeit eines harten Brexits, ist noch nicht vom Tisch. Die Option einer Verlängerung der Verhandlungsfrist wäre ein wichtiger erster Schritt, um ein für beide Seiten gutes Abkommen auszuhandeln. Für den Handel ist es wünschenswert, dass die Anbindung Großbritanniens an den europäischen Wirtschaftsraum so eng wie möglich und das Vereinigte Königreich auch nach einem Austritt aus der EU ein ganz wichtiger Partner und Freund bleibt“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 30. Januar 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 21.01.2020

Arbeitsgemeinschaft Mittelstand in Sorge

wegen Anwendung der neuen Baseler Eigenkapitalvorgaben in Europa.

Angesichts des drohenden Anstiegs bei den Eigenkapitalanforderungen für Banken und Sparkassen zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand besorgt, dass es zu Restriktionen oder schlechteren Konditionen bei der Kreditvergabe kommen könnte. So hat die Europäische Bankenaufsicht (EBA – European Banking Authority) im August 2019 berechnet, dass bei identischer Umsetzung der neuen Baseler Vorgaben („Basel IV“) die Mindestkapitalanforderungen für Kreditinstitute in Deutschland im Durchschnitt um 40 Prozent steigen, bei kleinen und mittleren Instituten immerhin um rund 15 bis 20 Prozent. Das besorgt den Mittelstand. „Die EU-Gesetzgeber sind aufgerufen, bei der Umsetzung der Baseler Vorgaben negative Auswirkungen auf die Mittelstandsfinanzierung zu verhindern“, so die zehn Verbände, die in der AG Mittelstand zusammenarbeiten.

Die AG Mittelstand kritisiert, dass in Europa anders als z. B. in den USA alle Kreditinstitute den neuen Vorgaben unterworfen werden. Der Baseler Ausschuss hat die Vorgaben jedoch nur für international tätige Banken entwickelt. Die USA wenden sie nach dieser Vorgabe auch nur auf die größten Institute an, nicht aber auf die rund 6.000 lokalen und regionalen Banken wie Community Banks oder Credit Unions. Die AG Mittelstand fordert daher eine bessere Abstufung der Regeln, was auch dem europäischen Proportionalitätsgedanken Rechnung trägt. Kleine und mittlere Kreditinstitute wie Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken dürfen nicht durch bürokratische Pflichten überlastet werden.

Darüber hinaus fordert die AG Mittelstand, den KMU-Unterstützungsfaktor in der EU beizubehalten. Er ist sachgerecht und sollte daher weitergeführt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) repräsentieren 99 Prozent aller Betriebe und einen wesentlichen Anteil – in Deutschland 60 Prozent – der Arbeitsplätze in Europa. Bei den in den vergangenen fünf Jahren neu geschaffenen Arbeitsplätzen entfallen sogar 85 Prozent auf die KMU.

Berlin, 21. Januar 2020

Über die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand: Der Mittelstand in Deutschland repräsentiert die rund 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, dem Dienstleistungssektor, Gastronomie und Hotellerie, den Freien Berufen und der Industrie sowie, als wichtigste Finanzierungspartner der kleinen und mittleren Unternehmen, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese Unternehmen beschäftigen sechs von zehn sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern (mehr als 17 Millionen), bilden vier von fünf der insgesamt mehr
als 1,2 Millionen Auszubildenden aus und zählen zu den Innovationstreibern in Europa.

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AG Mittelstand

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Berlin | 15.01.2020

Zur heute geplanten Unterzeichnung des Teilabkommens zwischen den USA und China erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Vor dem Hintergrund der zahlreichen Handelskonflikte führt die heutige Einigung zu einer Entspannung, von der auch deutsche Unternehmen profitieren werden.

Es bleibt jedoch fraglich, ob wir nun einen Kurswechsel in der Chinapolitik von US-Präsident Trump erleben werden. Vielmehr ist zu befürchten, dass es sich nur um ein zeitweiliges Einlenken vor dem Hintergrund der anstehenden Präsidentschafts-wahl in den USA handelt, das Ringen der beiden Länder um die wirtschaftspolitische Vormachtstellung uns aber noch über Jahre hinweg begleiten wird.

Berlin, 15. Januar 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 09.01.2020

BGA: Weiterhin Achterbahnfahrt im Außenhandel

Der Jahresausklang im Außenhandel spiegelt die anhaltende Unruhe in der Weltwirtschaft.

Die Rückgänge bei den deutschen Ex- und Importen verdeutlichen  einmal mehr, dass die Handelskonflikte und die eintrübende Weltkonjunktur deutliche Spuren in der Gesamtbilanz 2019 hinterlassen werden.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 112,9 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 94,6 Milliarden Euro sind die deutschen Importe ebenfalls gesunken, im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,3 Milliarden Euro ab.

„Die Risiken für die Weltwirtschaft haben sich zu Jahresbeginn erneut verschärft. Neben den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, die Ungewissheit im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Brexit und der nachlassenden Weltkonjunktur ist nun noch das Pulverfass Naher Osten hinzugekommen. Die Eskalation in der Region bedeutet einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die Unternehmen. Für sie wird es immer schwieriger, durch das unruhige Fahrwasser der Weltwirtschaft zu navigieren. Daher ist es umso wichtiger, dass die Bedingungen für die Wirtschaft hier in Deutschland stimmen. Hierfür sind dringend echte steuerliche und bürokratische Entlastungen statt Strohfeuerprogramme notwendig, damit unsere Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben“, so Bingmann abschließend.

1, Berlin, 9. Januar 2020

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 16.12.2019

BGA: Handel skeptisch bei der Konjunkturentwicklung – Unternehmen fordern: Finger weg von Konjunkturprogrammen!

„In einem wirtschaftlich und politisch unruhigen Jahr sind wir konjunkturell mit einem blauen Auge davongekommen.

Strukturell haben wir jedoch weiter an Boden verloren. Dagegen hilft kein noch so großes Konjunkturprogramm. Wir brauchen vielmehr eine verlässliche und überzeugende Wirtschaftspolitik, in deren Mittelpunkt die Beschleunigung von Investitionen und ein attraktiver Rahmen für unternehmerisches Handeln stehen müssen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Unternehmen warten ab

Die Stimmung im Großhandel hat sie sich zwar leicht gebessert, ist aber noch lange nicht gut. Die Unternehmen bleiben skeptisch: Der Großhandels-Klimaindikator verharrt mit 97 Punkten auf dem Niveau vom Sommer, wobei Werte unter 100 Punkte eine negative Einschätzung zum Ausdruck bringen. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei um 1 Punkt nachgegeben und die Marke damit ebenfalls unterschritten. Die Erwartungen liegen trotz leichtem Anstieg mit 94 Punkten sogar noch unter der aktuellen Lagebewertung.

Ursächlich hierfür ist, dass Umsätze und Erträge in dem wichtigen industrienahen Teil des Großhandels schwächeln. Kapazitätsauslastung und Auftragslage entwickeln sich ebenfalls wenig befriedigend. Dementsprechend beabsichtigen die Großhändler, Investitionen zurückzufahren, und auch die Neigung zum Beschäftigungsaufbau lässt nach.

Vor diesem Hintergrund erwartet der BGA im laufenden Jahr 2019 einen (nominalen) Umsatzanstieg um 2,3 Prozent auf 1.327 Milliarden Euro, dem ein reales Plus von 1,4 Prozent, ähnlich wie im Vorjahr, zugrunde liegt. Für 2020 rechnet der BGA mit einem etwas abgeschwächten Umsatzwachstum von nominal bis 2 Prozent und real bis 1 Prozent. Auch der Beschäftigungsaufbau im Großhandel bremst sich weiter ab. Nach einem Anstieg um 32.000 Beschäftigte im Vorjahr und etwa 24.000 im laufendenden, wird im nächsten Jahr ein weiterer Anstieg erwartet, allerdings um nur noch 18.000 auf 1,998 Millionen Beschäftigte.

Da der Großhandel ein wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle  Entwicklung in Deutschland ist, ist dies kein gutes Zeichen. So rechnet der BGA im kommenden Jahr mit einem realen Wirtschaftswachstum um ein halbes Prozent – und damit mit einem ähnlichen Niveau wie in diesem Jahr. 

Rahmen für Investitionen und Beschäftigung attraktiver gestalten

Es fehlt aktuell zweifelsohne an Schwung in der deutschen Wirtschaft. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich daher nicht mit Strohfeuerprogrammen beheben. Investitionsbremse Nummer Eins ist nicht das fehlende Geld, sondern sind gähnend lange Planungs- und Genehmigungszeiträume sowie Kapazitätsengpässe. „Ein neues milliardenschweres Konjunkturprogramm ist daher fehl am Platz“, so Bingmann, und weiter: „Wir haben aber eine Reihe ernsthafter struktureller Herausforderungen, die vor allem aus Digitalisierung, Energiewende und der Ressourcenschonung resultieren, auf die nicht mit verpuffenden Konjunkturprogrammen geantwortet werden kann, sondern die gezielte, effektive und effiziente Maßnahmen erfordern.“

Solide Finanzen müssen das Fundament staatlichen Handels bleiben. Fast drei Viertel der befragten Großhändler unterstützen die Bundesregierung, die Haushaltskonsolidierung fortzusetzen und keine neuen Schulden aufzunehmen. Auch mit ausgeglichenem Haushalt könne für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Anreize gesetzt werden, und zwar ohne die Überhitzung in einigen Bereichen durch Konjunkturprogramme weiter zu forcieren. „Alles zusätzliche Geld treibt nur die Preise. Wir wollen aber schließlich mehr Straßen, Schienen, Brücken – und nicht teurere!“, so der BGA-Präsident.

Von besonderer Relevanz für den Standort Deutschland sind in den Augen der Befragten die Unternehmenssteuern. Deutschland ist inzwischen wieder ein Hochsteuerland. Nach über zehn Jahren muss die Unternehmensbesteuerung aus dem Jahr 2008 modernisiert und den veränderten Realitäten angepasst werden. Die rasant voranschreitende digitale Transformation erfordert zudem verbesserte  Abschreibungen von Digitalisierungsmaßnahmen und „geistigem Eigentum“. Nach Überzeugung der Unternehmen ist aber auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar. Trotz ausgeweiteter Investitionen kommt die Erneuerung vielfach nur schleppend voran, mit dem Ergebnis zunehmender Staus auf den Straßen und erheblicher Verzögerungen im Bahnverkehr, was zudem die Umwelt belastet. Hier bedarf es einer Beschleunigung und besseren Koordinierung von Planung und Bau. Und auch das leidige Thema Bürokratie brennt trotz dreier Bürokratieentlastungsgesetze und der One-in-one-out-Regelung vielen Unternehmen weiter unter den Nägeln, besonders im Mittelstand. Schließlich fordern die Unternehmen, dass endlich der vorwiegend staatlich getriebene Anstieg der Energiekosten aufgefangen wird.

„Über drei Viertel der befragten Unternehmer fordern die Politik auf, die Finger von milliardenschweren Konjunkturprogrammen zu lassen und stattdessen beispielsweise bei den Steuern zu entlasten. Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde, Strohfeuerprogramme sind jedoch das Gegenteil davon. Erst recht, wenn sie durch neue Schulden finanziert werden!“, so Bingmann abschließend.

44, Berlin, 16. Dezember 2019

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Berlin | 13.12.2019

BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zur Wahl im Vereinigten Königreich:

Das Kalkül von Premierminister Johnson ist aufgegangen.

Die Signale stehen auf einen Brexit, spätestens am 31. Januar 2020. Dies ist nicht die Lösung, die wir uns gewünscht haben, aber eine eindeutige Entscheidung des britischen Volkes, die wir selbstverständlich respektieren. Somit hat das Hin und Her endlich ein Ende! Auch wenn die EU die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas verlieren wird, ist der gefürchtete No-Deal-Brexit mit diesem klaren Ergebnis glücklicherweise erst einmal vom Tisch. Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Beteiligten jedoch nicht, denn jetzt gilt es, möglichst enge wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zu verhandeln. Die kurze Übergangsphase lässt hierfür kaum Spielraum. Sollte keine Einigung gelingen, könnte es doch noch zu einem harten Brexit kommen. Den gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, da er für die Wirtschaft und Bürger mit noch mehr Unwägbarkeiten einhergehen würde.“

Berlin, 13. Dezember 2019

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Berlin | 10.12.2019

BGA: Zeitenwende im internationalen Handel – WTO in der Sackgasse

Die Hüterin der Regeln des internationalen Handels läuft auf eine historische Zäsur zu.

Das Berufungsgericht der Internationalen Welthandelsorganisation wird ab morgen handlungsunfähig sein, da durch die Blockade der USA die Neubesetzung von Richterposten nicht möglich ist.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur aktuellen Entwicklung in der WTO.

„Nicht nur, dass Deutschland vom internationalen Handel abhängig ist wie kaum ein anderes Land. Hinzu kommt, dass die Globalisierung in den vergangenen Jahrzehnten weltweiten Wohlstand gebracht und hunderte Millionen Menschen aus der Armut geführt hat. Diese einmalige Erfolgsgeschichte ist dem regelgebundenen Handel zu verdanken, deren Hüterin gerade die WTO ist. Diese Regeln müssen zweifellos weiter entwickelt werden und an heutige Herausforderungen im internationalen Handel angepasst werden. Mit der Lahmlegung der WTO wird man diesem Ziel jedoch nicht näher kommen. Vielmehr droht ohne eine wirksame Welthandelsorganisation ein Rückfall um Jahrzehnte und so aus der Stärke des Rechts das Recht des Stärkeren zu werden“, so Bingmann weiter.

„Mit tiefem Bedauern müssen wir feststellen, dass es seit Monaten nicht gelingt, eine Lösung zu finden. Dringend sollte sich nun eine Allianz der Willigen bilden und sich auf einen gemeinsamen Umgang mit Handelsstreitigkeiten einigen“, so Bingmann abschließend.

43, Berlin, 10. Dezember 2019

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Berlin | 09.12.2019

BGA: Dienstleister wachsen kräftig und trotzen Rezenssionsängsten

Die Entwicklung im Dienstleistungsbereich fällt deutlich erfreulicher aus als die heute ebenfalls veröffentlichten Außenhandelszahlen.

Die Dienstleistungsunternehmen haben bei Umsätzen und Beschäftigung erneut ordentlich zugelegt. Sie sind neben Bau und Handel wesentliche Stabilisierungsfaktoren.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung der Dienstleistungszahlen.

Die Umsätze im Dienstleistungssektor lagen nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes im dritten Quartal 2019 um 2,7 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Bereich Verkehr und Lagerei setzte seinen kontinuierlichen Anstieg weiter fort. Im Jahresvergleich sind die Umsätze um 2,5 Prozent angestiegen. Informations- und Kommunikationsdienstleistungen legten dagegen um 3,2 Prozent zu. Die Beschäftigung nahm im Dienstleistungssektor im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent zu.

„Die Politik sollte ihr Augenmerk daher nicht nur auf eine Industriestrategie legen, sondern eine Dienstleistungsstrategie ergänzen. Auch für die Dienstleister muss politisch mehr getan werden. Sie kritisieren insbesondere die aufgestauten Infrastrukturdefizite im Verkehrswesen und im Energiesektor sowie die Defizite beim Ausbau der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, wie unsere BGA-Dienstleistungsumfrage erst kürzlich bestätigte“, so Bingmann abschließend.

42, Berlin, 9. Dezember 2019

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Berlin | 09.12.2019

BGA: Keine Entspannung für den deutschen Außenhandel

Mit einem leichten Plus startet der deutsche Außenhandel ins Schlussquartal.

Angesichts der anhaltenden handelspolitischen Auseinandersetzungen und der abkühlenden Weltkonjunktur sollten wir mit dem bisherigen Zwischenergebnis, ein Exportplus von immerhin 1 Prozent, zufrieden sein.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Oktober 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 119,5 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 98,0 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch leicht gesunken, im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 21,5 Milliarden Euro ab.

„Nach wie vor fehlen auf der Bühne der internationalen Handelspolitik die Entspannungszeichen. Im Gegenteil, es tun sich immer neue Problemfelder auf. So nimmt die kritische Auseinandersetzung mit unserem wichtigsten Handelspartner China nach Fragen bei Zöllen und Technologiesicherheit weiter zu. Ungeachtet der inhaltlichen Berechtigung ist dies eine Gemengelage, in der international tätige Unternehmen immer schwerer agieren können. Zusätzlich erschwerend wirkt, dass die WTO als internationale Handelsinstitution durch die US-Blockade bei der Berufung neuer Richter gelähmt ist. Vor diesem Hintergrund bestätigen sich unsere Forderungen nach einer WTO-Reform. Ebenso lähmend wirkt der offene Wahlausgang in Großbritannien. Unabhängig vom Ergebnis ist nicht zu erwarten, dass damit der endgültige politische Kurs für den Brexit feststehen wird. Diese Wahl so kurz vor Jahresende verschärft die ohnehin wacklige Situation“, so Bingmann abschließend.

41, Berlin, 9. Dezember 2019

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Berlin | 05.12.2019

BGA: Noch ist der Großhandel Fels in der Brandung

Der Großhandel stemmt sich weiter robust gegen die abkühlende Konjunktur.

Allerdings sind die Warnsignale nicht überhörbar.

Der Handel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen liegt deutlich hinter den Möglichkeiten, während der Konsum noch einiges auffängt. Das Ausblenden der nicht mehr so stabil laufenden Konjunktur kann sich zu einer gravierenden Hypothek entwickeln. Wirtschaftspolitisch angemahnte Reformen sollten nicht ignoriert werden, da der politische Kurs gegen die tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft läuft.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Entwicklung der Großhandelsumsätze im dritten Quartal 2019.

