Außenhandel 

Globale Verflechtung und volkswirtschaftliche Bedeutung
 

Deutschland zählt zu den größten Export- und Importnationen der Welt – der Außenhandel ist ein zentraler Treiber von Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Fast jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt direkt oder indirekt vom Außenhandel ab, was die enorme Bedeutung internationaler Wirtschaftsbeziehungen unterstreicht.

Zahlen, Daten, Fakten 


Warenexporte 2025: Deutschland exportierte Waren im Wert von rund 1.569,6 Mrd. €, ein kalender- und saisonbereinigter Zuwachs von +1,0 % gegenüber 2024.

Warenimporte 2025: Die Importe stiegen auf 1.366,9 Mrd. € (+4,4 %), wodurch ein stabiler Exportüberschuss von etwa rund 200 Mrd. € entstand.

Trotz globaler Unsicherheiten legten Exporte und Importe im Dezember 2025 im Monatsvergleich deutlich zu (Exporte +4,0 %, Importe +1,4 %).

Wichtige Märkte und Entwicklungstrends


Die Exportstruktur Deutschlands ist breit diversifiziert:

USA und China bleiben zentrale Handelspartner – mit wechselnder Rangfolge im Jahresverlauf 2025. China hat zeitweise wieder die USA als größter Handelspartner überholt, nicht zuletzt wegen steigender Importe aus der Volksrepublik.

Bedeutende Absatzmärkte liegen weiterhin innerhalb der Europäischen Union, insbesondere in Polen, Frankreich und den Niederlanden, die zusammen einen großen Anteil am deutschen Außenhandel ausmachen.

Emerging Markets wie Indien, Südostasien, Brasilien und Afrika gewinnen strategische Bedeutung – sowohl für Exportchancen deutscher Maschinen, Fahrzeuge und Chemieprodukte als auch für Importe von Rohstoffen und Vorleistungsgütern.

Globalisierung – Chancen und Risiken


In den letzten zwanzig Jahren haben sich Wertschöpfungsketten dramatisch vernetzt:
Mehr als die Hälfte des globalen Waren- und Dienstleistungshandels entfällt heute auf Vorleistungen und komplexe Produktionsketten. Dies erlaubt Spezialisierung und Effizienz, erhöht aber auch Abhängigkeiten von Vorleistungsgütern, kritischen Rohstoffen und internationalen Zulieferern.

Aktuelle Herausforderungen


Deutschland steht im Außenhandel vor mehreren strukturellen Herausforderungen:

Geopolitische Spannungen und Protektionismus (z. B. Zölle und Handelsschranken in den USA und anderen Regionen) wirken weiter auf Handelsströme und Planungssicherheit.

Lieferkettenrisiken: Engpässe bei Vorprodukten (Halbleiter, Spezialchemikalien) sowie logistische Engpässe erhöhen Kosten und Komplexität.

Klimapolitische Anforderungen wie der EU-CO₂-Grenzausgleich (CBAM) und Lieferkettensorgfaltspflichten verlangen neue Anpassungen und Reportingprozesse.

Digitale Wettbewerbsvorteile werden zunehmend entscheidend – Unternehmen investieren verstärkt in digitale Plattformen, Datenanalyse und automatisierte Logistik, um global resilientere Lieferketten aufzubauen.


Rolle und Leistungen der Außenhandelsunternehmen


Die Firmen des Außenhandels sind heute:

Vertriebsspezialisten deutscher Industrie in internationalen Märkten

Kompetente Beschaffer für Rohstoffe, Investitionsgüter und Vorleistungsgüter

Markterschließer für kleine und mittlere Hersteller, die sonst keinen eigenen Exportweg hätten

Sie tragen dazu bei, dass deutsche Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig bleiben und nationale Innovationspotenziale international vermarkten.


BGA-Initiativen zur Stärkung des Außenhandels


Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA) fördert die internationale Vernetzung und stärkt nachhaltige Handelsbeziehungen.
Ein zentrales Instrument ist das Import Promotion Desk (IPD): Es vernetzt deutsche Importeure mit Produzenten in Entwicklungs- und Schwellenländern, unterstützt bei der Erfüllung europäischer Importstandards und macht globalen Handel für kleine und mittlere Firmen zugänglich.

Fazit: Der Außenhandel bleibt trotz globaler Unsicherheiten ein stabiler und wachstumsorientierter Kernbereich der deutschen Wirtschaft. Dabei sind Diversifizierung der Märkte, Resilienz in Lieferketten und digitalisierte Prozesse entscheidende Faktoren für zukünftigen Erfolg.

Rund 70 verschiedene Branchen versorgen Deutschland mit allem, was gebraucht wird.

 



Rund 2 Millionen Beschäftigte in 139.000 Unternehmen arbeiten täglich für Sie.




Die Unternehmen bewegen Güter und Dienstleistungen im Wert von 1,7 Billionen Euro.