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze im
dritten Quartal um 2,2 Prozent nominal und 3,1 Prozent real. Im Produktionsverbindungshandel (Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen) gingen dabei die Umsätze nominal um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, real stiegen sie um 1,7 Prozent. Der Konsumgütergroßhandel setzte nominal 5,0 Prozent und real 4,6 Prozent mehr um. Insgesamt stiegen die Umsätze im Zeitraum Januar bis September 2019 um nominal 2,5 Prozent und real um 2,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

„Im Vorfeld des SPD-Parteitages ist es wichtig, Klarheit in den Kurs der Politik zu bringen. Die SPD muss Farbe bekennen: Steht sie zur Koalition oder nicht? Im aktuell schwierigen internationalen Umfeld und den neuen strukturellen Anforderungen aus Energiewende, Emissionsminderung und Digitalisierung müssen wir die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland stärken und vielfältige bürokratische Hürden für den Strukturwandel abbauen. Deutschland muss wieder attraktiver werden, um im Wettbewerb nicht noch weiter überholt zu werden. Dafür brauchen wir keine weiteren Renten- und Konjunkturprogramme, sondern eine Unternehmensteuerreform, mit der wir zu anderen attraktiven Ländern aufschließen. Unternehmen brauchen mehr Freiraum und Anreize, um zu investieren, anstelle von immer neuen Regulierungen“, so Bingmann abschließend.

40, Berlin, 5. Dezember 2019

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Berlin | 25.11.2019

Mittelstandsfreundlich geht anders

Arbeitsgemeinschaft Mittelstand fordert weitere Anstrengungen von der Bundesregierung

Als insgesamt verbesserungswürdig und ausbaufähig bezeichnet die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand (AGM) die Arbeit der Bundesregierung in der ersten Halbzeit der Großen Koalition. Die Bundesregierung hat für den deutschen Mittelstand zwar einige Vorhaben auf den Weg gebracht, aber es bleiben noch entscheidende Weichen in der zweiten Halbzeit zu stellen. Trotz einer guten wirtschaftlichen Lage, sprudelnder Steuerquellen und großer Rücklagen in den Sozialversicherungssystemen hat die Bundesregierung bedauerlicherweise noch nicht alle notwendigen Reformen auf den Weg gebracht. Das gilt in der Steuerpolitik und aus Sicht der Arbeitgeber auch bei den Sozialversicherungssystemen. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung wird das immer wichtiger. Denn nur mit dem Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft kann das Wachstum wieder beschleunigt werden.

Eine mittelstandsfreundliche Politik muss daher in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode absolute Priorität haben. Kleine und mittlere Betriebe und Unternehmen müssen bei Steuern, Sozialabgaben oder Bürokratie entlastet werden. Zudem sind weitere staatliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung dringend erforderlich. Schließlich gilt es, die Sozialversicherungssysteme strukturell zukunftsfest zu machen. Denn die sozialpolitische Umverteilung darf nicht weiter zu Lasten der kommenden Generationen betrieben werden.

Damit aber mittelständische Unternehmen auch künftig Wohlstand, wirtschaftliche Prosperität und Arbeitsplätze in diesem Land schaffen können, brauchen sie Bedingungen, mit denen sie auch im internationalen Umfeld wettbewerbsfähig erfolgreich sein können. Bislang jedoch wartet die mittelständische Wirtschaft auf durchschlagende Impulse etwa bei der Unternehmensbesteuerung oder beim Bürokratieabbau.

Hoffnung macht derzeit jedoch die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte Mittelstandsstrategie. Sie zeichnet den richtigen Kurs vor, den deshalb auch die gesamte Bundesregierung möglichst schnell einschlagen sollte. Eine solche Politikausrichtung ist dringend erforderlich, um den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu erhalten. Wenn die Große Koalition nicht die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft aufs Spiel setzen will, dann muss sie in der zweiten Halbzeit eine mittelstandsfreundliche Politik betreiben. Viele der Maßnahmen in dem Papier wurden bereits angekündigt und von der Politik versprochen. Jetzt muss es mit klarer ordnungspolitischer Stimme in die Umsetzung gehen.

Berlin, 25. November 2019

Über die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand: Der Mittelstand in Deutschland repräsentiert die rund 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, dem Dienstleistungssektor, Gastronomie und Hotellerie, den Freien Berufen und der Industrie sowie, als wichtigste Finanzierungspartner der kleinen und mittleren Unternehmen, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese Unternehmen beschäftigen sechs von zehn sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern (mehr als 17 Millionen), bilden vier von fünf der insgesamt mehr
als 1,2 Millionen Auszubildenden aus und zählen zu den Innovationstreibern in Europa.

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AG Mittelstand

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Berlin | 20.11.2019

BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zum morgigen Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen EU und Singapur:

Das Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Singapur ist ein starkes Signal gegen den grassierenden Protektionismus!

In Zeiten, in denen der freie Handel immer weiter aus dem Lot gerät, ist das ein gutes Zeichen. Mit dem Freihandelsabkommen sinken die Zölle auf beiden Seiten: Singapur wird alle verbleibenden Zölle auf bestimmte EU-Erzeugnisse (wie alkoholische Getränke) abschaffen, während die EU ihren Markt für über 80 Prozent aller Einfuhren aus Singapur zollfrei öffnet und alle anderen Zölle innerhalb weniger Jahre abschaffen wird.

Dieses Abkommen hat eine große wirtschaftliche Bedeutung. Schließlich ist der Stadtstaat Drehscheibe für den gesamten südostasiatischen Staatenverband ASEAN und als Sitz tausender europäischer Unternehmen von großer Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Singapur ist Europas wichtigster Partner in einer der größten Wachstumsregionen der Welt.“

Berlin, 20. November 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 19.11.2019

Investorenkonferenz

Bundeskanzlerin Merkel wirbt gemeinsam mit afrikanischen Staatschefs für stärkeres Engagement deutscher Unternehmen auf dem Nachbarkontinent.

Im Rahmen der G20-Initiative Compact with Africa (CwA) lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum zweiten Mal die zwölf Staats- und Regierungschefs der afrikanischen Compact-Partnerländer sowie Südafrika als G20 Partner der Initiative für den 19. November 2019 nach Berlin ein.

Aus diesem Anlass veranstaltet der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) gemeinsam mit DIHK, BDI und BGA als weitere Trägerorganisationen der Subsahara-Afrika-Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) den „G20 Investment Summit 2019 – German Business and the CwA Countries“ im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Die Investorenkonferenz steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin. Diese wird gemeinsam mit ihren Gästen an der Konferenz teilnehmen und diese gemeinsam mit dem Präsidenten der Afrikanischen Union, Ägyptens Staatspräsiden Abd al-Fattah as-Sisi eröffnen.

Die Bilanz der Compact-Initiative fällt nach zwei Jahren gemischt aus. Einerseits liegen die Wachstumsprognosen der CwA-Länder deutlich über dem regionalen und globalen Durchschnitt. Andererseits wünschen sich die teilnehmenden Länder eine deutlich stärkere Dynamik bei den Investitionen. Viele deutsche Unternehmen zögern trotz gestiegenen Interesses aufgrund der Rahmenbedingungen vor Ort nach wie vor. Das Ziel der Konferenz ist daher ein Austausch mit den afrikanischen Regierungen. Zudem sollen deutsche Unternehmen für ein stärkeres Engagement in den CwA-Ländern gewonnen werden. Als Beleg für lukrative Geschäftspotenziale werden die Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit deutschen Investoren jeweils ein Leuchtturmprojekt präsentieren.

Zur SAFRI

Die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) wird partnerschaftlich getragen vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Regionalinitiative setzt sich für eine Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Subsahara-Afrikas ein und erleichtert gemeinsame Aktivitäten der Träger-organisationen. Vorsitzender der SAFRI ist Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG.

Berlin, 19. November 2019

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Subsahara-Afrika Initiative

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Berlin | 15.11.2019

BGA: B2B-Dienstleister wollen ein stärkeres Europa

Die B2B-Dienstleister, derzeit einer der wenigen verlässlichen Konjunkturpfeiler, wollen ein stärkeres Europa.

Mehr als jeder zweite B2B-Dienstleister ist der Auffassung, dass die Große Koalition sich mehr für die Stärkung der Europäischen Union einsetzen müsse, die für die Unternehmen von steigendem Interesse ist. Das Hauptaugenmerk gilt dabei, mit sieben von zehn Befragten, der verstärkten Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten in der Außen- und Verteidigungspolitik. Aber auch die innere Sicherheit hat einen hohen Stellenwert.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen B2B-Dienstleistungsumfrage, die der Verband gemeinsam mit Creditreform durchgeführt hat. Der BGA rechnet für 2019 mit einem Umsatzwachstum im B2B-Dienstleistungssektor von 3 Prozent. Dies ergibt einen neuen Umsatzrekord von fast 921 Milliarden Euro.

„Wirtschaftspolitisch haben laut Umfrage ein verlässlicher und wettbewerbsneutraler Rechtsrahmen sowie der weitere Ausbau des Binnenmarkts für Handel und Dienstleistungen höchste Priorität für die Befragten. Insbesondere drängen die Unternehmer auf nachvollziehbare und vergleichbare steuerliche Regelungen. Unterstützung bei den Unternehmern finden aber auch eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit auf EU-Ebene und eine Ausweitung der Investitionen in die europäische Infrastruktur. Bei sozial- und arbeitsmarktpolitischen Themen sehen die B2B-Dienstleister hingegen nach dem Subsidiaritätsprinzip nicht die EU prioritär in der Pflicht. Nicht einmal jeder Fünfte hält einen EU-weiten Mindestlohn für sinnvoll und auch nur ein knappes Viertel plädiert für die Einführung gemeinsamer Standards und gemeinsamer sozialer Sicherungssysteme“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 15. November 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 14.11.2019

BGA zum BIP: Wann, wenn nicht jetzt?

Besser als erwartet, heißt noch lange nicht gut und ist kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.

Schon gar nicht, nachdem die Große Koalition mit der Grundrente gerade erst gegen jeden wirtschaftlichen Sachverstand erneut kräftig an der Kostenschraube für Sozialausgaben gedreht hat. Zweckdienlich wäre es, die Einnahmebasis zu stärken mittels eines innovations- und investitionsfreundlicheren Rahmens für wirtschaftliches Handeln. Tatsache ist, dass wir beständig an relativer Wettbewerbsfähigkeit verlieren, weil die anderen gerade bei der Unternehmensbesteuerung längst handeln oder gehandelt haben.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

„Von dem grundsätzlich begrüßenswerten Teilabbau des Solidaritätszuschlags, der eben gerade wesentliche Teile derer, die ihn erwirtschaften, ausgrenzt, geht dieses Signal jedenfalls nicht aus. Und weiter fehlt die Verve und Entschlossenheit, die dringend notwendigen Strukturreformen im Unternehmensteuerrecht ähnlich entschlossen anzupacken, um bei der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit nicht den Anschluss zu verlieren,“ so Bingmann abschließend.

38, Berlin, 14. November 2019

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Berlin | 08.11.2019

BGA: Außenhandel überrascht mit gutem Monatsergebnis

Der Außenhandel scheint immer für Überraschungen gut: In einer Zeit, die arm an guten Nachrichten ist, kommt die positive Entwicklung der Septemberzahlen gerade recht.

Dies ist allerdings kein Grund zur Entwarnung und auch noch keine Trendwende. Die Reihe der monatlich heftigen Ausschläge nach oben und unten setzt sich hiermit lediglich weiter fort.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für September 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 114,2 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 4,6 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 93,0 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 21,1 Milliarden Euro ab.

„Optimistisch stimmen uns die Signale aus den USA und China. Sollten die beiden Seiten aufeinander zugehen und Zölle sowie ihre Streitigkeiten zurückfahren, wäre das ein richtiger Hoffnungsschimmer und ein lang ersehntes Signal, das sich auch positiv auf die Weltwirtschaft auswirken würde. Das ist aber nur einer der vielen Faktoren, die die deutsche Außenwirtschaft beeinflussen. Die politischen Entwicklungen im Vereinigten Königreich lassen die Wirtschaft mal wieder im Ungewissen. Diese ewige Hängepartie schadet allen Beteiligten. Klar ist aber auch, dass hierzulande ein immenser Bedarf an struktureller Modernisierung im Steuersystem und bei der Entbürokratisierung besteht“, so Bingmann abschließend.

37, Berlin, 8. November 2019

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Berlin | 06.11.2019

Zum Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen sowie zur Halbzeitbilanz der Bundesregierung erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Der Grundsatz, nicht mehr auszugeben als man hat, ist so zukunftsweisend und weise wie eh und je.

Wir wollen keine Strohfeuerprogramme, sondern dass die Regierung endlich die lange vernachlässigten strukturellen Aufgaben angeht. Die konjunkturelle Situation offenbart nur die Notwendigkeit zum entschlossenen Handeln. Die Investitionskraft der mittelständischen Unternehmen leidet unter der progressiv steigenden Abgabelast. Hier muss die Politik endlich ansetzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Denn dieser Wettbewerb ist viel härter geworden in den letzten Jahren – alte und neue Konkurrenten stehen bereit, das Fell des Bären zu verteilen.

Die Regierung ist stolz darauf, 60 Prozent des Koalitionsvertrages umgesetzt zu haben. Unser Problem ist aber, dass beim Verfassen dieses Vertrages vor zwei Jahren das angesichts steigender Beschäftigung, sprudelnder Steuereinnahmen und voller Sozialkassen wirtschaftlich Notwendige schlichtweg übersehen wurde. Deshalb ist es dringend notwendig, dass die Koalition nun an dieser Stelle nachbessert.

Berlin, 6. November 2019

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Berlin | 30.10.2019

Zur Entscheidung des britischen Unterhauses Neuwahlen durchzuführen erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Endlich lichten sich die Nebel im Vereinigten Königreich!

Die nun noch in diesem Jahr stattfindenden Wahlen bringen hoffentlich die nötige Klarheit, um das Land aus seinem politischen Schachmatt herauszuziehen. Die europäischen und britischen Unternehmer brauchen wieder Planungssicherheit und gut vorbereitete Übergangsregelungen für den bevorstehenden Brexit. Allein das deutsche Handelsvolumen mit dem Vereinigten Königreich ist in den letzten drei Jahren um 8 Milliarden Euro zurückgegangen.“

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Berlin | 28.10.2019

Zur heutigen Einigung der EU-Mitgliedstaaten, der Fristverlängerung für den Brexit bis Ende Januar zuzustimmen, erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Die EU hat die richtige Entscheidung getroffen – für die Umsetzung eines geordneten Brexit nehmen wir den erneuten Aufschub in Kauf.

Ein No-Deal-Brexit würde enorme Turbulenzen in der Wirtschaft bis hin zu Versorgungsengpässen nach sich ziehen. Trotzdem ist es höchste Zeit, dass wir dieses Thema abschließen.  Dies sollte nun endlich die letzte Fristenverlängerung sein. Eine weitere Hängepartie wegen erneuter Verschiebung ist für die europäische wie auch britische Wirtschaft eine kaum tragbare Belastung. Die Unternehmen brauchen endlich wieder Planungssicherheit. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die mögliche Neuwahl in Großbritannien auch politisch mehr Klarheit bringt und das Land aus dem Schachmatt herausmanövriert.“

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Berlin | 25.10.2019

Zur ersten Lesung des Klimaschutzgesetzes im Bundestag erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Der BGA begrüßt grundsätzlich den im Klimaschutzgesetz gewählten Weg, sektorübergreifende Regelungen zu etablieren.

Den Ansatz, einzelnen Bundesministerien die Budgetverantwortung für die Einhaltung der Vorgaben des Klimaschutzgesetzes in ihren jeweiligen Ressorts zu übertragen, halten wir jedoch auch weiter für nicht umsetzbar. Positiv ist, dass mit dem Klimaschutzgesetz keine unmittelbaren finanziellen Belastungen für den Groß- und Außenhandel oder den Dienstleistungssektor drohen. Insgesamt setzt das Gesetz jedoch zu wenig auf  klimafreundliche Innovationen und besteht stattdessen aus vielen kleinteiligen Einzelmaßnahmen. Hierbei vermissen wir oftmals die notwendige Stringenz und Klarheit über den Tag hinaus, die Bürger und Betriebe brauchen, was de facto die Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bedeutet.“

Berlin, 25. Oktober 2019

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Berlin | 22.10.2019

BGA: B2B-Dienstleister erreichen neuen Umsatzrekord und hadern mit Großer Koalition

Die B2B-Dienstleister wachsen erneut deutlich in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld und erzielen einen neuen Rekordumsatz.

Sie stabilisieren damit maßgeblich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Dieser Trend ist gefährdet, wenn sich die globalen Unsicherheiten weiter verschärfen und die politische Unterstützung fehlt. Nicht einmal jeder dritte Dienstleister ist zufrieden mit der Arbeit der Großen Koalition. Sie kritisieren insbesondere die aufgestauten Infrastrukturdefizite im Verkehrswesen und im Energiesektor sowie beim Ausbau der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen B2B-Dienstleistungsumfrage, die der Verband gemeinsam mit Creditreform durchgeführt hat.

Der BGA rechnet – nach einem Umsatzplus von 4,7 Prozent im Vorjahr – im laufenden Jahr 2019 mit einem Umsatzwachstum im B2B-Dienstleistungssektor von 3 Prozent auf einen neuen Rekordwert von fast 921 Milliarden Euro. Der BGA-B2B-Dienstleistungsindikator erreicht insgesamt 122,7 Punkte, allerdings auch deutlich unter früheren Werten (- 9,2 Punkte); die Stimmung trübt sich also ein, bleibt aber positiv. Mit einem Wert von 124,7 Punkten liegen die Geschäftserwartungen über dem derzeitigen Niveau und drücken damit Zuversicht aus, dass auch die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2019 positiv verläuft.  

„Auch die öffentlichen Finanzen und Steuern haben neben einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur und einer flächendeckenden, leistungsfähigen digitalen Infrastruktur für die B2B-Dienstleister einen hohen Stellenwert: Über 40 Prozent der Befragten plädiert für eine Unternehmensteuerreform und fast ebenso viele fordern die Fortführung eines soliden Haushaltskurses. Soll die Erfolgsgeschichte der B2B-Dienstleister weitergehen, ist hier die Politik gefordert“, so Bingmann abschließend.

36, Berlin, 22. Oktober 2019

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Berlin | 19.10.2019

Zum heutigen Beschluss des britischen Unterhauses, die Brexit-Entscheidung zu verschieben, erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Die Briten halten Europa weiter hin und strapazieren aufs Neue die Geduld ihrer europäischen Freunde.

Mit der nächsten Verschiebung hat die Innenpolitik in Großbritannien erneut die Oberhand gewonnen, Leidtragende sind einmal mehr die Menschen, aber natürlich auch die Unternehmen. Denn damit verlängert sich der lähmende Schwebezustand mit seinen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft dies- und jenseits des Kanals. Obwohl das Verhalten Großbritanniens extrem nervt, gilt es nun auf europäischer Seite auf die Zähne zu beißen und nicht die Geduld zu verlieren. Denn trotz allem Ärger auf die Briten bleibt es dabei, dass ein chaotischer Brexit ohne Abkommen die schlechteste aller möglichen Varianten ist.

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Berlin | 18.10.2019

BGA: US-Strafzölle sind kurzsichtige Strategie

Die Entscheidung der US-Regierung, einen gütlichen Vergleich mit der EU auszuschlagen, ist eine äußerst kurzsichtige Strategie.

Die jetzt in Kraft getretenen Ausgleichszölle haben nicht nur unmittelbare, schwere Folgen für deutsche Exporteure, sondern werden darüber hinaus auch noch weiter unnötig Unternehmen beider Seiten belasten: Denn die EU wird ihrerseits das Recht in Anspruch nehmen, zusätzliche Zölle für rechtwidrige US-Subventionen zu verhängen. Das wird sich spürbar auf einige Branchen auswirken.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den US-Strafzöllen auf EU-Importe, die heute in Kraft getreten sind.

„Das Prinzip des gegenseitig vorteilhaften, freien Warenaustauschs und des Gestaltungswillens einer globalen Handelsordnung ist mit US-Präsident Trump komplett unter die Räder gekommen. Der Westen legt damit Axt an seine eigene wirtschaftliche Entwicklung. Die unsinnige US-Strafzollpolitik ist schon jetzt Hauptursache für den globalen Abschwung, und die neuen Zölle werden die Konjunktur noch weiter nach unten drücken. Rational betrachtet müssen beide Seiten jetzt alles daran setzen, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Weitere Strafzölle durch die USA im November auf Autos und eine entsprechende EU-Gegenreaktion wären für den deutschen Außenhandel ein weiterer herber Schlag ins Kontor“, so Bingmann abschließend.

35, Berlin, 18. Oktober 2019

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Berlin | 17.10.2019

Zu den Ergebnissen bei den Verhandlungen zum Brexit-Vertrag in Brüssel erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Wir sind sehr erleichtert über die sich abzeichnende Brexit-Einigung.

Wenn es nun nach dreijährigem Ringen gelingt, einen No-Deal-Brexit zu verhindern, hat sich das Warten gelohnt. Dass Premierminister Johnson spät, aber nicht zu spät Einsicht zeigt und auf die Linie eingeschwenkt ist, ist ein wichtiger Schritt. Denn nur mit einem geregelten Austritt können die chaotischen Verhältnisse in allen Lebensbereichen und nicht zuletzt für die Wirtschaft verhindert werden. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass diese Einigung die notwendige Zustimmung der Staats- und Regierungschefs sowie im Europaparlament und Britischen Unterhaus findet, damit es endlich Klarheit und Planungssicherheit für unsere Unternehmen gibt.“

Berlin, 17. Oktober 2019

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Berlin | 10.10.2019

BGA: Deutscher Außenhandel startet schwach in den Herbst

Der Rückgang des deutschen Außenhandels unterstreicht die aktuelle Schwäche von Weltwirtschaft und Welthandel.

Sowohl die deutschen Ein- als auch Ausfuhren sind im August auf breiter Front zurückgegangen – betroffen sind unsere Märkte in der EU sowie auch die Drittmärkte. Kurzfristig besteht wenig Aussicht auf Besserung.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 101,2 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent gesunken. Mit einem Warenwert von 85,0 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 16,2 Milliarden Euro ab.

„Das Strafzoll-Ping-Pong, das wir derzeit nach den WTO-Entscheidungen zu Airbus und Boeing erleben, erschwert zusätzlich und unnötig das Leben. Aber auch der Brexit lähmt durch die weiterhin ungeklärten Konditionen die Wirtschaft, und das  exakt drei Wochen vor dem Austrittsdatum. Umso mehr braucht der deutsche Außenhandel neue Impulse, wie die zügige Ratifizierung von CETA. Auch das Assoziierungsabkommen der EU mit dem Mercosur-Staatenbund gehört dazu und ist gleichzeitig ein geeignetes Instrument, um die Regierungen dieser Länder an internationale Klimaschutzvereinbarungen zu binden“, so Bingmann abschließend.

34, Berlin, 10. Oktober 2019

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Berlin | 08.10.2019

BGA: Wachstumstempo im Außenhandel nähert sich der Nulllinie – Klimaschutz nicht gegen Freihandel ausspielen

Das ständige Foul-Spiel der US-Administration unter Präsident Trump hat die international ausgerichtete deutsche Wirtschaft kalt erwischt.

Auf breiter Front verlieren Weltwirtschaft und Welthandel an Kraft. Hinzu kommt innerhalb Europas insbesondere auch noch die lähmende Wirkung des sich endlos hinziehenden Brexits, der längerfristige unternehmerische Planungen  unmöglich macht.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., heute in Berlin anlässlich der Herbstpresse­konferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Wachstumstempo gegen Null

„Die Konsequenz daraus: Wir müssen wohl das laufende Jahr 2019 abschreiben und uns mit einer Schwarzen Null im Export zufriedengeben“, so Bingmann, wobei dies auch ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent heißen könne. Auch die Importe bleiben von der schwachen Exportentwicklung nicht unberührt und können nach aktueller BGA-Einschätzung im gleichen Zeitraum noch um zwei Prozent zulegen. Eine Besserung der Situation wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 erwartet.

Die drohenden – legalen – Strafzölle der EU infolge der ebenfalls anstehenden WTO-Entscheidung zu den illegalen Boeing-Subventionen folgten zwar politischer Logik, machten aber in erster Linie das Leben gegenseitig unnötig schwer. Zu befürchten sei auch, dass der handelspolitische Konflikt mit den USA weiter eskaliere, womit  weitere Lieferketten unter Druck gerieten, befürchtet der BGA-Präsident.

„Gerade in der aktuellen weltpolitischen Situation brauchen wir ein starkes Europa. Die neue Kommission sowie das neue EU-Parlament müssen dringend liefern und als eine Einheit handeln“, mahnte der Verbandschef. Man habe in diesem Zusam­men­hang hohe Erwartungen an  Phil Hogan, der als Handelskommissar künftig dem Kabinett der neuen EU-Kommissionspräsidentin angehören soll, und verbinde dies mit der Hoffnung, dass er das notwendige Fingerspitzengefühl habe, um die aktuellen Handelskonflikte der EU zu deeskalieren.

Neue Impulse erforderlich

Unter diesem wachsenden Druck ist der deutsche Außenhandel dringend auf neue Impulse angewiesen. Ein wichtiges Signal wäre die Ratifizierung von CETA. Das Abkommen wird schon seit zwei Jahren vorläufig an­gewandt und ist bereits ein großer Erfolg: Der bilaterale Güterhandel betrug 2018 mehr als 72 Milliarden Euro, das bedeutet einen Anstieg von 15 Prozent im Ver­gleich zu den drei Vorjahren. In Übereinstimmung mit den Regeln der WTO wird im Wesentlichen der gesamte Handel liberalisiert, unter Einbeziehung ehrgeiziger Nachhaltigkeitsziele.

Auch das Assoziierungsabkommen der EU mit dem Mercosur-Staatenbund hat einen hohen Stellenwert für den deutschen Außenhandel. Nach 20 schwierigen Verhandlungsjahren ist es gelungen, sich auf ein modernes und ausgewogenes Abkommen mit den südamerikanischen Partnerländern zu einigen. Die EU ist die erste Region weltweit, der das gelungen ist. Ein Wirtschaftsraum mit über 260 Millionen Konsumenten bedeutet einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil für die fast 13.000 deutschen Unternehmen, die schon jetzt dorthin exportieren. Davon sind 72 Prozent kleine und mittlere Unternehmen, die besonders von der Öffnung eines der bisher am meisten abgeschotteten Märkte profitieren würden.

„Die wenigen Chancen, die sich uns derzeit bieten, dürfen nicht leichtfertig verspielt werden. Das zielt insbesondere auf die überzogene Kritik, mit der zurzeit versucht wird, das Mercosur-Abkommen zu diskreditieren. Ohne das  Assoziierungs­abkommen wird kein einziger Baum weniger gerodet werden“, so Bingmann. Der behauptete Zusammenhang zwischen einem Handelsabkommen, das frühestens in einigen Jahren angewandt werden kann, und den aktuellen Bränden im Amazonas­gebiet, entbehre jeglicher Substanz. Vielmehr werde der Handelsvertrag ein umfang­reiches Nachhaltigkeitskapitel beinhalten, mit dem man über einen weiteren Hebel verfüge, um Länder wie Brasilien an internationale Abkommen wie das Pariser Klimaschutzabkommen und die ILO-Konventionen zu binden. Nutznießer eines Misserfolgs des Mercosur-Abkommens wäre vor allem China, das in der Vergangenheit seine Position in Brasilien sukzessive ausgebaut habe.

Klimaschutz nicht gegen Freihandel ausspielen

„Klimaschutz und freier Handel dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden! Es wäre hochgradig kontraproduktiv, wenn aus Umweltschutzerwägungen der weltweit vernetzte Handel Schaden nehme würde. Wir warnen daher vor der Einführung eines sogenannten Klimazolls“, so der Außenhandelspräsident. Dies bedeute nicht nur einen immensen administrativen Aufwand, sondern berge auch erhebliches handelspolitisches Konfliktpotential.. Sollte die EU eine solche Maßnahme ein­führen, die Importprodukte verteuere, seien Gegenmaßnahmen der betroffenen Staaten zu erwarten. Entwicklungsländer würden sich dabei besonders benachteiligt fühlen.

„Trotz aller Hiobsbotschaften ist für uns das Glas immer halbvoll und nicht halbleer. Wir müssen aber auch realistischerweise sagen, dass die konjunkturelle Durst­strecke wohl noch eine Weile anhalten wird. Umso wichtiger ist es in der jetzigen Situation, die Rahmen für unternehmerisches Handeln zu stärken“, so Bingmann abschließend.

33, Berlin, 8. Oktober 2019

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Berlin | 02.10.2019

BGA zum Herbstgutachten: Mehr! Schneller! Flexibler! – mit diesem Dreiklang aus der wirtschaftlichen Flaute

Ein attraktiverer Rahmen für Investitionen und Innovation am Standort Deutschland ist der Schlüssel für den Weg aus der derzeitigen wirtschaftlichen Flaute.

Keinesfalls erforderlich sind dazu kostspielige Konjunkturprogramme, wie das Herbstgutachten bestätigt. Investitionen müssen vielmehr zeitnah geplant und umgesetzt werden können – die über zehn Jahre alte und nicht mehr wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung muss modernisiert werden wie auch die Verkehrs- sowie die digitale Infrastruktur. Und wir dürfen auch nicht im völlig richtigen Kampf gegen den Klimawandel mit Forderungen nach immer mehr Belastungen überziehen. Denn auch die Wirtschaftsforscher haben konstatiert, dass sich gerade die Industrie in einer besonders schwierigen Lage befindet, die neben einer konjunkturellen Durststrecke von strukturellen Umbrüchen in einigen Schlüsselindustrien geprägt ist. Und in den kommenden Monaten ist nicht mit einer Entspannung der anhaltenden wirtschaftlich und politisch unsicheren Lage zu rechnen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum heute vorgestellten Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute.

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Berlin | 01.10.2019

Zur heute von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellten Mittelstandsstrategie erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Mit seiner Mittelstandsstrategie gibt der Bundeswirtschaftsminister seinen Kabinettskollegen einen hervorragenden Fahrplan an die Hand,

wie die Position der vielen mittelständischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb und auch im technologischen Wandel gestärkt werden kann. Dem vorgeschlagenen Staatssekretärsausschuss kommt für eine erfolgreiche Umsetzung eine entscheidende Rolle zu. 

Es ist überfällig, dem Mittelstand Flexibilität und Motivation zurückzugegeben, um Konjunktur und Beschäftigung in Schwung zu halten. Tatsächlich wurde viel zu lange über die Leistungen des Mittelstands geredet, jedoch an den Bedürfnissen vorbei gehandelt – ob im Steuerbereich, bei den Abgaben oder mit neuer Bürokratie.“

Berlin, 1. Oktober 2019

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Berlin | 23.09.2019

BGA: Wann, wenn nicht jetzt – Unternehmensbesteuerung entschlossen anpacken

Es ist höchste Zeit, die Unternehmensbesteuerung aus dem Jahr 2008 zu modernisieren.

Umwelt- und Klimaschutz sind zwar zu Recht die aktuell dringendsten gesellschaftspolitischen Themen, zugleich brauchen wir aber auch attraktive und moderne wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Beschäftigung von inzwischen über 45 Millionen erwerbstätigen Menschen zu sichern.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heutigen Beratungen der Union im Deutschen Bundestag über eine Modernisierung der Unternehmensbesteuerung in Deutschland.

„Der BGA unterstützt die Zielsetzung, das deutsche Steuerrecht wettbewerbsfähig zu machen und uns internationalen Entwicklungen anzupassen. Wir appellieren an den Finanzminister, zügig eine Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen. Im Mittelpunkt muss stehen, die Belastung auf ein international vergleichbares Niveau zu senken und dabei auch strukturelle Hürden bei der Thesaurierungsbegünstigung und bei der Gewerbesteuer abzubauen. Denn nur dann werden die Steuern auch künftig kräftig sprudeln“, so Bingmann abschließend.

32, Berlin, 23. September 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 20.09.2019

Zur heutigen Einigung der Großen Koalition auf ein Klimaschutzpaket erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Die Grundsatzentscheidung für einen marktwirtschaftlichen Ansatz und damit für den Zertifikatehandel ist völlig richtig.

Dass dabei auch an der Schwarzen Null festgehalten wird, begrüßen wir ebenfalls außerordentlich. Skeptisch sehen wir die vielen kostspieligen Einzelmaßnahmen, die nicht ansatzweise den gleichen nachhaltigen Erfolg versprechen. Um den beabsichtigten Klimaeffekt zu erzielen, wird es bei der konkreten Ausgestaltung nun darauf ankommen, dass sie auch von weiteren Ländern als vorbildlich bewertet wird – und nicht als abschreckendes Beispiel, wie der viel zu teure deutsche Alleingang bei der Energiewende.“

Berlin, 20. September 2019

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Berlin | 12.09.2019

Unternehmen in Deutschland gehen Digitalisierung in der Breite an

Die Unternehmen in Deutschland nehmen sich in der Breite des Themas Digitalisierung an.

Knapp 66 % der Unternehmen plant in den kommenden zwei Jahren die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben fest ein. Dies ist das zentrale Ergebnis der Unternehmensbefragung 2019, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist dieser Anteil um 7 Prozentpunkte gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2017 nahm er um gut die Hälfte zu. In der aktuellen Befragung schließen 17 % die Durchführung von Digitalisierungsvorhaben in den kommenden zwei Jahren aus, ein Rückgang um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Der Trend zur Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen ist über alle Unternehmensgrößen hinweg zu beobachten. Vorreiter sind große Firmen (über 50 Mio. EUR Umsatz), von denen 91 % Digitalisierungsvorhaben fest eingeplant haben. Mit 38,8 % verfolgen inzwischen aber auch zwei von fünf kleinen Betrieben (bis 1 Mio. EUR Jahresumsatz) entsprechende Vorhaben. Keinen Bedarf an Digitalisierung sehen aktuell nur noch 9 % der Unternehmen. Dieser Anteil hat sich gegenüber der Befragung von 2017 halbiert.

Die geplanten Digitalisierungsvorhaben finden sich in nahezu allen Unternehmensbereichen beinahe ähnlich häufig. An der Spitze der Nennungen steht mit 64 % der Vertrieb, gefolgt von Verwaltung und Materialwirtschaft (jeweils 58 %) sowie der Leistungserstellung (z.B. Produktion) mit 57 %. Allerdings sehen sich die Unternehmen bei der Digitalisierung häufiger Problemen gegenüber als noch in der Befragung vor zwei Jahren. Lag der Anteil der Unternehmen, der keine Probleme bei der Digitalisierung wahrnimmt, damals bei 21 %, reduzierte er sich in der Zwischenzeit auf aktuell 13 %.

Die fünf am häufigsten genannten Digitalisierungshemmnisse sind die Anforderung an Datensicherheit bzw. Datenschutz (46 %), fehlende IT Kompetenzen im Unternehmen in Verbindung mit mangelnder Verfügbarkeit von IT-Fachkräften auf dem Markt (38 %), Schwierigkeiten bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation (36 %), Schwierigkeiten bei der Umstellung bestehender IT-Systeme (35 %) und eine mangelnde Qualität der Internetverbindung (30 %). Finanzierungsprobleme geben vor allem kleine Unternehmen als Digitalisierungshemmnis an. Mit 16 % nennen kleine Unternehmen (bis 1 Mio. EUR Jahresumsatz) Finanzierungsschwierigkeiten mehr als 4mal häufiger als große Unternehmen.

Dr. Volker Zimmermann, Senior Economist bei KfW Research, sagt: „Die Unternehmen in Deutschland packen bei der Digitalisierung an. Mit der steigenden Aufmerksamkeit für dieses Thema geraten aber auch die spezifischen Schwierigkeiten wie etwa die Datensicherheit oder die Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation immer stärker ins Blickfeld. Einigen der wahrgenommenen Hemmnisse, wie etwa dem Mangel an IT-Fachkräften oder bestehenden Finanzierungsschwierigkeiten, sollte durch verbesserte Rahmenbedingungen oder Förderangebote entgegengewirkt werden.“

Die Unternehmensbefragung 2019 wurde zum 18. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. Die Digitalisierung wurde zum 3. Mal in der Erhebung thematisiert.

An der Erhebung nahmen knapp 1.300 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2018 und Mitte März 2019. Die Studie steht zum Download zur Verfügung.

BDI, BGA, HDE, ZDH, KFW

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Berlin | 10.09.2019

BGA: Grundsteuerreform für Unternehmen vertretbar gestalten!

Wir erwarten von der Politik eine faire und sachgerechte Bewertung der betrieblichen Grundstücke.

Die Belastung mit Grundsteuer ist für Großhandels­betriebe von großer Relevanz angesichts der vielen Geschäftsgrundstücke mit Betriebsanlagen, Verwaltungsgebäuden, Lagergebäuden, Parkplätzen und Vorratsgrundstücken. Wenn die nun vorgesehenen Bodenrichtwerte – beispielsweise bei großen Flächen – zu unrealistischen Bewertungen führen, muss eine Korrektur­möglichkeit durch einen pauschalen Wertabschlag oder den Nachweis eines geringeren Wertes möglich sein. Zudem muss das künftig anzuwendende Sachwertverfahren für die Bewertung von Geschäftsgrundstücken einfach administrierbar und digital zugänglich sein.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages am 11. September 2019 zur Reform der Grundsteuer.

„Es ist höchst ärgerlich, dass sich Bund und Länder nicht auf ein einfach administrierbares Flächenmodell verständigen konnten. Daher hoffen wir, dass nun im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses doch noch einige Vereinfachungen umgesetzt werden. Ein klares Signal hierzu wäre, auf zusätzliche Bürokratie und Aufwand durch die Einführung einer Sondersteuer auf baureife Grundstücke und die diskutierte Streichung der Umlagefähigkeit der Grundsteuer zu verzichten. Am Ende ist jedoch maßgeblich, wie die Kommunen mit ihrem Recht zur Festlegung des Hebesatzes umgehen, aus dem sich letztlich die definitive Belastung auf Gemeindeebene für Betriebe wie Bürger ergibt. Wir appellieren an die Gemeinden, die Neuregelung zu einer aufkommensneutralen Senkung der Hebesätze zu nutzen und nicht zur Schöpfung von zusätzlichen Einnahmen“, so Bingmann abschließend.

31, Berlin, 10. September 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 10.09.2019

Zu den Beratungen des Bundeshaushaltes 2020 erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Die sinkende Schuldenquote ist ein wichtiges Signal an Bürger, Unternehmen und Investoren,

dass sie sich auch in wirtschaftlich raueren Zeiten auf eine solide Haushaltsführung verlassen und auf ein tragfähiges Fundament bauen können. Möglich machen dies jedoch weiter sprudelnde Steuereinnahmen. Angesichts derzeit abkühlender Konjunktur wäre geboten, weniger kostspielige sozialpolitische Wohltaten umzusetzen und vermehrt in die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Es gilt, eine hohe Beschäftigung zu sichern, dazu braucht es motivierte und engagierte Unternehmen, die zuversichtlich nach vorne blicken.

Notwendig sind keine Strohfeuer- oder Konjunkturprogramme, sondern vielmehr strukturelle Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie eine Reform der Unternehmensbesteuerung, die vergleichbare internationale Wettbewerbsbedingungen wiederherstellt, und eine Beschleunigung der Umsetzung von Investitionen in der Infrastruktur. Und es gilt darauf zu achten, dass wir unsere politischen Wenden nicht überdrehen. Bürger und Betriebe dürfen bei der nun anstehenden CO2-Diskussion mit Belastungen und Regulierungen nicht überfordert werden.“

Berlin, 10. September 2019

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Berlin | 09.09.2019

BGA: Außenhandel startet mit leichtem Schwung in die zweite Jahreshälfte

Der deutsche Außenhandel startet nach einem gedämpften ersten Halbjahr leicht erholt in die zweite Jahreshälfte.

Anders als das Großbritanniengeschäft, das unter dem Brexit leidet und das Europageschäft beeinträchtigt, läuft das US-Geschäft trotz aller Streitigkeiten sehr zufriedenstellend. Dies ist aber kein Grund zur Entwarnung, denn die vielen Risiken und Konfrontationen im Außenhandel sowie die generelle konjunkturelle Abschwächung bleiben bestehen. Das zeigen auch die schwache Importentwicklung und die aktuellen Zahlen für die Auftragseingänge in der Industrie.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juli 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 115,2 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 3,8 Prozent mehr. Mit einem Warenwert von 93,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um -0,9 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,2 Milliarden Euro ab.

„Dies sollte Anlass sein, nun die Ärmel hochzukrempeln und lange Zeit Liegengebliebenes anzupacken. Unsere Unternehmen brauchen endlich ein Steuersystem, das sie im internationalen Vergleich nicht benachteiligt, sondern deren Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Generell muss stärker entbürokratisiert werden. Konstrukte wie beispielsweise die A1-Bescheinigungen machen das Leben nur unnötig schwer. Darüber hinaus gilt es, der allgemeinen politischen Verunsicherung entgegenzuwirken. Hier sehe ich in Europa vor allem die Briten in der Pflicht. Gut sieben Wochen vor dem Brexit ist im Inselreich das totale Chaos ausgebrochen. Damit rückt eine Lösung, die die Folgen für beide Seiten minimieren würde, in weite Ferne“, so Bingmann abschließend.

30, Berlin, 9. September 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 05.09.2019

BGA: Nachlassende Dynamik im Großhandel deutet auf schwaches wirtschaftliches Halbjahr hin

Nicht nur die Dynamik im Großhandel hat im Verlauf des ersten Halbjahres deutlich nachgelassen, auch die Stimmung bei den Unternehmen ist im Keller.

Insbesondere die Entwicklung im Großhandel mit Maschinen, Halbwaren und Rohstoffen stimmt aufgrund seiner Indikatorfunktion für die Industrieproduktion und den Export bedenklich und deutet auf ein wirtschaftlich schwieriges zweites Halbjahr hin. Immer dringlicher wird, durch eine Verbesserung der Standortbedingungen Investitionsanreize zu setzen, um einer weiteren Abkühlung aktiv entgegenzuwirken.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der heute veröffentlichten Umsatzentwicklung im Großhandel.

Der Großhandel hat im 2. Quartal 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden nominal 1,4 Prozent und real 0,3 Prozent mehr als im Vorjahresquartal umgesetzt. Im ersten Quartal waren es noch nominal 2,7 Prozent und real 1,5 Prozent. Während der Konsumgütergroßhandel nominal um 3,6 Prozent und real um 2,6 Prozent zulegte, sanken die Umsätze im Produktionsverbindungsgroßhandel nominal um -0,5 Prozent und real um -1,7 Prozent.  

„Der aktuelle BGA-Großhandelsindikator unterstreicht diese Entwicklung. Die Stimmung bei den Unternehmern ist so schlecht wie seit vielen Jahren nicht mehr. Der Großhandelsindikator hat um fast ein Viertel nachgelassen. Insbesondere die Geschäftserwartungen beurteilen die Großhändler wieder deutlich skeptischer. Umso mehr unterstützen wir die Vorschläge des Bundeswirtschaftsministers für eine Mittelstandsstrategie nachdrücklich. Insbesondere bei der Modernisierung der Infrastruktur und der Unternehmensbesteuerung muss es entschlossen vorangehen. Jedoch sind die Vorschläge aus den Reihen seines Koalitionspartners, bei den Steuern umzuverteilen und über Vermögensteuern oder Reichensteuern draufzusatteln, das genaue Gegenteil davon. Damit tritt die Große Koalition das Gas- und Bremspedal gleichzeitig – das kann nicht gut gehen", so Bingmann abschließend.

29, Berlin, 5. September 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 29.08.2019

Zu den heute von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellten Eckpunkten einer Mittelstandsstrategie erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Mit seinen Eckpunkten für eine Mittelstandsstrategie spricht Bundeswirtschaftsminister Altmaier den vielen mittelständischen Unternehmen aus der Seele.

Viel zu lange wurde über deren Leistungen geredet, jedoch an den Bedürfnissen vorbei gehandelt. Die Ansätze ‚Vereinfachen, Entbürokratisieren, Entlasten‘ sind seit langem Kernanliegen des Mittelstandes und finden in den Eckpunkten von Altmaier Resonanz. Entscheidend ist, dass den Zielen nun auch Taten folgen. Dabei gilt es, zahlreiche dicke Bretter zu bohren – alleine bei Steuern und Abgaben –, um dem Mittelstand Flexibilität und Motivation zurückzugegeben, damit Konjunktur und Beschäftigung weiter in Schwung bleiben. Die geplante Teilabschaffung des Solis und auch die Planspiele für die Wiedereinführung einer Vermögensteuer sprechen für sich und stimmen skeptisch, dass bei der Querschnittsaufgabe Mittelstandspolitik innerhalb der Bundesregierung alle Ressorts an einem Strang ziehen.“

Berlin, 29. August 2019

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Berlin | 26.08.2019

BGA zur Bilanz des G7-Gipfels in Biarritz: Nichts als schöne Bilder

Die Bilanz des G7-Gipfels fällt äußerst mager aus.

Das Treffen der sieben bedeutendsten Industrienationen der westlichen Welt in Biarritz hat nichts als schöne Bilder produziert. Ob die großen Handelskonflikte, Brexit oder Iran-Abkommen - nirgendwo Entspannungssignale, geschweige denn nennenswerte Fortschritte. Und das zu einem Zeitpunkt, wo die Weltwirtschaft längst an einem heiklen Punkt angelangt ist. Vielmehr markieren die begleitenden, immer schrilleren Töne des US-Präsidenten nach innen und außen einen neuen Tiefpunkt.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum G7-Gipfel in Biarritz.

„Der Gipfel hat verdeutlicht, dass sich die Gräben zwischen den Teilnehmern weiter vertieft haben und die Spaltung der Weltwirtschaft und Europas weiter vorangetrieben wird. Weder gab es Ansätze zur Beilegung der großen Handelskonflikte, noch Fortschritte beim Brexit. Selbst der Besuch des iranischen Außenministers konnte die Hoffnung bisher nicht erfüllen, neuen Wind in die festgefahrenen Gespräche über den Atomvertrag zu bringen“, so Bingmann weiter.

„Zu Recht wurde die Brandbekämpfung am Amazonas auf die Tagesordnung des G7-Gipfels gesetzt. Die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes ist furchtbar und widerspricht dem Geist des Handelsabkommens mit den Mercosur-Ländern. Schließlich enthält das Abkommen ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskapitel mit verbindlichen Regelungen zum Klimaschutz. Das Abkommen jetzt vorschnell zu beerdigen wäre daher falsch, weil es ein wichtiges Vehikel ist, um im Gespräch zu bleiben und wachsenden Einfluss auf brasilianischer Seite zu bekommen. Eine Abkehr vom Mercosur-Abkommen leistet keinen Beitrag dazu, dass in Brasilien weniger Regenwald gerodet wird“, so Bingmann abschließend.

29, Berlin, 26. August 2019

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Berlin | 14.08.2019

Zu den heute veröffentlichten BIP-Zahlen für das 2. Quartal erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die wirtschaftliche Stagnation ist da.

Die unselige Mixtur aus schwelenden Handelskonflikten, ungeklärtem Brexit und weitere internationale Turbulenzen schwächen das Vertrauen in die Weltwirtschaft und belasten das globale Wachstum. Das trifft Deutschland als Anbieter insbesondere von Investitionsgütern auf den Weltmärkten bis ins Mark - trotz gut laufender Binnenkonjunktur. Daran ändert auch die Verschiebung der nächsten Runde von US-Strafzöllen gegen China nichts. Zwar lässt es darauf hoffen, dass sich beide Länder doch noch einigen, dies hat aber keinen unmittelbar stimulierenden Effekt.“

„Für Schwarzmalerei gibt es indes keinen Grund, wohl aber ist dies ein lauter Weckruf für die Politik, nun endlich loszulegen und beherzt gegenzusteuern. Seit Monaten ist allen Beobachtern klar, dass die Luft für die deutsche Wirtschaft dünner wird. Auf der politischen Agenda aber stehen ganz oben Projekte wie die Grundrente, anstatt beispielsweise endlich beherzt eine Modernisierung der Unternehmensteuerreform anzupacken, Infrastrukturdefizite oder die viel zu hohen Energiekosten.“

Berlin, 14. August 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 09.08.2019

BGA: Deutscher Außenhandel mit magerer Halbjahresbilanz

Die Halbjahresbilanz fällt für die deutschen Exporteure äußerst mager aus. Die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen zeigen jetzt ihre Auswirkung.

In allen Regionen war das Geschäft zuletzt rückläufig. Nach den ersten sechs Monaten weisen die Exporte lediglich ein mageres Wachstum von 0,5 Prozent auf und liegen damit noch unter unseren ohnehin bescheidenen Erwartungen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juni 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 106,1 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 8,0 Prozent gesunken. Mit einem Warenwert von 89,3 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 16,8 Milliarden Euro ab.

„Die Nervosität ist überall greifbar. Umso wichtiger ist es jetzt, einen kühlen Kopf zu behalten und keine Krise herbeizureden. Die vielen Risiken konnten die Außenhändler bislang gut abfedern. Es zeichnet sich jedoch immer deutlicher ab, dass dies nicht über das gesamte Jahr gelingen wird. Zu groß sind einfach die Anzeichen für einen weltweiten konjunkturellen Abschwung, zu schwer wiegen die Handelskonflikte und Wirtschaftsnationalismus, der sich immer weiter ausbreitet. Die Zahlen sind aber auch ein Appell an Europa. Unsere europäischen Nachbarländer sind unsere wichtigsten Handelspartner. Nur gemeinsam können wir stark sein und nur wenn wir stark sind, nimmt man uns in der Welt als gleichberechtigten Partner wahr, der auch nach seinen Wünschen Akzente setzen kann. Diese Akzente vermissen wir auch bislang schmerzlich in der Arbeit der großen Koalition. Man kann nicht oft genug wiederholen, dass beispielweise eine Unternehmenssteuerreform hierzulande schon längst überfällig ist“, so Bingmann abschließend.

28, Berlin, 9. August 2019

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Berlin | 23.07.2019

BGA: Premierminister Johnson – ein harter Brexit ist keine Lösung!

„Mit der Wahl von Hardliner und Brexiteer Boris Johnson als Nachfolger von Theresa May wächst die Gefahr eines No-Deal-Brexits.

Viele europäische Unternehmen haben schon entsprechende Vorkehrungen getroffen. Die europäische Wirtschaft dürfte damit wohl mit einem blauen Auge davonkommen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Ausgang der Abstimmung der britischen Konservativen über ihre Parteiführung.

„Johnson hat angekündigt in den kommenden Monaten für die Verhandlung eines neuen Austrittsabkommens mit der EU zu kämpfen. Die EU muss zu ihren Entscheidungen stehen, um ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen. Trotzdem sollte man sich in Brüssel darauf verständigen, dass eine Fristverlängerung unter den richtigen Voraussetzungen möglich bleibt, sofern damit ein ungeordneter Austritt abzuwenden ist. Ein Brexit ohne ein Freihandelsabkommen wäre eine Katastrophe für Großbritannien und auch nicht wünschenswert für Europa. Es bleibt zu hoffen, dass auch Johnson nach seinem Amtseintritt zu dieser Erkenntnis kommen wird“, betont Bingmann.

„Bei einem harten Brexit drohen überall an den Grenzen zu Großbritannien Kontrollen den Warenfluss zu stoppen und das abrupte Ausscheiden aus dem gemeinsamen Regelwerk wird in allen Bereichen Chaos verursachen. Sollte es Ende Oktober zum Brexit kommen, ist eine Übergangsphase unabdingbar, um schnellstmöglich die künftigen wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen festzulegen und diese so tiefgehend und eng wie möglich zu gestalten. Gleichzeitig muss ein starker EU-Binnenmarkt nach dem Brexit unbedingt erhalten bleiben und darf durch die nicht enden wollende Hängepartie keinen Schaden nehmen“, so Bingmann abschließend.

27, Berlin, 23. Juli 2019

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Berlin | 17.07.2019

BGA: Erleichterung über Wahlgewinn von Ursula von der Leyen

„Wir gratulieren Frau von der Leyen zur Wahl als neue Präsidentin der Europäischen Kommission.

Über die Zustimmung des Europäischen Parlaments sind wir sehr erleichtert, brauchen wir doch gerade jetzt eine handlungsfähige EU, die die Interessen ihrer Mitglieder in der Welt wahrt und die großen Herausforderungen angeht, die uns derzeit gestellt werden. In der Welt werden wir zukünftig eine europäische Stimme haben oder keine mehr.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur gestrigen Wahl von Ursula von der Leyen zur neuen Präsidentin der Europäischen Kommission.

„So ist entscheidend, dass Europa in dieser Zeit der politischen wie wirtschaftlichen Umbrüche nicht nur handlungsfähig ist, sondern auch zügig die Grundfesten Europas weiter stärken kann. Hierzu muss auch zählen, dass für die Zukunft ein verbindlicher Prozess gefunden wird, ob die Wahl mit einem Spitzenkandidat geführt wird oder die Staats- und Regierungschefs die Entscheidung treffen. Das neue Parlament wird von einer erfreulich hohen Wahlbeteiligung getragen; des Wählers Vertrauen darf nicht so leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, so Bingmann weiter. „Vor uns liegen große Herausforderungen. Diese reichen von der Sicherung eines regelgebundenen internationalen Handels über eine Klimapolitik, die Europa auch als Wirtschaftsstandort sichert, bis hin zur Vervollständigung des europäischen Binnenmarktes. Wir wünschen Frau von der Leyen ein gutes Händchen und viel Erfolg auf diesem Weg“, so Bingmann abschließend.

26, Berlin, 17. Juli 2019

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Berlin | 08.07.2019

BGA: Deutscher Außenhandel startet schwungvoll in den Sommer

„Der Außenhandel zieht zu Beginn des Sommers wieder an.

Sowohl Exporte als auch Importe haben sich im Wonnemonat Mai prächtig entwickelt. Das gute Ergebnis wird allerdings überschattet von der anhaltend negativen Entwicklung bei den Auftragseingängen. Es ist damit zu rechnen, dass die konjunkturelle Abkühlung Fahrt aufnehmen wird.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Mai 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 113,9 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 93,4 Milliarden Euro sind die deutschen Importe leicht stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,6 Milliarden Euro ab.

„Auch die politische Situation in der Welt ist alles andere als stabil. Umso wichtiger ist es jetzt, die vakanten Spitzenpositionen in der Europäischen Union zügig zu besetzen, damit Europa international als geeinte Macht auftreten und die nötigen Reformen angehen kann. Hierfür muss das europäische Parlament die Spitzenpersonalien zügig bestätigen. Ein Lichtblick bleiben die guten Zahlen in den Drittländern. Allerdings verunsichern hier die ständigen Ankündigungen von US-Präsident Trump den Welthandel regelmäßig – seien es Zölle auf chinesische oder europäische Produkte oder auch geopolitische Drohungen gegen den Iran. In dieser Atmosphäre kann der weltweite Handel nicht sein eigentliches Potenzial entfalten. Deshalb ist es umso wichtiger, die Handelsabkommen mit Mercosur und Vietnam schnellstmöglich zu ratifizieren, damit die regelbasierte Handelspolitik wieder gestärkt wird“, so Bingmann abschließend.

25, Berlin, 8. Juli 2019

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Berlin | 07.07.2019

Zum Gipfel der Afrikanischen Union (AU), der heute in Niamey, Niger stattfindet, erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

"Wir hoffen, dass die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union nun den finalen Schritt gehen, um die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) Wirklichkeit werden zu lassen.

Wenn alle Länder des Kontinents mitmachen, könnte so die größte Freihandelszone der Welt entstehen, mit mehr als eineinhalb Milliarden Verbrauchern. Mit der Ankündigung Nigerias, dem Vertrag beitreten zu wollen, ist dies nun in greifbare Nähe gerückt. Aber es ist nicht nur eine historische Chance, Großes zu schaffen. Afrika braucht dringend mehr regionale Integration als Wachstumstreiber. Nur weit unter einem Fünftel des afrikanischen Außenhandels gehen in die Nachbarländer. Meistens weil es aufgrund von gegenseitigen Zollhürden und anderen Handelsbarrieren günstiger ist, gleich in den nächsten Kontinent zu exportieren. Wir haben die Hoffnung, dass mit dem Inkrafttreten von AfCFTA diese kuriose Situation bald der Vergangenheit angehört."

Berlin, 7. Juli 2019

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Berlin | 03.07.2019

Unternehmensbefragung 2018: Finanzierungsklima trotz konjunktureller Abkühlung weiter auf Allzeithoch

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist weiterhin außerordentlich positiv.

Die Unternehmen verfügen über eine hohe Innenfinanzierungskraft, treffen auf ein niedriges Zinsniveau bei Krediten sowie gelockerte Kreditrichtlinien der deutschen Banken. In der diesjährigen Unternehmensbefragung, die die KfW jährlich gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, beträgt der Anteil derjenigen Unternehmen, die von Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, jetzt 8,9 %. Seit 2012 ist dieser Wert um rund ein Drittel gesunken. Demgegenüber geben 60,6 % der Unternehmen an, dass der Kreditzugang "leicht" sei.

Die Ratingnoten der Unternehmen haben sich erneut auf breiter Front verbessert. 34,5 % der Unternehmen melden Verbesserungen der Ratingnote gegenüber 8,1 %, bei denen sich die Ratingnote verschlechtert hat.

Allerdings sind kleine Unternehmen weiterhin deutlich häufiger von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme betroffen als große Unternehmen. Immerhin 19,4 % der kleinen Unternehmen (bis 1 Mio. EUR Jahresumsatz) bezeichnen ihren Kreditzugang als schwierig. Da kleine Firmen strukturell bedingt meist über niedrigere Bonitäten verfügen und Probleme haben, ausreichend Sicherheiten zu stellen, werden ihre Kreditanträge häufiger abgelehnt oder sie erhalten weniger vorteilhafte Konditionen als große Unternehmen.

Bankkredite bleiben eine wichtige Finanzierungsquelle: 53,9 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Allerdings hat sich dieser Anteil in den zurückliegenden Jahren verringert. Der Grund hierfür liegt in erster Linie in der derzeit hohen Innenfinanzierungskraft der Unternehmen.

Der Anteil der Unternehmen, die von gescheiterten Kreditverhandlungen berichten, bewegt sich je nach Laufzeit des Kredits zwischen 9,7 % und 6,9 %. Unternehmen bis 10 Mio. EUR Umsatz berichten je nach Laufzeit zwischen zwei- und viermal häufiger vom Scheitern aller Kreditverhandlungen als Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Mio. EUR.

Entgegen des Trends zur Digitalisierung und zur Schließung von Filialen erwarten Unternehmen von ihren Banken vor allem persönliche Ansprechpartner vor Ort und deren Kontinuität (86,2 % bzw.76,3 %). Allerdings ist der Anteil der Unternehmen, der darüber hinaus Online-Informationen zu Produkten und Dienstleistungen sowie eine einfach zu handhabende Online-Abwicklung von Bankgeschäften erwartet, seit dem Jahr 2013 deutlich gestiegen.

Dr. Volker Zimmermann, Experte für Unternehmensfinanzierung bei KfW Research: „Die gedämpfte konjunkturelle Entwicklung hat sich bislang nicht negativ auf das Finanzierungsklima ausgewirkt. Sollte sich die Konjunktur aufgrund der geopolitischen Risiken jedoch weiter eintrüben, dürfte sich dies negativ auf die Entwicklung der Ratingnoten und in der Folge auch auf den Kreditzugang auswirken.“

Über die Unternehmensbefragung: Die Befragung wurde zum 18. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 1.300 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2018 und Ende März 2019. Die Unternehmensbefragung 2019 – Finanzierungsklima trotzt der konjunkturellen Entwicklung steht zum Download zur Verfügung.

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Berlin | 28.06.2019

Zur Einigung zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur auf ein gemeinsames Freihandelsabkommen erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Der Durchbruch kommt zur rechten Zeit.

Das ist eine sehr gute Nachricht vor allem für die Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks. Wir sind überglücklich, dass dieses historische Abkommen nach äußert langen und zähen Verhandlungen nun zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Die entstehende größte Freihandelszone der Welt ist mehr als nur ein Ausrufezeichen gegen den weltweit grassierenden Protektionismus.“

Berlin, 28. Juni 2019

Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 28.06.2019

BGA: Die G20 müssen jetzt liefern – EU schreitet voraus mit Unterzeichnung des Vietnamabkommens

„Ein weiteres deklaratorisches Bekenntnis zum Freihandel reicht nicht mehr.

Wir erwarten, dass sich die Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel endlich zusammenraufen und auf konkrete Vorschläge einigen, die verhindern, dass der Welthandel weiter ins Chaos abgleitet. Angesichts der schlechten Aussichten für die globale Wirtschaft dürfen die großen Staaten nicht tatenlos zusehen, wie überall wieder Handelsbarrieren errichtet werden. In erster Linie brauchen wir eine gemeinsame Linie für eine Reform der Welthandelsorganisation WTO, die dem regelbasierten Handel und dem Prinzip der friedlichen Streitschlichtung wieder Geltung verschafft.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum G20-Gipfel in Osaka.

„Mit Blick auf die aktuellen Handelskonflikte ist es richtig, dass die EU ihre eigenen Wege geht und mit der Öffnung neuer Märkte für europäische Unternehmen voranschreitet. Ein wichtiges Puzzlestück der weiteren Handelsliberalisierung ist das Freihandelsabkommen mit Vietnam, das jetzt am Wochenende unterzeichnet wird. Das Abkommen wird den Warenaustausch beider Regionen erheblich steigern, indem die Zölle auf 99 Prozent der Waren über einen Zeitraum von zehn Jahren gesenkt und weitere Handelshemmnisse beseitigt werden“, so Bingmann abschließend.

24, Berlin, 28. Juni 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 27.06.2019

BGA: Erster richtungsweisender Tarifabschluss im Groß- und Außenhandel

Im Groß- und Außenhandel mit seinen bundesweit rund 1,7 Millionen Beschäftigten gibt es einen ersten Tarifabschluss.

Das gestern Abend in der dritten Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen erzielte Tarifergebnis sieht bei einer 24-monatigen Laufzeit eine zweistufige Erhöhung um 3,0 Prozent nach zwei Leermonaten im ersten Jahr der Laufzeit und weitere 1,9 Prozent nach einem Leermonat in zweiten Jahr der Laufzeit vor.

Dazu erklärt Dr. Wilhelm von Moers, Vizepräsident für den Bereich Tarifpolitik des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Köln:

„Der Tarifabschluss ist ein gerade noch tragfähiger Kompromiss bei einer sich eintrübenden Konjunktur. Die Arbeitgeber im Groß- und Außenhandel sind damit an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen. Angesichts der anhaltenden Unwägbarkeiten in Europa und der Welt haben sich einige Unternehmen extrem schwer getan, diesen Kompromiss mitzutragen.

Letztlich wird der Tarifabschluss aber den Interessen beider Seiten gerecht. Die Tarifpartner haben erneut ihre Handlungsfähigkeit bewiesen, und die Unternehmen haben nun Planungssicherheit für die Personalkosten in den nächsten zwei Jahren. Es ist davon auszugehen, dass dieses Ergebnis Grundlage für weitere Abschlüsse in den anderen Tarifgebieten sein wird.“

23, Berlin, 27. Juni 2019

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Dr. Wilhelm von Moers

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Berlin | 12.06.2019

BGA stärkt Online-Kompetenz durch neue Mitgliedschaft des bevh

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist neues Mitglied im Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA).

Damit erweitert der BGA sein Netzwerk um einen Verband, der in den Themen E-Commerce-Strategie, Plattform-Ökonomie, Online-Marktplätze, Multichannel-Handel, Logistik sowie „Letzte Meile“ zu Hause ist. Der bevh wiederum profitiert von der hervorragenden politischen Vernetzung und der Schlagkraft des Spitzenverbandes sowie dessen spezifischer Expertise unter anderem in Fragen des Im- und Exports. Diese werden in Hinblick auf den wachsenden grenzüberschreitenden Handel über das Internet immer wichtiger.

„Angesichts der stetig voranschreitenden Digitalisierung, die auch für die Unternehmen des Groß- und Außenhandels sowie die Dienstleister im B2B-Bereich eine immer größere Rolle spielt, freuen wir uns über das E-Commerce- und Distanzhandels-Know How, das über den bevh neu dazukommt“, unterstrich Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Gero Furchheim, Präsident des bevh, schließt sich dem an: „E-Commerce verändert die gesamte Wertschöpfungskette im Handel, vom Einkauf bis zum Vertrieb, von der industriellen Fertigung bis zur Nachbetreuung beim Kunden. Im BGA und gemeinsam mit seinen vielen starken Mitgliedsverbänden wollen wir mit unserer Branche den neuen Handel noch mehr voranbringen und seine Akteure und unsere Mitgliedsunternehmen stärken.“

22, Berlin, 12. Juni 2019

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Neues Mitglied im BGA

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Berlin | 11.06.2019

BGA: Dienstleistungen trotzen konjunktureller Abkühlung

Für den Dienstleistungssektor in Deutschland geht es ungebrochen aufwärts.

Ob bei Umsätzen oder bei Beschäftigung – die Dienstleistungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. In vielen Branchen runden sie das Leistungsportfolio ab. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass sich die Dienstleister auch künftig entgegen dem verhaltenen Trend in anderen Bereichen kräftig aufwärts entwickeln.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heute veröffentlichten Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung im Dienstleistungssektor im ersten Quartal 2019.

Die Umsätze im Dienstleistungssektor lagen nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2019 um 3,5 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresquartal. Dabei weist insbesondere der Bereich Verkehr und Lagerei einen kontinuierlichen Anstieg auf. Im Jahresverlauf sind die Umsätze um 4,1 Prozent angestiegen. Informations- und Kommunikationsdienstleistungen lagen dagegen 1,4 Prozent unter dem Vorquartal, aber um 3,2 Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Beschäftigung nahm im Dienstleistungssektor im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent zu.

„Dienstleistungen entwickeln sich zu einem immer wichtigeren Konjunkturmotor der deutschen Wirtschaft. Ihr Erfolg ist aber kein Selbstläufer, sondern auch Dienstleistungsunternehmen brauchen ein solides Umfeld und attraktive Rahmenbedingungen. Gerade in der Digitalwirtschaft führen nationale Alleingänge, etwa in der Steuerpolitik, in die Sackgasse. Auch das Regulierungsdickicht – beispielsweise im Finanzdienstleistungssektor oder bei der Arbeitszeit – zu lichten, bleibt eine Herkulesaufgabe“, so Bingmann abschließend.

21, Berlin, 11. Juni 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 07.06.2019

BGA: Deutscher Außenhandel schwächelt

Der deutsche Außenhandel startete schwach in das zweite Quartal.

Die Auswirkungen der globalen Unruhe – nicht nur in der Politik allgemein, aber vor allem in der Handelspolitik – bekommen wir nun zu spüren. Unsere Exporte sind insgesamt zurückgegangen. Einen Lichtblick bieten immerhin die Ausfuhren in Drittländer und die durchaus positive Entwicklung der Importe.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für April 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 109,7 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent gesunken. Mit einem Warenwert von 91,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch gestiegen, im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 17,9 Milliarden Euro ab.

„Wenn unsere Exporte in die EU-Länder zurückgehen, sollte uns das zu denken geben. Zum Glück hat die Europawahl ein Ergebnis geliefert, bei dem wir davon ausgehen können, dass keine grundlegenden Risiken bestehen. Natürlich wird sich die politische Willensbildung aufgrund der Stärkung der rechtspopulistischen Kräfte komplizierter gestalten. Wir hoffen aber, dass die Politik verstanden hat, dass es wie bisher nicht weitergehen kann. Mit dem Blick in die Welt ist erfreulich, dass der Exporthandel mit den Drittländern die Negativentwicklung etwas abfedern konnte. Besonders hervorzuheben sind hier die Ausfuhren in afrikanische Länder. Auch für das positive Ergebnis bei den Einfuhren spielen die Drittländer eine große Rolle. Die Zahlen machen deutlich, wie sehr wir von politischer Stabilität in der EU und in der Welt abhängig sind. Für alle Seiten wäre es von Vorteil, wenn bald etwas mehr Ruhe ins Weltgeschehen käme“, so Bingmann abschließend.

20, Berlin, 7. Juni 2019

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Berlin | 05.06.2019

BGA: Großhandel in Moll-Stimmung

„Der Großhandel befindet sich im Frühjahr 2019 in einem konjunkturellen Wechselbad.

Die Umsatzentwicklung ist von einem ausgeprägten Auf und Ab geprägt. Nach zwei erfreulichen Monaten dank einiger Nachhol- und Sondereffekte hat die wirtschaftliche Entwicklung deutlich Federn gelassen und auch für die nächsten Monate rechnen wir nicht mit einem Wiedererstarken. Die anhaltenden internationalen Handelsstreitigkeiten, der ungelöste Brexit und die anstehenden Weichenstellungen in der Europäischen Union erhöhen die Unsicherheit und dämpfen die wirtschaftliche Dynamik. Damit die Stimmung nicht kippt, muss die Politik mutiger und entschlossener Projekte voranbringen, die den Wirtschaftsstandort stärken und die Bürger entlasten, statt anhaltend Diskussionen über neue soziale Wohltaten zu führen.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Entwicklung der Großhandelsumsätze im ersten Quartal 2019.

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze im März nominal zwar um 1,8 Prozent, aber real nur um 0,1 Prozent. Im ersten Quartal ergab sich ein nominales Wachstum von durchschnittlich 4,0 Prozent und real von 2,5 Prozent. Sowohl der Produktionsverbindungshandel als Frühindikator für Industrieproduktion und Export als auch der Großhandel mit Konsumgütern bewegen sich dabei nahezu gleichgerichtet. Zugleich ist diese Veränderung von einer moderaten Entwicklung der Großhandelsverkaufspreise begleitet.

„Die Politik in Deutschland muss sich rasch sortieren und klare Signale der Verlässlichkeit und Berechenbarkeit nach innen als auch an die europäischen Partner senden. Von den Regierungsparteien erwarten wir, dass sie endlich stärker die wirtschaftliche Entwicklung beachtet und entsprechend handeln. Dies vermissen nach meiner Einschätzung immer mehr Bürger und Betriebe. Ein Führungsvakuum können wir uns angesichts jetzt notwendiger Impulse, wie etwa eine Unternehmensteuerreform, Bürokratieentlastung, einen beschleunigten Infrakstrukturausbau sowie das Vorantreiben der digitalen Transformation, nicht leisten“, so Bingmann abschließend.

19, Berlin, 5. Juni 2019

 

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Berlin | 27.05.2019

Zur den Ergebnissen der Europawahl erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Europa hat mit erfreulich hoher Wahlbeteiligung gewählt – ein klares Votum für die EU!

Trotz Einbußen der großen Volksparteien ist die EU mit einem blauen Auge davongekommen. Während die radikalen Kräfte in Deutschland schlechter abgeschnitten haben als erwartet, konnten in einigen anderen EU-Ländern die rechtspopulistischen Kräfte gefährlich zulegen und werden vermutlich mehr Einfluss im Parlament haben als je zuvor. Diesen gilt es unbedingt in Schach zu halten. Schlüsselelement des gesamten Wahlkampfs war das Thema Umwelt. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit werden wohl damit auch zentrale Themen der Arbeit des Europäischen Parlaments werden.“

„Besonders eindeutig sind die Ergebnisse der Europawahl 2019 nicht. Die Suche nach Mehrheiten im Parlament könnte nun dementsprechend herausfordernd werden. Nun muss oberste Priorität haben, die EU mit Ihren Institutionen zu reformieren. Europa muss aber auch seinen Aufgaben als relevanter Player in der internationalen Politik gerecht werden. Gleichzeitig müssen aber auch insbesondere Themen wie die Stärkung des EU-Binnenmarkts und des Subsidiaritätsprinzips rasch angegangen werden.“

Berlin, 27. Mai 2019

 

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Berlin | 16.05.2019

Zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur verpflichtenden Erfassung von Arbeitszeiten erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Die Bundesregierung ist gefordert, endlich ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept zur Arbeitszeit vorzulegen.

Denn mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs drohen ganz erhebliche neue bürokratische Belastungen für Arbeitgeber in Deutschland, während die überfällige Entlastung von Bürokratie bislang offenbar nur in Sonntagsreden der Politik eine Rolle spielt. Moderne und flexible Arbeitszeitmodelle wie Vertrauensarbeitszeit müssen bestehen bleiben. Die Entscheidung macht deutlich, dass das Arbeitszeitrecht in Deutschland und in der EU dringend an die veränderten Bedingungen der Arbeitswelt angepasst werden muss. Ein deutliches Signal wäre die Umstellung der täglichen Höchstarbeitszeit auf eine Wochenarbeitszeit.“

Berlin, 16. Mai 2019

 

 

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Berlin | 15.05.2019

BGA zum BIP: Neue Impulse dringend notwendig

„Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus. Die tragenden Säulen unseres wirtschaftlichen Erfolges schwanken.

Der Außenhandel ist mit steigendem Protektionismus konfrontiert, aber auch viele hausgemachte Probleme belasten die Wirtschaft. Lediglich vom Konsum und der steigenden Beschäftigung kommen noch kräftige Impulse. Die Politik muss Schluss machen mit dem Durchwursteln und die Investitionsschwäche und den technologischen Wandel hierzulande beherzt angehen. Wirtschaftsmodernisierung geht vor Sozialausbau, sonst wird unser Erfolgsmodell zum Auslaufmodell.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute zu den von Destatis veröffentlichen Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Nach Angaben von Destatis ist die deutsche Wirtschaft im 1. Quartal 2019 um + 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um + 0,4 Prozent preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

„Auch wenn wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wirtschaftlich gut da stehen: Bei nüchterner Betrachtung verschlingt die Energiewende Unsummen und steckt der Infrastrukturausbau im Dauerstau. Der Staat muss umsteuern, ganz oben steht eine zeitgemäße Unternehmensbesteuerung mit wettbewerbsfähigen Steuersätzen, um ausreichend Anreize für Investitionen in Deutschland sicherzustellen, gerade in den Bereichen Innovation und Forschung,. Auch die Abschaffung des Solis für alle wäre ein klares Signal, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat“, so Bingmann abschließend.

17, Berlin, 15. Mai 2019

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Berlin | 15.05.2019

BGA bedauert lückenhaften Schutz vor Abmahnmissbrauch im Datenschutz

„Der vorliegende Gesetzesentwurf gegen Abmahnmissbrauch bietet nur einen unzureichenden Schutz vor Abmahnwellen im Datenschutz:

Lediglich kleine und Kleinstunternehmen und vergleichbare Verbände werden damit wirksam vor missbräuchlichen Abmahnungen im Datenschutz geschützt. Viele mittelständische Unternehmen der Handels- und Dienstleistungsbranche leiden jedoch noch immer unter den Unsicherheiten der Datenschutz-Grundverordnung. Für sie besteht weiterhin das Risiko, wegen unerheblicher oder geringfügiger Datenschutzverstöße abgemahnt zu werden.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute anlässlich der Verabschiedung des Entwurfs eines Gesetzes zur Stärkung des fairen Wettbewerbs durch das Bundeskabinett.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen will. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren muss jedoch uneingeschränkt gesetzlich klargestellt werden, dass Datenschutzverstöße nicht abmahnfähig sind“, so Bingmann abschließend.

18, Berlin, 15. Mai 2019

 

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Berlin | 13.05.2019

BGA zur Eskalation der Handelskonflikte: Verbündete gesucht für WTO-Reform

"Die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten mit China ebenso wie mit Europa sind brandgefährlich für die Weltwirtschaft.

Viele Arbeitsplätze und unser wirtschaftlicher Wohlstand hängen vom Zugang deutscher Unternehmen zu Märkten auf der ganzen Welt ab. Deshalb gehört auf die Prioritätenliste der Politik ganz nach oben, sich für die Wiederherstellung solider und verlässlicher Rahmenbedingungen für den globalen Austausch von Waren und Dienstleistungen einzusetzen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute anlässlich des Kongresses

„Europa im Spannungsfeld der großen Wirtschaftsmächte“ der CDU/CSU Bundestagsfraktion. „Eine erfolgreiche Reform der Welthandelsorganisation könnte der Schlüssel dafür sein, viele der derzeitigen Streitigkeiten beizulegen und neue zu verhindern. Mit ihren Reformvorschlägen für die WTO ist die Europäische Union auf dem richtigen Weg. Aber nur mit ausreichend Verbündeten wird es gelingen, Schlupflöcher zu stopfen und der WTO genug Biss zur Durchsetzung ihrer Regeln zu geben. Wir fordern die Regierungen der G20-Staaten auf, sich auf die Seite der Europäer zu schlagen, sich für eine Stärkung regelbasierten Welthandels einzusetzen und die Märkte offen zu halten. Insbesondere China muss mit seinem wachsenden globalen Anspruch auch mehr Verantwortung übernehmen“, so Bingmann weiter.

„Auf keinen Fall darf die EU jetzt in die falschen Verhaltensmuster fallen und selbst im Protektionismus ihr Heil suchen. Bevor die EU in Handelskonflikten mit eigenen Vergeltungsmaßnahmen reagiert, muss eine sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen für die Gesamtwirtschaft erfolgen. Der Einsatz von Vergeltungszöllen als politisches Instrument verursacht auch großen Schaden für Händler, Weiterverwender und Verbraucher der betroffenen Produkte. Zudem entsteht bei einer Spirale wechselseitiger Vergeltung ein erheblicher Kollateralschaden für bis dahin am Konflikt völlig unbeteiligte Wirtschaftsteilnehmer", so Bingmann abschließend.

16, Berlin, 13. Mai 2019

 

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Berlin | 10.05.2019

BGA: Deutscher Außenhandel wächst im ersten Quartal moderat

Das erste Quartal ist in trockenen Tüchern.

Zwar haben die vielen schlechten Nachrichten einige Bremsspuren hinterlassen, aber insgesamt hat sich der deutsche Außenhandel in einem rauen Umfeld gut geschlagen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 118,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent gewachsen. Mit einem Warenwert von 95,6 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch erneut stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 22,7 Milliarden Euro ab.

„Die vielen Risiken für den Welthandel sind nicht zu übersehen. Angefangen bei den heftigen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, die bei einer weiteren Eskalation auch Folgen unsere Wirtschaft haben. Die Entwicklungen rund um das Atom-Abkommen mit dem Iran sind ebenfalls besorgniserregend. Und natürlich sitzt uns immer noch der ungeklärte Brexit im Nacken. Das wir uns für ein starkes Europa einsetzen müssen, zeigen die jüngsten Zahlen: Unsere wichtigsten Handelspartner sind unsere europäische Nachbarn. Der Ausgang der Europawahlen wird daher ganz entscheidend für unsere Zukunft sein. Aber auch die Große Koalition muss ihre Hausaufgaben machen. In Zeiten nachlassender Steuereinnahmen gilt es kluge und langsichtige Entscheidungen zu treffen, die den deutschen Unternehmen den Rücken stärken und damit die Einnahmebasis der Staatsfinanzen verbessern“, so Bingmann abschließend.

15, Berlin, 10. Mai 2019

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Berlin | 08.05.2019

BGA zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Regierung muss Potenzial der Zeitarbeit für Beschäftigung endlich nutzen

Die diskriminierende Sonderregelung für die Zeitarbeit im geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz muss abgeschafft werden.

Will die Bundesregierung das Problem fehlender Fachkräfte wirklich in den Griff bekommen, muss sie die Zeitarbeit für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern öffnen. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind auch in Zeiten des Fachkräftemangels auf das Know-how der Personaldienstleister angewiesen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen könnte die Zeitarbeitsbranche eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) anlässlich der ersten Beratung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes im Deutschen Bundestag.

„Angesichts 1,5 Millionen offener Stellen ist nicht nachzuvollziehen, dass es der Zeitarbeit als einzige Branche verwehrt wird, Menschen mit einer klassischen Berufsausbildung auch außerhalb der EU anwerben zu können. Die Bundesregierung muss jetzt alle Register ziehen, um Engpässe bei der Beschäftigung zu bekämpfen. Dazu muss der Diskriminierungstatbestand im Aufenthaltsgesetz im Gesetzgebungsverfahren abgeschafft werden“, so Bingmann weiter.

„Die Zeitarbeitsbranche ist ein erfolgreiches Vehikel für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt. Sie verschafft den Unternehmen die dringend benötigten Fachkräfte und bietet Menschen eine berufliche Perspektive. Dieses Erfolgsmodell gilt es auch bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten fortzusetzen“, so Bingmann abschließend.

14, Berlin, 8. Mai 2019

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Berlin | 15.04.2019

Zum Ratsbeschluss für die Aufnahme von Verhandlungen mit den USA erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Der Abbau von Zöllen auf Industriegüter und eine engere regulatorische Kooperation zur Angleichung von Industriestandards würde der Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks

einen deutlichen Schub geben. Wir verbinden damit die große Hoffnung, dass die Verhandlungen dazu führen werden, die aktuellen Handelskonflikte mit den USA zu befrieden. Die Gespräche sind eine große Chance, da man sich auf Sachebene mit einem Land an einen Tisch setzen wird, das in letzter Zeit mehr an Konfrontation als an freiem Handel interessiert war. In dem aktuellen politischen Klima scheint der Abschluss eines Industriegüterabkommens das maximal Mögliche. Bedauerlich ist, dass das neue Mandat keine Verhandlungen über ein umfassenderes Freihandelsabkommen beinhaltet. Die Handelsbarrieren für Agrargüter werden auf unbestimmte Zeit weiter Bestand haben und deutsche Unternehmen werden weiterhin bei öffentlichen Aufträgen in den USA benachteiligt werden.“ 

Berlin, 15. April 2019

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Berlin | 11.04.2019

Zum Ergebnis des EU-Sondergipfels zum Brexit erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Die EU hat sich für das kleinere Übel entschieden. Mit Chaos wäre niemandem gedient.

Der wirtschaftliche Preis dafür ist, dass die Unternehmen dies- und jenseits des Kanals in den kommenden Monaten weiter in der Luft hängen, was die Ausgestaltung der künftigen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen betrifft. Diese lähmende Ungewissheit trübt die Stimmung und hinterlässt konjunkturelle Spuren beiderseits des Kanals.“

Berlin, 11. April 2019

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Berlin | 08.04.2019

BGA: Gedämpftes Wachstum im Außenhandel

Der moderate Exportzuwachs entspricht unserem Erwartungshorizont und ist Ausdruck der kritischen Situation, in der sich die Weltwirtschaft aktuell befindet.

Dem kann sich auch der deutsche Außenhandel nicht entziehen. Immerhin fangen die übrigen EU-Länder derzeit den durch den drohenden Brexit bedingten Rückgang der Exporte in das Vereinigte Königreich auf.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2019 bekannt gegeben.Demnach wurden Waren im Wert von 108,8 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent gewachsen. Mit einem Warenwert von 90,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 5,1 Prozent gestiegen. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 17,9 Milliarden Euro ab.

„Die Ungewissheit aufgrund der vielen ungelösten Konflikte schlägt sich in den Auftragsbüchern nieder. Trotz einzelner Fortschritte ist ein Ende des lähmenden Schwebezustands nicht abzusehen: Die Beilegung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China ist weiter offen und auch das Damoklesschwert der US-Strafzölle auf Autos sowie unmittelbarer EU-Gegenmaßnahmen hängt nach wie vor über den Unternehmen. Zudem sorgt das immer wieder verschobene Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU für Irritationen. Zumindest hier brauchen wir baldmöglichst Klarheit über das künftige Verhältnis“, so Bingmann abschließend.

13, Berlin, 8. April 2019

 

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Berlin | 28.03.2019

BGA: Europa am Scheideweg - Staatsinterventionismus und offensive Industriepolitik als Allheilmittel?

Ein „China light“ ist keine Option für uns! Keinesfalls dürfen wir Europa zu einer Trutzburg ausbauen.

Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass wir Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen, wenn wir uns national oder europäisch abschotten – das gilt in Richtung der Populisten allerorten genauso wie mit Blick auf industriepolitische Vorstellungen in Brüssel und neuerdings auch in Berlin. Die wettbewerbsfeindlichen Töne, die wir vernehmen, würden Europa schwächen und nicht etwa stärken.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Frühjahrspressekonferenz des Verbandes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Wachstumstempo stark gebremst

„Angesichts der zahlreichen handels- und sicherheitspolitischen Turbulenzen im vergangenen Jahr hat sich der deutsche Außenhandel 2018 durchaus positiv entwickelt. Gleichwohl haben diese Turbulenzen ihre Spuren hinterlassen: So wurden die Werte von 2017 übertroffen und neue Rekorde erzielt, jedoch hat sich die Wachstumsrate unserer Exporte mehr als halbiert“, so Bingmann.

Die deutschen Exporte sind 2018 um 3 Prozent auf 1.317,9 Milliarden Euro gestiegen. Größter Exportmarkt war dabei erneut Europa mit 900,2 Milliarden Euro. Die tragende Säule dieses Handels sind die Wirtschaftsbeziehungen mit den EU-Ländern: 3,8 Prozent mehr deutsche Waren gingen 2018 in europäische Mitgliedsstaaten (778,6 Milliarden Euro). Wichtigster Zielmarkt für deutsche Ausfuhren bleiben die USA, die allerdings nur um 1,5 Prozent wuchsen auf einen Wert von 113,5 Milliarden Euro. Hier habe die erratische Politik von Präsident Trump deutliche Spuren hinterlassen. Währenddessen wächst unsere wirtschaftliche Verflechtung mit China, unserem wichtigsten Handelspartner, weiter: 2018 betrug das bilaterale Handelsvolumen 199,3 Milliarden Euro (+6,1%).

Aktuell sieht der BGA noch immer Potential für ein Wachstum der deutschen Exporte von bis zu 3 Prozent im laufenden Jahr, was jedoch an einige Vorbedingungen geknüpft ist, wie beispielsweise keine weitere Verschärfung des Brexit-Dramas sowie der US-Handelskonflikte mit China und Europa.

China-Phobie unnötig

„Wir sollten nicht hysterisch werden, es gibt keinen Grund für die aktuelle China-Phobie. Schließlich ist Deutschland nicht Opfer, sondern einer der größten Profiteure des ökonomischen Aufstiegs Chinas, der tatsächlich atemberaubend ist. Zugleich ist es gelungen, hunderte Millionen Menschen aus der Armut zu befreien. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ist somit ein Paradebeispiel für die Vorteile, die Globalisierung haben kann“, unterstrich der BGA-Präsident.

„Gleichwohl halten wir die Debatte, wie europäische und insbesondere auch deutsche Firmen im globalen Wettbewerb mit staatlich gepäppelten Unternehmen, beispielsweise aus China, bestehen können, für richtig und überfällig. Von den bisher vorgeschlagenen Maßnahmen sind wir jedoch nicht überzeugt. Vielmehr scheint der Geist französischer Wirtschaftspolitik mit deren nationalen Champions in Berlin und Brüssel zu verfangen. Stellt man aber die wirtschaftliche Entwicklung und die Perspektiven Deutschlands mit seiner traditionell zurückhaltenden Industriepolitik und Frankreichs gegenüber, muss man vor dieser Entwicklung laut warnen – ganz davon abgesehen, dass wir eine ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfung vermissen, die auch Handel und Dienstleistung integriert“, so Bingmann weiter.

Er warnte eindringlich davor, als Antwort auf die aggressiven, nationalen Industriepolitiken in den USA und China vom bisherigen Erfolgsmodell abzukehren und sich einer eigenen nationalen Industriestrategie hinzuwenden, die einen Staatsinterventionismus zum Ziel zu haben scheine. Das vertrage sich jedoch nicht mit dem berechtigten Vorwurf des Protektionismus an andere. Anstatt den Mittelstand zu stärken, werde unter anderem das Ziel formuliert, Großkonzerne vor Wettbewerb und Übernahmen zu schützen. Seine feste Überzeugung sei, dass der Staat den Märkten und privaten Investoren bei der Auswahl wettbewerbsfähiger bzw. förderungswürdiger Sektoren oder gar Unternehmen nicht überlegen ist.

„Anstatt unsere Wirtschaft abzuschotten, sollten wir alles unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen international zu verbessern. Hierzu zählen deutlich stärkere Investitionen in die eigene digitale Infrastruktur wie die Verkehrsinfrastruktur, die Grundlagenforschung aber auch in die Aus- und Weiterbildung sowie verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups, damit die Ideen, die ja in Deutschland und Europa existieren, wachsen und Marktreife erreichen können und in einem funktionierenden europäischen Binnenmarkt skaliert werden können. Die Reform des Unternehmenssteuerrechts wird seit Jahren nicht angegangen, obwohl sie dringend notwendig ist, um ausreichend Anreize für Investitionen in Deutschland, gerade auch in Innovation und Forschung, sicherzustellen“, kritisierte der BGA-Präsident.

„Das überaus erfolgreiche Friedens- und Wohlstandsprojekt Europa steht unter einem noch nie dagewesenen Druck. Mit Nationalismus, Protektionismus, Aufgabe der Freiheiten, die Europa entwickelt und groß gemacht hat, werden wir keine Antworten auf die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts finden. Wir würden von den großen Mächten - wirtschaftlich und politisch - von China, USA und Russland, zerrieben werden. Damit würden nicht nur wir untergehen, sondern auch unsere Werte“, mahnte Bingmann abschließend.

12, Berlin, 28. März 2019

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 25.03.2019

BGA: Wirtschaftliche Verflechtung mit China wächst – internationale Regelwerke müssen verbessert werden

„Über die letzten Jahrzehnte hat sich China in kürzester Zeit zu einer der maßgeblichen Volkswirtschaften entwickelt.

Europa ist der wichtigste Handelspartner für China, und China der zweitwichtigste der EU. Mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung unterstreicht China eindrucksvoll, dass der Zugang zu den internationalen Märkten und Globalisierung die Armut deutlich reduzieren kann. Nach dem Beitritt zur WTO hatte man angenommen, dass sich die chinesische Wirtschaft weiter öffnen wird. Stattdessen hat sich eine Staatswirtschaft mit marktwirtschaftlichen Elementen etabliert. Die Trennung von Partei und Staat gibt es nicht mehr. Damit hat sich China selbst von einigen seiner Erfolgsprinzipien gelöst.“ sagt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum anstehenden Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping.

„Die chinesischen Unternehmen stellen sich als zunehmende Herausforderung auch für die deutschen Unternehmen dar. Zunächst einmal begrüßen wir diesen Wettbewerb. Er muss gleichwohl auf der Grundlage gleicher Regeln erfolgen und hier liegt Chinas Verantwortung, im Rahmen eines fairen internationalen Regelwerks zu agieren. Und genau hier gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf insbesondere mit Blick auf Subventionen beispielsweise durch Staatsunternehmen China“, so Bingmann weiter.

„Wir sind nicht naiv, jedoch dürfen wir nicht den Fehler machen uns abzuschotten und das Heil in nationalem Staatsinterventionismus suchen. Es gibt ein europäisches und internationales Regelwerk, das dringend reformiert werden muss, um diesen Herausforderungen etwas entgegen zu setzen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission, die auf die Einhaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien pochen. Wenn wir dieses Potential gemeinsam nutzen, dann werden wir unsere europäischen Interessen auch kraftvoll gegenüber anderen Staaten vertreten können. Alleingänge sind hier wenig hilfreich“, so Bingmann abschließend.

11, Berlin, 22. März 2019 

 

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Berlin | 13.03.2019

BGA: Dienstleistungssektor wächst kräftig und stützt Konjunktur

"Deutschland entwickelt sich zu einem führenden Dienstleistungsstandort.

Services rund um Unternehmen, um Produkte und Technologien werden immer wichtiger für den Erfolg unserer Volkswirtschaft. Innerhalb von zehn Jahren sind Umsätze und Beschäftigung um ein Drittel gestiegen." Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Quartalszahlen zu Umsätzen und Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Umsätze im 4. Quartal 2018 um 4,0 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent. Den größten Umsatzanstieg verzeichneten dabei die Informationsdienstleistungen mit 11,8 Prozent.

„Zwei Erkenntnisse drängen sich auf: Dass die EU sich bei einem so wichtigen Zukunftsthema wie einer Digitalsteuer nicht einigen kann, zeigt die wahren Probleme der Gemeinschaft. Das sind nicht der Mangel an politischem Schutz für Unternehmen, das Fehlen eines europäischen Mindestlohns oder einer europäischen Grundsicherung. Ziel muss vielmehr sein, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Europas zu stärken – nicht zuletzt, um auch künftig weiter auf Augenhöhe mit China und den USA sprechen zu können. Die Vorstellungen für eine deutsche Industriepolitik führen ebenfalls in die falsche Richtung. So wichtig auch für unsere B2B-Dienstleister die Industrie als Auftraggeber ist; das Rückgrat bilden die weit über 1.000 meist unbekannten, mittelständischen Weltmarktführer – sie bedürfen einer Aufmerksamkeit durch die Politik anstatt einer Vorgabe von Zielwerten. Eine zeitgemäße Besteuerung der Unternehmen, die sich der Höhe nach an den Entwicklungen in anderen Industrieländern und dynamischen Volkswirtschaften orientiert, wäre ein erster wichtiger Schritt“, so Bingmann abschließend.

10, Berlin, 13. März 2019 

 

 

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Berlin | 12.03.2019

BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zum gescheiterten Brexit-Abkommen im britischen Parlament

Der Schrecken ohne Ende geht weiter, ein weiterer verlorener Tag für Großbritannien und Europa.

Die Zugeständnisse der EU waren umsonst, das britische Parlament hat einmal mehr die Premierministerin auflaufen lassen. Wahrscheinlich wird das innerbritische Pokern bis Ende März andauern. Allein die anhaltende Unsicherheit ist verheerend für die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Grundlegende Fragen zu Zolldokumenten oder Produktregistrierungen sind, keine drei Wochen vor dem möglichen Austritt, auch noch offen. Immer mehr Unternehmen schließen daher keine langfristigen Lieferverträge mehr ab. Importeure suchen längst nach alternativen Bezugsquellen, um den möglichen Ausfall britischer Lieferanten kompensieren zu können, oder sie beziehen die Waren zwar von demselben Hersteller, aber aus anderer Fertigung, die sich auch nach Ende März noch mit Sicherheit in der EU befindet. Diese Hängepartie kennt keine Sieger.“

Berlin, 12. März 2019

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Berlin | 11.03.2019

BGA: Moderater Jahresauftakt im Außenhandel

„Angesichts der düsteren Konjunkturprognosen sind wir mit dem moderaten Start in das laufende Jahr 2019 ganz zufrieden.

Erneut haben sich die Importe deutlich besser entwickelt, sollte dies anhalten, wird sich der immer wieder in Kritik stehende Außenhandelsüberschuss weiter verringern. Ohnehin liegen die Konjunkturrisiken ganz woanders.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Januar 2019 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent gewachsen. Mit einem Warenwert von 94,4 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch erneut gestiegen, im Vorjahresvergleich um 5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 14,5 Milliarden Euro ab.

„Das schwache Exportwachstum spiegelt die konjunkturelle Eintrübung bereits wider. Natürlich lassen sich die Abwärtsrisiken nicht leugnen. Der Brexit steht kurz bevor und das nach wie vor ohne verlässlichen Fahrplan. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas, symbiotisch mit dem Erfolg der deutschen Außenwirtschaft, kühlt ab. Auch für die EU und Deutschland werden beinahe täglich Konjunkturkorrekturen nach unten vorgenommen. Wir sollten tunlichst vermeiden, uns gedanklich in einer Negativspirale zu verfangen. Wichtig ist es, dieser Situation proaktiv und mit konkreten Impulsen entgegenzutreten - wie mit einer überfälligen Unternehmensteuerreform. Im internationalen Wettbewerb brauchen wir zudem insbesondere ein starkes Europa –subsidiär und nicht zentralistisch, eines, das nicht mit unnötigem Bürokratieaufbau belastet“, so Bingmann abschließend.

9, Berlin, 11. März 2019 

 

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Berlin | 05.03.2019

BGA: Großhandel mit solidem Jahresergebnis – Ausblick 2019 verhalten

Dank einer Stabilisierung im Schlussquartal hat der Großhandel ein solides Jahresergebnis erzielt.

Der in der Summe zwar positive Jahresabschluss kann jedoch nicht verschleiern, dass die Dynamik gegenüber dem Vorjahr deutlich nachgelassen hat. Zudem verlief das Geschäftsjahr 2018 in den verschiedenen Teilbranchen sehr uneinheitlich. So hat sich der Handel mit Produktions- und Investitionsgütern deutlich besser entwickelt als der Konsumgüterhandel. Auch resultiert ein maßgeblicher Teil des Zuwachses von insgesamt 3,6 Prozent aus steigenden Preisen infolge knapper Ressourcen und erhöhter Energiekosten.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Großhandelszahlen für das Gesamtjahr 2018.

Der Großhandel in Deutschland konnte im 4. Quartal 2018 seine Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,3 Prozent nominal und 1,4 Prozent real steigern. Der Konsumgütergroßhandel konnte dabei 2,4 Prozent nominal und 1,5 Prozent real zulegen und der Großhandel mit Investitionsgütern und Rohstoffen um 5,0 Prozent und 0,4 Prozent real. Im Dezember 2018 verzeichnete der Großhandel ein Wachstum von 3,7 Prozent, verkaufte aber real 1,8 Prozent weniger.

„Verbunden mit der verhaltenen Einschätzung der Großhändler zum Jahreswechsel sind dies keine erfreulichen Signale für 2019, da der Großhandel wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung von Industrieproduktion und Export ist. Die Politik ist also dringend gefordert, mehr für die Stärkung von Dynamik und Stimmung in der Wirtschaft zu tun. Das wirtschaftliche als auch das wirtschaftspolitische Umfeld überzeugt die Unternehmen nicht, zusätzliche Investitionen zu tätigen. Zudem kämpfen sie mit fehlenden Fachkräften und Auszubildenden. Ein wichtiger Hebel bleibt die Reform der Unternehmensbesteuerung, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Bingmann abschließend.

8, Berlin, 5. März 2019

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Berlin | 27.02.2019

BGA und DEHOGA: Bundesumweltministerin unterstützt gemeinsames Klimaschutzprojekt

BGA und DEHOGA werten neues Verbundprojekt als „entscheidendes Signal und eine wertvolle Unterstützung für nachhaltiges Wirtschaften“.

Erfolgreicher Klimaschutz gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Auch und gerade die Wirtschaft kann dazu ihren aktiven Beitrag leisten. Am Dienstag stellten der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sowie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) ihr neues Verbundprojekt zu Klimaschutz und Energieeffizienz der Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor. Gemeinsames Anliegen der Verbände ist die qualifizierte Information und Beratung der Betriebe zu Energieeffizienzpotenzialen und Klimaschutz. Das im Herbst 2018 gestartete Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützt sowie finanziell gefördert und ist zunächst für drei Jahre ausgelegt. Im Fokus der Zusammenarbeit von BGA und DEHOGA stehen der Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch, das Nutzen von Synergien sowie das Entwickeln praxisorientierter Hilfestellungen für ein erfolgreiches Um-weltmanagement der Betriebe. Dabei liegen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Energiekampagne Gastgewerbe zugrunde, die bereits 2006 vom DEHOGA Bundesverband zusammen mit dem Bundesumweltministerium ins Leben gerufen wurde.

„Ökonomie und Ökologie sind heute kein Widerspruch mehr“, erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des BGA, das Engagement des Groß- und Außenhandels. „Eine höhere Energieeffizienz ist die passende Antwort auf steigende Energiepreise und den fortschreitenden Klimawandel gleichermaßen sowie ein entscheidender Weg, sich Wettbewerbsvorteile zu sichern – zugleich aber auch eine Her-ausforderung für viele mittelständische Unternehmen.“ Mit hilfreichen Informationen will der Verband seinen Mitgliedern einen echten Mehrwert bieten und passgenaue Unterstützung leisten. „Zu unseren ersten Aufgaben gehören dazu die Bündelung bereits etablierter Einzelaktivitäten im Bereich Energieeffizienz, die Erstellung einer Website, das Entwickeln von Leitfäden, Checklisten und Online-tools sowie die Organisation von Veranstaltungen“, so Bingmann.

„Gutes tun, dabei Geld sparen und Wettbewerbsvorteile sichern – das funktioniert“, bestätigt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes. Die Energiekampagne Gastgewerbe war die erste Klimaschutzvereinbarung einer Dienstleistungsbranche und habe sich zu einer „echten Erfolgsgeschichte“ entwickelt. 

„Tausende Unternehmer folgen heute den Handlungsempfehlungen der Energiekampagne“, berichtet Hartges und verweist auf eine Reihe von Materialien, Tools und Maßnahmen wie Energiesparblätter und Newsletter, Energieberater-Kooperationen, Energietische, Energieeffizienznetzwerke und ein virtuelles und interaktives Hotel-Restaurant, die in den letzten 13 Jahren erfolgreich eingesetzt wurden. Umwelt- und Klimaschutz hätten in Gastronomie und Hotellerie naturgemäß eine hohe Bedeutung. „Als Hauptleistungsträger des Tourismus ist unsere Branche auf besondere Weise auf nachhaltiges Wirtschaften und eine intakte Umwelt angewiesen.“ Auch immer mehr Gäste erwarteten ein umweltbewusstes und verantwortungsvolles Handeln. „Nicht selten sind ökologische Aspekte heute ein wichtiges Buchungskriterium“, so Hartges. „Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen aus der Energiekampagne Gastgewerbe weiterzugeben und unsere Kampagne weiterzuentwickeln. Wirklich erfolgreich können wir nur sein, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Die Energiekampagne Gastgewerbe erreicht 222.000 gastgewerbliche Betriebe mit über zwei Millionen Beschäftigten. Die Energieeffizienz-Kampagne des Groß- und Außenhandels will 125.000 Unternehmen mit fast zwei Millionen Beschäftigten wirkungsvoll unterstützen. Um beide Kampagnen noch erfolgreicher zu gestalten, haben sich die Verbände auf eine intensive Zusammenarbeit verständigt. Im Rahmen des Verbundprojekts zu Klimaschutz und Energieeffizienz sind regelmäßige Arbeitstreffen, die gegenseitige Berichterstattung über den Fortgang der Kampagnen, die Vernetzung der Energieexperten sowie gemeinsame Publikationen und Leitfäden, unter anderem zum Thema Elektroladesäulen, geplant. Garant für eine reibungslose Kommunikation und Abstimmung ist zudem ein aus beiden Verbänden besetzter Kampagnenbeirat. Das neue Verbundprojekt werten BGA und DEHOGA als „entscheidendes Signal und eine wertvolle Unterstützung für nachhaltiges Wirtschaften.“

Berlin, 27. Februar 2019

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Foto: BMU/Sascha Hilgers

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Berlin | 21.02.2019

BGA zum Rekordhoch bei offenen Stellen: Zeitarbeit zur Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten nutzen

„Fast 1,5 Millionen offene Stellen sind eine Riesenhypothek für Deutschland in einem ohnehin schwierigen Wachstumsumfeld.

Angesichts dieses neuen Rekordhochs erwarten die Handels- und Dienstleistungsunternehmen von der Politik, dass sie Hürden für die Rekrutierung von Fachkräften abbaut. Dass die Zeitarbeit benachteiligt wird und es ihr als einzige Branche verwehrt wird, Menschen mit einer klassischen Berufsausbildung auch außerhalb der EU anwerben zu können, ist in diesem Kontext völlig unverständlich und nicht hinnehmbar. Dieser Diskriminierungstatbestand im Aufenthaltsgesetz muss abgeschafft werden, damit die Zeitarbeit genauso arbeiten kann wie alle anderen Branchen.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) anlässlich der jüngsten Ergebnisse der Stellenerhebung durch das IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit für das Schlussquartal 2018.

„Die Zeitarbeitsbranche ist ein erfolgreiches Vehikel für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt. Sie verschafft den Unternehmen die dringend benötigten Fachkräfte und bietet Menschen eine berufliche Perspektive. Dieses Erfolgsmodell soll sich auch bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten fortsetzen“, so Bingmann weiter.

„Wenn die Bundesregierung das Problem fehlender Fachkräfte wirklich in den Griff bekommen will, sollte sie die Zeitarbeit für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern öffnen. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind auch in Zeiten des Fachkräftemangels auf das Know-how der Personaldienstleister angewiesen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen könnte die Zeitarbeitsbranche eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Damit es nicht zu Personalengpässen kommt, muss die diskriminierende Sonderregelung für die Zeitarbeit im geplanten Fachkräfteeinwanderungesetz abgeschafft werden“, so Bingmann abschließend.

7, Berlin, 21. Februar 2019

 

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Berlin | 08.02.2019

BGA: Deutscher Außenhandel wächst trotz handelspolitischer Turbulenzen

Trotz der vielen handels- und sicherheitspolitischen Turbulenzen hat sich der deutsche Außenhandel im Gesamtjahr 2018 positiv entwickelt.

Auch wenn die Werte des Vorjahres übertroffen wurden, konnten die Wachstumsraten von 2017 nicht erreicht werden. Hier merkt man, dass die internationalen Krisen und die konjunkturelle Eintrübung ihre Spuren hinterlassen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Dezember 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden im Dezember Waren im Wert von 96,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 82,1 Milliarden Euro importiert. Für das Gesamtjahr 2018 heißt dies, dass insgesamt Waren im Wert von 1.317,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.090,0 Milliarden Euro importiert wurden. Damit betrug das Exportwachstum im Vorjahresvergleich 3,0 Prozent und das Importwachstum sogar 5,7 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 227,8 Milliarden Euro ab und verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro.

„Dies bestätigt uns, mit Vorsicht auf die Entwicklungen in diesem Jahr zu blicken. International schwebt nicht nur das Damoklesschwert der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen den USA und China über uns. Auch die möglichen Folgen eines harten Brexits werden ihre Auswirkungen auf Unternehmensentscheidungen haben. Zusammen mit der sich abschwächenden Konjunktur rechnen wir daher bei den Exporten mit einer Wachstumsentwicklung von bis zu 3 Prozent. Die Zahlen für 2018 zeigen aber auch, welche Bedeutung die EU für deutsche Unternehmen hat. Wir hoffen daher für die Europawahlen im Mai auf einen Ausgang, der die EU als einen internationalen Player in Wirtschaft und Politik stärkt“, so Bingmann abschließend.

6, Berlin, 8. Februar 2019

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Berlin | 04.02.2019

Zum Vorschlag der Einführung einer Grundrente von Bundessozialminister Hubertus Heil erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

Trotz ungeheurer Kosten kann die Grundrente Altersarmut nicht zielgerichtet vermeiden.

 

Wie schon bei der Mütterrente und der Rente mit 63 würden manche stark profitieren und viele gar nicht. Das ist ungerecht und unausgegoren. Vertrauen in ein stabiles und generationengerechtes Alterssicherungssystem kann so nicht hergestellt werden. Händler und Dienstleister sind besorgt, dass erneut teure Rentenleistungen nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Die Zeche müssten die jungen Generationen zahlen. Vielmehr sollten vorhandene Gelder zielgerichtet zur Vermeidung von Altersarmut eingesetzt werden. Das setzt ein differenziertes, an der Bedürftigkeit der Menschen orientiertes Konzept voraus.“

Berlin, 4. Februar 2019

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Berlin | 01.02.2019

BGA zum INSTEX-Zahlungssystem: Wichtiges Zeichen für die außenwirtschaftliche Souveränität Europas

Mit dem EU-Zahlungssystem INSTEX unterstreicht Europa seinen Anspruch auf außenwirtschaftliche Souveränität.

Das "Instrument in Support of Trade Exchanges", um trotz US-Sanktionen noch Iran-Geschäft zu machen, ist völlig legitim und ein wichtiges Signal der Verlässlichkeit an Europas Handelspartner in der ganzen Welt. Die gemeinsame Haltung der Mit-Unterzeichner Deutschland, Frankreich und Großbritannien hat somit erstmals eine konkrete Gegenmaßnahme hervorgebracht, die unterstreicht, dass die EU nicht bereit ist, eine übergriffige Sanktionspolitik Dritter einfach hinzunehmen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum neuen EU-Zahlungssystems INSTEX, in Reaktion auf die US-Sanktionspolitik gegen den Iran.

„Dennoch bleiben noch Fragen in der genauen Ausgestaltung offen. Derzeit scheint die Verrechnungsstelle auf die Einnahmen aus europäischen Ölgeschäften mit dem Iran zu bauen, die aktuell von US-Sanktionen ausgenommen sind. Ändert sich das jedoch, versiegt die Geldquelle und das Konstrukt dürfte nicht mehr funktionsfähig sein“, so Bingmann weiter. „Darüber hinaus ist dies leider nur eine Teilantwort auf die nach wie vor bestehende Problematik. Es bleibt dabei, dass die Extraterritorialität von US-Sanktionen dauerhafte Auswirkungen auf deutsche Unternehmen mit US-Bezug hat. So hilft dieses Instrument nicht aus dem Dilemma, Geschäftspotenziale unter Berücksichtigung aller Sanktionsrisiken gegeneinander abzuwiegen und sich für einen Markt entscheiden zu müssen. Man muss kein Prophet sein um zu ahnen, wie diese Entscheidung in den allermeisten Fällen ausgeht“, so Bingmann abschließend.

5, Berlin, 1. Februar 2019

 

 

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Berlin | 30.01.2019

BGA zum Jahreswirtschaftsbericht: Mehr Mut zur Erneuerung des Standorts Deutschland

Der strukturverändernde technologische Fortschritt wie die konjunkturelle Abkühlung erfordern mehr Tempo bei der Modernisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die aktuell gedämpfte Stimmung birgt ein Gefahrenpotenzial, wenn nicht zügig und entschlossen gehandelt wird. Mehr denn je brauchen wir eine strategische Wirtschaftspolitik, damit die Unternehmen sich auch in Zukunft den internationalen Herausforderungen des Wettbewerbs in der Spitzengruppe stellen können. Ganz nach oben auf der Agenda gehört die Modernisierung des Unternehmensteuerrechts.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichtes 2019.

„Es gilt rechtzeitig steuerliche Impulse gegen die konjunkturelle Abschwächung zu setzen – und Deutschland kann sie sich auch leisten. Zudem ist Steuerpolitik auch Standortpolitik. Soll Deutschland weiterhin ein attraktiver Standort bleiben, ist jetzt Handlungsbedarf geboten. Die durchschnittlichen Steuerbelastungen der Unternehmen liegen im internationalen Vergleich inzwischen an der Spitze. Zudem müssen Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz und Plattformökonomie als Chance für unsere Volkswirtschaft begriffen werden. Hier haben wir einen großen Nachholbedarf. Die Entwicklung muss durch steuerliche Anreize und den Ausbau der Infrastruktur beschleunigt werden“, so Bingmann abschließend.

4, Berlin, 30. Januar 2019

 

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Berlin | 15.01.2019

BGA bedauert Brexit-Entscheidung: Wider alle Vernunft

Das Votum des Unterhauses des britischen Parlaments ist wider alle Vernunft.

 

Bis zuletzt hat Brüssel Brücken gebaut, über die das Vereinigte Königreich leider nicht gegangen ist. Und wir werden sie auch nach dieser desaströsen Entscheidung nicht einreißen. Es muss nun die Aufgabe der EU sein, deutlich zu machen, dass den Briten unter den Bedingungen des gemeinsamen Binnenmarktes die Tür zur EU auch künftig jederzeit offen steht. Die Politik muss alles daransetzen, dass dieses verhängnisvolle Votum der Anfang vom Ende des Brexits ist.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Ablehnung des mit der EU verhandelten Austrittsabkommens durch das Parlament des Vereinigten Königreiches.

„Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden wir nun am 29. März einen harten, unkontrollierten Brexit erleben – ohne Übergangsregeln und ohne Handelsabkommen. Für die Bürger und die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals bedeutet die Ablehnung des Deals von Premierministerin May den Eintritt des denkbar schlechtesten Szenarios. Überall an den Grenzen zu Großbritannien drohen bald Kontrollen den Warenfluss zu stoppen, und das abrupte Ausscheiden aus dem gemeinsamen Regelwerk wird in allen Bereichen Chaos verursachen. Mit dieser Entscheidung hat die Mehrheit der Abgeordneten ihrem Land einen Bärendienst erwiesen, unter dessen Folgen es deutlich mehr leiden wird als die EU. Die Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, da keine der Heilsversprechungen der Austrittsbefürworter zum Zeitpunkt der Abstimmung noch Bestand hatte“, so Bingmann abschließend.

3, Berlin, 15. Januar 2019

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Berlin | 15.01.2019

BGA zum BIP 2018: Schwieriges Umfeld zehrt an wirtschaftlicher Dynamik

Das Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2018 sendet die klare Botschaft: Die rosigen Wachstumszeiten der vergangenen zehn Jahre laufen aus.

Das Umfeld wird rauer und verlangt den Unternehmen erhebliche Anstrengungen ab, um ihre Wettbewerbsposition zu halten. Es wäre daher ein wichtiges Signal, dass sich die Politik wieder stärker um die wirtschaftliche Entwicklung und Standortfragen kümmert.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Vorstellung der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2018. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr 2018 nur noch um 1,5 Prozent gestiegen, nach 2,2 Prozent im Jahr 2017.

„Der Konsumsektor ist erfreulicherweise eine tragende Säule. Fundament der hohen Beschäftigung sind jedoch technologischer Vorsprung, Innovationen und Investitionen in die Zukunft. Hier muss mehr und schneller gehandelt werden, damit wir auch weiter 45 Millionen Beschäftigten eine berufliche Zukunft sichern können. Wir brauchen schnelle und leistungsfähige Netze nicht nur in der IT, sondern auch im Verkehrswesen – und wir brauchen ebenso investitionsfördernde Signale bei Steuern und eine klare Kostenbegrenzung bei den sozialen Sicherungssystemen“, so Bingmann abschließend. 2, Berlin, 15. Januar 2019

 

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Berlin | 09.01.2019

BGA: Deutscher Außenhandel im risikoreichen Umfeld

Das Auf und Ab im Außenhandel in den vergangenen Monaten geht weiter.

"Die Weltkonjunktur ist belastet durch den Handelskonflikt zwischen den größten Volkswirtschaften USA und China und den damit verbundenen Risiken. Noch sind die Exporte stabil, aber die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung mehren sich. Lediglich der Anstieg der Importe ist in diesem Zusammenhang eine gute Nachricht, denn er signalisiert einen robusten Konjunkturverlauf hierzulande.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 116,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Mit einem Warenwert von 95,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch erneut gestiegen, im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,5 Milliarden Euro ab.

„Besonders der Brexit, der mit jedem Tag näher rückt und immer noch keine Einigung vorweisen kann, verunsichert ungemein. Das spiegelt sich auch in unseren Exporten nach Großbritannien wider, die stark zurückgegangen sind. Umso mehr hoffen wir, dass Premierministern May in der kommenden Woche eine parlamentarische Mehrheit für den ausgehandelten Brexit-Deal bekommt“, so Bingmann abschließend.

1, Berlin, 9. Januar 2019

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Berlin | 18.12.2018

BGA: Handel startet mit gedämpften Erwartungen in das Jahr – Staat und Unternehmen besser aufstellen

Nach einem Jahr der gemischten Gefühle und Entwicklungen gehen wir mit gedämpften Erwartungen ins neue Jahr.

Das liegt nicht nur an dem getrübten internationalen Umfeld. Vielmehr ging dem Großhandel nach einem starken ersten Halbjahr die Kraft aus. Und nachdem der Großhandel ein wichtiger Indikator und Grundlage für die Industrie- und Exportentwicklung ist, deutet dies darauf hin, dass der konjunkturelle Scheitelpunkt überschritten ist – zumal die Großhändler ihre Aussichten in unserer aktuellen Unternehmerumfrage zurückhaltender als noch im Sommer bewerten.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Indikator am Scheideweg

Der BGA-Großhandelsindikator ist zum Jahreswechsel 2018/19 trotz solider Lage spürbar um sieben Punkte gesunken auf knapp über 124 Punkte. Schätzen die Unternehmer die Lage mit 132 Punkten in etwa auf Vorjahresniveau ein, sind die Erwartungen deutlich zurückgegangen. Dieser Teilindikator fiel um rund 16 Punkte auf nur noch 117 Punkte. Ursächlich hierfür sind ausreichende Kapazitäten bei rückläufigen Auftragseingängen. Sowohl das wirtschaftliche als auch das wirtschaftspolitische Umfeld überzeugen die Unternehmen nicht, zusätzliche Investitionen zu tätigen. Zudem monieren sie vor allem Geschäfts- und Investitionshürden sowie das Fehlen von Fachkräften und Auszubildenden in Deutschland.

Der BGA rechnet vor diesem Hintergrund im Großhandel für das laufende Jahr 2018 mit einem realen Wachstum von 0,6 Prozent und einem nominalen Wachstum von gut 3 Prozent. Dies ergibt einen neuen Umsatzrekord von fast 1.300 Milliarden Euro – wobei eben ein nicht unerheblicher Teil des Zuwachses auf steigenden Preisen infolge knapper Ressourcen und erhöhter Energiekosten basiert.

Die Preisentwicklung wird nach BGA-Einschätzung auch 2019 anhalten, die Umsätze aber auf Grund des verhaltenen Ausblicks nur um 2,5 Prozent steigen und der reale Zuwachs sogar lediglich 0,1 Prozent betragen. Nominal ergibt dies ein Umsatzvolumen in Höhe von 1.327 Milliarden Euro im kommenden Jahr 2019.

Die nachlassende Dynamik schlägt sich auch auf die Gesamtwirtschaftsleistung nieder. Hier erwartet der BGA für 2019 einen Anstieg von real 1,3 Prozent nach einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent im laufenden Jahr 2018 und noch 2,2 Prozent 2017.

Politisches und staatliches Handeln beschleunigen

„Es gilt politisches und staatliches Handeln zu beschleunigen, um bei dem Veränderungstempo des digitalen Wandels mitzukommen und nicht abgehängt zu werden. Unternehmensinvestitionen in Höhe von 1.200 Milliarden Dollar weltweit, allein in diesem Jahr, befeuern diesen Wandel“, so der BGA-Präsident. Hier müsse die Politik ansetzen: Staat und Unternehmen besser aufstellen und sie agiler machen, anstatt die Steuergelder mit der Gießkanne großzügig zu verteilen.

Auf der Prioritätenliste der Unternehmen steht der Ausbau der digitalen Infrastruktur ganz weit vorne. Mehr als jedes zweite Unternehmen sieht hier den dringendsten politischen Handlungsbedarf. Es folgt die Modernisierung des Steuerrechts mit dem klaren Wunsch nach Entlastungen und vor allem Erleichterung für alle. Zwei von drei Unternehmen sehen nach der US-Steuerreform bestehenden Handlungsbedarf auch in Deutschland.

Sie drängen darauf, die letzte Unternehmensteuerreform aus dem Jahr 2008 zu überarbeiten. Und über 80 Prozent halten auch die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags für überfällig. Die Anhebung von Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und Kindergeld entspräche weitgehend nur dem, was ohnehin verfassungsrechtlich geboten sei, hob Bingmann hervor – und weiter: „Mit einer Abschaffung des Solidaritätszuschlages noch in dieser Legislaturperiode könnte die Politik ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit bei den Steuerzahlern setzen.“

Das beschlossene Rentenpaket mit der sogenannten Mütterrente II, der Erwerbsminderungsrente sowie für Midi-Jobber, das bis 2025 mit rund 32 Milliarden Euro zu Buche schlägt, sowie das Ziel der doppelten Haltelinien – das Rentenniveau bis 2025 auf 48 Prozent zu halten und gleichzeitig den Beitragssatz auf 20 Prozent zu begrenzen – trifft bei den befragten Großhändlern auf Unverständnis. Fast neun von zehn der befragten Unternehmen plädieren, an der weiterhin gleitenden Anpassung an den demographischen Wandel festzuhalten oder das Altersvorsorgesystem grundlegend zu reformieren. Die Überlegungen, nun auch noch Hartz IV abzuschaffen, halten die befragten Großhändler für eine Schnapsidee. Gerade einmal drei Prozent befürworten dies.

„Wir alle spüren: Derzeit werden die Karten neu gemischt, politisch wie technologisch. Und da haben wir als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt mit unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil und eine sehr gute Ausgangsbasis – eine viel bessere als die meisten anderen. Wir haben auch im digitalen Zeitalter alle Chancen, ganz vorne dabei zu sein, wenn wir alle gemeinsam und individuell unsere Hausaufgaben machen. Es wäre tragisch, wenn wir sie nicht nutzten, denn zugleich finanziert unser wirtschaftlicher Erfolg einen der größten Sozialstaaten weltweit. Dazu müssen die zweifelsohne vorhandenen Defizite in öffentlicher Verwaltung und Infrastruktur viel konsequenter angegangen werden“, so Bingmann abschließend.

45, Berlin, 18. Dezember 2018

 

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Dr. Holger Bingmann

Ansprechpartner:

André Schwarz, Pressesprecher BGA
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Telefon: 030 590099-520
E-Mail: Andre.Schwarz@BGA.de

Berlin | 13.12.2018

BGA zum Ausgang des Misstrauensvotums in Großbritannien

Zum Sieg in der Vertrauensabstimmung von Premierministerin May in Großbritannien erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

„Momentan überwiegt die kurzfristige Erleichterung, aber der Preis dafür ist hoch. Keineswegs ist ausgeschlossen, dass wir noch weitere Volten in der scheinbar unendlichen Geschichte des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU erleben. Was haben die Briten sich und Europa mit ihrer Sehnsucht nach alter Größe nur angetan?

Immerhin ist die gewonnene Vertrauensabstimmung ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg zu einem geordneten Austritt, aber eben alles andere als eine Garantie dafür. Mit dem Scheitern des Misstrauensvotums müssen die Brexit-Hardliner sich nun der Realität stellen. Das ist eine Chance für die Regierungschefin, ihren Austrittsdeal durchzubringen. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass sie wirklich gestärkt aus diesem gescheiterten Misstrauensvotum hervorgeht. Es bleibt alles offen. “

Berlin, 13. Dezember 2018

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Dr. Holger Bingmann

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Berlin | 12.12.2018

BGA: Digitale Dienstleistungen sind dynamischer Wachstumsmotor

Der Dienstleistungsbereich wächst kräftig und hat im dritten Quartal maßgeblich die Konjunktur gestützt.

Die Wirtschaftsleistung wäre ohne die Dienstleistungen noch stärker ins Stocken geraten. Insbesondere die Digitalisierung befeuert die Dynamik. B2B-Dienstleistungsunternehmen tragen aber auch dazu bei, dass andere Wirtschaftsbereiche in der Optimierung ihrer Prozessabläufe erfolgreich voran-kommen. Das sichert die deutsche Wettbewerbsfähigkeit in einem immer schwierigeren Umfeld.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), in Berlin zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Quartalszahlen zu Umsätzen und Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

Die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen wie Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Marketing, Personaldienstleistungen und Facility sind im dritten Quartal kalender- und saisonbereinigt um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen und gegenüber dem Vorquartal um 1,2 Prozent. Den größten Umsatzanstieg verzeichneten die Informationsdienst-leistungen mit 16,9 Prozent. Die Beschäftigung legte im Vergleich zum Vorjahres-quartal um 1,9 Prozent zu und zum Vorquartal um 0,2 Prozent.

„Der Erfolg der Dienstleistungen spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider. Sie geben immer mehr Menschen in Deutschland eine berufliche Perspektive und schaffen neue Arbeitsplätze. Wir müssen also keine Angst vor den tiefgreifenden Veränderungsprozessen haben, wenn wir uns richtig aufstellen. Doch die zunehmend praxisferne Gestaltung gesetzlicher Regelungen, die wenig Rücksicht auf den Anwender nimmt, bereitet unseren Handels- und Dienstleistungs-unternehmen immer mehr Kopfzerbrechen. Hier wünschen wir uns mehr Mut bei der gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit. Es ist höchste Zeit, dafür zu sorgen, dass die Arbeitszeit innerhalb der Woche flexibler verteilt werden kann. Die gesetzlichen Ruhezeiten schränken mobiles Arbeiten ein. Das passt nicht mehr in die betriebliche Realität und den internationalen, durch Globalisierung und Digitalisierung getriebenen Wettbewerb,“ so Bingmann abschließend.

44, Berlin, 12. Dezember 2018

 

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Berlin | 12.12.2018

BGA zu JEFTA: Lichtblick in dunklen Tagen

Zur Annahme des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Japan durch das Europäische Parlament erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann:

"Das europäisch-japanische Freihandelsabkommen JEFTA ist ein besonderer Lichtblick in dunkeln Tagen. Neben dem wirtschaftlichen Nutzen in einem von Protektionisten bedrohten Welthandel, hat es auch große symbolische Strahlkraft: Damit demonstrieren zwei wirtschaftliche Schwergewichte ihren Gestaltungswillen, wertebasiert ihre Handelsbeziehungen auszubauen, zum Wohle von Verbrauchern und Unternehmen mit ihren Beschäftigten."

Berlin, 12. Dezember 2018

 

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